Hein: Mehr Lebensqualität durch Begegnungszone in der Innenstadt

Verkehrsberuhigung im gesamten Domviertel kommt

„Wir schaffen in der Linzer Innenstadt eine große, zusammenhängende Begegnungszone. Es kommt damit zu einer Verkehrsberuhigung von der das ganze Domviertel profitieren wird“, freut sich der Linzer Vizebürgermeister Markus Hein. Insgesamt umfasst die neue Begegnungszone die Herrenstraße, Spittelwiese, Walthertraße, Steingasse, Baumbachstraße, Hafnerstraße sowie die Stifterstraße.

Gleiches Recht für alle und wechselseitige Rücksichtnahme

Die neue Begegnungszone sieht eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h vor und funktioniert nach dem Prinzip der wechselseitigen Rücksichtnahme. Konkret dürfen alle Verkehrsteilnehmer die Fahrbahn gleichberechtigt nutzen. „Es steht zukünftig den Fußgängern, Radfahrern und E-Scooternutzern der gesamte Straßenraum zur Verfügung, ohne dass wir Autos aussperren müssen. Ganz im Sinne der Anrainer wird dadurch der Verkehr vor Ort beruhigt. Die neue Begegnungszone schließt auch die Schule in der Baumbacherstraße mit ein“, ergänzt Hein abschließend.

Hein: Bauarbeiten am Radverleih laufen im Winter auf Hochtouren

Start erfolgt im Frühjahr 2021 mit allen 40 Standorten

Die Vorbereitungsarbeiten für den Linzer Radverleih laufen im Winter auf Hochtouren. So werden seit gestern die Stationen an verschiedenen Standorten in Linz errichtet. Bis zu den Weihnachtsfeiertagen sollten die ersten 11 Standorte errichtet sein. „Wir alle warten gespannt auf den Start des Linzer Radverleihs im Frühjahr 2021. 400 Räder an 40 Standorten werden in der ersten Ausbaustufe errichtet. Damit es zu keinen weiteren Verzögerungen mehr kommt, wird der Bau auch im Winter weiter vorangetrieben. Dafür haben wir extra die winterliche Grabungssperre aufgehoben. Mein Dank dafür gilt dem motivierten Betreiber des Verleihs, der City Bike Linz GmbH“, freut sich der Linzer Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein. Das Besondere am Linzer Radverleih ist – neben der verbesserten West-Ost Verbindung und der Ergänzung zum öffentlichen Verkehr im Stadtgebiet – die Finanzierung. „Damit dieses Service für die Stadt kostenneutral angeboten werden kann, erfolgt die Finanzierung maßgeblich durch Werbemöglichkeiten an den Verleihstationen und auf den Fahrrädern. Diese sehr attraktive Mobilitätsalternative soll neue Personengruppen für die aktive Mobilität motivieren. Der Radverleih ist ein weiterer Mosaikstein im Ausbau umweltfreundlicher Verkehrsmittel“, erklärt Hein abschließend.

Hein: Infrastrukturausschuss stellt Weichen für die Zukunft

In 3,5 Stunden Marathonsitzung wurden wichtige Infrastrukturprojekte besprochen

„In der ersten Sitzung des Linzer Infrastrukturausschusses nach den Sommerferien, die 3,5 Stunden dauerte, standen einige zukunftsweisende Themen auf der sehr umfangreichen Tagesordnung“, berichtet der zuständige Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein: „Wir haben für die kommende Gemeinderatssitzung einiges vorzulegen. Insgesamt wurden 28 Punkte der Tagesordnung besprochen. Neben Umwidmungen, Bebauungsplanänderungen und Straßenprojekten wurden auch die Weichen für die zukünftige Ausrichtung der Stadt und der Mobilität gestellt. Den Ausschussmitgliedern wird unter anderem das Prozedere rund um die neue Stadtstrategie, die Nahverkehrsinitiative, das neue Mobilitätskonzept sowie die Hängebrücke vorgestellt. Erfreulich ist, dass die notwendigen Beschlüsse – zum Ausbau des Nahverkehrs – alle zumindest mehrheitlich von den Fraktionen angenommen wurden.“

Wichtige Projekte im Detail:

Nahverkehrsinitiative: Die Weichen für die städtische „Öffi-Offensive“ sind gestellt. Die Arbeitsgruppe „ÖV-Korridor Linz“ legt nun die Detailplanungen für den weiteren Ausbau des Nahverkehrs vor. Das von Stadt Linz und Land OÖ in den vergangenen Monaten ausgearbeitete Konzept skizziert die Stadtbahnlösung in Kombination mit zusätzlichen O-Buslinien sowie die weiteren Maßnahmen, die damit verbunden sind. Bevor das Nahverkehrskonzept im Linzer Gemeinderat am 24. September zum Beschluss vorgelegt wird, erfolgte die mehrheitliche Annahme im Ausschuss.

