Hein zu Linzer Weihnachtsmärkten: Ramschware statt Kunsthandwerk?

Lärmende Fahrgeschäfte und importierte Spielzeugwaffen sind kein Brauchtum

Die Linzer Weihnachtsmärkte geben weiterhin Grund zur Kritik: Nachdem die großflächige Versiegelung des Volksgartens durch eine Eishalle und Verkaufsstände sowie der Volksfestcharakter des dortigen Weihnachtsmarktes für Unmut sorgten, zeigten sich auch weitere Sonderlichkeiten. So mussten für die magischen Eisschnitzereien 144 Tonnen Eis aus Belgien importiert werden. „Ich stehe der Veranstaltung an diesem Standort insgesamt kritisch gegenüber. Aber dass dann auch noch das Eis aus anderen EU-Staaten importiert werden muss, statt regional zu kaufen, lässt mich den Kopf schütteln. Bei dieser CO2-Bilanz helfen auch Bernhard Baiers Bäume nicht viel auf dem Weg zur Klimastadt“, äußert sich FPÖ-Vizebürgermeister Markus Hein.

Unter den Marktstandlern finden sich zudem Anbieter, die statt weihnachtlicher Waren Gewaltspielzeug anbieten. „Für mich beißt es sich, wenn man ein handfestes Waffen- und Gewaltproblem unter Jugendlichen hat, deshalb sogar Waffenverbotszonen einrichten muss und dann ausgerechnet auf einem Weihnachtsmarkt die Jüngsten gleich mittels Spielzeugwaffen an den Umgang mit selbigen gewöhnt. Als Obmann des Familienbundes OÖ sollte Baier eigentlich wissen, was Familien in der Vorweihnachtszeit schätzen. Spielzeugwaffen und lärmende Fahrgeschäfte dürften nicht dazu gehören. Das ist kein gelebtes Brauchtum“, resümiert Vizebürgermeister Hein. Aber auch viele der anderen Stände erinnern eher an einen Winterjahrmarkt, als an einen Weihnachtsmarkt. „Aber Jahrmärkte haben wir bereits jährlich zwei in Urfahr“, unterstreicht Hein.

Auch die Buden am Linzer Hauptplatz wurden knapp ein Monat vor Weihnachten geöffnet. Auf der Internetseite von Linz Tourismus, auf die linzadvent.at weiterleitet, wird dem Gast versprochen, dass ihn Kunsthandwerk und kulinarische Gaumenfreunden erwarten. Tatsächlich stapelten sich schon in der Woche vor der Eröffnung am Rande der Stände Kartons von chinesischen oder tschechischen Lieferanten sowie anderen Großhändlern. „Ich kann aber beim besten Willen nur vereinzelt Kunsthandwerk erkennen, größtenteils wird Ramsch von internationalen Großhändlern angeboten. Echte, idealerweise von regionalen Anbietern kommende Handwerkskunst, wäre sicherlich vielen lieber als Krempel aus China“, macht Hein deutlich und ergänzt: „Mir scheint, dass Marktreferent Baier kein schlüssiges Konzept hat. Stattdessen wird die organisatorische Minderleistung durch fragwürdige Leuchtturmprojekte wie das Eisspektakel auf dem Volksgartenrasen übertüncht.“ Vizebürgermeister Hein fordert daher von Baier rasch das im Gemeinderat beschlossene neue Konzept für Weihnachtsmärkte vorzulegen. Regionalität und Besinnlichkeit muss im Mittelpunkt stehen und nicht ausgelassene Jahrmarktstimmung.

Malesevic zu Budget: Fragwürdige „Kulturszene“ für Stadt wichtiger als Traditionsvereine?

Kein Geld für Sport und Tradition – aber selbsternannte „Freie Kulturszene“ erhält 250.000€ mehr

Im gestrigen Budget-Gemeinderat setzten sich die Linzer Freiheitlichen für unsere Sport- und Traditionsvereine ein – und sprachen sich gegen die Förderung auf Steuerzahlerkosten von mehr als fragwürdiger „Kultur“ aus. Doch die anderen Fraktionen zeigten ihr wahres Gesicht. „Trotz den Gegenstimmen von uns Freiheitlichen beschloss der Gemeinderat die Erhöhung der finanziellen Mittel für die sogenannte ´Freie Kulturszene´. Sie erhalten ab dem kommenden Jahr ganze 14% – das sind 250.000€ – mehr! Die FPÖ beantragte, dieses Geld stattdessen zu gleichen Teilen den Linzer Sport- und Traditionsvereinen zu geben. Doch alle anderen Fraktionen lehnten das ab. Offensichtlich ist ihnen die fragwürdige „Kulturszene“ wichtiger als Sport- und Traditionsvereine“, erklärt der freiheitliche Gemeinderat Zeljko Malesevic.

