Stumptner: Neos gegen Begrünungsmaßnahmen am Lunaplatz

Auch die Bürger im Linzer Süden verdienen Verschönerungsmaßnahmen

Bei der Gemeinderatssitzung vergangen Donnerstag wurden auf Initiative von FPÖ-Gemeinderat Peter Stumptner Begrünungsmaßnahmen für den Lunaplatz auf Schiene gebracht. Dies geschah mit breiter Zustimmung. Lediglich die Neos lehnten dies vehement ab. „In Zeiten von Rekordtemperaturen im Sommer sieht es nahezu jeder ein, dass es gerade im urbanen Bereich wichtig ist, sogenannte Hitzeinseln so gut es geht zu beseitigen. Dies soll nun auch, geht es nach der Linzer FPÖ, im Zentrum der solarCity so geschehen. Selbst am Hauptplatz wurden schon Maßnahmen hierzu eingeleitet. Nur, geht es nach den Neos, hat der Lunaplatz kein Anrecht auf eine standesgemäße Beschattung bzw. Verschönerung. So sieht es die selbsternannte Sprecherin sämtlicher Bürgerinitiativen Olga Lackner nicht ein, warum dies auch im stark wachsenden Stadtteil Pichling so umgesetzt werden soll“, wundert sich Stumptner.

„Die Neos haben sich in der Vergangenheit immer wieder bei diversen ´Bürgerbewegungen´ eingemischt und diese als politische Vehikel missbraucht. Nur, wenn sich scheinbar ein Gebiet ihrer nicht würdig erweist, arbeitet man schon mal gegen die Interessen der Bürger, wie dieser Fall deutlich macht. Wir Linzer Freiheitliche nehmen Bürgernähe jedenfalls ernst und sind auch jenseits von Wahlgeplänkel in den Stadtteilen für die Anliegen der Linzer vor Ort und scheuen uns nicht davor anzupacken, wenn es um Verbesserung für die Bevölkerung geht“, so der Freiheitliche abschließend.

Stumptner: Lunaplatz verdient standesgemäße Begrünung

Nachhaltige statt halbherzige Maßnahmen

Der Lunaplatz in der Solarcity ist die zentrale Drehscheibe des stark wachsenden Stadtteils Pichling. Seine Lage ist äußerst zentral und nahezu ideal. Alles andere als ideal ist allerdings der nicht zu übersehende Mangel an Begrünung. Es bestehen, insbesondere in den heißen Sommermonaten, kaum Möglichkeiten zur Abkühlung dieser Fläche. Zudem wird der Lunaplatz seiner städtischen Bedeutung im Rahmen eines modernen, städtischen Siedlungsgebiets nicht gerecht, wenn dort auch weiterhin nur halbherzige Versuche zur Begrünung und Optimierung des Ortsbildes stattfinden. „Die Gemeinde Wiener Neudorf zeigt vor, wie eine derartige Begrünung gelingen könnte. In Form von mit heimischen Bäumen bepflanzten Sitzinseln ließe sich eine ökologisch sinnvolle Ergänzung des Lunaplatzes bewerkstelligen. Dabei liegt der Fokus besonders auf ins Stadtbild passende Maßnahmen, welche nicht als deplatziert, wie es aktuell mit den dort befindlichen Kübelpflanzen der Fall ist, sondern als stimmige Ergänzung der bestehenden Strukturen wahrgenommen werden“, erläutert der Pichlinger FPÖ-Gemeinderat Peter Stumptner, der in der kommenden Gemeinderatssitzung die Begrünung des Lunaplatzes beantragen wird.

„Die positiven Effekte, welche solche Maßnahmen nach sich ziehen, könnten vielseitiger nicht sein. Abgesehen von der optischen Verschönerung könnte eine nachhaltige Begrünung auch durch kühlende Effekte einen positiven Beitrag zum örtlichen Klima schaffen. Hier bestünde die Möglichkeit, nach dem Hauptplatz einen weiteren Puzzlestein für mehr Stadtgrün zu legen. Mit dem Vorteil, dass im Gegensatz zum Hauptplatz, die Begrünung bei Veranstaltungen nicht aufwendig entfernt werden müsste. Zudem würde eine angenehmere Temperatur in den Sommermonaten die Bevölkerung zum längeren Verweilen animieren, was auch den ortsansässigen Geschäften zugutekäme“, so Stumptner anschließend.

