Statement von Vbgm Hein betreffend Hafenstraße – Fuß- und Radverkehr

„Es gibt keine Ankündigung, dass es für Radfahrer oder Fußgänger einen Übergang geben wird. Fakt ist, dass sich die Verkehrsplanung natürlich auch mit diesem Problem beschäftigt hat. Es ist aber nicht verwunderlich, dass ein Übergang für Radfahrer und Fußgänger im Bereich Gallanderstraße aus Platzgründen nicht realisierbar ist. Jeden, der die Situation vor Ort kennt, sollte dies nicht überraschen. Auf welche Unterschriftenaktion oder Bürgerinitiative sich Herr Langer beruft, die sich explizit für eine Überführung einsetzt, ist mir nicht bekannt. Lediglich die Öffi-Situation wurde – zu Recht – von einer Betriebsrats-Initiative aufgegriffen und wird gemeinsam mit den Linz AG Linien verbessert“, erklärt der Linzer Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein zu einer Presseaussendung des grünen Fraktionsobmanns Helge Langer und führt abschließend aus: „Da Herr Langer selbst kein Mitglied des städtischen Ausschusses für ‚Infrastruktur, Stadtentwicklung und Wohnbau‘ ist, gehe ich davon aus, dass er hier etwas durcheinander gebracht hat.“

Hein: AEC-Rampe wird für Radverkehr geöffnet

Gewisse Kriterien müssen bei der Freigabe beachtet werden

Die Befahrbarkeit der AEC-Rampe für Radfahrer stand immer wieder in Diskussion. Fakt ist, dass diese Rampe ursprünglich nicht für Radfahrer ausgelegt war. Gerade durch das Befahren in beide Fahrtrichtungen kam es auch zu Konfliktsituationen. Die Behörde hatte diese Rampe daher vorübergehend aufgrund der unklaren rechtlichen Situation für Radfahrer gesperrt. Dass dies zum Unmut zahlreicher Radfahrer geführt hat, ist für Vizebürgermeister Hein nachvollziehbar. Für eine offizielle Freigabe musste allerdings zuerst Rechtssicherheit hergestellt werden. Auf Heins Initiative hin konnte nun eine Lösung gefunden werden, die es erlaubt, beim Einhalten bestimmter Kriterien, die ACE-Rampe für Radfahrer zumindest teilweise freizugeben.

Die Kriterien zur Freigabe im Überblick:

  • Kombinierter Geh- und Radweg mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 10 km/h
  • „Einfahrt verboten“ für Radfahrer vom Donauradweg kommend -> der Großteil wäre ohnehin auf der falschen Brückenseite, wenn jemand in die Innenstadt will
  • Markierung von Piktogrammen & Richtungspfeilen, um die Fahrtrichtung zu verdeutlichen
  • Bauliche Erhöhung des Geländers an jenen Stellen, welche die erforderliche Mindesthöhe von 1,20m nicht aufweisen
  • Projektbegleitende bewusstseinsbildende Maßnahmen (z.B. Info-Kampagne) für Radfahrer und Fußgänger
  • Weiterführende Verkehrsbeobachtungen

„Es ist erfreulich, dass wir gemeinsam mit unseren Sachverständigen eine Lösung erarbeiten konnten, die das Befahren der Rampe in der Hauptfahrtrichtung ermöglicht. Diese Lösung schafft auch Rechtssicherheit. Die Umsetzung der Freigabe erfolgt rechtzeitig zum Start der neuen Fahrradsaison im Frühjahr 2021“, so Hein abschließend.

Hein: Zubau als sinnvollste Radverkehrslösung auf der Nibelungenbrücke

Um Fördermittel des Bundes soll auch bei dem Projekt angefragt werden

Schon seit langem wird die Fahrradsituation auf der Nibelungenbrücke heftig diskutiert. Es gibt dazu bereits seit vielen Jahren im Wesentlichen drei mögliche Lösungsvorschläge. Leider wurden diese, als es verkehrstechnisch noch möglich gewesen wäre, nie umgesetzt. Erstens eine Verbreiterung des Rad- und Gehweges um 80cm pro Seite, zweitens die Freigabe eines Fahrstreifens für Radfahrer und drittens einen Zubau zur Nibelungenbrücke. „Die sicherlich beste Lösung ist ein oberwasserseitiger Zubau mit einer Abfahrtsspindel in Urfahr und in Linz. Damit wäre auch das Anschlussproblem an den Brückenköpfen gelöst. Diesen Vorschlag aus dem Jahr 2008 bzw. 2014 könnte man mit Kosten von ca. 5 Millionen Euro verwirklichen“, erklärt der freiheitliche Linzer Verkehrsreferent Vizebürgermeister Markus Hein.

