Hein: Nächste Schritte zur Bebauung des ehemaligen Kasernenareals in Ebelsberg

Planungsreferent Vizebürgermeister Hein informiert über die nächsten Schritte zur Bebauung des ehemaligen Kasernenareals in Ebelsberg: „Neues Zentrumsquartier Ebelsberg – internationaler Architekturwettbewerb startet“

Stadt der „kurzen Wege soll“ umgesetzt werden

Das größte Stadtentwicklungsprojekt der Stadt Linz, die Umnutzung der ehemaligen Hiller Kasernen, geht in die nächste Phase. Obwohl der Flächenwidmungs- und Bebauungsplan noch nicht durch sind, wird natürlich an der konkreten zukünftigen Nachnutzung fleißig weitergearbeitet. „Mit einem Realisierungs- und Ideenwettbewerb, der am 10. Februar startete, sollen die Gestaltung der Gewerbeflächen entlang der B1 und die Startup-Zone im westlichen Bereich des Areals ausgelobt werden. Das Ergebnis wird voraussichtlich im November 2021 vorliegen“, berichtet Planungsreferent Vizebürgermeister Markus Hein: „Die Strategie dahinter ist eine andere als bei Stadtentwicklungsprojekten der Vergangenheit. Ich will dort einen autarken Stadtteil schaffen, der das Prinzip der ‚Stadt der kurzen Wege‘ wirklich realisiert. Arbeit, Freizeit und Wohnen müssen nahe beieinanderliegen. Das verhindert unnötigen Verkehr von vornherein.“

Schaffung von Arbeitsplätzen steht im Fokus

Daher sollen im ersten Schritt Flächen für Arbeitsplätze geschaffen werden. Das soll zukünftige Arbeitnehmer natürlich auf das Wohnen am Areal neugierig machen.  Im zweiten Schritt wird erst das Wohnen im Fokus stehen. So ist sichergestellt, dass hier eine sehr hohe Lebensqualität entsteht. „Menschen, die hier arbeiten, sollen hier oder in der unmittelbaren Nähe auch wohnen. Eine zu schnelle, reine Wohnbesiedelung des Areals, wie es leider bei anderen Stadtentwicklungsprojekte schon der Fall war, geht meist zu Lasten der Lebensqualität und des Zusammenlebens. Diese neue Strategie soll dem entgegenwirken“, erklärt Hein.

Hein gibt Details zum Bauprogramm 2021 bekannt

Vizebürgermeister Hein gibt Details zum Bauprogramm 2021 bekannt. Heuer werden knapp 8 Mio. Euro in Errichtung und Erhaltung der Verkehrsinfrastruktur investiert. Die einzelnen Straßen-, Rad- und Gehwegprojekte werden schrittweise nach Priorität abgearbeitet. Für den Radverkehr sind alleine unter dem Budgetpunkt Rad- und Wanderwege, Gehwege 685.000 Euro budgetiert.

Bauvorhaben mit großem Nutzen haben Vorrang

Das Linzer Bauprogramm für das Jahr 2021 weist auch für dieses Jahr viele Bauvorhaben auf. Sonderbauvorhaben, Straßen-, Rad- und Gehwegprojekte werden trotz budgetär schwieriger Randbedingungen abgewickelt. Vorrang haben jene Projekte, die für viele Linzerinnen und Linzer einen spürbaren Mehrwert und Nutzen bringen, verspricht Vizebürgermeister Hein: „In budgetär schwierigen Zeiten müssen wir jedes Bauvorhaben genau bewerten und entsprechend priorisieren. Ich will, dass das Linzer Steuergeld vielen Linzerinnen und Linzern einen Nutzen bringt. Aber auch kleinere Bauvorhaben werden wir natürlich berücksichtigen.“

Auszug wichtiger Projekte

Im Definitivprogramm, das ist jenes Programm mit Projekten, die eine sehr hohe Priorität haben, werden heuer ca. 50 Projekte mit einem geschätzten Kostenvolumen von insgesamt knapp 8 Mio. Euro aufgelistet. Alleine für das Rad- und Gehwegenetz sind heuer 685.000 Euro budgetiert. Die größeren Straßenprojekte, die heuer umgesetzt werden, sind:  

Ausbau der Industriezeile inkl. Rad-und Gehweg, Fahrbahnsanierung der Kudlichstraße zwischen Ghega- und Schultestraße, Generalsanierung und Grüngestaltung der Kaplanhofstraße zwischen Nietzsche- und Holzstraße, Fahrbahnsanierung der Gruberstraße zwischen Weißenwolffstraße und Körnerstraße, Ausbau der Schwaigaustraße/Traundorferstraße, Am Bindermichl und eine Sanierung zwischen Werndl- und Stadlerstraße. Größtes Fahrradprojekt wird die Radwegerrichtung auf der ehemaligen Trasse der Florianerbahn.