Hein: Neuplanungsgebiet Hopfengasse ist fertig

Im Juli soll es im Gemeinderat beschlossen werden

Das Neuplanungsgebiet für die Hopfengasse ist nun fertig und wurde bereits vom zuständigen Planungsreferenten Vizebürgermeister Markus Hein unterschrieben. Das Neuplanungsgebiet sieht nun vor, dass der Innenhof des Gevierts Hopfengasse/Stifterstraße von jeglicher Neubebauung – dies gilt natürlich auch für Tiefgaragen – frei bleiben muss. „In der Innenstadt, die einen mangelhaften Durchgrünungsgrad aufweist, sind große, grüne Innenhöfe für Mensch und Tier besonders wichtig. Sie sind also nicht nur Erholungsoasen, sondern schaffen auch Lebensraum“, erklärt Hein.

Ein Neuplanungsgebiet hat die Aufgabe, Planungsfehler der Vergangenheit zu korrigieren. Dass der aktuelle Bebauungsplan eine Neuverbauung des Innenhofs zugelassen habe, sieht Hein als historischen Planungsfehler, der zu korrigieren sei. „Die Stadtpolitik muss auf das Wohl der Allgemeinheit achten. Einzelinteressen sind hintanzustellen, sofern sie dem Allgemeinwohl widersprechen. Der Erhalt von Grünoasen hat sicherlich höchste Priorität. Ich gehe davon aus, dass auch der Gemeinderat hier entsprechend zustimmen wird“, versichert Hein.

„Dem Neuplanungsgebiet ist die rücksichtslose Abholzung des betreffenden Innenhofs vorausgegangen. Diese hatte zur Verärgerung vieler Anwohner und auch der Politik in Linz geführt – sie steht im klaren Widerspruch zu den Planungszielen der Stadt. Abholzungen auf Privatgrundstücken können rechtlich zwar nicht aktiv verhindert werden, wir können aber dafür sorgen, dass der natürlich gewachsene Boden erhalten bleibt und nicht versiegelt wird“, erklärt Hein abschließend.

Hein konkretisiert Pläne zum grünen und autofreien Hauptplatz

Die Metamorphose von einer Hitzeinsel zum grünen Freizeitraum in drei Schritten

In drei Schritten könnte die Metamorphose des Linzer Hauptplatzes von einer Hitzeinsel zu einem grünen und autofreien Freizeitraum vollzogen werden. Bereits vor Ferienbeginn soll der erste Schritt durch Planungsreferent Vizebürgermeister Markus Hein umgesetzt werden: „Im ersten Schritt wird die Rathausgasse zur Fußgängerzone. Damit ist sichergestellt, dass der Durchzugsverkehr im nördlichen Teil unterbunden wird. Die entsprechende Verordnung ist bereits in Auftrag gegeben!“

Hein kann sich auch vorstellen, dass diesen Sommer bereits der zweite Schritt in Angriff genommen wird. Das würde die Klosterstraße betreffen, die ebenfalls für den Durchzugsverkehr zu sperren wäre: „Wir müssen natürlich vorab die Verkehrssituation genau beobachten, wie sich diese in der COVID-19-Krise entwickelt. Niemandem wäre geholfen, wenn wir zwar einen autofreien Hauptplatz hätten, aber der Verkehr rundherum zum Erliegen kommt. Ich bin aber sehr optimistisch, dass es funktionieren kann. Probieren sollten wir es zumindest!“

Im dritten Schritt wären die lang ersehnten Begrünungsmaßnahmen, die den Hauptplatz attraktiver erscheinen lassen sollen, umzusetzen. Dafür liegt bereits eine Potentialanalyse vor, die Hein durch die Stadtplanung erstellen hat lassen. Diese soll für eine Detailplanung als Grundlage dienen. „Am Hauptplatz gibt es ein paar Einschränkungen, die zu berücksichtigen sind. Es ist nämlich nicht überall möglich, Bäume zu pflanzen. Im westlichen Teil ragt die Tiefgarage in den Hauptplatz und im östlichen Teil befindet sich eine Bunkeranlage darunter. Es sollen auch nach der Umgestaltung Großveranstaltungen möglich sein.“, erklärt Hein abschließend.

