FPÖ-Gemeinderat Peter Stumptner: Anerkennung für Pflegeberufe JETZT umsetzen!

„Tag der Pflege“ endlich als Anstoß für soziale Innovation nutzen

„Am morgigen Tag der Pflege werden wieder viele daran erinnern, dass Pflegekräfte eine tragende Säule unserer Gesellschaft sind. Vor allem politische Verantwortungsträger überschlagen sich mit Lobeshymnen. Doch was passiert das restliche Jahr? Man schweigt. Vor allem, wenn es um eine Attraktivierung von Pflegeberufen geht, preschen eben jene nicht gerade nach vorne. Das Gegenteil ist der Fall, man tritt beharrlich auf die Bremse!“ ärgert sich der Sozialsprecher der Linzer Freiheitlichen, Gemeinderat Peter Stumptner.

„Wenn schon die türkis-grüne Bundesregierung solche Maßnahmen nicht ernst nimmt, vermutlich weil sie zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist, dann sollte zumindest die Stadt Linz in jenen Einrichtungen des eigenen Zuständigkeitsbereiches für eine bessere Anerkennung dieser Berufsgruppe sorgen. Zumal man sich doch liebend gerne bei jeder sich bietenden Gelegenheit als „soziale Musterstadt“ hinstellt. Deshalb fordern wir Linzer Freiheitliche eine 35 Stunden Woche, sowie eine deutliche Überzahlung für Pflegekräfte in städtischen Pflegeeinrichtungen. Denn klatschen alleine ist zu wenig!“, so Stumptner.



Linzer Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml: Dringend mehr Nachwuchs bei Hebammen ermöglichen


Nachfrage nach Ausbildungsplätzen seit Jahren sehr hoch – stark beschränktes Angebot gefährdet Gesundheitsversorgung

Viele werdende Mütter in Linz und ganz Oberösterreich erlebten bereits, dass die Suche nach einer Hebamme teils sehr schwierig ist. Der stark fortschreitende Mangel an Geburtshelferinnen wirkt sich sowohl auf die sich aufopfernden Hebammen als auch auf die Betreuung von Schwangeren und Jungmüttern negativ aus. „Jährlich bewerben sich hunderte Frauen für einen Hebammen-Ausbildungsplatz an der oberösterreichischen Fachhochschule für Gesundheitsberufe. Es mangelt also nicht an potenziellen Nachwuchskräften. Die Problematik liegt offenbar an fehlenden Ausbildungsplätzen an der FH. Die kürzlich ergangene Jubelmeldung, dass im kommenden Wintersemester auf 35 Studienplätze für Erstsemestrige aufgestockt wird, ist leider nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wir brauchen dringend einen umfassenderen Ausbau der Hebammen-Ausbildungsplätze in Oberösterreich“, fordert der Linzer Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml.

Gesundheitsversorgung darf nicht gefährdet werden

Nicht nur der Mangel an Hebammen ist besorgniserregend, auch der Ärztemangel schreitet ungebrochen voran. „Die Linzer Gesundheitspolitik arbeitet bestmöglich gegen diese Entwicklung an. Erst Anfang des Jahres eröffnete ein neues Primärversorgungszentrum in unserer Stadt, das für viele Linzerinnen und Linzer ein gutes medizinisches Angebot bietet. Trotzdem ist die Ärztesituation prekär. Leider ist die Bundesregierung, insbesondere Gesundheitsminister Rauch bzw. seine beiden Vorgänger, nach wie vor säumig – trotz mehrerer Handlungsmöglichkeiten, welche ihnen bereits aus Linz vorgeschlagen wurden“, zeigt Raml auf und ergänzt abschließend: „Während wir zu Maßnahmen gegen den Ärztemangel weitgehend vom Bund abhängig sind, fällt die Bekämpfung des Mangels an Hebammen-Ausbildungsplätzen an der FH in die Kompetenz des Landes. Fest steht jedenfalls: Mehr Ausbildungsplätze für Ärzte und auch für Hebammen sind längst überfällig, um unser Gesundheitssystem aufrechterhalten zu können!“