„Mit einem solchen Zubau können die Interessen aller vereint werden: so könnte vor allem – da ausreichend Platz auf der Fahrbahn vorhanden wäre – der öffentliche Verkehr profitieren und gleichzeitig gibt es für Radfahrer eine sichere und komfortable Möglichkeit, die Nibelungenbrücke zu überqueren“, führt Hein weiter aus. „Zur Realisierung dieses Vorhabens muss mit dem Land als Eigentümer ein gemeinsamer Weg abgesteckt werden. Gleichzeitig hat die grüne Infrastrukturministerin Gewessler einerseits angekündigt, den Radverkehr in Österreich verdoppeln zu wollen und andererseits 40 Millionen Euro in den Ausbau der Radinfrastruktur zu investieren. Wir wollen auch dieses Projekt für etwaige in Aussicht gestellte Fördergelder des Bundes zu Nutze machen.“

Hein: Schwerpunktkontrollen bei Rad- und E-Scooterfahrern zeigten Notwendigkeit auf

Wer sich nicht an die vorgeschriebenen Regeln hält, gefährdet auch andere Menschen

Groß war die Aufregung, als bekannt wurde, dass es auch diesen Sommer zu Schwerpunktkontrollen bei Rad- und E-Scooterfahrern geben wird. Die Schwerpunktkontrollen waren mit der Polizei und dem zuständigen Verkehrsreferenten Vizebürgermeister Markus Hein akkordiert. Ziel war es, an besonders heiklen Stellen genau drauf zu achten, dass die Verkehrssicherheit gewährleistet bleibt. Das deutliche Bild, dass sich danach herauskristallisiert hat, zeigte aber die Notwendigkeit. „Natürlich wollen wir die sanfte Mobilität fördern. Das heißt aber nicht, dass jeder, der mit einem Rad- oder E-Scooter unterwegs ist, Narrenfreiheit genießt. Dieser gefährdet nicht nur sich selbst, sondern auch andere, vor allem schwächere Verkehrsteilnehmer.“

Das Ergebnis war ernüchternd, berichtet Hein „In Summe wurden im Zeitraum Mitte Juli bis Ende August knapp 350 Vergehen geahndet. Dabei kam es sogar auch zu einer Anzeige wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt. Delikte, wie das Fahren entgegen der erlaubten Fahrtrichtung auf der ohnehin engen Nibelungenbrücke, vorschriftswidriges Benutzen des Gehsteiges und des Schutzweges, oder das Telefonieren während der Fahrt, waren die Highlights.“

Fünf schwerwiegendere Anzeigen, weil im Alkohol- oder Suchtgift-beeinträchtigten Zustand mit dem Rad gefahren wurde, gab es auch. Weiters wurde ein Fahrer eines manipulierten E-Scooters, der schneller fuhr als erlaubt, aus dem Verkehr gezogen. Aber es gibt auch Positives zu berichten. Drei gestohlene Fahrräder konnte die Polizei sicherstellen. „Das Ergebnis zeigt deutlich, dass diese Schwerpunktkontrollen notwendig waren und sind. Ich verspreche auch, dass das keine einmalige Aktion war. Spätestens im nächsten Sommer wird es weitere geben“, erklärt Hein abschließend.

Hein: Greenpeace-Studie bestätigt Linzer Weg des konsequenten Ausbaus der Radinfrastruktur

Realisierung der großen ÖV-Projekte wird auch Luftqualität nachhaltig verbessern

Die Linzer Radwegeinfrastruktur steht nach der aktuellen Greenpeace-Studie „Landeshauptstädte Ranking – Ein Vergleich anhand sieben verkehrsrelevanter Kriterien“ besser da, als so mancher Kritiker meint. Linz kommt im Landeshauptstädtevergleich mit St. Pölten und Innsbruck auf den dritten Platz und erreicht in der Wertung die Klassifizierung ´befriedigend´. „Die von Linz erreichte Punkteanzahl konnte gegenüber 2017, als der Landeshauptstädtevergleich von Greenpeace zum ersten Mal erschien, sogar verdoppelt werden“, ist Vizebürgermeister Markus Hein erfreut.

Nur Wien und Klagenfurt erreichten mehr Punkte. Überrascht hat allerdings das Ergebnis von Graz und Salzburg. Diesmal reichte es für sie in der Wertung „Radverkehr“ nur für ein „ausreichend“ und sie lagen sogar deutlich hinter Linz. Auf dem letzten Platz landete die burgenländische Landeshauptstadt Eisenstadt, berichtet Verkehrsreferent Hein: „Es ist gut, dass unsere Radinfrastruktur objektiv auch von außen bewertet wird. Diese Studie zeigt deutlich, dass die Infrastruktur besser ist, als so manch ortsansässiger Kritiker behauptet. Die Anstrengungen und Investitionen der letzten Jahre in meinem Ressort haben sich klar ersichtlich ausgezahlt.“

