Vbgm Markus Hein & StR Michael Raml fordern von Bundesregierung, Sportstätten endlich wieder zu öffnen!

Breiten- und Nachwuchssport ist Teil unserer Gesundheitsvorsorge

Im Rahmen der COVID19-Pandemie sind neben der Gastronomie und dem Kulturbetrieb auch die Linzer Sportstätten seit Monaten für den Breiten- und Nachwuchssport geschlossen. Darunter leiden unmittelbar zahlreiche Amateursportler, aber auch mittelbar der Spitzensport, dessen Nachwuchs keine Möglichkeit zum Training mehr hat. „Immer mehr Sportler melden sich auch bei uns und verlangen vehement ihre Trainingsmöglichkeiten zurück. Das Verbot von Mannschaftssportarten während COVID19 hat weitreichende, negative Folgen für die gesamte Gesellschaft. Viele Sportler kehren nach dieser Zwangspause nicht mehr aktiv in ihre Vereine zurück. Das wird früher oder später zu Nachwuchsproblemen führen. Wir fordern daher von der Bundesregierung die zeitnahe Freigabe von Sportmöglichkeiten“, erklären Vizebürgermeister Markus Hein und Stadtrat Michael Raml unisono.

Gesundheit fördern durch Sportstättenöffnung

„Als zuständiger Referent der Stadt Linz steht der Gesundheitsaspekt auch beim Sport für mich im Vordergrund. Regelmäßige Bewegung im Freien ist eine wichtige Grundlage für ein funktionierendes Immunsystem und beugt viele Krankheiten vor“, führt Raml in seiner Funktion als Gesundheitsstadtrat weiter aus: „Wir dürfen nicht ausblenden, welche massiven körperlichen und seelischen Folgeschäden es haben kann, wenn einem Großteil der Bevölkerung die Möglichkeit ihren Sport auszuüben, genommen wird. Die Bundesregierung muss hier schnellstmöglich eine Verbesserung herbeiführen.“

1. März auch Entscheidungstag für den Sport

Bundesminister Anschober sprach kürzlich medial davon, dass der 1. März darüber entscheide, wie es weitergehe. „Im Interesse aller Linzerinnen und Linzer fordern wir die Bundesregierung auf, nicht länger zu zögern. Herr Anschober muss den 1. März auch zum Entscheidungstag für den Sport machen und den Mut aufbringen, unsere heimischen Sportstätten wieder zu öffnen“, so Hein abschließend.

Hein: Bundesregierung muss unsere Jugend endlich entfesseln

FPÖ-Vizebürgermeister Markus Hein: „Uns allen setzen die monatelangen Einschränkungen der türkis/grünen Bundesregierung zu. Besonders leidet jedoch unsere Jugend. Seit mittlerweile fast einem Jahr werden ihnen soziale Kontakte weitgehend verwehrt, das Freizeitangebot genommen und ihnen ihre kostbare Jugendzeit geraubt. Das ist nicht fair. Unsere Jugend muss endlich ihre Freiheit zurückbekommen. Die tragischen Auswirkungen der türkis/grünen Maßnahmen sind bereits jetzt zu spüren.“ 

„Home-Schooling zuhause vor dem Computer, kein persönlicher Kontakt zu Freunden und Verwandten, kein Training oder Üben im Sport- oder Musikverein: Das ist seit fast einem Jahr trauriger Alltag für die Jugendlichen in unserer Heimatstadt. Sie leiden täglich ganz besonders unter den türkis/grünen Einschränkungen. Es ist nicht fair, dass die Bundesregierung ihnen ihre kostbare Jugendzeit raubt“, stellt der freiheitliche Linzer Vizebürgermeister Markus Hein klar. Hein fordert, unsere Jugend endlich zu entfesseln: „Schulen und Sportvereine müssen vollständig geöffnet werden. Nach monatelangen planlosen Regierungsmaßnahmen braucht es ein planvolles Aufsperren. Mit Hausverstand und gezielten, effektiven Hygienemaßnahmen. Das ist dringend notwendig und auch machbar. Es darf kein noch längeres türkis/grünes Wegsperren geben!“