Gesundheitsstadtrat Dr. Raml: „Der Linzer Ärztemangel macht sich immer mehr auch bei Kinderärzten spürbar, vor allem im Linzer Süden. Ein Grundproblem: 4 von 10 Medizinabsolventen wandern ins Ausland ab. Es ist daher überfällig Lösungen zu finden, um ausgebildete Mediziner in Österreich zu behalten. Dazu sollten wir auch über mögliche Verpflichtungen nachdenken.“

Ärztemangel in Linz – 4 von 10 Medizinabsolventen wandern ins Ausland ab

Der Ärztemangel ist längst in Linz angekommen und wird vor allem im Linzer Süden immer spürbarer. Ein besonderer Mangel herrscht bei Kinderärzten. „Die Linzer brauchen Sicherheit in der ärztlichen Versorgung ihrer Kinder. Es kann nicht sein, dass sie in einem Ernstfall aufgrund des Mangels an Kinderärzten durch die Stadt irren müssen, um Hilfe zu erhalten“, unterstreicht der Linzer Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml. Aktuell sind in der Landeshauptstadt drei von insgesamt zehn Kassenstellen für Kinderärzte unbesetzt. Nachfolger sind nicht in Sicht. „Bei den Kinderärzten in unserer Heimatstadt zeigt sich eine weitere Schattenseite des voranschreitenden Ärztemangels. Die Gründe sind jedoch die gleichen, der medizinische Nachwuchs bleibt generell hinter dem Bedarf zurück. Kein Wunder, wandern doch vier von zehn Absolventen eines Medizinstudiums in Österreich ins Ausland ab. Wird diesem Negativtrend nicht endlich entgegengewirkt, können wir den Ärztemangel nicht bewältigen“, zeigt der Gesundheitsstadtrat auf und fordert: „Die Österreichische Gesundheitskasse muss endlich tätig werden. Sie muss Anreize schaffen, um ausgebildete Mediziner in Österreich zu behalten. Die Corona-Krise zeigt, wie wichtig ein aufrechtes Gesundheitssystem ist – einen fortschreitenden Mangel an Ärzten können wir uns nicht leisten.“

„Wenn positive Anreize nicht wirken, müssen wir über Pflichten reden.“

„Auch der Gesundheitsminister darf jedenfalls nicht länger zusehen, wie der Ärztemangel immer schlimmer wird. Ich plädiere dafür: Wenn positive Anreize, um Medizin-Absolventen in Österreich zu behalten, nicht wirken, müssen wir über Pflichten reden“, stellt Raml klar und führt aus: „Die Medizinstudenten werden auf unsere Kosten ausgebildet. Wir können aber nicht die Medizin-Uni für die ganze Welt sein. Eine Verpflichtung, dass Medizin-Absolventen zumindest für ein paar Jahre nach Ende des Studiums in Österreich arbeiten müssen, würde große Abhilfe leisten. So wird einerseits der Mangel an Ärzten aktiv bekämpft und gleichzeitig dem Steuerzahler etwas zurückgegeben.“ 

FPÖ-Gemeinderätin Martina Tichler: Andrang auf Kinder-Schwimmkurse muss bewältigt werden

Schwimmvereine brauchen Unterstützung zur Bewältigung überbordender Nachfrage

„Das Erlernen des Schwimmens ist für die Gesundheit von Kindern, aber auch für Erwachsene besonders wichtig. Nach zwei Jahren des mehr oder weniger permanenten Lockdowns sind wir nun mit sehr vielen Schwimmanalphabeten konfrontiert. Gerade deshalb stoßen die Schwimmvereine, welche Schwimmkurse anbieten, an ihre Grenzen, wie die Flut an Anmeldungen beweist. Ich fordere die zuständige Sportreferentin Karin Hörzing auf, in Absprache mit den Linzer Bädern dafür zu sorgen, dass Schwimmvereine, wenn auch nur temporär, mehr Termine bekommen und jede Unterstützung erhalten, die sie brauchen“, so die freiheitliche Tichler.

