Hein: Mehr Lebensqualität durch Begegnungszone in der Innenstadt

Verkehrsberuhigung im gesamten Domviertel kommt

„Wir schaffen in der Linzer Innenstadt eine große, zusammenhängende Begegnungszone. Es kommt damit zu einer Verkehrsberuhigung von der das ganze Domviertel profitieren wird“, freut sich der Linzer Vizebürgermeister Markus Hein. Insgesamt umfasst die neue Begegnungszone die Herrenstraße, Spittelwiese, Walthertraße, Steingasse, Baumbachstraße, Hafnerstraße sowie die Stifterstraße.

Gleiches Recht für alle und wechselseitige Rücksichtnahme

Die neue Begegnungszone sieht eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h vor und funktioniert nach dem Prinzip der wechselseitigen Rücksichtnahme. Konkret dürfen alle Verkehrsteilnehmer die Fahrbahn gleichberechtigt nutzen. „Es steht zukünftig den Fußgängern, Radfahrern und E-Scooternutzern der gesamte Straßenraum zur Verfügung, ohne dass wir Autos aussperren müssen. Ganz im Sinne der Anrainer wird dadurch der Verkehr vor Ort beruhigt. Die neue Begegnungszone schließt auch die Schule in der Baumbacherstraße mit ein“, ergänzt Hein abschließend.

Hein: Neuplanungsgebiet Hopfengasse ist fertig

Im Juli soll es im Gemeinderat beschlossen werden

Das Neuplanungsgebiet für die Hopfengasse ist nun fertig und wurde bereits vom zuständigen Planungsreferenten Vizebürgermeister Markus Hein unterschrieben. Das Neuplanungsgebiet sieht nun vor, dass der Innenhof des Gevierts Hopfengasse/Stifterstraße von jeglicher Neubebauung – dies gilt natürlich auch für Tiefgaragen – frei bleiben muss. „In der Innenstadt, die einen mangelhaften Durchgrünungsgrad aufweist, sind große, grüne Innenhöfe für Mensch und Tier besonders wichtig. Sie sind also nicht nur Erholungsoasen, sondern schaffen auch Lebensraum“, erklärt Hein.

Ein Neuplanungsgebiet hat die Aufgabe, Planungsfehler der Vergangenheit zu korrigieren. Dass der aktuelle Bebauungsplan eine Neuverbauung des Innenhofs zugelassen habe, sieht Hein als historischen Planungsfehler, der zu korrigieren sei. „Die Stadtpolitik muss auf das Wohl der Allgemeinheit achten. Einzelinteressen sind hintanzustellen, sofern sie dem Allgemeinwohl widersprechen. Der Erhalt von Grünoasen hat sicherlich höchste Priorität. Ich gehe davon aus, dass auch der Gemeinderat hier entsprechend zustimmen wird“, versichert Hein.

„Dem Neuplanungsgebiet ist die rücksichtslose Abholzung des betreffenden Innenhofs vorausgegangen. Diese hatte zur Verärgerung vieler Anwohner und auch der Politik in Linz geführt – sie steht im klaren Widerspruch zu den Planungszielen der Stadt. Abholzungen auf Privatgrundstücken können rechtlich zwar nicht aktiv verhindert werden, wir können aber dafür sorgen, dass der natürlich gewachsene Boden erhalten bleibt und nicht versiegelt wird“, erklärt Hein abschließend.

Hein: Der Weg zum autofreien Hauptplatz und mehr Aufenthaltsqualität

Maßnahmen zur Sperre der Klosterstraße für den Durchzugsverkehr über den Sommer

Bereits am Wochenende gilt am Linzer Hauptplatz ein zeitlich begrenztes „Einfahrtsverbot“ im Zeitraum von Samstag, 18.00 – 24.00 Uhr und Sonn- und Feiertag, 0.00 – 24.00 Uhr mit Ausnahmeregelungen für Radfahrer, Busse, Taxis, gewerblichen Lieferverkehr und Anrainer sowie Apothekernotdienste, Hotelgäste und Zufahrten zu den Behindertenparkplätzen. „Die Gültigkeitsdauer dieser Einschränkung wird nun auf die gesamte Woche ausgedehnt und über die Sommermonate getestet“, erklärt Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein: „Der Beginn des Probebetriebes ist für 15.7.2020 vorgesehen. Wir arbeiten aber auch daran, dass die Zufahrt zu den Geschäften weiterhin möglich sein wird.“

Derzeit versucht die Verkehrsplanung mit Verkehrsumlegungsmodellen herauszufinden, wie sich die Verkehrsverteilung in der Innenstadt durch die angeführte Verkehrsmaßnahme generell verändern könnte. „Eine Sperre der Klosterstraße darf zukünftig keinesfalls zu maßgeblichen Verkehrsverlagerungen in andere Bereiche der Innenstadt führen – auch nach Öffnung aller neuen Donaubrücken. Dies würde auch zwangläufig zum Abbruch des Probebetriebes führen“, kündigt Hein an: „Niemand profitiert davon, wenn wir Staus künstlich provozieren würden. Im Sommer – und zusätzlich mit Covid-19 – können wir aber in Echtzeit testen und Erfahrungen sammeln, wie sich ein autofreier Hauptplatz auswirken würde. Es gibt einen politischen Konsens, dass der Hauptplatz spätestens nach Freigabe aller im Bau befindlichen Donaubrücken autofrei werden soll. Da die Verkehrsmengen rund um den Hauptplatz dann ähnlich gering wie im Sommer sein sollten, ist dieses Jahr der ideale Zeitpunkt für einen Testbetrieb.“

In der Klosterstraße ist derzeit die Verkehrsmaßnahme einer „Begegnungszone – 20 km/h“ verordnet. Durch diese Verkehrsmaßnahme soll der Verkehrsablauf für möglichst alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt erfolgen. Fußgängerinnen und Fußgänger dürfen in einer Begegnungszone die Fahrbahn benutzen, aber den fließenden Verkehr nicht behindern. Die Menge des Verkehrs wird jedoch durch eine Begegnungszone nicht vermindert, da uneingeschränkt durchgefahren werden kann. Dies führt nahezu zu denselben Lärm- und Abgasemissionen wie, wenn keine Begegnungszone verordnet wäre. Lediglich das Geschwindigkeitsprofil wird reduziert und somit die Schwere eventuell eintretender Verkehrsunfälle. Durch die hohe Belastung mit motorisiertem Individualverkehr gehen viele Fußgänger nach wie vor entlang der Häuser auf den Gehsteigen. Die Fahrbahn wird gemieden. „Die Sperre der Klosterstraße durch Aussperren des Durchzugsverkehr soll zu einer echten Verkehrsberuhigung am Hauptplatz führen und dort die Aufenthaltsqualität in Kombination mit Begrünungsmaßnahmen wesentlich steigern“, so Hein abschließend