Psychische und körperliche Gesundheit leidet

Die bereits jetzt spürbaren Folgen der Einschränkungen sind alarmierend. Mittlerweile kommen bereits Kinder-Psychiatrien an ihre Belastungsgrenzen. „Die Maßnahmen der türkis/grünen Bundesregierung treiben unsere Kinder mittlerweile in die Psychiatrie und einige sogar zu Selbstmordgedanken. Das ist wirklich erschütternd und unseren Kindern gegenüber nicht fair. Die psychische Gesundheit unserer Jugend leidet massiv“, unterstreicht Familienvater Hein. „Gleichzeitig ist es gerade für Kinder und Jugendliche wichtig, regelmäßig Sport zu betreiben. Leider lässt die Bundesregierung die Amateur- und Nachwuchssportvereine einfach im Stich. Die Leidtragenden sind zu einem großen Teil die Kinder“, erklärt der Freiheitliche und schließt: „Es ist endlich an der Zeit, unserer Jugend ihre Freiheit zurückzugeben. Die türkis/grüne Bundesregierung darf sie nicht länger leiden lassen und muss die Jugend entfesseln!“

Raml: Wenn schon Testpflicht, dann muss der Gesundheitsminister leicht zugängliche Tests sicherstellen

Gesundheitsstadtrat Michael Raml: „Auch die Linzer sind wegen nicht zu Ende gedachten Öffnungsschritten künftig in gewissen Bereichen auf ein negatives Corona-Test-Ergebnis angewiesen. Sie brauchen deshalb auch ein leicht zugängliches Testangebot. Seit Monaten schlage ich vor, dass Tests bei Hausärzten und Apotheken angeboten und die Kosten die Gesundheitskasse tragen soll. Ich bin froh, dass die oberösterreichische Gesundheitslandesrätin nun meine Forderung aufgegriffen hat und erhoffe mir eine rasche Umsetzung.“

Künftig ist ein negatives Corona-Testergebnis für den Friseur-Besuch oder andere ´körpernahe Dienstleistungen´ verpflichtend. „Obwohl es die türkis/grüne Bundesregierung lange Zeit geleugnet hat, ist die Testpflicht durch die Hintertür nun Realität. Um den Menschen den Friseur-Besuch zu ermöglichen, muss Gesundheitsminister Anschober aber auch für genügend Testmöglichkeiten sorgen. Das ist jedoch in Linz wieder einmal nicht der Fall“, kritisiert der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml. Das gesamte Testangebot beschränkt sich aktuell auf das Linzer Stadtzentrum. Für Süd-Linzer oder Urfahraner ist es deshalb sehr mühsam, zu einem Corona-Test zu gelangen. „Wieder einmal eine undurchdachte Vorgehensweise auf dem Rücken der Linzerinnen und Linzer. 10 Kilometer oder mehr pro Strecke zurückzulegen, damit jemand zum Friseur nebenan gehen darf, sind wirklich nicht zuzumuten“, so der Gesundheitsstadtrat.

Hunderte Teststationen könnten in Linz zur Verfügung stehen

Raml hat bereits im Herbst vorgeschlagen, gratis Corona-Tests bei Ärzten und Apotheken anzubieten. Die Kosten sollen vom Bund oder der Gesundheitskassa getragen werden, für die Menschen muss es kostenlos sein. „Ich freue mich, dass nun auch die oberösterreichische Gesundheitsreferentin Haberlander meinen Vorstoß unterstützt. Kostenlose Tests für die Bürger bei ihrem Hausarzt oder bei einer Apotheke würden eine einfache und flächendeckende Test-Infrastruktur schaffen“, weiß der Gesundheitsstadtrat und rechnet vor: „Über 80 Allgemeinmediziner und mehr als 40 Apotheken gibt es in Linz. Gäbe es ein System, sich dort testen lassen zu können und eine gleichzeitige Kostenübernahme durch die ÖGK, hätten wir für Linz mehr als 120 Teststationen. Dies würde ein flächendeckendes Angebot bedeuten, zu welchem alle Linzerinnen und Linzer leichten Zugang haben. Auch die Kosten wären gegenüber dem aktuellen System geringer, da lediglich die Tests an sich und kein weiteres Personal bezahlt werden müssten. Natürlich habe ich auch überlegt, ob die Einrichtung weiterer großer Teststationen sinnvoll wäre. Das würde jedoch nur eine zusätzliche und teure Parallelstruktur schaffen.“

