Hein/Partoll: Photovoltaik-Kraftwerke auf A7 und A1 überzeugt

Vizebürgermeister von Linz und Ansfelden setzen sich gemeinsam für die Autobahnphotovoltaik ein. Hohes Sparpotential und niedrige Flächenversiegelung überzeugen freiheitliche Politiker.

Linz und Ansfelden ziehen an einem Strang

Erst kürzlich schlug der Linzer Vizebürgermeister Markus Hein vor, ein Solarkraftwerk über der A7 Autobahn zu errichten. Angetan von dieser Idee zeigt sich auch Ansfeldens Vizebürgermeister Christian Partoll: „Auch bei uns in Ansfelden sind Ideen und Überlegungen, die Autobahn bzw. die Lärmschutzwände als Solarstromerzeuger zu nutzen, nichts Neues. Gefehlt hat es jedoch immer an einem starken Partner, der dies auch gemeinsam mit uns umsetzen kann.“ Partoll glaubt diesen nun mit Hein und der Stadt Linz samt deren Betrieben gefunden zu haben: „Die A7 grenzt beim Knoten Linz direkt an die A1 bei Ansfelden. Alleine an den neuen – bis zu 7m hohen – Lärmschutzwänden wäre hier genug Platz für Photovoltaik. Außerdem sind mit dem Neubau des Knotens Haid/Traun auch noch weitere Lärmschutzwände geplant.“

Mehr als 1000 Haushalte mit Energie versorgen!

Ansfeldner Photovoltaik-Profis- die „Solarbuddys“ berechnen Nutzen!

Jürgen Hemetsberger und Mike Mühlgrabner sind wahre Photovoltaik-Profis. Die Beiden haben sich die Mühe gemacht und den Nutzen solcher Solarpanele errechnet. So könnte man bei einer „Überdachung“ in der Länge von 1 km mehr als 254 Tonnen Co2 pro Jahr einsparen. Nicht viel weniger wäre es mit der Montage auf den Richtung Süden ausgerichteten Lärmschutzwänden.

„Es ist wichtig, Flächen wie Autobahnen für die Stationierung solcher Anlagen zu finden, um diese nicht auf der „grünen Wiese“ errichten zu müssen. Es gilt dabei jedenfalls eine weitere Bodenversiegelung zu verhindern. Entlang des Autobahnknotens Linz könnte man mit Hilfe des Landes und Bundes ein europaweit vorzeigbares Projekt entstehen lassen, dass zudem tausende Haushalte im Großraum Linz mit Sonnenstrom versorgen würde. Bei einer Energieleistung von nur drei Gigawatt pro Jahr könnten ca. 1000 durchschnittliche Drei-Personenhaushalte versorgt werden“, sind sich Hein und Partoll einig.

Autobahn besser nutzen statt Grünflächen versiegeln

Der Streckenabschnitt zwischen Linz und Ansfelden würde sich wegen der Sonnenlage sehr gut eignen. „Auf dem Weg zu erneuerbarer Energie darf es keine Tabus geben. Wir müssen hier endlich in die Gänge kommen. Bereits versiegelte Flächen wie Autobahnen müssen noch eine Zusatzfunktion erhalten, anstatt immer neue Grünflächen mit Photovoltaik zu zupflastern. Wenn wir in Linz tatsächlich die Innovationshauptstadt sein wollen, müssen wir auch bei der Energieerzeugung die Nase vorne haben“, erklärt Hein abschließend.