„Die ´Freie Kulturszene´ beschäftigt sich sehr nebensächlich mit Kunst und Kultur. Dafür aber fast ausschließlich mit Politik – und betreibt unter dem Deckmantel der Kunst politische Meinungsmache, die sich an linkes bis linksextremes Publikum richtet. Das ist für uns Freiheitliche absolut nicht förderwürdig!“, stellt Gemeinderat Malesevic klar. „Warum sich die ÖVP, die sich als christliche und kirchennahe Partei versteht, in Person von Kulturstadträtin Lang-Mayrhofer so sehr für die Erhöhung der Förderung stark macht, ist sehr eigenartig. Immerhin sind die ´Freie Kulturszene´ und ihre Anhänger alles andere als ´kirchennahe´, was viele Erfahrungen bestätigen. Die Kulturstadträtin wird es ihren Wählern sicher erklären können, warum sie diese politische Kulturszene so sehr mit 250.000€ mehr pro Jahr fördern will“, schließt Malesevic.

Stumptner: Linke Politik untergräbt unser Brauchtum!

Klares Bekenntnis zu österreichischen Traditionen ist in Linz nicht mehrheitsfähig

„Mein Antrag war ein Versuch, unser Brauchtum von politischer Seite her am Leben zu erhalten. Der Antrag wurde zurückgewiesen. Das bedeutet nichts anderes, als das man in der Linzer Stadtpolitik kein Interesse hat, sich für die Zukunft unsere Traditionen in den städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen einzusetzen“, so der FP-Gemeinderat Peter Stumptner.

Stumptners Antrag verfolgte zwei Ziele. Erstens hätte der Stadtsenat dafür Sorge tragen sollen, dass bekannte österreichische Feste in ihrer ursprünglichen Form erhalten bleiben. Zweitens hätte die Abhaltung solcher Feste in Kinderbetreuungseinrichtungen verstärkt werden sollen. Ein weiterer Grund für den Antrag: Eine Anfrage zum Thema an die zuständige grüne Stadträtin Schobesberger wurde in der Vergangenheit nur unbefriedigend beantwortet. Schobesberger berief sich damals auf den oberösterreichischen Wertekompass. Die konkrete Nachfrage, ob traditionelle Feste in den städtischen Kindergärten prinzipiell noch abgehalten werden, blieb allerdings bis dato unbeantwortet.

„Scheinbar haben inhaltsleere Worthülsen und linke Floskeln in Linz einen höheren Stellwert als klare Bekenntnisse zum Handeln. Denn eine ‚Bedachtnahme‘ auf Traditionen, wie es Stadträtin Schobesberger in der Sitzung mit Verweis auf den Wertekompass ausdrückte, ist kein Garant für konkrete Maßnahmen. Dass die selbst kinderlose Schobesberger Belehrungen über die Wertevermittlung und Erziehung von Kindern gibt, schlägt für mich dem Fass den Boden aus. In welcher Blase leben die Grünen, dass sie ihre Ideologie dem österreichischen Brauchtum vorziehen?“ fragt sich ein fassungsloser Stumptner.

Der von Stadträtin Schobesberger angesprochene OÖ. Wertekompass bietet laut seiner Homepage „einen zuverlässigen Orientierungsrahmen zur Wertebildung an Kindergärten und Schulen“. Ein eindeutiger Bezug zur Pflege christlicher Riten fehlt aber.

„Für mich ist klar: Ein allgemein gehaltener Leitfaden kann niemals die gelebte Praxis ersetzen. Wir Freiheitliche werden deshalb weiterhin unermüdlich nach Wegen zur Bewahrung unserer Feste und Bräuche suchen!“, so ein entschlossener Stumptner abschließend.