Kapitaltransfers an ASFINAG und Linz AG machen ca. die Hälfte aus

Der Großteil des Straßenbudgets nämlich 3,2 Mio. Euro sind der Kapitaltransfer an die ASFINAG (für den Westring) sowie an die Linz AG (1,1 Mio. Sanierung Gleisanlage). Das zweite Eventualprogramm für Projekte mit geringerer Priorität umfasst mittlerweile über 100 Projekte. „Wenn ich auch lieber noch mehr Projekte – auch jene mit geringerer Priorität – umsetzen will, lässt es zurzeit die finanzielle Situation der Stadt nicht zu! Wir müssen jährlich die Situation neu bewerten und neu priorisieren, um das Geld der Linzer so effizient wie möglich zu investieren!“, bedauert Hein.

Steinkellner/Hein: 2020 als Jahr des Linzer Brückenbaus

Neue Donaubrücke auf bestem Weg zur Fertigstellung
 

Bei der gemeinsamen Besichtigung der Baustelle zur Neuen Donaubrücke Linz konnten sich Landesrat Günther Steinkellner und Vizebürgermeister Markus Hein persönlich von den großen Fortschritten vor Ort überzeugen. Für die Infrastrukturreferenten von Land und Stadt zeigt sich, dass trotz COVID-19 das Jahr 2020 für Linz im Zeichen des Brückenbaus steht. „Wenn man die Investitionen für alle neuen Donauquerungen zusammenrechnet, wird von Bund, Land und Stadt die unvorstellbare Summe von fast 350 Millionen Euro in die Verbesserung der Brückeninfrastruktur investiert. Nach Jahrzehnten des Wartens auf eine neue, leistungsfähige Brückeninfrastruktur wird unter freiheitlicher Doppelführung im Infrastrukturressort hart an der Realisierung gearbeitet“, freuen sich Steinkellner und Hein.


Die Neue Donaubrücke ist die Grundvoraussetzung für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs über die Donau. „Die Jahrhundertchance, ein Jahrhundertprojekt umzusetzen, wurde genutzt und das wird die Zukunft unserer Landeshauptstadt, des Zentralraums und des ganzen Landes positiv prägen. Sowohl die Stadtbahn als auch die O-Buslinien werden zukünftig diese Brücke befahren und den Verkehr in Linz nachhaltig entlasten. Wir warten aktuell auf die Rückmeldung aus Wien, um die letzten Finanzierungsdetails mit dem Bund dafür klären zu können. Die Mittel des Landes OÖ für den ersten Ausbauschritt liegen mit dem OÖ-Plan bereit“, erklärt Steinkellner weiter.


Trotz der sehr komplexen Konstruktion und der COVID-19-Pandemie rückt die Fertigstellung unserer neuen Donaubrücke in greifbare Nähe. Dank österreichischer Ingenieursleistung soll diese Brücke zu einem Schmuckstück an der Donau, mit dem die Linzer mindestens 100 Jahre Freude haben, werden. Ende Oktober wurden die letzten vier Querträger in den Urfahraner Brückenbogen eingefügt. Mit diesen letzten Stahlelementen wird ein Gesamtgewicht von rund 8.500 Tonnen vor Ort erreicht. „Trotz des fünfwöchigen Baustopps während des ersten Lockdowns sollte der Endmontage und auch einem termingerechten Einschwimmen der bereits an Land zusammengebauten Brückentragwerke 2 und 3 nichts mehr im Wege stehen. Ebenso sollte der Verkehrsfreigabetermin im Oktober 2021 halten“, so Hein abschließend.