Hein: Nicht ein „Spiel-Auf-Zeit“ bei Begrünungsmaßnahmen, sondern rasche Umsetzung

Mehr Grün in der Stadt und kein Parkplatz weniger schließen sich gegenseitig aus

Im Linzer Stadtsenat wurde richtigerweise 2019 ein Konzept für mehr Baumpflanzungen im Stadtgebiet beschlossen. Der zuständige Grünreferent Vizebürgermeister Bernhard Baier hätte diesen Beschluss aber eigentlich gar nicht abwarten müssen. Bereits seit längerem gibt es nämlich in Linz ein entsprechendes Baumpflanzkonzept. Darin enthalten sind Vorschläge der Stadtplanung zur Ergänzung- bzw. Neupflanzungen entlang von bestehenden Grünverbindungen und Baumreihen. Dieses wurde auch im Rahmen des Grünflächenplans mehrmals im Infrastrukturausschuss behandelt. „Es ist schwer nachvollziehbar, warum das bestehende Konzept nicht längst abgearbeitet wird. Die Gemeinderatsfraktionen versuchen sich gegenseitig mit immer neuen Grünanträgen zu übertrumpfen, der Grünreferent Vbgm Bernhard Baier scheint aber auf Zeit spielen zu wollen! Denn eines ist klar, blumige Ankündigungen selbst umsetzen zu müssen, die in der Bevölkerung durchaus kontroversiell gesehen werden (Parkplatz vs. Bäume), sind nicht jedermanns Sache. Es bleibt zu hoffen, dass die Bäume auf den Christbaummärkten nicht zu den 1000 von Vbgm Baier angekündigten Bäumen zählen“, erklärt der freiheitliche Infrastrukturreferent Markus Hein.

„Gerade anlässlich der Klimakrise sollten wir keine Zeit verschwenden – Handeln statt Worte ist die Devise. Gegenstimmen und Verzögerungstaktik – wie etwa beim Ausbau der Grünflächen in der Stockhofstraße – dürfen für die ÖVP keine Option mehr sein. Es wird auf Dauer nicht möglich sein, jeden Oberflächenstellplatz in Linz zu halten und zugleich den Grünraum zu vergrößern. Wenn wir hier weiterkommen möchten, wird der Grünreferent nicht umhin kommen, endlich Prioritäten zu setzen! Ich stehe zu meinem Wort und werde für mehr Grün im Straßenraum sorgen. Jeder Tag ist wertvoll, denn der nächste heiße Sommer kommt bestimmt!“, so Hein abschließend.

 

Walcher: Innerstädtischen Bahndamm für Stadtbegrünung nutzen

Grauer Nutzbau soll künftig Stadtklima verbessern

Der Neubau des Bahndammes östlich des Hauptbahnhofs war ein bedeutender Fortschritt für den Linzer Bahnverkehr. Allerdings wurde ein reiner Zweckbau errichtet, der sich wie ein trennendes Element durch die Stadt zieht. „Dass Grünflächen eine positive Auswirkung auf das Stadtklima, genauso wie auf die menschliche Psyche haben, ist eine allgemein anerkannte Tatsache. Die Anzahl an begrünbaren Flächen ist in den Innenstädten allerdings gering. Daher muss sich bei der Suche nach geeigneten Flächen das Augenmerk vermehrt auf die Vertikale richten, also auf Hausfassaden oder Hochbauten wie Lärmschutzwände oder Bahndämme“, so die Linzer FPÖ-Gemeinderätin Susanne Walcher.

Daher werden die Freiheitlichen den Linzer Grünreferenten bei der nächsten Gemeinderatssitzung auffordern, in Zusammenarbeit mit den ÖBB ein Konzept für die Begrünung des Bahndammes zwischen Parkhaus Blumau und Musiktheater / Unterführung Wiener Straße zu erstellen. „Ein begrünter Bahndamm würde nicht nur die Betonschlucht zwischen Westbahn, Bahnhofstraße, Blumauerstraße und Musiktheater optisch auflockern, sondern sich auch positiv auf das Stadtklima auswirken. Auf diese Art kann der Bahnverkehr mehrfach zum Klimaschutz beitragen“, so Walcher abschließend.