Tichler verweist auf den Verein „Nessie“. Der Verein bietet Schwimmkurse an und registrierte innerhalb weniger Stunden rund 1400 Anmeldungen. Eine Nachfrage, die den Verein rasch an die Grenzen des Möglichen führte.

„Dass diese große Nachfrage zu erwarten war, ist natürlich schon länger bekannt. Eine Lösung war aber aufgrund der Verordnungen der Bundesregierung nicht möglich. Jetzt schlägt das Problem natürlich akut auf. Die Stadt muss nun ihr Möglichstes tun, hier gegenzusteuern und den Kindern das Schwimmenlernen zu ermöglichen“, so die dreifache Mutter Tichler.

Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml kritisiert: „Aktuell werden sechs Linzer wegen Covid auf einer Intensivstation betreut, hingegen droht bis zu 40.000 Linzern eine Strafe. Die Impfpflicht absolut nicht verhältnismäßig, die Überlastung des Gesundheitssystems droht mittlerweile an anderen Stellen!“

Gesundheitsminister soll von Impfzwang absehen

„Bei der Beschlussfassung der Impfpflicht wurde von der Bundesregierung eine laufende Beurteilung auf ihre Verfassungskonformität versprochen. Aktuell werden sechs Linzer wegen Covid auf einer Intensivstation betreut, hingegen droht rund 40.000 Linzern eine Strafe“, informiert der Linzer Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml und fordert angesichts dieser Unverhältnismäßig das sofortige Abgehen vom Impfzwang. „Angesichts dieser exemplarischen Zahlen und der deutlichen Entschärfung der Corona-Pandemie, die auch von immer mehr Experten und auch international bestätigt wird, appelliere ich an den Gesundheitsminister, endlich von seinem Vorhaben abzusehen und damit tatsächlich das Gesundheitssystem zu entlasten.“

Gesundheit ganzheitlich bewerten

Die Überlastung des Gesundheitssystems könne angesichts der wochenlang niedrigen Hospitalisierungen nicht mehr argumentiert werden. Damit falle auch das im Impfpflichtgesetz vorgegebene Ziel weg, so der Verfassungsjurist Raml. „Die völlige Überlastung droht mittlerweile wegen psychischer Belastungen, aufgeschobenen Operationen und Vorsorgeuntersuchungen. Es war von Anschober und Mückstein falsch, sich zwei Jahre lang fast ausschließlich auf eine einzelne Krankheit zu kaprizieren. Alleine der Anstieg um 40% bei den Verschreibungen von Antidepressiva für Jugendliche ist ein schallender Alarm“, warnt Raml.

FP-Raml: Freiheitliche Handschrift war auch im Jahr 2021 in wichtigen Lebensbereichen deutlich erkennbar

Sicherheits- und Gesundheitsstadtrat informiert über Erfolge freiheitlicher Politik


Obwohl das Jahr 2021 spürbar von einem Wahlkampf geprägt war, konnte die FPÖ wichtige Projekte für die Linzer umsetzen oder auf den Weg bringen. „Themen wie Sicherheit und Gesundheit begleiten uns alle in unserem Alltag. Seit diese Ressorts in unserer Heimatstadt unter freiheitlicher Führung sind, wurden zahlreiche Maßnahmen für die Linzer umgesetzt. Gerade große Krisen wie die Flüchtlingswelle oder ganz aktuell die Corona-Krise zeigen, wie wichtig eine konsequente und bürgerorientierte Linie in der Sicherheits- und Gesundheitspolitik ist“, erklärt Sicherheit- und Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml.