Raml: „Bundesregierung lässt Rettungskräfte im Stich“

Gesundheitsstadtrat Raml: „Ersatzlose Absage von Impfterminen für Mitarbeiter der Rettungsdienste ist unfassbar. Regierung kann nicht einmal freiwillige Impfung von direkt betroffenen und systemrelevanten Kräften sicherstellen. Eine ´Impfstrategie´ ist bei dieser chaotischen Vorgehensweise nicht zu erkennen. Oberösterreich ist wieder einmal das Impfstoff-Stiefkind Österreichs.“

„Laut der türkis/grünen Bundesregierung sollen besonders gefährdete Menschen in Österreich so schnell wie möglich geimpft werden. Die Mitarbeiter des Roten Kreuzes und des Samariterbundes sind täglich für unsere Gesundheit im Einsatz und auch in direktem Kontakt mit Corona-Patienten. Diejenigen Mitarbeiter in Oberösterreich, welche eine Impfung in Anspruch nehmen wollen, sollen diese daher zur Verfügung gestellt bekommen. Sie gehen jedoch leer aus. Nicht einmal für sie kann die Bundesregierung eine Impfung zur Verfügung stellen“, schüttelt der freiheitliche Linzer Gesundheitsstadtrat den Kopf. Die Mitarbeiter der Rettungsorganisationen konnten sich freiwillig für eine Impfung melden. Ihre Termine wurden jedoch kurzfristig und ersatzlos gestrichen. Grund: Die Regierung hat keinen Impfstoff für sie. „Wenn nicht einmal die impfwilligen Rettungskräfte versorgt werden können, kann von einer ´Impfstrategie´ keine Rede sein. Anstatt Risikogruppen zu schützen verpulvert die Bundesregierung lieber Millionen in der Bewerbung der Corona-Impfung – für die aber kein Impfstoff vorhanden ist. Auch zigtausende über 80-Jährige warten noch immer vergeblich auf ihre Impfung“, zeigt Raml auf.

Oberösterreich wieder das Impfstoff-Stiefkind Österreichs

„In der Impfstoffverteilung ist Oberösterreich bekanntlich das Stiefkind der Nation. Gesundheitsminister Anschober hat für sein Heimat-Bundesland wohl nichts übrig. Das bekommen nun auch die Rettungskräfte zu spüren“, so Raml, der erklärt: „In Wien wurden schon über 1.000 Rettungskräfte geimpft. In sämtlichen Dienststellen des Samariterbundes in Niederösterreich gibt es bereits geimpfte Mitarbeiter. In Oberösterreich gibt es dagegen keinen einzigen Impftermin. Rettungskräfte, die sich freiwillig impfen lassen möchten, sollten die Möglichkeit dazu bekommen. Die Bundesregierung versagt hier jedoch ein weiteres Mal.“

Malesevic: Linzer Gemeinderat stimmt gegen Schutz unserer Arbeitnehmer

FPÖ-Gemeinderat Zeljko Malesevic: Die Linzer FPÖ beantragte zum Schutz der Arbeitnehmer vor einem direkten oder indirekten ´Impfzwang´ eine Resolution an die Bundesregierung. Alle übrigen Gemeinderatsfraktionen stimmten jedoch gegen den Schutz der Arbeitnehmer. Vor allem die Ablehnung der SPÖ disqualifiziert sie erneut als Vertreterin für die Arbeitnehmer in unserer Heimatstadt.“

Linzer Gemeinderat stimmt gegen Schutz unserer Arbeitnehmer

„Corona hat unsere Gesellschaft bereits tief gespalten. Eine weitere Spaltung in Form einer Privilegierung der Geimpften oder einer Benachteiligung der Nicht-Geimpften wäre ein fatales Signal für unsere Demokratie“, unterstreicht der freiheitliche Gemeinderat Zeljko Malesevic. Die Linzer FPÖ hat deshalb in der letztwöchigen GR-Sitzung beantragt, dass es für nicht gegen Corona geimpfte Arbeitnehmer keine Schlechterstellung oder Kündigung geben darf. „Bei der Abstimmung offenbarte sich, wer wirklich hinter den Arbeitnehmern in unserer Heimatstadt steht. Nur die FPÖ stimmte für ihre Sicherheit und ihren Schutz. Alle anderen Fraktionen lehnten mit fadenscheinigen Argumenten die Zustimmung ab“, informiert Malesevic.

