Raml: Ordnungsdienst erledigt Einlasskontrolle im Neuen Rathaus

Wenig Andrang, Bürger sind verständnisvoll

Aufgrund der aktuellen Situation rund um das Coronavirus bleiben die beiden Linzer Rathäuser seit Montag für den Kundenverkehr grundsätzlich geschlossen. Nur wer aufgrund einer behördlichen Erledigung unbedingt persönlich erscheinen muss, wird ins Neue Rathaus eingelassen. Das Bürgerservice bzw. die Abteilungen Aufenthaltsrecht und Substitution bleiben für diese Fälle geöffnet. Der städtische Ordnungsdienst kontrolliert die Eingänge.

 

Sicherheitsstadtrat Michael Raml berichtet vom heutigen Lokalaugenschein aus dem Neuen Rathaus: „Es hat sich offenbar schnell herumgesprochen, dass der Kundenverkehr auf das notwendigste Ausmaß eingeschränkt wurde. Alle paar Minuten ‚tröpfeln‘ Bürger ein und werden bereits außerhalb des Gebäudes von den Mitarbeitern des Ordnungsdienstes professionell und freundlich angewiesen, wie weiter vorzugehen ist.“ Sie erfragen das Anliegen und sorgen dafür, dass sich nur wenige Personen gleichzeitig in den Räumlichkeiten aufhalten. „Bislang hat es damit noch überhaupt keine Probleme gegeben. Ich danke den Mitarbeitern und auch unseren Bürgern, dass damit alle gemeinsam zu einer möglichst gesunden Stadt beitragen!“

Walcher: Rathaus soll leuchtendes Beispiel der Stadtbegrünung werden

Gemeinderatsantrag sieht Begrünungsmaßnahmen für Dachpark vor

„Das Neue Rathaus verfügt bereits über einige Grünflächen. Doch es ist jetzt an der Zeit, dieses Grünflächenkonzept aus den 1980er-Jahren weiterzuentwickeln. Die freiheitliche Gemeinderatsfraktion beantragte daher in der letzten Gemeinderatssitzung den Ausbau der bestehenden Grünflächen zu einem ‚Linzer Rathaus-Dachpark‘. Damit könnte nicht nur eine öffentliche Grünfläche für die Bürger, sondern auch eine ‚natürliche Klimaanlage‘ für die Mitarbeiter geschaffen werden“, führt FPÖ-Gemeinderätin Susanne Walcher aus.

Die Terrassen des Rathauses erstrecken sich über 10.000 m², welche zum Teil mit Waschbetonplatten bedeckt sind. Der freiheitliche Antrag sieht vor, dass anstatt dieser Waschbetonplatten künftig Grünflächen entstehen sollen. Zudem könnte der botanische Garten die gewonnene Fläche für die Ausstellung seiner Exponate nutzen. Großstädte wie Bochum setzen solche Konzepte bereits mit Erfolg um. Der Antrag wurde in der letzten Gemeinderatssitzung einstimmig dem Stadtsenat zugewiesen, der nun über die weitere Umsetzung beraten wird.

„Wir sehen in diesem Antrag ein großes Potential, vor allem hinsichtlich der Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter, Einsparungsmöglichkeiten bei Heizkosten und Kosten für Klimatisierung, sowie ein zusätzliches Naherholungsgebiet für die Bevölkerung“, so Walcher abschließend.

Walcher: Auf dem Neuen Rathaus soll ein Dachpark entstehen

Magistrats-Hitzeinsel durch mehr Grün abkühlen

„Das Neue Rathaus verfügt für einen Bau aus den 1980er-Jahren durchaus schon über eine innovative Begrünung. Trotzdem leiden die Mitarbeiter gerade in den Sommermonaten unter den aufgeheizten Büroräumlichkeiten und versuchen die Hitze durch letztlich untaugliche Mittel – wie dem völligen Aussperren des Tageslichts – zu bekämpfen“, stellt FPÖ-Gemeinderätin Susanne Walcher fest. Dies habe in mehrfacher Hinsicht negative Auswirkungen. Mit jedem Grad Hitze sinken nachweislich Konzentration und letztlich Arbeitsleistung. Auch das fehlende Tageslicht habe Auswirkungen auf die körperliche und seelische Gesundheit.

Mit der Idee des „Linzer Rathaus-Dachparks“ könnte diese Hitzeinsel gekühlt und eine attraktive Erholungsfläche errichtet werden, die noch dazu für jedermann zugänglich ist: Statt der bisher mit Waschbetonplatten versiegelten Bereiche würden weitere wertvolle Grünflächen und somit ein Naherholungsgebiet direkt an der Donau entstehen. Immerhin beträgt die derzeit versiegelte, begrünbare Fläche rund 10.000 Quadratmeter. Ein ähnliches, wenn auch weitaus umfangreicheres Projekt, wird derzeit in der deutschen Stadt Bochum geplant. Hier könnte sich Linz einige interessante Inputs holen.

„Wir beantragen daher in der nächsten Gemeinderatssitzung eine Prüfung der technischen Umsetzbarkeit eines Dachparks im Neuen Rathaus und gegebenenfalls die Planung für Finanzierung und Errichtung der neuen Grüninsel“, so GR Walcher abschließend.