Angsträume entschärft

Im Frühjahr konnten die Linzer auf Anregung der Freiheitlichen hin, Angsträume einmelden. Auf den Rückmeldungen der Bürger aufbauend, sollen gezielt Räume im öffentlichen Raum umgestaltet werden, die aufgrund ihrer Eigenschaften Angstgefühle erzeugen können. „Auf den Plätzen eins und zwei der häufigsten Nennungen lagen der Volksgarten und der Schillerpark, Platz drei belegte der Hauptbahnhof. Ich will sichere und saubere Parkanlagen, in denen sich alle Linzer wohlfühlen können. Mit dem verordneten Alkoholverbot hat die Stadt Linz eine deutliche Entschärfung in diesen beiden Innenstadtparks erreicht. Auch die ÖBB hat durch eine bauliche Veränderung beim sogenannten ‚Kärntner Auge’ am Hauptbahnhof einen Angstraum verbessert“, verweist Raml exemplarisch auf bereits getroffene Maßnahmen und verspricht. „Ich werde auch in den kommenden Jahren die Sorgen und Ängste der Linzer ernst nehmen und alles unternehmen, diese erst gar nicht aufkommen zu lassen. Daher setze ich mich etwa weiter für eine bessere Straßenbeleuchtung und Videoüberwachung an neuralgischen Plätzen ein.“

Neue Einsatzleitzentrale der Berufsfeuerwehr eröffnet

In den vergangenen Jahren konnte die Einsatzleitzentrale der Berufsfeuerwehr Schritt für Schritt adaptiert und auf den letzten Stand der Technik gebracht werden. Die Leitstelle bildet das Herzstück der Kommunikation im Einsatzfall. „Dank der neuen Einsatzleitzentrale wurde eine effizientere Koordination der Berufsfeuerwehr Linz und der freiwilligen Feuerwehren ermöglicht, damit diese noch rascher und gezielter am Einsatzort sein können. Im kommenden Jahr wird diese Zentrale durch eine neue Software noch weiter verbessert werden“, betont Raml.

Blackout-Vorsorgeprojekt gestartet

Österreich schrammt mehrmals pro Jahr haarscharf an einem landesweiten Stromausfall – dem sogenannten Blackout – vorbei. Das bestätigt neben Energiekonzernen auch das Österreichische Bundesheer. „Auf mein Betreiben haben wir zur Sensibilisierung und Vorbereitung des Magistrates und der städtischen Unternehmensgruppe bereits eine Projektgruppe eingerichtet. Gemeinsam mit dem OÖ. Zivilschutzverband und der Linzer Berufsfeuerwehr wird für die Linzer in den kommenden Jahren sukzessive Bewusstseinsbildung sowohl für die Thematik, als auch für den Stellenwert individueller Vorsorge, weiter vorangetrieben“, so Raml.

Städtischen Solidaritätsfonds auf freiheitlichen Vorschlag fortgeführt

Bereits 2020 konnte auf Initiative der FPÖ der Linzer Solidaritätsfonds mit dem Ziel, im Zuge der Lockdown-Politik in finanzielle Nöte geratene Linzer zu unterstützen, eingerichtet werden. Da sich die Coronalage auch 2021 nicht wesentlich verändert hat, konnte der Fonds auch 2021 auf Bestreben der FPÖ fortgeführt werden. „Der Solidaritätsfonds sorgt für rasche und unbürokratische Hilfe. Das war die ursprüngliche freiheitliche Idee und nur das sorgt für mehr Fairness in unserer Heimatstadt. Die Zustimmung der anderen Gemeinderatsfraktionen ist ein deutliches und positives Signal an jene Linzer, die unverschuldet Hilfe brauchen“, zeigt sich Raml zufrieden.

Linzer Gesundheitsindikator erstmals berechnet

Der Linzer Gesundheitsindikator soll der erste Meilenstein für Linz auf einem neuen Weg, hin zu europäischer Deutungshoheit in allen Bereichen der Gesundheitsförderung, Gesundheitspolitik und Gesundheitsmanagement sein. „Mit Experten aus der Wissenschaft konnte ein Berechnungsmodell entwickelt werden, das es uns als Politiker möglich macht, den gesundheitspolitischen Standort zu bestimmen und auch den Weg in eine gesunde Zukunft zu finden. Der Linzer Gesundheitsindikator soll zum Teil wissenschaftlicher, zum wesentlichen Teil aber politischer Wegweiser sein, hin zu einer evidenzbasierten und umfassenden Gesundheitspolitik. Ein Projekt, das alle wissenschaftlichen und innovativen Stärken der Stadt Linz so bündelt, dass die Gesundheitsvorsorge der Zukunft in unserer Stadt geschrieben werden kann“, ist sich Raml sicher.