SPÖ und ÖVP votieren im Sinne der Impfpflicht

Die Ablehnung der freiheitlichen Resolution seitens SPÖ und ÖVP verwundert nicht. „SPÖ-Bürgermeister Luger und ÖVP-Landeshauptmann Stelzer sind bekanntlich Befürworter eines Impfzwanges. Es ist keine Überraschung, dass ihre Parteifreunde im Linzer Gemeinderat ebenfalls für eine Pflicht und gegen unsere Arbeitnehmer stimmen“, so Malesevic, der ergänzt: „Die Grünen begründeten ihre Ablehnung unserer Resolution mit der Verfassung. Die Ausrede auf die Verfassung lasse ich aber gerade bei ihnen nicht gelten. Sie und ihr Gesundheitsminister Anschober beweisen nahezu täglich, wie kreativ in der Auslegung und Formulierung der Verfassung vorgegangen werden kann. Diese nun vorzuschieben, um gegen unsere Arbeitnehmer zu stimmen, ist unfair. Bei den Grünen wissen wir jedoch ohnehin längst, dass sie nichts für die Arbeitnehmer übrighaben.“

Kein Kündigungsschutz bei abgelehnter Impfung

Besonders prekär in dieser Angelegenheit: Die SPÖ-nahe Arbeiterkammer ist kürzlich zum Schluss gekommen, dass es keinen Kündigungsschutz für Arbeitnehmer bei abgelehnter Impfung gibt. Eine Kündigung bei einer verweigerten Impfung sei rechtlich gedeckt. „Dass die SPÖ mit ihrem Verhalten derart arbeitnehmerunfreundliche Gesetzeslücken unterstützt ist sinnbildlich für die unfaire rote Politik gegenüber den Linzer Leistungsträgern“, zeigt Malesevic abschließend auf.

Hein: Genesene schützen und Impfstoff sparen

COVID19-Schutz nach dem Prinzip ‚Antikörpertest vor Impfung‘: Aufgrund von Engpässen bei der COVID19-Schutzimpfung sollte (zumindest) für Risikogruppen zukünftig ein Antikörpertest der Impfung vorausgehen. So kann Impfstoff gespart und zugleich die Belastung durch überflüssige Impfungen vermieden werden.

Oberösterreich bildet bekanntlich das Schlusslicht bei der Verteilung von COVID19-Impfstoff. Diese Knappheit ließe sich durch folgende Maßnahme entschärfen, erklärt der freiheitliche Linzer Vizebürgermeister: „Bei vielen Impfungen wissen wir nicht, ob der Geimpfte nicht bereits längst COVID19-Antikörper gebildet hat und daher die Impfung nur eine Fleißaufgabe ist. Wie Experten bestätigen, ist bei Genesenen eine Impfung überflüssig. Bei sehr alten Menschen oder Risikogruppen kann eine unnötige Impfung auch eine zusätzliche Belastung für das Immunsystem darstellen, die vermieden werden könnte. Ein Antikörpertest vor der Impfung könnte hier Abhilfe schaffen.“

Wartelisten wachsen an, Impfstoff ist rar

Die Freiwilligkeit steht bei jeder Impfung natürlich im Vordergrund. Hinzu kommt im Falle der COVID19-Schutzimpfung eine Verknappung des Impfstoffs. Selbst wenn sich also momentan jemand für eine Impfung entscheidet, kann er damit rechnen, nur auf eine Warteliste zu kommen. Hein gibt zu bedenken: „Ältere Menschen und Risikogruppen sind selbstverständlich zuerst zu impfen. Dabei sollte alles getan werden, um Ihnen einerseits Wartezeiten zu ersparen und andererseits die Belastung einer wohl möglich überflüssigen Impfung zu ersparen. Aus derzeitiger Sicht können nur etwa 2.000 Linzer über 80 Jahre bis Ende Jänner geimpft werden. Die Warteliste ist deshalb mittlerweile stark angewachsen. Diese Warteliste könnte durch einen Antikörpertest deutlich gekürzt werden.“

Impfstoff-Einsparungspotential ist österreichweit groß – Mehr als 15.000 Dosen alleine in Linz möglich Alleine in Linz würde sich ein Sparpotential von mehr als 15.000 Dosen ergeben. Österreichweit wären es sogar mehrere hunderttausend Dosen. „Wir haben ca. 365.000 Genesene. Bei zwei Impfdosen pro Person könnten so ca. 730.000 Impfdosen eingespart werden. Es ist außerdem einzurechnen, dass vielen die eigene Immunität aufgrund eines symptomfreien oder sehr milden Krankheitsverlaufs gar nicht bewusst sein dürfte. Insofern gewinnt das Prinzip ‚Antikörpertest vor Impfung‘ noch mehr an Berechtigung und sollte insbesondere bei Risikogruppen ehestmöglich zur Anwendung kommen“, fordert Hein abschließend.