Luger/Hein: Kontrollamtsbericht von ÖVP Linz gänzlich falsch wiedergegeben

Kontrollamt bestätigt moderate Kostensteigerung von lediglich 3,7 Prozent


Mit Verwunderung stellen Bürgermeister Klaus Luger und Planungsreferent Vizebürgermeister Markus Hein fest, dass die Linzer ÖVP – allen voran ÖVP-Klubobfrau Elisabeth Manhal – nicht mehr wissen, was sie selbst im Landtag oder Gemeinderat beschlossen haben. „Wider besseres Wissen wird der Kontrollamtsbericht zur Kostenentwicklung der Neuen Donaubrücke Linz gänzlich falsch interpretiert. Tatsächlich bestätigte das Kontrollamt in einer Sonderprüfung, dass ein Kostenanstieg von 3,7 Prozent für ein komplexes Projekt dieser Art sogar moderat sei“, klären Luger und Hein auf: „Im schwarzen Zahlenspiel werden Netto- mit Bruttokosten verglichen. Die bei mehrjährigen Bauprojekten übliche Indexierung wird der Einfachheit halber einfach weggelassen – das ist unseriös!“

Die von der ÖVP Linz behaupteten Kosten von € 50,0 Mio beinhalten nur die reinen Baukosten für das Brückenobjekt aber keine Umsatzsteuer und keine Indexierungen. Hingegen beinhalten die aus dem Kontrollamtsbericht (Seite 103) entnommenen Kosten von rund € 92,5 Mio sowohl die Umsatzsteuer und abgeschätzte Indexierung als auch alle anderen für die Projektumsetzung relevanten Kostenfaktoren.

Luger und Hein erklären die Kostenentwicklung im Details:

In der mit dem Land OÖ abgeschlossenen Finanzierungsvereinbarung (GR-Beschluss vom 29.06.2017 bzw. Landtagsbeschluss vom September 2017) waren € 71.286.000,- (ohne Maßnahmen zur Mühlkreisbahn; zzgl. USt und Indexierungen; Stichtag 1.1.2017) beinhaltet. Diese mit dem Land OÖ akkordierten rund € 71,3 Mio setzen sich aus folgenden aggregierten Kostenblöcken zusammen: 

  • Planung und Vorleistungen (€ 9,0 Mio)  
  • Baukosten Brücke (€ 50,0 Mio)
  • Unvorhergesehenes (€ 5,0 Mio)
  • Straßenanschlüsse (€ 2,6 Mio)
  • Ufergestaltung (€ 1,1 Mio)
  • Ausführungsplanung und ÖBA (€ 2,9 Mio)
  • Sonstige Kleinpositionen (€ 0,7 Mio)

Rechnet man überschlägig zu den beschlossenen ca. € 71,3 Mio weitere € 4,1 Mio bereits eingetretene bzw. abzuschätzende Indexierungen bis zum Bauende hinzu und erhöht diese Summe um die USt, ergeben sich auf Basis der ursprünglichen Beschlusslage gemäß Finanzierungsvereinbarung rund € 90,2 Mio als Gesamtkostenrahmen. Wegen des Planungsfehlers des französischen Architektenteams im Stahlbau und den daraus resultierenden Umplanungen und Bauzeitverzögerungen wurde mit GR Beschluss vom 05.12.2019 außerdem eine Erhöhung der Mittel um € 5,3 Mio. (zzgl. USt und Indexierung) gegenüber dem mit Land OÖ vereinbarten Deckelbetrag bewilligt.

Hein gibt Details zum Bauprogramm 2021 bekannt

Vizebürgermeister Hein gibt Details zum Bauprogramm 2021 bekannt. Heuer werden knapp 8 Mio. Euro in Errichtung und Erhaltung der Verkehrsinfrastruktur investiert. Die einzelnen Straßen-, Rad- und Gehwegprojekte werden schrittweise nach Priorität abgearbeitet. Für den Radverkehr sind alleine unter dem Budgetpunkt Rad- und Wanderwege, Gehwege 685.000 Euro budgetiert.