Hein: Nächste städtebauliche Kommission am Start – klare Ziele formulieren

Potentiale entlang der Salzburger Straße entwickeln und aktiv mitgestalten

Im März 2019 wurde die städtebauliche Kommission als Instrument der qualitativen Stadtentwicklung durch den Gemeinderat eingesetzt. Seither konnten konkrete Entwicklungsvorgaben zur Neugestaltung von sechs Standorten in Linz gegeben werden:

Post City Linz (Jänner 2019)
Nestlé-Gründe (März 2019)
Hafenstraße/XXXLutz (Juli 2019)
Schillerpark (September 2019)
Pichling (Februar 2020)
Schlachthof Linz (Oktober 2020)

„Die städtebauliche Kommission unterstützt uns bei wichtigen Planungsaufgaben in unserer dynamisch-wachsenden Landeshauptstadt. Dieses moderne Instrument darf den COVID19-Maßnahmen und dem Regierungslockdown nicht zum Opfer fallen. Wir suchen deshalb derzeit nach Möglichkeiten, auch die für Mitte November geplante Kommissionssitzung abzuhalten. Thema dieser Sitzung ist die Entwicklung entlang der Salzburger Straße“, erklärt der freiheitliche Infrastrukturreferent Markus Hein.

Gerade im Linzer Süden bedarf es einer größeren räumlichen und zeitlichen Perspektive. Das Planungsgebiet reicht daher von der Kreuzung Laskahofstraße und Salzburger Straße bis zur Trasse der Pyhrnbahn. „Dieses Gebiet wurde bisher nicht aktiv städtebaulich gestaltet. Eher zufällig hat sich aber trotzdem eine Zentrumsfunktion für den gesamten Stadtteil Neue Heimat herausgebildet. Wir müssen hier dringend proaktiv Rahmenbedingungen vorgeben und das öffentliche Interesse definieren. Innerhalb dieses Rahmens können sich Bauträger und Architekten entsprechend entfalten. Die Ergebnisse und Zusammensetzung der städtebaulichen Kommission sind vollkommen transparent und auf der Web-Site der Stadt Linz abrufbar“, führt Hein weiter aus.

„Die Entwicklung von Potentialen darf nicht mehr dem Zufall überlassen werden. Entlang der Salzburger Straße sind bereits verschiedene Projektentwicklungen unterschiedlich weit fortgeschritten. Neben noch brachliegenden Flächen gibt es konkrete Umbauprojekte und gleich mehrere Ideen für neuen Wohnbau. Momentan besteht für uns die Möglichkeit, gestaltend einzugreifen. Diese Chance dürfen wir uns keinesfalls entgehen lassen. Mit der städtebaulichen Kommission ist es gelungen, die Stadtplanung vom Reagieren ins Agieren zu transformieren“, so Hein abschließend.

Linzer ÖVP gefährdet den dringend notwendigen ÖV-Ausbau

Schwarzes Doppelspiel um Finanzierung durchschaubar

Mit fadenscheinigen Ausreden hat sich die Linzer ÖVP bei der heutigen Abstimmung über das wohl umfangreichste Mobilitätskonzept, dass Linz je hatte, enthalten. Als Grund geben sie unter anderem, dass für sie utopische Projekte der Linzer Seilbahn an. „Das Doppelspiel der Linzer ÖVP ist entlarvend. Einerseits stimmen sie pauschal gegen alle wichtigen Nahverkehrsprojekte, andererseits stemmen sie sich gegen den Kurs ihrer eigenen Regierung, die vorgibt den Nahverkehr fördern zu wollen. Ein fundiertes Mobilitätskonzept mit einer gesamtheitlichen Betrachtung ist für das Verkehrsministerium die Voraussetzung, damit überhaupt über die Finanzierung von Verkehrsprojekten mit der Stadt Linz und dem Land OÖ verhandelt wird. Dies betrifft insbesondere die Finanzierungsverhandlungen für alle Projekte der Linzer Nahverkehrsinitiative. Die Motivation für dieses ÖVP-Abstimmungsverhalten kann nur spekuliert werden. Wollen sie die Finanzen ihres Landeshauptmannes schonen oder trauen sie es der Kurzregierung nicht zu, die dringend benötigten Finanzmittel für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs aufzustellen“, wundert sich der freiheitliche Infrastrukturreferent Markus Hein.