Raml: Linzer brauchen Sicherheit in der ärztlichen Versorgung ihrer Kinder

Gesundheitsstadtrat Raml: „Der Linzer Ärztemangel macht sich nun auch bei Kinderärzten spürbar. Es ist an der Zeit Lösungen zu finden, um ausgebildete Mediziner in Österreich zu behalten. Dazu sollten wir auch mögliche Verpflichtungen andenken.“

Ärztemangel in Linz – 4 von 10 ausgebildete Mediziner wandern ins Ausland ab

„Die Linzer brauchen Sicherheit in der ärztlichen Versorgung ihrer Kinder. Es kann nicht sein, dass sie in einem Ernstfall aufgrund des Mangels an Kinderärzten durch die Stadt irren müssen, um Hilfe zu erhalten“, unterstreicht der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml. Aktuell sind in der Landeshauptstadt drei von insgesamt zehn Kassenstellen für Kinderärzte unbesetzt. Nachfolger sind nicht in Sicht. „Bei den Kinderärzten in unserer Heimatstadt zeigt sich eine weitere Schattenseite des voranschreitenden Ärztemangels. Die Gründe sind jedoch die gleichen, der medizinische Nachwuchs bleibt aus. Kein Wunder, wandern doch vier von zehn Absolventen eines Medizinstudiums in Österreich ins Ausland ab. Wird diesem Negativtrend nicht endlich entgegengewirkt, können wir den Ärztemangel nicht bewältigen“, zeigt der Gesundheitsstadtrat auf und fordert: „Die Bundesregierung muss endlich tätig werden. Sie muss Anreize schaffen, um ausgebildete Mediziner in Österreich zu behalten. Die Corona-Krise zeigt, wie wichtig ein aufrechtes Gesundheitssystem ist – einen fortschreitenden Mangel an Ärzten können wir uns nicht leisten.“

„Wenn positive Anreize nicht wirken, müssen wir über Pflichten reden.“

„Die Bundesregierung darf jedenfalls nicht länger zusehen, wie der Ärztemangel immer schlimmer wird. Ich plädiere dafür: Wenn positive Anreize, um Medizin-Absolventen in Österreich zu behalten, nicht wirken, müssen wir über Pflichten reden“, stellt Raml klar und führt aus: „Die Medizinstudenten werden auf unsere Kosten ausgebildet. Wir können aber nicht die Medizin-Uni für die ganze Welt sein. Eine Verpflichtung, dass Medizin-Absolventen zumindest für ein paar Jahre nach Ende des Studiums in Österreich arbeiten müssen, würde große Abhilfe leisten. So wird einerseits der Mangel an Ärzten aktiv bekämpft und gleichzeitig dem Steuerzahler etwas zurückgegeben.“

Gesundheitsstadtrat Raml zu Chaos bei Impfstoff-Verteilung

Oberösterreich bei ausgelieferten Impfdosen Schlusslicht – Landeshauptmann und Gesundheitsreferentin müssen tätig werden

Oberösterreich kann bei der Verteilung von Corona-Impfstoffen nicht auf einen „Heimat-Bonus“ durch Gesundheitsminister Anschober zählen. Ganz im Gegenteil: „Oberösterreich ist bei der Verteilung der Impfstoffe klares Schlusslicht. Für gerade einmal etwa 0,7% der Oberösterreicher ist aktuell Impfstoff vorhanden. In Vorarlberg sind es zum Beispiel mehr als dreimal so viel. Wie so oft, lässt uns Minister Anschober im Stich“, zeigt der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml auf und informiert: „Bereits bei der ersten Verteilung der Impfstoffe Anfang Jänner hat sich dieser Negativtrend abgezeichnet. Von den damals 8360 österreichweit verfügbaren Dosen gingen gerade einmal 460, also nur rund 5% der Gesamtmenge, nach Oberösterreich. Wien und Niederösterreich bekamen jeweils fünfmal(!) so viel. Hier erwarte ich mir von Landeshauptmann Stelzer und Gesundheitsreferentin Haberlander, dass sie rasch tätig werden. Diese ungerechte Verteilung ist gerade in Zeiten der Knappheit besonders prekär. Ein nachvollziehbarer und fairer Verteilungsschlüssel ist unabdingbar.“