Bauvorhaben mit großem Nutzen haben Vorrang

Das Linzer Bauprogramm für das Jahr 2021 weist auch für dieses Jahr viele Bauvorhaben auf. Sonderbauvorhaben, Straßen-, Rad- und Gehwegprojekte werden trotz budgetär schwieriger Randbedingungen abgewickelt. Vorrang haben jene Projekte, die für viele Linzerinnen und Linzer einen spürbaren Mehrwert und Nutzen bringen, verspricht Vizebürgermeister Hein: „In budgetär schwierigen Zeiten müssen wir jedes Bauvorhaben genau bewerten und entsprechend priorisieren. Ich will, dass das Linzer Steuergeld vielen Linzerinnen und Linzern einen Nutzen bringt. Aber auch kleinere Bauvorhaben werden wir natürlich berücksichtigen.“

Auszug wichtiger Projekte

Im Definitivprogramm, das ist jenes Programm mit Projekten, die eine sehr hohe Priorität haben, werden heuer ca. 50 Projekte mit einem geschätzten Kostenvolumen von insgesamt knapp 8 Mio. Euro aufgelistet. Alleine für das Rad- und Gehwegenetz sind heuer 685.000 Euro budgetiert. Die größeren Straßenprojekte, die heuer umgesetzt werden, sind:  

Ausbau der Industriezeile inkl. Rad-und Gehweg, Fahrbahnsanierung der Kudlichstraße zwischen Ghega- und Schultestraße, Generalsanierung und Grüngestaltung der Kaplanhofstraße zwischen Nietzsche- und Holzstraße, Fahrbahnsanierung der Gruberstraße zwischen Weißenwolffstraße und Körnerstraße, Ausbau der Schwaigaustraße/Traundorferstraße, Am Bindermichl und eine Sanierung zwischen Werndl- und Stadlerstraße. Größtes Fahrradprojekt wird die Radwegerrichtung auf der ehemaligen Trasse der Florianerbahn.

Kapitaltransfers an ASFINAG und Linz AG machen ca. die Hälfte aus

Der Großteil des Straßenbudgets nämlich 3,2 Mio. Euro sind der Kapitaltransfer an die ASFINAG (für den Westring) sowie an die Linz AG (1,1 Mio. Sanierung Gleisanlage). Das zweite Eventualprogramm für Projekte mit geringerer Priorität umfasst mittlerweile über 100 Projekte. „Wenn ich auch lieber noch mehr Projekte – auch jene mit geringerer Priorität – umsetzen will, lässt es zurzeit die finanzielle Situation der Stadt nicht zu! Wir müssen jährlich die Situation neu bewerten und neu priorisieren, um das Geld der Linzer so effizient wie möglich zu investieren!“, bedauert Hein.

Hein zur Fertigstellung der Neuen Donaubrücke Linz

Das Transport-Equipment wird bereits angeliefert. Die letzte wirklich große Herausforderung – das Einschwimmen – steht somit kurz bevor. Trotz Corona hat sich der Baufortschritt der Neuen Donaubrücke sehr gut entwickelt. Mittlerweile sind auch die Korrosionsschutzarbeiten für die beiden nach Vormontage befindlichen Tragwerke – bis auf ein paar Restarbeiten -nahezu abgeschlossen. Es ist sehr erfreulich, dass dieses wichtige Verkehrsprojekt, welches die Verkehrssituation in unserer Heimatstadt nachhaltig entlasten wird, auf der Zielgeraden ist. Spätestens im Herbst 2021 wird die Verkehrsfreigabe erfolgen. Über den genauen Zeitplan des Einschwimmens und wie es vonstattengeht, wird nächste Woche in einer Pressekonferenz berichtet.“

Hein: Schwarz-grüner Konflikt auf dem Rücken der Städte und Pendler

FPÖ Vizebürgermeister Markus Hein: Türkis/Grünes Polit-Hickhack um Ausdünnung der Weststrecke verlagert Problem in Städte. Erfolgreiche Verkehrsmaßnahmen im Großraum Linz werden durch solche Aktionen zunichtegemacht. Verkehrsministerin muss rasch handeln. Verluste städtischer Verkehrsbetriebe sind ebenfalls zu entschädigen.