Hein: Infrastrukturausschuss stellt Weichen für die Zukunft

In 3,5 Stunden Marathonsitzung wurden wichtige Infrastrukturprojekte besprochen

„In der ersten Sitzung des Linzer Infrastrukturausschusses nach den Sommerferien, die 3,5 Stunden dauerte, standen einige zukunftsweisende Themen auf der sehr umfangreichen Tagesordnung“, berichtet der zuständige Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein: „Wir haben für die kommende Gemeinderatssitzung einiges vorzulegen. Insgesamt wurden 28 Punkte der Tagesordnung besprochen. Neben Umwidmungen, Bebauungsplanänderungen und Straßenprojekten wurden auch die Weichen für die zukünftige Ausrichtung der Stadt und der Mobilität gestellt. Den Ausschussmitgliedern wird unter anderem das Prozedere rund um die neue Stadtstrategie, die Nahverkehrsinitiative, das neue Mobilitätskonzept sowie die Hängebrücke vorgestellt. Erfreulich ist, dass die notwendigen Beschlüsse – zum Ausbau des Nahverkehrs – alle zumindest mehrheitlich von den Fraktionen angenommen wurden.“

Wichtige Projekte im Detail:

Nahverkehrsinitiative: Die Weichen für die städtische „Öffi-Offensive“ sind gestellt. Die Arbeitsgruppe „ÖV-Korridor Linz“ legt nun die Detailplanungen für den weiteren Ausbau des Nahverkehrs vor. Das von Stadt Linz und Land OÖ in den vergangenen Monaten ausgearbeitete Konzept skizziert die Stadtbahnlösung in Kombination mit zusätzlichen O-Buslinien sowie die weiteren Maßnahmen, die damit verbunden sind. Bevor das Nahverkehrskonzept im Linzer Gemeinderat am 24. September zum Beschluss vorgelegt wird, erfolgte die mehrheitliche Annahme im Ausschuss.

Mobilitätskonzept: Linz wächst, Linz pulsiert, Linz ist erfolgreich – und gleichzeitig der zweitgrößte Wirtschaftsraum Österreichs. 210.000 Menschen finden in der Landeshauptstadt Arbeit, mehr als diese Einwohnerinnen und Einwohner hat. Das stellt die Stadt gerade in Sachen Verkehr vor große Herausforderungen, die überregional gedacht werden müssen. Denn mehr als die Hälfte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer pendeln täglich aus dem Umland an ihre Arbeitsstätten. Aus diesem Grund präsentierten das Land Oberösterreich und die Stadt Linz bereits 2018 gemeinsam das Mobilitätsleitbild „Kumm steig um“ für den Zentralraum. Die darin enthaltenen Ziele und Vorgaben konkretisiert die Stadt Linz nun durch ein eigenes, darauf aufbauendes Mobilitätskonzept, das gemeinsam mit dem führenden Planungsbüro Rosinak & Partner entwickelt wurde. Das Mobilitätskonzept wurde im Ausschuss mehrheitlich beschlossen.

Hängebrücke: Das durch die Donau geteilte Linz soll mit der neuen Hängebrücke zwischen dem Linzer Zoo und dem Freinberg eine weitere Donauquerung für Fußgänger und Radfahrer erhalten. Die dafür notwendige Flächenumwidmung wurde bereits in der letzten Gemeinderatssitzung mehrheitlich beschlossen.  Die geplante Hängebrücke wird mit einer Spannweite von über 500 Metern weltweit die längste ihrer Art sein. Sie hat Potential wegen ihrer Länge den Sprung ins ‚Guinness-Buch der Rekorde‘ zu schaffen. Damit wird sie nicht nur für die Linzer und Oberösterreicher interessant, sie wird auch eine weitere Attraktion für unsere internationalen Gäste. Im Ausschuss wird nun das konkrete Projekt vorgestellt.

Stadtstrategie: Mit der Stadtentwicklungsstrategie Linz 2020 definiert die Stadt Linz erstmals Richtlinien für die künftige Entwicklung unserer Landeshauptstadt. Unter der Leitung des Architekturbüros Kleboth und Dollnig werden Experten unter Einbindung der Bürgerinnen und Bürger dafür heuer eindeutige, messbare Ziele erarbeiten. Alle Beteiligten finden klar definierte Spielräume vor, die sicherstellen, dass einzelne Projekte der generellen städtebaulichen Ausrichtung entsprechen. Im Zentrum stehen fünf Themen, die jeweils von einer Gruppe bearbeitet werden: Stadtwachstum, Stadtleben, Stadtzukunft, Stadtwirtschaft sowie Stadtnetzwerk.