Chaos bei Anmeldung, kaum Impfstoff verfügbar. „Es ist ernüchternd, wenn man als vernünftiger Politiker zuerst den Freiheitsgedanken gegen eine Impfpflicht verteidigen muss und gleichzeitig für ausreichend Impfstoff für die Impfwilligen kämpfen muss“  

„Die Bundesregierung will den Eindruck vermitteln, dass die Corona-Impfung voll im Gange ist. Ihre chaotische Vorgehensweise verhindert jedoch eine sinnvolle Abwicklung der Impfung für die über 80-Jährigen. Vor allem die Senioren in Oberösterreich sind davon betroffen“, zeigt der Gesundheitsstadtrat das neuerliche Versagen der Bundesregierung auf. „Auch bei den über 80-Jährigen darf es keinen Zwang zur Impfung geben und die freiwillige Entscheidung muss immer gewahrt bleiben. Dennoch muss für jene, die sich für die Impfung entscheiden, ausreichend Impfstoff vorhanden sein. Mit dem aus Wien für Oberösterreich zur Verfügung gestellten Impfstoff ist es aber bei weitem nicht einmal möglich, die impfwilligen Senioren zu immunisieren. Nach dem völligen Chaos und stundenlangen Wartezeiten bei der Anmeldung wurden landesweit etwa 14.400 Impftermine vergeben. Weitere 21.000(!) Senioren stehen auf einer Warteliste. Wie lange, das ist unklar. Es sollen erst weitere Termine vergeben werden, wenn neue Impfdosen zur Verfügung stehen, erklärt dazu der oö. Impfkoordinator.“

„Die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher haben Fairness verdient und sollen die von ihnen gewünschte Impfung zur Verfügung gestellt bekommen. Ich werde mich gleichzeitig aber vom Gedanken der bürgerlichen Freiheit und meinem Glauben an mündige Bürger nicht abbringen lassen“, so der Linzer Gesundheitsstadtrat. „Ich bin in meiner Funktion politisch für das Gesundheitssystem der Landeshauptstadt Linz verantwortlich, als Politiker generell aber auch für die Gesundheit des gesellschaftlichen Gefüges und des sozialen Friedens. Ich weigere mich deshalb eine Debatte, wie jene über eine Impfpflicht, zu führen, solange überhaupt nicht feststeht, ob es genügend Impfdosen für die vulnerabelsten Gruppen gibt. Derzeit dienen Gedankenspiele zur Einführung einer Impfpflicht ausschließlich dazu, die Bevölkerung zu verängstigen und gegeneinander aufzubringen“, so Raml weiter.

„Ich habe als Gesundheitsstadtrat gemeinsam mit dem Bürgermeister jedenfalls bereits für die notwendige Infrastruktur und das Personal vorgesorgt.“

Aus derzeitiger Sicht können etwa 2.000 Linzerinnen und Linzer über 80 Jahre bis Ende Jänner geimpft werden. „Die Abhängigkeit von der Lieferung der notwendigen Impfdosen sowie die schwierige Logistik stellt uns als Gesundheitsbehörde vor eine wesentlich schwierigere Aufgabe als bei sonstigen Impfaktionen wie beispielsweise der Grippe-Impfung. Aufgrund der begrenzten Impfdosen können leider nicht alle impfwilligen Linzerinnen und Linzer über 80 Jahren bis Ende Jänner geimpft werden. Landeshauptmann Stelzer und Gesundheitsreferentin Haberlander haben dringenden Aufholbedarf.“

Raml: Neuerliches Chaos durch vorweihnachtliche Schnelltests

Gesundheitsstadtrat warnt: „Nicht nur negative Tests, sondern insbesondere auch falsch negative Ergebnisse wiegen die Menschen in einer trügerischen Sicherheit.“

„Die vom Landeshauptmann und der Gesundheitslandesrätin versprochenen vorweihnachtlichen Schnelltests haben für ein neuerliches Chaos gesorgt, da nach der kurzfristigen Ankündigung offensichtlich viel zu wenig Kapazitäten geschaffen wurden. Viele Landsleute sind jetzt erst recht verunsichert, ob sie das Angebot überhaupt in Anspruch nehmen können“, kritisiert der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml. Das Land hat für die Landeshauptstadt etwa nur eine einzige Teststation organisiert, die völlig überlaufen ist. Daher wird die Stadt Linz einspringen und ab Montag weitere freiwillige und kostenlose Teststraßen im Design Center anbieten. 

