FP-Malesevic: Licht und Schatten rund um das Dynatrace-Projekt im Hafenviertel

Die Entscheidung, kein Hochhaus im Hafenviertel zu bauen ist erfreulich. Die FPÖ vermisst aber die Einbindung von Anrainern sowie ein nachhaltiges Verkehrskonzept.

Erfreut zeigt sich der freiheitliche Gemeinderat und Obmann der FP-Ortsgruppe Franckviertel/Kaplanhof/Hafen Zeljko Malesevic über die Entscheidung, kein überdimensioniertes Dynatrace-Hochhaus im Hafenviertel zu bauen: „Das vorgeschlagene 7-stöckige Gebäude hört sich bereits viel vernünftiger an als das Vorgängerprojekt. So wie die Anrainer werden aber auch wir im Dunkeln betreffend weiterer Details gelassen“, so Malesevic. Die Freiheitlichen fordern eine bessere Einbindung der Bevölkerung und Parteien in die Projektentwicklung sowie ein entsprechendes Verkehrskonzept.

Die FPÖ Linz war stets in Kontakt mit der Bürgerinitiative „Nachbarschaft 25er Turm“ und sprach sich klar gegen das geplante 17-stöckige Hochhaus aus: „Wir sehen Licht und Schatten dieses Projekts. Diese Projektänderung ist für die Anrainer sicherlich grundsätzlich einmal erfreulich. Wir hätten uns aber erwartet, dass die Bürger früher eingebunden werden. Sowohl der Projektwerber, als auch Planungsstadtrat und Verkehrsreferent sind nach wie vor säumig. So stellen wir uns Bürgerbeteiligung nicht vor!“ kritisiert Malesevic die Tatsache, dass auch die aktuellen Baupläne nur zwischen den Stadtverantwortlichen, Vertretern von Dynatrace und dem Bauunternehmen, ohne Bürgerbeteiligung, beraten wurden. 

Was sowohl GR Malesevic als auch den Anrainern besondere Sorgen bereitet, ist die Verkehrssituation in diesem Stadtteil: „Die Aufstockung von 500 auf 1.500 Arbeitsplätze ist für die Stadt zweifelsohne wichtig. Sie bringt aber gleichzeitig eine immense Steigerung beim Verkehrsaufkommen mit sich. Der vorgeschlagene Ausbau des öffentlichen Verkehrs und der Rad- und Gehwegen ist zwar begrüßenswert, wird aber die Verkehrsproblematik rundherum um Dynatrace nicht lösen, denn das Unternehmen beschäftigt viele Pendler und ich kann mir schwer vorstellen, dass diese aus dem Mühl- oder Hausruckviertel mit dem Rad zur Arbeit fahren“, stellt der Freiheitliche nüchtern fest und ergänzt: „Hier ist der Verkehrsreferent gefordert ein nachhaltiges Verkehrskonzept zu erarbeiten. Das hätte er schon längst tun müssen, denn es ist nicht seit gestern bekannt, dass Dynatrace massiv ausbauen möchte.“ so Malesevic abschließend.

GR Ute Klitsch kritisiert: Linzer Gemeinderat stimmt mehrheitlich gegen Verlängerung des Urfahranermarktes

Immerhin wurde Verkehrsreferent mit der Ausarbeitung eines Mobilitätskonzeptes beauftragt, um künftige Verkehrskollapse rund um Großveranstaltungen zu verhindern

Der Urfahranermarkt war Thema im gestrigen Gemeinderat. Enttäuscht zeigt sich die Linzer FP-Tourismussprecherin GR Ute Klitsch: „Wir haben in der gestrigen Sitzung des Gemeinderates beantragt, dass die Marktreferentin mit den Beschickern des Urfahranermarktes über eine künftige Verlängerung oder Adaption des beliebten Marktes beraten soll. Nach dem letzten Besucherrekord wollen wir das volle Potential des Urfix für Besucher und Schausteller herausholen. Unverständlicherweise haben alle anderen Parteien und selbst ÖVP-Marktreferentin Doris Lang-Mayerhofer einer Diskussion eine prompte Abfuhr erteilt und wollten nicht einmal eine Zuweisung in den Ausschuss für Märkte. Ich bin aber nach wie vor davon überzeugt, dass eine besucherfreundliche Adaptierung des Marktes breit diskutiert werden sollte. Zumindest die Gastronomie könnte man ein paar Tage länger öffnen lassen, das würde auch Firmenveranstaltungen anlocken, etwa in der Donaualm.“

Positiv war hingegen die mehrheitliche Annahme des freiheitlichen Antrages betreffend die Lösung des Verkehrsproblems rund um Großveranstaltungen wie den Urfahranermarkt. Bekanntlich gab es in der Ferihumerstraße berechtigte Aufregung wegen eines missglückten Fahrverbotes. Verkehrsreferent Martin Hajart wurde mit der Ausarbeitung eines Mobilitätskonzeptes beauftragt, um künftige Verkehrskollapse zu verhindern. Konkret kann sich FP-Verkehrssprecher Manuel Matsche vorstellen, ein Park&Ride-Angebot zu schaffen. „Die bestehenden Großparkplätze am Pleschingersee oder auf der Gugl würden sich anbieten. Kostenlose Shuttlebusse sollen die Gäste dann zum Veranstaltungsort bringen. Ich freue mich, dass der Gemeinderat in diese Richtung offen ist.“

FPÖ-Gemeinderat Manuel Matsche: Großveranstaltungen brauchen Verkehrskonzepte!