Sichtbare und nachhaltige Erfolge in der Linzer Infrastruktur

Auch im Infrastrukturbereich ist dank der starken freiheitlichen Handschrift des ehemaligen FP-Vizebürgermeisters und Infrastrukturreferenten Dipl.-Ing. Markus Hein viel bewegt worden. Dabei standen Verbesserungen für alle Verkehrsteilnehmer und die Wahlfreiheit des Verkehrsmittels im Mittelpunkt, statt die einzelnen Mobilitätsformen gegeneinander auszuspielen.

Neue Eisenbahnbrücke eröffnet

„Nach jahrzehntelanger Diskussion und mehrjähriger Bauzeit konnte am 30. August die Neue Eisenbahnbrücke für den Verkehr freigegeben werden. Ermöglicht hat das die konsequente und zielgerichtete Arbeit der FPÖ im Verkehrsressort“, betont Raml in Hinblick auf die Arbeit von Vizebürgermeister a.D. Markus Hein. Die Brücke, 400 Meter lang und 33 Meter breit, hat jeweils eine Fahrspur für den Individualverkehr, eine Trasse für den öffentlichen Verkehr sowie auf beiden Seiten Geh- und Radwege mit einer Gesamtbreite von 9 Metern.

Radverleih gestartet

Im Bereich der sanften Mobilität ging mit dem Linzer Radverleih ein innovatives System an den Start. Bei 40 Radverleihstationen im Stadtgebiet können Interessierte, Räder zu attraktiven Preisen entleihen. „Mit den City Bikes unterwegs zu sein, heißt, flexibel unterwegs zu sein. Alle Verleihstationen wurden an zentralen und stärker frequentieren Plätzen installiert, sodass die Fahrräder mit anderen öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bim einfach miteinander kombiniert werden können. Bei der Wahl der Standorte wurde der Fokus vor allem auf dicht besiedelte Stadtteile und Wohngebiete gelegt, um das Angebot für möglichst viele Linzer nutzbar machen zu können“, schließt Raml.

Raml: Hausärztemangel bekämpfen – Spitals-Ambulanzen endlich entlasten

Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml fordert von der ÖGK: „Linz braucht unbedingt mehr niedergelassene Haus- und Fachärzte. Nur so können die überforderten und überfüllten Spitalsambulanzen entlastet und die Gesundheitsversorgung der Linzer weiter gesichert werden. Es mangelt sowohl an der Besetzung offener Stellen, als auch an zusätzlichen Kassastellen und deren Attraktivierung, etwa durch leistungsgerechtere Honorarsysteme und organisatorische Unterstützung.“

Raml: Hausärztemangel bekämpfen – Spitals-Ambulanzen endlich entlasten

Ein aktueller Bericht des Landesrechnungshofs bestätigt nur das, was zahlreiche Linzerinnen und Linzer schon oft am eigenen Leibe erlebt haben: Die Spitalsambulanzen sind regelmäßig gefühlt hoffnungslos überlastet. Der Linzer Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml schlägt Alarm und fordert die ÖGK zum Handeln auf: „Linz braucht endlich mehr Haus- und Fachärzte. Es mangelt sowohl an der Besetzung offener Stellen, als auch an weiteren Kassenstellen und deren Attraktivierung, etwa durch leistungsgerechtere Honorarsysteme und organisatorische Unterstützung bei der Gründung und beim Betrieb einer Ordination.“