Radweg auf der Florianerbahn-Trasse: Den Ausschussmitgliedern wird der aktuelle Stand für den neuen Radweg, der auf der ehemaligen Trasse der Florianerbahn verlaufen soll, vorgestellt. Dieser Radweg wird zukünftig die Gemeinden St. Florian, Linz und Ansfelden verbinden.

Verkehrsberuhigung Hauptstraße: Zurzeit läuft noch der Ideenwettbewerb des Vereins FORUM QUALITÄTSPFLASTER (FQP) gemeinsam mit der BOKU Wien. Dieser Wettbewerb soll der zusätzlichen Findung verschiedener Entwürfe und Gestaltungsvorschläge für die Urfahraner Hauptstraße dienen und die Vision einer belebten, grünen und gesamtheitlich attraktiven Hauptstraße stärken und vorantreiben. Die Ergebnisse sollen im Herbst/Winter 2020 vorliegen, der Ausschuss wird über den aktuellen Stand informiert.

Hein: Greenpeace-Studie bestätigt Linzer Weg des konsequenten Ausbaus der Radinfrastruktur

Realisierung der großen ÖV-Projekte wird auch Luftqualität nachhaltig verbessern

Die Linzer Radwegeinfrastruktur steht nach der aktuellen Greenpeace-Studie „Landeshauptstädte Ranking – Ein Vergleich anhand sieben verkehrsrelevanter Kriterien“ besser da, als so mancher Kritiker meint. Linz kommt im Landeshauptstädtevergleich mit St. Pölten und Innsbruck auf den dritten Platz und erreicht in der Wertung die Klassifizierung ´befriedigend´. „Die von Linz erreichte Punkteanzahl konnte gegenüber 2017, als der Landeshauptstädtevergleich von Greenpeace zum ersten Mal erschien, sogar verdoppelt werden“, ist Vizebürgermeister Markus Hein erfreut.

Nur Wien und Klagenfurt erreichten mehr Punkte. Überrascht hat allerdings das Ergebnis von Graz und Salzburg. Diesmal reichte es für sie in der Wertung „Radverkehr“ nur für ein „ausreichend“ und sie lagen sogar deutlich hinter Linz. Auf dem letzten Platz landete die burgenländische Landeshauptstadt Eisenstadt, berichtet Verkehrsreferent Hein: „Es ist gut, dass unsere Radinfrastruktur objektiv auch von außen bewertet wird. Diese Studie zeigt deutlich, dass die Infrastruktur besser ist, als so manch ortsansässiger Kritiker behauptet. Die Anstrengungen und Investitionen der letzten Jahre in meinem Ressort haben sich klar ersichtlich ausgezahlt.“

Hein kritisiert aber die bei der Bewertung des öffentlichen Verkehrs angewandte Methodik. Anstatt auf die für ganz Österreich erstellte ÖV-Güteklassenkarte zurückzugreifen, wählte Greenpeace ein eigenes Bewertungssystem. „Greenpeace hat hier die Anzahl der Linien pro 1.000 Einwohner als Kriterium herangezogen. Das ist nicht wirklich aussagekräftig. Besser wäre die ÖV-Güteklassenkarte gewesen. Diese verwendet unter vielen Kriterien die Anzahl der Haltestellen und deren Abdeckungsgrad. Auch das Fahrgastpotential der Linz Linien ist deutlich höher, als bei manchem vermeintlich besseren städtischen Verkehrsbetrieb. Mit den neuen Stadtbahnen, Obuslinien und Buslinien werden wir in unserer Heimatstadt auch das problematische Kapitel ‚Luftqualität‘ endlich in den Griff bekommen. Das ist nämlich das wirksamste Klima- und Luftgütepaket“, so Hein abschließend.