Hein kritisiert aber die bei der Bewertung des öffentlichen Verkehrs angewandte Methodik. Anstatt auf die für ganz Österreich erstellte ÖV-Güteklassenkarte zurückzugreifen, wählte Greenpeace ein eigenes Bewertungssystem. „Greenpeace hat hier die Anzahl der Linien pro 1.000 Einwohner als Kriterium herangezogen. Das ist nicht wirklich aussagekräftig. Besser wäre die ÖV-Güteklassenkarte gewesen. Diese verwendet unter vielen Kriterien die Anzahl der Haltestellen und deren Abdeckungsgrad. Auch das Fahrgastpotential der Linz Linien ist deutlich höher, als bei manchem vermeintlich besseren städtischen Verkehrsbetrieb. Mit den neuen Stadtbahnen, Obuslinien und Buslinien werden wir in unserer Heimatstadt auch das problematische Kapitel ‚Luftqualität‘ endlich in den Griff bekommen. Das ist nämlich das wirksamste Klima- und Luftgütepaket“, so Hein abschließend.

Statement von Vbgm Markus Hein zur gestrigen Aussendung der Radlobby OÖ

Radweg in der Stockhofstraße noch in Prüfung

„Tatsächlich läuft seitens der Stadt derzeit eine Prüfung betreffend Radverkehr in der Stockhofstraße. Im Zuge dieser Prüfung wurden zwei Varianten erarbeitet, wobei auch die Vorschläge der Radlobby berücksichtigt wurden. Variante eins sieht die Errichtung eines Mehrzweckstreifens vor, während Variante zwei von einer Lösung im Mischverkehr ausgeht. Die Kritik der Radlobby ist jedenfalls verfrüht, da hierzu noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde. Zudem ist die Behauptung, es handle sich bei der Stockhofstraße um eine ‚Raserstrecke‘ oder der Radverkehrs-Check der Stadt habe versagt, reiner Populismus, der einer sachlichen Diskussion nicht zuträglich ist. Fakt ist, dass überall dort, wo die Rahmenbedingungen es zulassen, der Radverkehr in Linz bestmöglich berücksichtigt wird. Dies beweist nicht nur der konsequente Ausbau von Radwegen, sondern auch die laufende Errichtung neuer Radabstellanlagen und Radservicestationen sowie eines städtischen Radverleihsystems.“

Hein: Ausbau der sanften Mobilität – Linz investiert heuer knapp eine Million in Geh- und Radwege

Industriezeile bekommt im Hafenbereich den lang ersehnten Geh- und Radweg

Heuer investiert die Stadt Linz wieder stark in den Ausbau von Geh- und Radwegen. Alleine über die ‚Rad- und Wanderwege, Gehsteige‘ Budgetposition werden heuer 12 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 385.000 Euro (10% Kreditmittelsperre) umgesetzt. Besonders erfreulich ist es, dass heuer mit dem Bau des lang ersehnten Geh- und Radweges zwischen Posthofstraße und Firma Hainzl in der Industriezeile begonnen wird. In diesen Ausbau investiert die Stadt ca. 600.000 Euro. „In Kombination mit der Neuen Donaubrücke, dem bereits errichteten Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse Richtung Posthof wird vorerst der vordere Bereich des Industriegebiets attraktiv an das Linzer Radwegenetz angebunden“, erklärt Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein: „Ziel ist es natürlich, dass das gesamte Industrie- und Hafengebiet für den Radverkehr attraktiver wird. Die Verkehrsabteilung arbeitet bereits daran, um Lösungsmöglichkeiten für bekannte Engstellen zu erarbeiten. Wegen Corona-bedingten Verzögerungen wird dieses Projekt aber leider erst 2021 fertiggestellt.“

In einer ständig dichter werdenden Stadt wie Linz gewinnt die sanfte Mobilität zunehmend an Bedeutung. „Die Wahrnehmung des Fahrrads oder der E-Scooter wandelt sich bereits jetzt vom Sport- und Freizeitgerät hin zu einer echten Mobilitätsalternative zum eigenen KFZ. Das haben in der Vergangenheit die ständig steigenden Zahlen an der Radzählstation auf der Nibelungenbrücke bestätigt und gezeigt, dass unsere gesetzten Maßnahmen zum Tragen kommen. Neben dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs ist vor allem die sanfte Mobilität zu forcieren. Denn die sanfte Mobilität erweitert die Reichweite unserer Bus- und Straßenbahnlinien “, erklärt Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein: „Rechnen wir obige Investitionspositionen zusammen, investieren wir heuer knapp eine Million in den Ausbau der sanften Mobilität. Bei diesen Positionen sind aber die Geh- und Radwege, die im Zuge von Straßenprojekten realisiert werden, noch gar nicht enthalten.“