Mobilitätskonzept: Linz wächst, Linz pulsiert, Linz ist erfolgreich – und gleichzeitig der zweitgrößte Wirtschaftsraum Österreichs. 210.000 Menschen finden in der Landeshauptstadt Arbeit, mehr als diese Einwohnerinnen und Einwohner hat. Das stellt die Stadt gerade in Sachen Verkehr vor große Herausforderungen, die überregional gedacht werden müssen. Denn mehr als die Hälfte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer pendeln täglich aus dem Umland an ihre Arbeitsstätten. Aus diesem Grund präsentierten das Land Oberösterreich und die Stadt Linz bereits 2018 gemeinsam das Mobilitätsleitbild „Kumm steig um“ für den Zentralraum. Die darin enthaltenen Ziele und Vorgaben konkretisiert die Stadt Linz nun durch ein eigenes, darauf aufbauendes Mobilitätskonzept, das gemeinsam mit dem führenden Planungsbüro Rosinak & Partner entwickelt wurde. Das Mobilitätskonzept wurde im Ausschuss mehrheitlich beschlossen.

Hängebrücke: Das durch die Donau geteilte Linz soll mit der neuen Hängebrücke zwischen dem Linzer Zoo und dem Freinberg eine weitere Donauquerung für Fußgänger und Radfahrer erhalten. Die dafür notwendige Flächenumwidmung wurde bereits in der letzten Gemeinderatssitzung mehrheitlich beschlossen.  Die geplante Hängebrücke wird mit einer Spannweite von über 500 Metern weltweit die längste ihrer Art sein. Sie hat Potential wegen ihrer Länge den Sprung ins ‚Guinness-Buch der Rekorde‘ zu schaffen. Damit wird sie nicht nur für die Linzer und Oberösterreicher interessant, sie wird auch eine weitere Attraktion für unsere internationalen Gäste. Im Ausschuss wird nun das konkrete Projekt vorgestellt.

Stadtstrategie: Mit der Stadtentwicklungsstrategie Linz 2020 definiert die Stadt Linz erstmals Richtlinien für die künftige Entwicklung unserer Landeshauptstadt. Unter der Leitung des Architekturbüros Kleboth und Dollnig werden Experten unter Einbindung der Bürgerinnen und Bürger dafür heuer eindeutige, messbare Ziele erarbeiten. Alle Beteiligten finden klar definierte Spielräume vor, die sicherstellen, dass einzelne Projekte der generellen städtebaulichen Ausrichtung entsprechen. Im Zentrum stehen fünf Themen, die jeweils von einer Gruppe bearbeitet werden: Stadtwachstum, Stadtleben, Stadtzukunft, Stadtwirtschaft sowie Stadtnetzwerk.

Radweg auf der Florianerbahn-Trasse: Den Ausschussmitgliedern wird der aktuelle Stand für den neuen Radweg, der auf der ehemaligen Trasse der Florianerbahn verlaufen soll, vorgestellt. Dieser Radweg wird zukünftig die Gemeinden St. Florian, Linz und Ansfelden verbinden.

Verkehrsberuhigung Hauptstraße: Zurzeit läuft noch der Ideenwettbewerb des Vereins FORUM QUALITÄTSPFLASTER (FQP) gemeinsam mit der BOKU Wien. Dieser Wettbewerb soll der zusätzlichen Findung verschiedener Entwürfe und Gestaltungsvorschläge für die Urfahraner Hauptstraße dienen und die Vision einer belebten, grünen und gesamtheitlich attraktiven Hauptstraße stärken und vorantreiben. Die Ergebnisse sollen im Herbst/Winter 2020 vorliegen, der Ausschuss wird über den aktuellen Stand informiert.

Hein: Gleiche Probleme mit freiheitlicher Kooperation zwischen Großstädten besser lösen

Wertvoller Erfahrungsaustausch mit Grazer Regierungsspitze in Linz

„Vergleichbare Großstädte, wie beispielsweise Graz und Linz, sind oft mit ähnlichen Problemen konfrontiert. Gerade in Zeiten der Corona-Krise ist der Gedankenaustausch, wie Lösungen in wirtschaftlich starken Regionen und Ballungsräumen aussehen können, besonders wichtig. Der Blick über die Stadtgrenzen und somit über den eigenen Tellerrand hinaus, eröffnet meist bessere Lösungswege. Das Rad muss nicht immer von jedem neu erfunden werden“, erklärt der freiheitliche Linzer Vizebürgermeister Markus Hein. Die freiheitlichen Spitzenvertreter der steirischen Landeshauptstadt Graz, mit Bürgermeister-Stellvertreter Mario Eustacchio und seinem Fraktionsobmann Armin Sippel, besuchten zu einem Gedankenaustausch diese Woche unsere oberösterreichische Landeshauptstadt. „Neben der Corona-Krise waren Themen wie Infrastruktur, sozialer Wohnbau, Klimaschutz und natürlich die Mobilität auf der Tagesordnung. Eine Besichtigung der für Linz wichtigsten Baustelle, der ‚Neuen Donaubrücke Linz‘, rundete den Besuch ab“, so Hein.

„Graz und Linz haben ähnliche Herausforderungen, sei es die Absicherung des Wirtschaftsstandortes oder die Zukunftsfrage der Zuwanderung und Sicherheit. In beiden Städten sind wir für das Sicherheitsressort verantwortlich. Wir haben unser traditionell gutes Verhältnis zu den Linzer Freiheitlichen genutzt, um aktuell über diese und andere Themen zu beraten“, lobt auch der Grazer Bgm-Stv. Eustacchio den wertvollen Erfahrungsaustausch. „Natürlich werden wir auch abseits unserer persönlichen Treffen den Austausch weiterhin pflegen. Gemeinsam können wir – vor allem in Krisenzeiten – das Bestmögliche für unsere Bürger erreichen“, so Vbgm Hein abschließend.