Hein: Bestätigung aus dem Ministerium – Westring wird natürlich weitergebaut

Bei der Mobilität geht es um Fairness und Wahlfreiheit aber nicht um Zwangsbeglückung

Erfreut zeigt sich der Linzer Verkehrsreferent Vizebürgermeister Markus Hein über die Abfuhr, die die Westring-Gegner der Initiative ‚Verkehrswende Jetzt!‘ von der grünen Verkehrsministerin Leonore Gewessler bekommen haben. Schon länger ging das Gerücht in Linz umher, dass die Westring-Gegner durch die grüne Zuständigkeit die Hoffnung hegen, den Bau nach Fertigstellung der Westringbrücke doch noch stoppen zu können. Das wäre für Hein der verkehrspolitische Kollaps gewesen und wäre ausschließlich zu Lasten der Lebensqualität der Linzer Innenstadt gegangen: „In einer Stadt, in der mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer aus dem Umland kommen, wird sich der Verkehr nicht von selbst auflösen. Mit Zwang schon gar nicht – das spaltet nur die Gesellschaft!“

Hein setzt in der Mobilität weiterhin auf die freie Verkehrsmittelwahl. Der Verkehr in unserer Heimatstadt muss fließen, denn es gibt nichts Schädlicheres für die Umwelt als Stau. Die notorischen Westring-Gegner haben noch immer nicht verstanden, dass mit ihrem Vorgehen – alles, was Straße ist, muss verhindert werden – das Verkehrsproblem in Linz nicht gelöst werden kann. Nur mit dem Westring können wir den Verkehr aus der Innenstadt verlagern und dort verkehrsberuhigende Maßnahmen umsetzen. Parallel dazu laufen auch gerade die Arbeiten an einem der größten Schienenprojekte im Großraum Linz. Dieses Projekt ist bereits zwischen Land und Stadt technisch abgestimmt. Es fehlen nur noch die entsprechenden Finanzierungsvereinbarungen zwischen Bund, Land und Stadt. „Wenn die Initiative ‚Verkehrswende Jetzt!‘ wirklich konstruktiv mitarbeiten will, wäre es besser, dass sie uns beim Aufbringen der Bundesgelder unterstützen und nicht weiterhin auf sinnlose Blockaden setzen“, so Hein abschließend.

Bürgermeister Klaus Luger und Vizebürgermeister Markus Hein: „Frau Ministerin Gewessler, ignorieren Sie nicht länger die Bedürfnisse von Linz! Suchen Sie mit uns den wissenschaftlich fundierten Dialog über zukunftsorientierten Stadtverkehr!“

Luger und Hein begrüßen Vorstoß aus Wissenschaft für Fachkonferenz zum Thema Stadt-Seilbahnen

Weiterhin weitgehend ignoriert von Verkehrsministerin Leonore Gewessler fühlen sich die zuständigen Linzer Regierungsmitglieder: „Es ist beschämend, dass eines der wichtigsten Wirtschaftszentren Österreichs und ein so dicht besiedelter Ballungsraum wie der Linzer Zentralraum so wenig Priorität bei einer Klimaministerin besitzt“, finden der Linzer Bürgermeister Klaus Luger und der städtische Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein. Dabei liegen viele Projekte, die zu einer deutlichen Reduktion des motorisierten Individualverkehrs und damit positiv zum Klimaschutz beitragen könnten, bereits prüfbereit vor. „Wir wissen, dass wir mit unserer Kritik an der verbesserungsfähigen Umsetzung des 1-2-3-Tickets einen empfindlichen Nerv getroffen haben. Aber wir werden weiterhin nicht gehorsam und stillschweigend zusehen, wie die Linzerinnen und Linzer mit jedem Regierungswechsel erneut vertröstet werden und wir immer wieder von vorne beginnen müssen“, so Luger und Hein.

Vor allem das zukunftsweisende Projekt einer Stadt-Seilbahn aus dem Linzer Süden in das Industriegebiet mit Verlängerungsoptionen bis zur Universität brennt dem Linzer Stadtoberhaupt und seinem Vize unter den Nägeln. Daher begrüßen die beiden ausdrücklich das Schreiben eines Experten, der sich schriftlich an die Ministerin und die beiden Stadtpolitiker gewandt hat: „Univ.-Prof. DI Ernst Pfleger setzt sich darin massiv für die Verwirklichung von Stadt-Seilbahnen ein, die er bereits seit 20 Jahren in profunden Studien als ganz wichtige Nahverkehrsmittel für Österreichs Städte ausgewiesen hat. Er schlägt dazu zeitnah eine Fachkonferenz – Corona-bedingt im Videoformat – vor und appelliert an die Ministerin, das Linzer Seilbahnprojekt zu ermöglichen. Wie wir kommt auch er zu dem Schluss, dass damit eine zukunftsorientierte und klimanützliche Verkehrslösung mit weltweit anerkanntem österreichischen Know-How umgesetzt würde“, fassen Luger und Hein das Schreiben des Universitätsprofessors aus Wien zusammen.

