Klitsch zu Weihnachtsmärkten: Keine voreiligen Absagen, für Entscheidung ist noch genug Zeit

Linzer Freiheitliche nehmen Schnellschussaktion der Verantwortlichen nicht einfach so hin

Am vergangenen Wochenende war die Überraschung groß: Bürgermeister Luger und Marktreferent Baier sagten, trotz gänzlich anderslautender Ankündigungen in den Tagen zuvor, kurzerhand die Linzer Weihnachtsmärkte ab. „Diese Schnellschussaktion trifft besonders die fleißigen Standbetreiber, die auf das Weihnachtsgeschäft angewiesen sind. Aber nicht nur deshalb, weil sie auf ihre gesamten Einnahmen verzichten müssen“, so die freiheitliche Gemeinderätin Ute Klitsch, die erklärt: „Während Wirte aufgrund des Lockdowns bzw. der behördlichen Schließung ihrer Gastro-Stätten entschädigt werden, scheint es für unsere Standler ganz anders auszusehen. Da bei ihnen keine gesetzlich angeordnete Schließung, sondern lediglich eine vorschnelle Absage durch den Bürgermeister und den Marktreferenten der Fall ist, wird ihnen vermutlich keine Entschädigung durch den Staat zustehen. Sie bleiben aufgrund der Absage wohl auf dem finanziellen Schaden sitzen. Dadurch – und aufgrund der entgangenen Einnahmen – zahlen die Standler nun doppelt. Da werden wir aber ganz sicher nicht einfach zusehen. Wir stehen auf der Seite unserer fleißigen Standbetreiber, die Jahr für Jahr im Sinne unserer Traditionen arbeiten!“, stellt Gemeinderätin Klitsch klar und kündigt an, dass die freiheitliche Fraktion in der morgigen Gemeinderatssitzung einen Dringlichkeitsantrag zur Rettung unserer Weihnachtsmärkte einbringen wird.

Während zahlreiche andere Städte in Österreich, etwa Wien oder Graz, Alternativmodelle zur Durchführung ihrer Weihnachtsmärkte andenken, gibt es in Linz lediglich eine lapidare Absage. „Bürgermeister Luger und Marktreferent Baier fehlt klar der Mut. Sie nahmen den leichten Ausweg der Absage, ohne überhaupt Alternativen ernsthaft anzudenken. Mit dieser Schnellschussaktion treiben sie nicht nur die ohnehin durch die Corona-Krise schwer gebeutelten Standler weiter in den Ruin. Auch die Linzerinnen und Linzer müssen deshalb dieses Jahr auf ein großes Stück Tradition in unserer Heimatstadt verzichten“, so Klitsch, die abschließend anführt: „Warum nehmen sie sich kein Beispiel an anderen Städten und verschieben etwa den Beginn bzw. das Ende der Märkte nach hinten? Sie könnten zum Beispiel bis über die Weihnachtsfeiertage hinaus stattfinden. Eine einfache Absage nehmen wir nicht so ohne Weiteres hin und erwarten uns, dass unser Antrag im Gemeinderat Zustimmung findet und die Weihnachtsmärkte stattfinden.“

Hein zu Christkindlmarkt-Absage: Einfacher Ausweg zum Leidwesen der Linzer

Mehr Mut wäre angebracht gewesen

Enttäuscht vom Vorgehen von SP-Bürgermeister Klaus Luger und VP-Marktreferent Vizebürgermeister Bernhard Baier bezüglich der Absage der Linzer Christkindlmärkte zeigt sich der freiheitliche Linzer Vizebürgermeister Markus Hein: „Die Christkindlmärkte abzusagen ist ein einfacher Ausweg des Bürgermeisters und des Marktreferenten. Die Leidtragenden sind wieder mal die Linzer sowie die zahlreichen Standbetreiber, die noch weiter in den Ruin getrieben werden. Ihre Lager sind voll, nun bleiben sie wieder auf ihren Waren sitzen. Anfang der Woche wurde noch medienwirksam verkündet, dass es ein umfassendes Corona-Konzept gäbe. Warum wendet man dieses dann nicht – wie etwa in Wien – ab Anfang Dezember an, wenn der neue Lockdown vorbei ist? So wäre der wirtschaftliche Schaden begrenzt worden und wir müssten nicht auf Christkindlmärkte in unserer Heimatstadt verzichten. Auch in schwierigen Zeiten darf auf unsere Tradition nicht vergessen werden! Mehr Mut, so wie in Wien, wäre angebracht gewesen. Leider haben Bürgermeister Luger und Vbgm Baier jedoch den leichten Ausweg genommen.“