Viele Linzer suchen verzweifelt nach Haus- und Fachärzten

Regelmäßig wenden sich verzweifelte Linzer an den Gesundheitsstadtrat, die vergeblich einen Arzt suchen und dann in der Spitalsambulanz landen. „Der voranschreitende Ärztemangel in unserer Stadt treibt die Menschen regelrecht in die Spitalsambulanzen. Das führt zu immer längeren Wartezeiten und zur Überlastung. Nur wenn das Angebot an niedergelassenen Medizinern wieder steigt und die Menschen in die nahegelegene Ordination gehen können, anstatt die Ambulanz aufsuchen zu müssen, wird sich die Situation verbessern“, stellt Raml klar. „Um die Landeshauptstadt für niedergelassene Mediziner zu attraktiveren und auch etwa die nach wie vor massiv stattfindende Abwanderung ins Ausland von Absolventen eines österreichischen Medizinstudiums zu verhindern, brauchen wir nachhaltige Maßnahmen und Lösungen“, so Raml, der beispielhaft anführt: „Die Österreichische Gesundheitskasse sollte etwa ein Unterstützungsservice für Ordinationsgründungen anbieten. Motivierte Mediziner sollen dadurch Hilfestellungen beim Aufbau einer eigenen Ordination und allen dazugehörigen Belangen wie etwa der Administration u.ä. erhalten. Dazu soll für Ärzte ein leistungsbezogeneres Honorarmodell angeboten werden, um weitere Anreize zu schaffen, den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen.“

Primärversorgungseinheiten als Mittel gegen Ärztemangel

Raml setzt sich daher seit Langem für die Forcierung von Primärversorgungseinheiten ein. „Erst kürzlich konnte ein dahingehender großer Erfolg erzielt werden: Mit Beginn des Jahres 2022 wird in der ´Grüne Mitte´ ein neues Primärversorgungszentrum eröffnet und den Linzerinnen und Linzern zur Verfügung stehen. Das ist ein großer Schritt in die richtige Richtung“, so Raml abschließend.

FPÖ-Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml: Am 1. Jänner 2022 soll neues Linzer Primärversorgungszentrum „Grüne Mitte“ starten

Linzer Gesundheitsstadtrat begrüßt Beschluss der Landeszielsteuerungskommission hinsichtlich zweitem PVZ in der Landeshauptstadt

„Es freut mich besonders, dass nach dem heutigen Beschluss der Landeszielsteuerungskommission einem Start des Primärversorgungszentrums in der „Grünen Mitte“ nichts mehr im Wege steht. Ab 1. Jänner können die Bewohner von den Leistungen des PVZ profitieren. Die neue Einrichtung wird ein weiterer notwendiger Meilenstein zur Sicherung einer niederschwelligen medizinischen Versorgung im Zentralraum sein. Eine sinnvolle Maßnahme, angesichts einer verstärkten Verteilung der praktischen Ärzte und Fachärzte in der oberen Stadtmitte“, erklärt Raml.

FP-Raml übt Kritik an Ärztekammer-Chef Szekeres

Alle am Gesundheitswesen beteiligten Berufe müssen hohe Qualitätsstandards halten – Inkaufnahme gesellschaftlicher Spaltung ist unzulässig

Der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml übt im Zuge einer offenen gesellschaftlichen Debatte zu Fehlern im Coronamangement deutliche Kritik an wesentlichen Akteuren im österreichischen Gesundheitswesen. Neben den Apotheken, die zuletzt durch Softwarefehler bei der E-Medikation und den Vertrieb von unseriösen „Wundermitteln“ für Schlagzeilen sorgten, gilt seine Kritik auch dem Chef der Ärztekammer, Dr. Thomas Szekeres. Raml wörtlich: „Corona hat viele Fragen aufgeworfen, aber auch einen veritablen Graben durch die Bevölkerung gezogen. Umso wichtiger ist es jetzt, eine ehrliche und schonungslose Diskussion darüber zu führen, wo Fehler passiert sind und wie diese beseitigt werden können. Diese Fähigkeit zur kritischen Selbstreflexion würde ich mir auch vom Präsidenten der österreichischen Ärztekammer, Dr. Thomas Szekeres, wünschen, der in den vergangenen Monaten leider ganz wesentlich zur gesellschaftlichen Spaltung beigetragen hat.“