„Wir schließen uns dem Appell von Univ.-Prof. DI Ernst Pfleger aus ganzem Herzen an! Frau Ministerin Gewessler, beenden Sie Ihre Gesprächsverweigerung! Suchen Sie mit uns diesen wissenschaftlich fundierten Dialog und ermöglichen Sie zukunftsorientierten Stadtverkehr in Linz!“, wünschen sich unisono Bürgermeister Klaus Luger und Vizebürgermeister Markus Hein.

Luger/Hein orten bei Seilbahn Retourkutsche für kritische Haltung zum 1-2-3-Ticket

Linz hält am Seilbahnprojekt fest – Linzer Süden braucht eine Lösung

Luger und Hein überrascht die Aussage des Ministeriums, dass eine Gesamtwirkung des Linzer Seilbahnprojekts und der mit dem Land bereits technisch akkordierte Stadtbahn nachzuweisen ist. Diese beiden Projekte haben miteinander nämlich gar nichts zu tun, sie bedienen völlig andere Gebiete. Die Stadtbahn wirkt im Linzer Norden, die Seilbahn im Linzer Süden und im Industriegebiet, stellen Luger und Hein klar: „Es wird wohl auch kein Mensch ernsthaft eine Gesamtwirkung der Ostautobahn A4 und der Inntalautobahn A12 nachweisen wollen. Eine Betrachtung der Gesamtwirkung wäre also ausschließlich für die urbane Seilbahn mit den beiden (südlichen) S-Bahnlinien S1 und S3 sinnvoll. Auch die Aussage aus dem Ministerium, dass ein städtisches Projekt mit dem Land akkordiert sein muss, bevor der Bund sich damit beschäftigt, ist für uns neu. Unter Gewesslers (Grüne) Vorgänger Norbert Hofer (FPÖ) fanden Besprechungen zu diversen Seilbahnprojekten (Graz, Linz) bilateral statt.“

Im türkis/grünen Koalitionsvertrag wird die Unterstützung urbaner Seilbahnen explizit erwähnt, erinnern Luger und Hein: „Da ist es naheliegend, wenn so ein Projekt auch vorliegt, dass man sich zuerst bei der zuständigen Ministerin und nicht beim Land meldet.“ Die vom Ministerium medial ausgerichtete Stellungnahme lässt aber für Luger und Hein einen Verdacht zu: „Entweder haben sich die zuständigen Beamten mit beiden Projekten bis jetzt nicht auseinandergesetzt, oder es ist eine Retourkutsche, wegen unserer kritischen Haltung zur geplanten Finanzierung des 1-2-3-Tickets. Denn auch die Städte sollten – entgegen der medialen Aussagen aus dem Ministerium – beim Ticket natürlich kräftig mitzahlen. Alleine die Stadt Linz hat mit 20 Mio. Euro pro Jahr zu rechnen.“

Wird das schwer finanzierbare 1-2-3-Ticket vom Ministerium in der Form zwangsweise durchgeboxt, reicht natürlich das Geld für den dringend notwendigen Ausbau des öffentlichen Verkehrs nicht mehr. „Eines steht aber fest, wir können uns jährlich 20 Mio. Euro für das 1-2-3-Ticket nicht leisten. Die Linz AG Linien haben bereits ein Minus von 33 Mio. Euro im Jahr. Hätten wir das Geld übrig, könnten wir ÖV-Projekte (wie beispielsweise die urbane Seilbahn) auch ohne Bundes- und Landesbeteiligung selbst finanzieren. Das ist leider nicht der Fall. Fakt ist aber, dass nicht nur der Linzer Norden, sondern auch der Linzer Süden dringend eine ÖV-Lösung braucht!“, so Luger und Hein abschließend.