Hein: Reconstructing Projekt Wimhölzl-Hinterland ist in Umsetzung

Abbrucharbeiten für die erste Bauphase laufen bereits – Anlage soll bis 2026 fertig sein

Die erste Phase für das Reconstructing Projekt Wimhölzl-Hinterland ist im Gange. Die ersten beiden in die Jahre gekommenen Gebäude werden bereits abgetragen. Damit wird der benötigte Platz für das neue Wimhölzl-Hinterland geschaffen. „Trotz Corona-Krise konnten die Abbrucharbeiten planmäßig starten und es wird voraussichtlich auch keine nennenswerten Abweichungen zum geplanten Vorgehen geben“, berichtet der zuständige Planungsreferent Vizebürgermeister Markus Hein: „Diesem Projekt ging ein langer und intensiver Planungsprozess voraus. Im Zuge eines kooperativen Planungsverfahrens waren auch die Bewohnerinnen und Bewohner der bestehenden Wohnanlage eingebunden. Gerade bei einem Reconstructing Projekt – bei dem der alte Wohnraum durch neuen ersetzt wird –  ist es wichtig, Bürger bereits im Planungsprozess einzubinden. Nur so ist es möglich, ein neues Projekt, das auch große Akzeptanz in der Bevölkerung genießt, auf den Weg zu bringen!“

„Die insgesamt acht Häuserzeilen waren zu ‚ihrer‘ Zeit auf dem Stand der Technik und wurden nach den Prämissen der Gleichwertigkeit hinsichtlich Lage, Besonnung, Belichtung, Freiraum konzipiert und realisiert. Heute ist die Bausubstanz nicht mehr zeitgemäß auch die Wohneinheiten entsprechen nicht mehr einem modernen Standard. Eine Sanierung war daher – vor allem wegen der Gebäudebeschaffenheit – aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr vertretbar, erklärt Hein: „Es darf niemand außer Acht lassen, dass geförderter Wohnraum mit Hilfe von Steuergeldern finanziert wird. Diese Gelder sind so einzusetzen, dass wir ausreichend und leistbaren Wohnraum schaffen! Eine Sanierung hätte in dem Fall leider den gegenteiligen Effekt erzielt.“

Mit dem kooperativen Planungsverfahren ist es gelungen, alle Beteiligten gemeinsam an einen Tisch zu bringen und eine wirtschaftlich vertretbare Lösung zu finden. In vier Etappen wird bis 2026das neue Wimhölzl-Hinterland geschaffen, es wird für zeitgemäße und leistbare Wohnqualität sorgen. „Damit auch jeder in der neuen Wohnanlage bleiben kann, und die Miete leistbar bleibt – die Altmieten waren sehr günstig – wurde auf Forderung der Freiheitlichen auch ein umfassendes Sozialpaketgeschnürt“, so Hein: „Wir schaffen nicht nur neue Lebensqualität, wir haben auch dafür gesorgt, dass betroffene Bewohner die finanzielle Unterstützung bekommen, die sie benötigen, um weiterhin im Wimhölzl-Hinterland wohnen zu können!“

Hein: Wohnungssuche – durchschnittliche Wartezeit hat sich bei städtischer GWG deutlich verringert

Mit mehr als 1.000 Wohnungen pro Jahr trägt die Linzer Wohnungsoffensive Früchte

„Die Linzer Wohnungsoffensive wirkt, ihre Erfolge sind nicht mehr von der Hand zu weisen. Die Politik baut zwar keine Wohnungen, sie ist aber für das Schaffen idealer Rahmenbedingungen verantwortlich. Nur wenn wir die starke Nachfrage an Wohnraum annähernd und rasch bedienen können, bleibt Wohnen in der Stadt weiterhin leistbar. Über 1.000 neue Wohnungen pro Jahr und 505 allein von der GWG übergebene Wohnungen im Jahr 2019 sind ein wesentlicher Beitrag, um das angestrebte Gleichgewicht zwischen der hohen Nachfrage und dem vorhandenen Angebot am Linzer Wohnungsmarkt zu erfüllen“, so der freiheitliche Vizebürgermeister Markus Hein.