Raml plädiert für die Freiwilligkeit und warnt vor trügerischer Sicherheit: „Jeder soll selbst entscheiden können, ob er sich vor den Feiertagen testen lassen möchte. Es muss aber jedem bewusst sein, dass ein Test nur eine Momentaufnahme darstellt, die sich binnen kürzester Zeit ändern kann, oder aufgrund der umstrittenen Genauigkeit der Antigentests überhaupt falsch ist. Nicht nur negative Tests, sondern insbesondere auch falsch negative Ergebnisse wiegen die Menschen daher in einer trügerischen Sicherheit“, erklärt der Gesundheitsstadtrat abschließend.

Kosten-Nutzen-Bilanz katastrophal: Gesundheitsstadtrat Raml spricht sich gegen 2. Welle der Massentests aus

Nutzung bestehender Testmöglichkeiten – etwa bei Ärzten und Apotheken – sowie Kostenübernahme durch Krankenkassen statt teurer Parallelstruktur durch dauerhafte Teststationen

„Die Kosten-Nutzen-Bilanz ist angesichts der niedrigen Teilnehmerzahlen und dem hohen Finanz- und Personaleinsatz schlichtweg katastrophal. Statt einer vom Land Oberösterreich angekündigten fortgesetzten teuren Parallelstruktur in den kommenden Tagen und einer zweiten großen Testwelle im Jänner sollen die bestehenden Testmöglichkeiten – etwa bei Ärzten und Apotheken – von Testwilligen genutzt und die Kosten von den Krankenkassen übernommen werden“, fordert der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml. „Bis Montagvormittag wurden in ganz Linz nur rund 100 positive Fälle bei etwa 32.000 Getesteten, also rund 15 Prozent der Linzer, gefunden. Diesem überschaubaren Ergebnis stehen der Einsatz von etwa 600 verpflichteten Magistratsbediensteten, zahlreichen freiwilligen Helfern von Rotem Kreuz, Samariterbund und Feuerwehren sowie sechsstelligen Kosten zur Anmietung der Teststationen gegenüber. Dieser unvergleichbare Kraftakt steht in keiner Relation zum ohnehin fragwürdigen Nutzen einer Momentaufnahme. Ich halte es für absolut unverhältnismäßig und überdies unmöglich, künftig alleine in Linz monatlich Hundertschaften an Helfern am Wochenende zu rekrutieren, um einen Bruchteil der Linzer auf eine Corona-Infektion zu testen.“

Raml kritisiert auch den Versuch, den Misserfolg der Massentests zu kaschieren, indem eigens dauerhafte Teststraßen errichtet werden sollen: „Nach den sündteuren Massentests wird dadurch nur eine teure Parallelstruktur aufgebaut. Bereits jetzt ist ein Schnelltest beim Hausarzt oder in einigen Apotheken problemlos möglich. Wer sich testen lassen möchte, soll diese längst bestehende Möglichkeit nutzen. Anstatt eigene, kostenintensive Teststationen zu errichten sollen die Kosten von den Krankenkassen übernommen werden. Das wäre zielgerichteter und würde nicht kostbare Ressourcen binden“, schlägt Raml vor.

„Das Beispiel Slowakei zeigt, dass Massentests trotz fünfzigprozentiger Teilnahme nicht vor weiteren Freiheitseinschränkungen schützen. Sie hatten offenbar keinen Einfluss auf die mittlerweile wieder sehr hohen Infektions-Zahlen in unserem Nachbarland“, hält der Gesundheitsstadtrat fest und erteilt daher dem angekündigten Lockversuch des Gesundheitsministers eine Absage: „Die Idee, die Österreicher mit Gutscheinen zu den ´freiwilligen´ Tests locken zu wollen, ist nur ein weiterer Kostentreiber in einer nicht vorhandenen Strategie.“