Als Ex-Bundeskanzler Kurz sein Bestellmärchen vom russischen Impfstoff Sputnik V erzählte, sei Szekeres der Erste gewesen, der diese Aktion öffentlich beklatschte. Dass zu diesem Zeitpunkt eigentlich jedem längst klar war, dass dieser Impfstoff in der Europäischen Union vermutlich gar keine, zumindest aber keine schnelle, Zulassung bekommen würde, störte den Ärztekammerpräsidenten in seiner Beifallsbekundung offenbar aber nur wenig. Auch die Tatsache, dass Szekeres erst kürzlich eine Steuererleichterung für Geimpfte fordert, löst dem Vernehmen nach bis in die Ärzteschaft hinein absolutes Unverständnis aus. Eine Steuererleichterung für Ärztinnen und Ärzte, die während der Pandemiebekämpfung mit tausenden Überstunden an der vielzitierten epidemiologischen Front standen, wäre eine verständliche standespolitische Forderung. Alles andere ist billiger Populismus, fasst Raml zusammen. „Wenn ein Wiener AKH-Professor zu einem Zeitpunkt, zu dem 11% der Corona-Intensivpatienten doppelt geimpft waren, behauptet, dass nur ungeimpfte Personen auf der Intensivstation behandelt werden müssten, so ist er offenbar ahnungslos. Damit verunsichert er die Bevölkerung und damit schafft er auch gewiss nicht das Vertrauen, das notwendig wäre, um die Akzeptanz der Bürger für diverse Maßnahmen zu erhöhen“, so der Gesundheitsstadtrat. 

Raml abschließend: „Ich bedanke mich ausdrücklich bei den Ärztinnen und Ärzten für ihre großartigen Leistungen in der Pandemie und auch darüber hinaus. Ich bitte die Spitzen der Standesvertretung jedoch um ein höheres Maß an Sensibilität und die Rückbesinnung auf den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt.“

Linzer Gesundheitsstadtrat Raml ortet besorgniserregende Entwicklungen bei Apotheken

Kammerpräsidentin Mursch-Edlmayr empfahl „Fakemedizin“ – Falsche Rezeptangaben gefährden Patientenwohl 

„In den letzten Monaten nehme ich als Gesundheitsstadtrat besorgniserregende Entwicklungen rund um die heimischen Apotheken wahr. Dies betrifft österreichweit Meldungen über unwirksame und teils absurde Mittelchen, die mit Bezug auf Corona und andere Krankheiten in Apotheken angepriesen und verkauft werden. Auch die Apotheke der Kammerpräsidentin Ulrike Mursch-Edlmayr reiht sich in diesen fragwürdigen Reigen ein, indem sie zur Nachsorge bei Impfungen ‚quantenphysikalisch informierte Salzlösungen‘ empfiehlt.“, fasst der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml zusammen. Gerade in Zeiten der Gesundheitskrise, in der in der Bevölkerung teils Verunsicherung rund um Impfungen herrsche, müssten alle am Gesundheitssystem Beteiligten für Wissenschaftlichkeit eintreten. „Die Bewerbung von angeblichen Wundermitteln durch Apotheken, die keiner seriösen Prüfung standhalten, ist da kontraproduktiv“, mahnt Raml.

Auch die Pannenserie rund um falsche Rezeptangaben durch Softwarepannen „stimme einen nachdenklich“, fährt der Gesundheitsstadtrat fort. Zuletzt wurde bekannt, dass es durch eine Softwarefehler bei der E-Medikation als Teil der Gesundheitsakte ELGA zu falschen Einnahmeempfehlungen auf Rezepten gekommen sei, was monatelang unbemerkt blieb. Raml dazu: „Die Apothekerkammer ist aufgerufen, dafür zu sorgen, dass derlei Fehler künftig unterbleiben. Falsche Dosierungsangaben können eine große Gefahr für Patienten darstellen und daher sollte man dieses Thema nicht auf die leichte Schulter nehmen.“ Um mögliche Fehlerquellen zu reduzieren und die Gesundheitsversorgung patientenfreundlicher zu gestalten, spricht sich Raml auch für die Wiedereinführung von Hausapotheken aus, bei denen der Arzt die gängigsten Medikamente direkt in der Praxis ausgeben können soll.