GR Klitsch zu Kulturentwicklungsplan: FPÖ fordert mehr Stadtteilkultur und Open-Air-Veranstaltungen statt Randgruppenthemen

KEP 3 setzt falsche Schwerpunkte und weist eine deutliche ideologische Schlagseite auf

Für die freiheitliche Kultursprecherin Gemeinderätin Ute Klitsch ist klar, dass Kulturpolitik in erster Linie den Menschen dienen muss. „Wenn wir unsere Kultur nicht pflegen und weiterentwickeln, macht sich Unkultur breit. Unsere kulturelle Identität, unsere Traditionen und unsere Werte sind das Fundament des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Kulturpolitik darf daher nicht an den Interessen der Bevölkerung vorbeigehen“, betont Klitsch.

Aus Sicht der FPÖ enthält der neue Kulturentwicklungsplan zwar einzelne positive Ansätze, setzt insgesamt aber die falschen Prioritäten. Besonders vermisst Klitsch ein klares Bekenntnis zum Ausbau jener Veranstaltungen, die sich seit Jahren großer Beliebtheit erfreuen. „Linz hat sich mit Veranstaltungen wie dem Pflasterspektakel, der Klangwolke oder den Konzerten im Musikpavillon weit über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Solche erfolgreichen Formate sollen auf weitere Stadtteile – insbesondere den stark wachsenden Linzer Süden – ausgeweitet werden. Auch die Chor-Olympiade 2027 bietet eine hervorragende Gelegenheit, mit Open-Air-Konzerten das kulturelle Leben in allen Stadtteilen zu stärken.“

Besonders würdigt Klitsch die Leistungen privater Veranstalter. „Das Krone Fest, die Rosengarten Open Airs oder Klassik am Dom zeigen Jahr für Jahr, wie hochwertige Kulturangebote tausende Menschen begeistern können. Private Veranstalter wissen, was das Publikum sehen möchte, und leisten einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Leben unserer Stadt. Umso unverständlicher ist es, dass Kooperationen mit ihnen im Kulturentwicklungsplan praktisch keine Rolle spielen.“

Kritisch sieht die FPÖ hingegen die geplante stärkere Ausrichtung auf Projekte der sogenannten freien Szene sowie auf Migrantenvereine. „Die Bürger erwarten sich ein attraktives Kulturangebot und keine ideologisch geprägten Experimente oder Randgruppenthemen. Kultur soll verbinden und nicht spalten. Öffentliche Mittel müssen dort eingesetzt werden, wo sie möglichst vielen Menschen zugutekommen und nicht für Projekte, die an den Interessen der Mehrheit vorbeigehen.“

„Für uns haben der Ausbau der Stadtteilkultur, mehr Open-Air-Veranstaltungen und eine stärkere Zusammenarbeit mit privaten Konzertveranstaltern und der Gastronomie klare Priorität. Deshalb wird es von der FPÖ zum Kulturentwicklungsplan in seiner derzeitigen Form kein ‚Ja und Amen‘ geben“, so Klitsch abschließend.

FP-Klitsch: Kulturpolitik für die breite Bevölkerung statt Nischenförderung

Kritik des Landesrechnungshofs sollte auch in Linz zu einem Umdenken führen

„Die Kritik des Landesrechnungshofes zur Kulturstrategie des Landes liest sich in Teilen wie langjährige Forderungen von uns“, zeigt sich FP-Kultursprecherin Ute Klitsch bestätigt und empfiehlt, sich die Kritik auch in Linz zu Herzen zu nehmen. Die konsequente Ausrichtung vieler Kulturstätten auf moderne und zeitgenössische Kunst würde die Besucherzahlen gering halten, so der Landesrechnungshof. „Auch die Linzer Kulturstrategie braucht endlich einen klaren Kurs mit Hausverstand. Angesichts begrenzter Mittel ist es notwendig, Förderschwerpunkte kritisch zu hinterfragen und stärker auf Angebote zu setzen, die breite Bevölkerungsschichten erreichen“, fordert Klitsch. Es brauche mehr thematische Vielfalt und Ausstellungen in den großen Kulturhäusern, die auch neue und größere Besuchergruppen ansprechen.