Der Wegfall der Staatshilfen für ÖBB und Westbahn wird sich massiv auf den öffentlichen Verkehr in und nach Linz auswirken. Für mich ist es bezeichnend, dass wir gerade unter der grünen „Klimaministerin“ Gewessler, einen derartigen Kahlschlag der Zugverbindungen erleben müssen. Anscheinend hat sie nicht rechtzeitig die Verhandlungen mit dem Finanzminister aufgenommen. Die zu erwartenden Folgen sind für Linz eine Zumutung: Arbeitnehmer werden von der grünen Ministerin praktisch dazu gezwungen, auf das Auto zurückzugreifen. Selbst Gewesslers Parteifreund, der Grüne Landesrat Kaineder, musste medial bekennen: ‚Pendlern bleibt nur noch das Auto‘. Die Leidtragenden sind am Ende die Linzer und Pendler“, stellt der für Verkehr zuständige Linzer Vizebürgermeister Markus Hein verärgert fest.

Erfolge der letzten Jahre stehen auf der Kippe


Durch das finanzielle Ausbluten der Bahnverbindung sieht Hein die Erfolge freiheitlicher Verkehrspolitik der vergangenen Jahre gefährdet: „Gemeinsam mit dem Land Oberösterreich wurden in den letzten Jahren massive Anstrengungen unternommen, um den öffentlichen Verkehr in und um Linz zukunftsfit zu gestalten. Und jetzt wird gerade der Schienenverkehr massiv ausgedünnt. Der Imageschaden für den öffentlichen Verkehr ist dadurch natürlich enorm. Das ist vor allem der Untätigkeit von Frau Ministerin Gewessler geschuldet. Die Zeit wurde nicht genutzt. Es waren anscheinend andere Sachen wichtiger als der öffentliche Verkehr“, kritisiert Hein.

Nicht nur ÖBB auch städtische Verkehrsbetriebe brauchen finanzielle Unterstützung

Hein fordert, dass es für die Finanzierung des öffentlichen Verkehrs, wenn dieser attraktiver werden soll, generell neue Ansätze braucht: „Der öffentliche Verkehr besteht eben nicht nur aus den Bundesbahnen. Der Großteil des öffentlichen Verkehrs wird in den Städten abgewickelt. Diese bekommen aber weiterhin für den kostspieligen Betrieb keine finanzielle Unterstützung durch den Bund. Nicht einmal der Schaden, der durch die Corona-Krise entstanden ist, wurde den städtischen Betrieben ausgeglichen. Eine faire und klimafreundliche Verkehrspolitik sieht für mich anders aus“.

Hein schlägt Solarkraftwerk über A7 Autobahnabschnitt vor

Vizebürgermeister Markus Hein schlägt ein Solarkraftwerk über der A7 Autobahn vor. Der Streckenabschnitt Bindermichltunnel – Knoten A1 würde sich wegen der guten Sonnenlage sehr gut eignen. Auf dem Weg zu erneuerbarer Energie darf es keine Tabus geben. Wir müssen hier endlich in die Gänge kommen. Versiegelte Flächen wie Autobahnen würden sich für ein Solarkraftwerk besonders gut eignen und gehen nicht zu Lasten von Freizeit- und Erholungsflächen. Wenn wir tatsächlich die Innovationshauptstadt sein wollen, müssen wir auch bei der Energieerzeugung die Nase vorne haben.

Noch wird in Österreich ein erheblicher Anteil an Strom mit fossilen Brennstoffen generiert. Die Möglichkeiten, die Wasserkraft deutlich auszubauen, sind enden wollend und würden auch massive Eingriffe in die Natur bedeuten. Solarkraftwerke über Autobahnen könnten einen wesentlichen Beitrag zur umweltfreundlichen Energiewende leisten, erklärt Vizebürgermeister Markus Hein: „Wenn wir die von der Bundesregierung beschlossenen Klimaziele erreichen wollen, müssen wir auch den Strom umweltfreundlicher erzeugen. Besonders, wenn man auch in der Mobilität vermehrt auf E-Fahrzeuge setzen will.“

