FP-Klitsch: Reform der Marktordnung kommt endlich in Schwung – Marktreferent übernimmt langjährige FPÖ-Forderungen

Reformen der Marktordnung sind Schritt in die richtige Richtung – Märkte stärken statt bloß verwalten

Die von Marktreferent Vizebürgermeister Martin Hajart angekündigte Reform der Linzer Marktordnung wird von der freiheitlichen Gemeinderätin und Marktsprecherin Ute Klitsch grundsätzlich begrüßt. „Was wir Freiheitliche seit Jahren fordern, wird nun endlich aufgegriffen. Sehr spät, aber doch kommt für unsere Märkte diese gute Nachricht“, so Klitsch.

Insbesondere entspricht der Ruf nach mehr Flexibilität für die Kojen-Betreiber am Südbahnhofmarkt ein langjähriges Anliegen der FPÖ. Zuspruch gibt es auch für die Verlängerung der Öffnungszeiten bis 22 Uhr für die Christkindlmärkte, wenngleich die FP-Forderung einer allgemeinen Verlängerung der Christkindlmärkte bis 6. Jänner im Vorschlag des Marktreferenten keinen Niederschlag fand.

Kritik übt Klitsch dennoch an der Unausgewogenheit der Marktordnungs-Strategie: „Fraglich bleibt für uns Freiheitliche, warum auf die Märkte im Linzer Süden so wenig Augenmerk gelegt wird. Zum Beispiel ist der Grünmarkt in der Neuen Heimat seit Wochen von der Bildfläche verschwunden – auf eine Reaktion des Marktamtes wartet man vergeblich!“

Klitsch betont weiters, dass Reformen nicht bei Ankündigungen stehen bleiben dürfen: „Unsere Märkte sind ein Stück gelebte Linzer Identität. Wer sie stärken will, muss dauerhaft für faire Rahmenbedingungen, transparente Gebühren und eine verlässliche Infrastruktur sorgen.“ Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten brauche es Planungssicherheit für Beschicker und ein attraktives Angebot für die Besucher.

Die freiheitliche Gemeinderätin kündigt an, die konkrete Ausgestaltung der Novelle im Gemeinderat genau zu prüfen. Ziel müsse es sein, Tradition und Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen und die Linzer Märkte zukunftsfit aufzustellen.

FP-Pfeffer: Verkehrskonzept für Linzer Süden darf kein Papiertiger bleiben

Linzer Freiheitliche verdeutlichen: Ohne klare Verkehrslösung keine neue Wohnsiedlung rund um das ehemalige Kasernenareal

Mit den geplanten Stadtentwicklungsprojekten im Linzer Süden steht die Stadt vor einer verkehrspolitischen Bewährungsprobe. Allein in den Bereichen Sommerfeld und ehemalige Hillerkaserne sollen künftig rund 6.000 zusätzliche Bewohner leben – dazu kommen Betriebe mit zusätzlichem Verkehrsaufkommen durch Mitarbeiter und Kunden. Für FP-Gemeinderat Werner Pfeffer ist klar: „Eine Siedlung in dieser Größenordnung darf nur dann gebaut werden, wenn es eine funktionierende und realistische Verkehrslösung gibt.“

Pfeffer verweist darauf, dass der Linzer Süden bereits heute täglich unter massiven Staus, überlasteten Hauptverkehrsachsen und einer hohen Belastung der Anrainer leidet. „Die beschlossenen Buslinien 13 und 14 sind wichtig, sie werden den motorisierten Individualverkehr aber nicht ersetzen. Wer glaubt, tausende zusätzliche Bewohner ausschließlich mit Öffis und Radwegen abwickeln zu können, verkennt die Lebensrealität vieler Linzer“, so Pfeffer.

Vor diesem Hintergrund hat der FP-Gemeinderat eine umfassende Anfrage an den zuständigen Verkehrsreferenten eingebracht. Darin verlangt Pfeffer unter anderem klare Zeitpläne für die Umsetzung des im Dezember 2023 beschlossenen Verkehrskonzepts, konkrete Maßnahmen gegen die bestehenden Staus sowie nachvollziehbare Lösungen für den motorisierten Individualverkehr.

Besonders kritisch sieht Pfeffer, dass bislang eine ehrliche Diskussion über großräumige Entlastungslösungen ausbleibt: „Wir müssen in alle Richtungen denken. Dazu gehört auch die Frage, welche Rolle die von der Landesregierung beschlossene stadtnahe Trasse der Ostumfahrung für die nachhaltige Entlastung des Linzer Südens spielen kann – und welche gleichwertigen Alternativen es sonst geben soll.“ Alles andere sei verantwortungslos gegenüber den Bewohnern.

Abschließend fordert Pfeffer eine Verkehrspolitik mit Hausverstand: „Der Linzer Süden braucht keine ideologischen Experimente, sondern verlässliche Antworten. Wer neue Stadtteile plant, muss auch den Mut haben, die Verkehrsinfrastruktur ehrlich mitzudenken – für Autofahrer, Öffi-Nutzer und Anrainer gleichermaßen.“