Eine veränderte Wertehaltung seitens der Konsumenten hat auch Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt. Deshalb wird versucht technische Innovation, insbesondere im Bereich des Umweltschutzes, im Linzer Wohnungsbau zu integrieren. „Beim Projekt ‚Wohnen beim Donaupark‘ wurden Gebäude mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Es freut mich sehr, dass mit Projekten wie diesem, Innovation und Mehrwert für die Bürger im städtischen Wohnbau ankommt“, klärt Hein auf.

Am Beispiel der städtischen GWG lässt sich der Erfolg der Linzer Wohnbaupolitik eindrucksvoll darstellen. So haben sich gegenüber dem Jahr 2018 die Wohnungsvormerkungen von Suchenden von ca. 12.000 auf ca. 10.000 verringert. Auch die durchschnittliche Wartezeit für eine Wohnung reduzierte sich von 3,5 Jahren auf 2,5 Jahre deutlich: „Diese für Wohnungssuchende erfreulichen Zahlen zeigen, dass wir in Linz mit unserer Wohnungspolitik am richtigen Weg sind“, so Hein abschließend.

Hein: Schwarz-grüne Verhinderungspolitik verteuert Wohnen in Linz

Nein zu Wohnbau in bestehendem Bauland schwer nachvollziehbar

„Linz ist eine florierende Stadt, die nicht nur bei Arbeitnehmern sondern auch bei Wohnungssuchenden große Beliebtheit genießt. Damit der hohe Wohnbedarf aber gedeckt wird und die Wartezeiten bei den gemeinnützigen Genossenschaften nicht weiter ansteigen, brauchen wir derzeit ungefähr tausend neue Wohnungen pro Jahr“, berichtet Infrastrukturreferent Markus Hein: „Dieses Ziel haben wir in den letzten Jahren immer sehr gut erreicht. Es war eine gute Durchmischung aus freifinanziertem und gefördertem Wohnbau. Das gewährleistet, dass Wohnen in Linz nicht noch teurer wird.“

Damit wir unseren Grüngürtel und unsere Grünanlagen schützen, achten wir darauf, dass wir dort maßvoll nachverdichten, wo es bereits gewidmetes Bauland oder Baulandreserven gibt. Das war auch bis jetzt so – zumindest nach Heins Wahrnehmung – Konsens in der Linzer Stadtpolitik. Diesen Konsens dürften aber ÖVP und Grüne nun verlassen haben. „Im  gestrigen Infrastrukturausschuss gab es einige Anträge, mit dem Ziel der maßvollen Nachverdichtung in bereits bestehenden Baulandwidmungen. ÖVP und Grüne enthielten sich dabei und monierten über Medien, dass Grünland zerstört werden würde. Auch das Prinzip der Entkernung dürften die vermeintlichen Kritiker nicht wirklich verstanden haben“, berichtet Hein: „Wenn auch auf Bauland Bäume oder Sträucher wachsen, so handelt es sich trotzdem um Bauland, das auch bebaut werden kann. Damit aber auch der Durchgrünungsgrad im Bauland gewährleistet bleibt, werden natürlich im Bebauungsplan Begrünungsmaßnahmen lt. Grünflächenplan verbindlich vorgegeben.“

„Wenn wir nun nicht einmal in bereits bestehenden Baulandwidmungen neuen Wohnraum schaffen dürfen, wird das unweigerlich zu einer Verknappung des Wohnangebots und somit zu einer unweigerlichen Erhöhung der ohnehin schon teuren Wohnkosten führen“, warnt Hein: „Ich sehe dieser Entwicklung mit großer Sorge entgegen, denn für viele Menschen ist bereits heute das Aufbringen der Kosten fürs Wohnen eine sehr große finanzielle Herausforderung! Durch eine künstliche Verknappung des Wohnungsangebots wird sich die Lebenssituation leider für viele Menschen zusätzlich verschärfen!“