Das Know-How haben wir in der Stadt

Linz als Testregion hätte optimale Voraussetzungen. Wir haben einen eigenen städtischen Energielieferanten, der auch das Know-How hätte, die Industrie und die Universität. Ein Testkraftwerk über der Mühlkreisautobahn würde sich auch anbieten, weil in den nächsten Jahren der Sicherheitsausbau stattfindet. Da könnte bereits die Tragkonstruktion in der Planung und im Bau berücksichtigt werden. Besonders der Abschnitt zwischen Bindermichltunnel und Knoten A1 würde sich wegen der günstigen Lage optimal eignen. Der Abschnitt steht den ganzen Tag im Sonnenlicht und ist auch nicht durch Bewuchs oder Bauten beschattet. Dieser Autobahnabschnitt erstreckt sich über eine Länge von ca. 7 km und einer Breite von ca. 28 m. Das würde einer Fläche von ca. 200.000 m² entsprechen. „Es hat mittlerweile auch Gespräche mit dem Ansfeldner Vizebürgermeister Christian Partoll gegeben. Eine solche innovative Neuerung sehe ich als Chance zur übergreifenden Arbeit zwischen Linz und seinem Nachbarbezirk Linz-Land.“

Kosten und Leistungsfähigkeit ist abzuklären

Laut dem Fraunhofer-Institut würden waferbasierte Photovoltaik-Module eine Nennleistung zwischen 175 und 220 Watt je Quadratmeter erreichen. Zu klären wären die Kosten für so ein Kraftwerk, denn die Module müssten natürlich lichtdurchlässig sein, damit den Verkehrsteilnehmern genügend Tageslicht zur Verfügung steht. Es ist natürlich auch wichtig zu wissen, welche Strommenge damit gewonnen werden kann, erklärt Hein: „In einer Studie könnten wir viele Fragen klären. Fakt ist aber, wenn wir weniger Emissionen generieren wollen, brauchen wir auch in der Energiegewinnung neue Ideen und Konzepte“ Hein ist davon überzeugt, dass die Flächen über Autobahnen – in sonnigen Abschnitten – besser als grüne Wiesen geeignet wären. Auf Flachdächern wird die Kombination Solaranlagen und Dachbegrünungen oft kritisch gesehen. Es ist zwar machbar, aber mit größeren Wartungsaufwand und bei nicht guter Ausführung, auch weniger Effizienz verbunden.

Hein: Mehr Lebensqualität durch Begegnungszone in der Innenstadt

Verkehrsberuhigung im gesamten Domviertel kommt

„Wir schaffen in der Linzer Innenstadt eine große, zusammenhängende Begegnungszone. Es kommt damit zu einer Verkehrsberuhigung von der das ganze Domviertel profitieren wird“, freut sich der Linzer Vizebürgermeister Markus Hein. Insgesamt umfasst die neue Begegnungszone die Herrenstraße, Spittelwiese, Walthertraße, Steingasse, Baumbachstraße, Hafnerstraße sowie die Stifterstraße.

Gleiches Recht für alle und wechselseitige Rücksichtnahme

Die neue Begegnungszone sieht eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h vor und funktioniert nach dem Prinzip der wechselseitigen Rücksichtnahme. Konkret dürfen alle Verkehrsteilnehmer die Fahrbahn gleichberechtigt nutzen. „Es steht zukünftig den Fußgängern, Radfahrern und E-Scooternutzern der gesamte Straßenraum zur Verfügung, ohne dass wir Autos aussperren müssen. Ganz im Sinne der Anrainer wird dadurch der Verkehr vor Ort beruhigt. Die neue Begegnungszone schließt auch die Schule in der Baumbacherstraße mit ein“, ergänzt Hein abschließend.