Die Überförderung für kleine Nischenprogramme sei zu überdenken, wenn gleichzeitig breitenwirksame Kulturangebote zu kurz kommen. Beispielhaft nennt die Gemeinderätin ein kaum vorhandenes Kulturangebot im Linzer Süden, während ein Projekt zur Archivierung des Geräuschs von Münzeinwurfautomaten knapp 6.000 Euro bekam oder das Mini-Theater Phönix jährlich mit über einer halben Million Euro gefördert wird. „Ziel muss eine ausgewogene Kulturpolitik sein, die Ressourcen sinnvoll einsetzt und Kultur für möglichst viele Linzer erlebbar macht, statt teurer Klientelpolitik“, so Klitsch abschließend.

FP-Malesevic: Die freie Kunst- und Kulturszene – ein Fass ohne Boden

Das Linzer Steuergeld fließt in skurrile Projekte der sogenannten „Freien Szene“ 

Wie diese Woche bekannt wurde, verteilte Kulturreferentin Doris Lang-Mayrhofer (ÖVP) im Rahmen der Sonderförderungen 200.000 Euro an die sogenannte „freie Kulturszene“. Ein Blick auf die geförderten Projekte zeigt deutlich: Hier wird wieder einmal Steuergeld zum Fenster hinausgeworfen. Unter den Titeln „LINZ_sounds“, „LINZ_media_arts“, „LINZimPuls“ und „Linz_EXPOrt“ wird wieder jene Szene gefördert, die vor allem durch ideologisch gefärbte Projekte auffällt. So finanzierte das Sonderprogramm „LINZ_sounds“ etwa DJ-Workshops für FLINTA*-Personen (Frauen, Lesben, Inter*, Nichtbinäre, Trans* und Agender) mit 2.000 Euro. Das Projekt „Paläoakustik – Die Archäologie der Klänge“ erhielt 5.800 Euro, um verschwindende Geräusche wie das Rascheln von Papier oder den Klang von Münzeinwurfautomaten digital zu archivieren. Einmal mehr wurde auch der Verein „Pangea“ großzügig bedacht. Neben der regulären Jahresförderung in Höhe von 11.000 Euro erhielt der Verein zusätzliche 12.000 Euro. Laut Eigendarstellung widmet sich „Pangea“ der „partizipativen Kulturarbeit und der Sensibilisierung der Mehrheitsgesellschaft“.

Das queer-feministische Kunstprojekt „rest in sleep“ ließ sich die Stadt Linz 9.000 Euro kosten. Dabei reist ein Künstlerinnenkollektiv nach Großbritannien, übernachtet in sogenannten Spukhäusern und verarbeitet deren Traum- und Geistergeschichten künstlerisch. Böse Zungen könnten behaupten, dass hier Linzer Steuerzahler einen Urlaub im Geisterhaus finanziert haben – aber Schelm, wer Böses dabei denkt.

Ein weiteres Herzensprojekt der Kulturreferentin: die künstlerische und soziale Erforschung der „Politik des Lachens“. Mit 8.500 Euro soll herausgefunden werden, ob Lachen ein radikaler Akt der Freude ist, der die Verzweiflung besiegt – oder doch eine gefährliche Form der Distanzierung, die uns gegenüber Dringlichkeit und Verantwortung betäubt. Ganz Linz wartet gespannt auf das Ergebnis…

Angesichts der desaströsen Finanzlage der Stadt dürfte jedoch den meisten Linzern das Lachen bald vergehen. „Es ist immer dasselbe Muster: Die rot-grün-schwarze Kulturkoalition verteilt großzügig Steuergeld an politisch nahestehende Nischeninitiativen, die kaum jemand kennt und noch weniger besucht. Gleichzeitig werden notwendige Investitionen in den Stadtteilen verschoben oder ganz gestrichen, weil angeblich kein Geld da ist“, kritisiert FPÖ-Finanzsprecher Zeljko Malesevic.
„Nur für die aktuellen Sonderförderungen wurden 200.000 Euro zusätzlich vergeben – und das neben den laufenden Kulturförderungen. Ich erinnere daran, dass die rot-schwarz-grüne Mehrheit erst vor wenigen Monaten die mehrjährigen Kulturförderverträge um 1,9 Millionen Euro erhöht hat. Dieses Förderwesen ist völlig aus dem Ruder gelaufen.“

Die FPÖ Linz fordert seit Jahren eine grundlegende Neuausrichtung der städtischen Förderpolitik:
• Keine ideologisch motivierten Förderungen ohne messbaren Nutzen
• Konzentration auf Projekte mit klarer kultureller und gesellschaftlicher Relevanz für breite Bevölkerungsschichten
• Eine umfassende Reform des städtischen Förderwesens.