Walcher: Rathaus soll leuchtendes Beispiel der Stadtbegrünung werden

Gemeinderatsantrag sieht Begrünungsmaßnahmen für Dachpark vor

„Das Neue Rathaus verfügt bereits über einige Grünflächen. Doch es ist jetzt an der Zeit, dieses Grünflächenkonzept aus den 1980er-Jahren weiterzuentwickeln. Die freiheitliche Gemeinderatsfraktion beantragte daher in der letzten Gemeinderatssitzung den Ausbau der bestehenden Grünflächen zu einem ‚Linzer Rathaus-Dachpark‘. Damit könnte nicht nur eine öffentliche Grünfläche für die Bürger, sondern auch eine ‚natürliche Klimaanlage‘ für die Mitarbeiter geschaffen werden“, führt FPÖ-Gemeinderätin Susanne Walcher aus.

Die Terrassen des Rathauses erstrecken sich über 10.000 m², welche zum Teil mit Waschbetonplatten bedeckt sind. Der freiheitliche Antrag sieht vor, dass anstatt dieser Waschbetonplatten künftig Grünflächen entstehen sollen. Zudem könnte der botanische Garten die gewonnene Fläche für die Ausstellung seiner Exponate nutzen. Großstädte wie Bochum setzen solche Konzepte bereits mit Erfolg um. Der Antrag wurde in der letzten Gemeinderatssitzung einstimmig dem Stadtsenat zugewiesen, der nun über die weitere Umsetzung beraten wird.

„Wir sehen in diesem Antrag ein großes Potential, vor allem hinsichtlich der Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter, Einsparungsmöglichkeiten bei Heizkosten und Kosten für Klimatisierung, sowie ein zusätzliches Naherholungsgebiet für die Bevölkerung“, so Walcher abschließend.

Hein: Umfangreiche Begrünungsmaßnahmen im Bauland sollen verbindlich werden

Mittels Ediktalverfahren (alle Bebauungspläne) soll Umsetzung flächendeckend erfolgen

„Maßnahmen wie beispielsweise Dachbegrünungen, Begrünung der Fassaden und Baumpflanzungen sind die wirksamsten und vernünftigsten Mittel gegen städtische Hitze-Inseln! In Bebauungsplänen können wir diese Maßnahmen nachschärfen und verbindlich einfordern“, erklärt Planungsreferent Markus Hein: „Mit intensiven Begrünungsmaßnahmen wirken wir nicht nur Hitze-Inseln entgegen, wir schaffen Wohlfühlzonen und reinigen damit auch die Luft!“

Nach den Plänen von Hein soll es in Linz keine Flachdächer über 100 m², deren Vegetationsschicht unter 15 cm Mindeststärke aufweist, geben. Aber nicht nur bei der Dachbegrünung soll es zu Nachschärfungen kommen. Bei Tiefgaragen soll zukünftig die Vegetationsschicht eine Mindeststärke von 50 cm aufweisen. Stützmauern sind flächendeckend dauerhaft zu begrünen. Auf Bauplätzen sind Bäume, die im ausgewachsenen Zustand eine Krone von mindestens 8 m aufweisen, zu pflanzen. Für den ruhenden Verkehr gilt zukünftig, dass nach jedem 5ten Kfz-Abstellplatz ebenfalls Bäume mit einer Mindestgröße von 8 m gepflanzt werden müssen. Zudem muss den Bäumen genügend Grünraum geboten werden.

„Diese Maßnahmen sollen über alle ca. 1000 Linzer Bebauungspläne mittels Ediktalverfahren durchgesetzt werden, damit für alle die gleichen Regeln gelten und zeitnah in Rechtswirksamkeit erwachsen“, erklärt Hein: „Würden wir diese Maßnahmen nur bei neuen oder bei zu überarbeitenden Bebauungspläne einarbeiten, würde es Jahrzehnte dauern, bis diese Maßnahmen flächendeckend verbindlich werden würden. Das Ediktalverfahren, das Änderungen über sämtliche Bebauungspläne erlaubt, bietet sich dafür an!“ Die Einleitung des Verfahrens hat Hein bereits in Auftrag gegeben. Im Laufe des nächsten Jahres sollen die konkreten Maßnahmen dem Ausschuss und Gemeinderat zu Beschlussfassung vorgelegt werden.