Hein: TomTom-Stauindex zeigt, 25 Stunden weniger Stau wegen Corona

Auch während der Morgen- und Abendspitze ging deutlich weniger Zeit verloren

Deutlich weniger Stauzeit als 2019 – Linz auf Platz vier in Österreich

Linz (017/21) – „Im vergangenen Jahr war die österreichische Stauhauptstadt wieder einmal Wien (+26%), gefolgt von Graz (+23%), Salzburg (+23%). Trotz großer Baustellen reiht sich unsere oberösterreichische Landeshauptstadt Linz (+17%) auf dem vierten Platz im Österreich-Ranking ein. Auf Platz 5 landet Innsbruck (ebenfalls +17%). Die Corona-Krise hat sich zumindest auch auf die Verkehrssituation positiv ausgewirkt“, berichtet Infrastrukturreferent Markus Hein: „Alle österreichischen Städte konnten sich gegenüber dem Jahr 2019 verbessern Linz sogar mit 5% deutlich. Im weltweiten Vergleich hat sich Linz auch verbessert und zwar um 11 Plätze. Damit landet Linz im Jahr 2020 international auf Platz 269.“

Weniger Wartezeiten auch in der Morgen- und Abendspitze

Autofahrer verlieren überwiegend in den morgendlichen (+29%) und abendlichen (+32%) Verkehrsspitzen Zeit. Auch diese Stauzeiten waren deutlich geringer als 2019. So fiel die zusätzliche Wartezeit der Morgenspitze um 15% und die Abendspitze um 11% geringer als ein Jahr zuvor aus. In 77 Tagen gab es sogar geringes Verkehrsaufkommen. Während des ersten Lockdowns im April war das Verkehrsaufkommen mit einem Plus von 9 Prozent am geringsten. Im Jänner mit einem Plus von 21% am höchsten. „In Summe standen die Autofahrer mit knapp drei Tagen aber 25 Stunden weniger lang im Stau als 2019“, analysiert Hein: „Das Jahr 2020 war sicher auch für den Verkehr ein Ausnahmejahr. Welchen Beitrag nun die Eröffnung der beiden Bypass-Brücken geleistet haben, kann somit aus der Statistik nicht eindeutig abgelesen werden.“

TomTom wertet aufgezeichnete Navi-Daten aus

Der Navigationsgerätehersteller TomTom zeichnet während der Fahrt laufend die entsprechenden Daten auf und leitet daraus den jährlichen „Stau-Index“ ab. Er beschreibt die prozentuale Veränderung der Verzögerungen von Fahrten durch verkehrsbedingte Behinderungen gegenüber einer freien Fahrt.

Hein: Das lange Warten auf das 1-2-3-Ticket geht weiter

Ankündigung war für Ministerin wichtiger als Klärung etwaiger rechtlicher Hürden
 

Immer neue Hürden tun sich im Zusammenhang mit dem sogenannten 1-2-3-Ticket auf. Nach der harten Kritik durch die Länder, den Städtebund und die Verkehrsverbünde scheint es jetzt auch größere Probleme im Vergaberecht zu geben. „Nicht nur im Verfassungsrecht auch bei den bestehenden Verkehrsdienstverträgen gibt es scheinbar noch große Hindernisse zu nehmen, um die man sich im Bund bisher noch nicht ausreichend gekümmert hat“, ärgert sich der freiheitliche Infrastrukturreferent Markus Hein.

Ein einheitliches und vor allem günstigeres Jahresticket wäre für viele begeisterte Bus- und Bahnfahrer eine echte Erleichterung. Bevor man sich aber an die schwierige Aufgabe der Harmonisierung der österreichischen Tarifsysteme herantraut, sollte man sich umfassend informiert und seine Hausaufgaben erledigt haben. „Fakt ist, von der vollmundigen Ankündigung der Verkehrsministerin Leonore Gewessler und dem Beschluss des Ministerrats im Juli 2020 wurde bisher nichts umgesetzt. Es scheint so, als habe sich die grüne Politikerin mit ihrer weitreichenden Ankündigung übernommen. Ärgerlich ist das besonders für die Öffi-Nutzer, die jetzt mit großer Wahrscheinlichkeit auf das versprochene 1-2-3-Ticket warten müssen“, führt Hein weiter aus.
 