FPÖ fordert Maßnahmen zur künftigen Entlastung der Anwohner

„Der massive Besucherandrang auf den Urfahraner Markt hat insbesondere die Parksituation im Bereich der Ferihumerstraße massiv verschärft. Dabei gäbe es Lösungsansätze, diese Probleme zu entschärfen: Die Besucher könnten beispielsweise beim Großparkplatz beim Pleschingersee oder am Linzer Stadionparkplatz parken und dann per Shuttle-Bus zum Marktgelände gebracht werden. Aus diesem aktuellen Anlass werde ich in der kommenden Gemeinderatssitzung die Erarbeitung von Verkehrskonzepten für Großveranstaltungen beantragen“, erklärt der freiheitliche Gemeinderat und Verkehrssprecher Manuel Matsche.

Matsche bezieht sich auf den Unmut der Anrainer des Urfix-Geländes. Diese leiden unter einem Park- und Verkehrschaos, seit auswärtige Besucher des „Urfix“ auf der Suche nach einem Parkplatz die Parkflächen der Anrainer verstellen und sogar Ausfahrten blockieren. „Die FPÖ hat immer die Abhaltung von Großveranstaltungen wie dem Urfahraner Markt unterstützt. Diese dürfen aber nicht zulasten der Anwohner abgehalten werden“, so Matsche.

FP-Malesevic: Franckviertel soll nicht den Pendlern aus umliegenden Gemeinden als Park-&-Ride Anlage dienen

Der Antrag zur Lösung der Parkplatzproblematik im Franckviertel wurde einstimmig dem Verkehrsausschuss zugewiesen

Schon seit Monaten werden die Franckviertler Straßen durch parkende Autos aus den umliegenden Gemeinden belagert: „Die mit dem Zentrum gut vernetzten Buslinien 25, 27 und 45 sorgen dafür, dass Pendler aus umliegenden Gemeinden im Franckviertel ihr Auto parken und bequem auf die Öffis umsteigen. Ein solcher Umstieg wäre grundsätzlich zu begrüßen, wenn man dafür entsprechende Park & Ride-Anlagen an der Grenze zu benachbarten Gemeinden hätte. Derzeit parken die Pendler leider die Franckviertler Straßen komplett zu, sodass die Anrainer tags- und manchmal sogar nachtsüber sehr schwer einen Parkplatz in der Nähe ihrer Wohnung finden“ – erklärt der freiheitliche Gemeinderat und Obmann der FPÖ Franckviertel/Kaplanhof Zeljko Malesevic.
Um dieses Problem in den Griff zu bekommen, stellte er einen entsprechenden Antrag in der letzten Sitzung des Linzer Gemeinderats. Dieser wurde einstimmig dem zuständigen Verkehrsausschuss zugewiesen: „Wir haben hier Handlungsbedarf und es freut mich, dass dieser von allen Parteien im Gemeinderat erkannt wurde. Der zuständige Referent, Vizebürgermeister Martin Hajart wird hoffentlich bald dem Verkehrsausschuss ein umfassendes Konzept vorlegen. Eine klassische Schubladisierung dieses Antrages kommt für mich nicht infrage. Die Franckviertler haben ein ernsthaftes Problem und dieses Problem gehört gelöst.“ – zeigt sich Malesevic entschlossen.

FPÖ-Fraktionsobmann Wolfgang Grabmayr: FPÖ weiterhin für Bürgerbefragung zur Ostumfahrung

Verkehrslösung für den Linzer Süden ist überfällig

Die Staubelastung im Linzer Süden ist evident und harrt einer Lösung. „Ich unterstreiche anlässlich des angekündigten drei-Parteien-Antrags betreffend ‚Nein zur Ostumfahrung‘ die freiheitliche Forderung nach einer raschen Befragung der Linzer, ob sie dieses Projekt befürworten oder nicht. Dass die Verkehrslage im Linzer Süden einer nachhaltigen Lösung bedarf, muss gerade auch von ÖVP und SPÖ anerkannt werden. Sollten sich die Bürger gegen den Bau der derzeitigen Trassenführung aussprechen, dann ist das selbstverständlich anzuerkennen. Tritt dieser Fall ein, sollte die Trassenführung erneut diskutiert werden. Die FPÖ Linz wird bei ihrer Linie für eine direkt-demokratische Entscheidung bleiben“, so Grabmayr.