Während sich die Verhandlungen zwischen Bund und den Ländern weiterhin ziehen, bleibt Linz immer noch außen vor. „Leider wurde Linz in die Verhandlungen zum 1-2-3-Ticket immer noch nicht mit einbezogen. Wir begrüßen das Ticket, fordern bei den Verhandlungen aber Fairness und vollen Kostenersatz. Alleine die Linz AG Linien befördern pro Jahr die unglaubliche Zahl von mehr als 112 Millionen Fahrgästen. Die städtischen Verantwortungsträger in Linz noch immer bei den Verhandlungen zu übergehen, ist kurzsichtig. Im Interesse aller Öffi-Nutzer in unserer Heimatstadt hoffe ich, dass es hier bald zu einem Umdenken der grünen Ministerin kommt“, so Hein abschließend.

Hein: Ein praxistaugliches Verkehrskonzept für die Gugl existiert seit Jahren

Auch bei einem Neubau der Gugl sind die Rahmenbedingungen dieselben

Im Zuge der medialen Diskussion um den Neubau des LASK-Stadions hält sich die falsche Behauptung hartnäckig, dass es für die Gugl kein Verkehrskonzept gibt. „Das entspricht einfach nicht der Realität. Natürlich gibt es dazu ein umfassendes Verkehrskonzept. Auf der Gugl hat es schon vorher entsprechende Spiele oder Veranstaltungen gegeben, die ohne Verkehrskonzept nicht stattfinden, hätten können“, erklärt Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein. Allerdings entspricht es weniger parteipolitischer Dogmen, sondern es wurde aus der Praxis heraus über Jahrzehnte entwickelt. Es ist also das Ergebnis eines intensiven Erfahrungsaustausches zwischen Polizei, Behörden, Stadtplanung, der Linz Linien und des Vereins. „Das vorliegende Konzept entspringt somit den praktischen Erfahrungen aller Beteiligten. Manche tun ja gerade so, als ob es das Stadion nie gegeben hätte. Das stimmt einfach nicht“, klärt der für den städtischen Verkehr zuständige freiheitliche Vizebürgermeister Markus Hein auf.

Das Verkehrskonzept für das Stadion und die TipsArena, das 2007 gemeinsam mit Behörden, Verkehrsplanung, Polizei und Linz Linien entwickelt wurde, sieht einen Maßnahmenkatalog vor, der sich in drei Kategorien beschreiben lässt. Kategorie 1 trifft zu, wenn ein Besucherandrang von 3.000 bis 6.000 Personen vorliegt. Dies umfasst Sonderfahrten der Linz Linien, bedarfsorientierte Zufahrtsregelungen an der Waldeggstraße und punktuelle Halteverbote am Froschberg. Kategorie 2 schließt die Summe von 6.000 bis 20.000 Besuchern ein. Diese ist gekennzeichnet von bedarfsorientierten Straßensperren, wobei definierte Sperrzonen erweitert werden. Weitere Maßnahmen beinhalten beispielsweise Ankündigungen auf der A7 und verstärkte Sonderfahrten der Linz Linien. Kategorie 3 umfasst über 20.000 Besucher. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Sperre des Froschbergs, erweiterte Sonderfahrten der ÖBB und der Linz Linien, Ankündigungen auf der A7 und erweiterte Halteverbote im Zuge einer dritten Sperrzone.

Dass dieses Konzept funktioniert, haben wir beispielsweise in der Fußballsaison 2019 gesehen. Wie wir in unserer Heimatstadt europäische Größen, darunter den FC Basel oder PSV Eindhoven begrüßen durften, war das Stadion restlos ausverkauft. Die Polizei hat bei der Umsetzung des bewährten Verkehrskonzeptes beeindruckend demonstriert, dass es funktioniert. Natürlich muss man sich schon auch darüber im Klaren sein, dass bei Spitzenspielen mit einer erhöhten Verkehrsbelastung zu rechnen ist. Das ist aber nicht der Regelfall. Es wird aber keinen Standort für ein Stadion geben, wo es anders wäre. „Meist versteckt sich in der unfairen und unsachlichen Kritik politischer Mitbewerber nur der Versuch, politisches Kleingeld zu schlagen.“