Stumptner: Einheimische Tradition am Leben erhalten!

Linzer Stadtsenat soll Einsatz für die österreichische Kultur zeigen

„Leider kann ich feststellen, dass traditionelle österreichische Feste immer mehr in den Hintergrund gedrängt werden. Die Verdrängung unserer Bräuche macht sich schleichend erkennbar. So ist etwa das Martinsfest mittlerweile auch schon unter dem Begriff ´Lichterfest´ bekannt. Aus freiheitlicher Sicht muss diese Entwicklung endlich gestoppt werden. Der Linzer Stadtsenat soll sich dazu bekennen, dass unser Brauchtum auch an unsere Kinder weitergegeben wird!“, so der freiheitliche Linzer Gemeinderat Peter Stumptner.

Der FP-Gemeinderat hat zum Schutz österreichischer Feste einen Antrag gestellt, welcher in der kommenden Gemeinderatsitzung behandelt werden wird. Der Antrag verfolgt zwei Ziele. Einerseits soll der Stadtsenat dafür Sorge tragen, dass bekannte österreichische Feste in ihrer ursprünglichen Form erhalten bleiben. Andererseits soll die Abhaltung solcher Feste in Kinderbetreuungseinrichtungen verstärkt werden. Weiterer Grund für den Antrag: Eine Anfrage zum Thema an die zuständige grüne Stadträtin Schobesberger wurde nur unbefriedigend beantwortet. Schobesberger berief sich auf den oberösterreichischen Wertekompass. Die konkrete Nachfrage, ob traditionelle Feste in den städtischen Kindergärten prinzipiell noch abgehalten werden, blieb allerdings bis dato unbeantwortet.

„Selbst als Erwachsener denke ich noch gerne an diese Feste zurück. Diese Art von Brauchtum hat Gemeinschaft geschaffen und Heimatbewusstsein gestiftet. Ich bin davon überzeugt, dass mit dem Einsatz für unsere Traditionen und Werte auch die Integration gefördert werden kann, sofern Zugewanderten diese zum besseren Verständnis näher gebracht werden. Ich erwarte mir daher, dass sich der Linzer Stadtsenat für unsere kulturelle Identität einsetzen wird“, so Stumptner abschließend.

Hein: Linzer Weihnachtsmärkte entgleiten komplett der vorweihnachtlichen Tradition

Volksgarten verkommt zum „Tschimbum-Trara-Markt“ – das hat mit Weihnachten nichts zu tun

„Der Weihnachtsmarkt im Linzer Volksgarten hätte enormes Potential, der schönste Weihnachtsmarkt unserer Stadt sein zu können. Gerade wegen der schönen Parkanlage mit zahlreichen Bäumen und Sträuchern ließe sich viel mehr daraus machen. Mit mehr traditionellem Handwerk, weihnachtlicher Kunst und Köstlichkeiten könnte auf diesem Markt tatsächlich weihnachtliche Stimmung herrschen. Leider ist aber das Gegenteil der Fall. Laute und störende Fahrgeschäfte, die immer mehr werden, lassen dies erst gar nicht zu“, beklagt Vizebürgermeister Markus Hein: „Gerade Familien mit kleineren Kindern schätzen bei Weihnachtsmärkten vor allem die Handwerksdörfer. Die Kleinen können selbst mitbasteln, sind beschäftigt und haben dabei auch eine große Freude.“

„In Linz gäbe es genügend befestigte Flächen, auf denen – wenn das wirklich wer braucht –  so ein ‚Mini-Urfix‘ veranstaltet werden könnte. Es hat aber den Anschein, dass sich die Verantwortlichen der Stadt unter Vizebürgermeister Bernhard Baier, immer mehr von den schönsten heimischen Traditionen verabschieden wollen“, anders ist diese Entwicklung für Hein nicht erklärbar: „Am Hauptplatz gibt es für Kinder überhaupt kein Angebot und am Pfarrplatz wird schon seit Jahren ein Wintermarkt und kein Weihnachtsmarkt veranstaltet. Der Kommerz steht auf Kosten von Weihnachten auch hier schon im Vordergrund!“

Der Weg unserer Weihnachtsmärkte muss wieder klar in Richtung heimische Tradition gehen. Ein Weihnachtsmarkt ist kein „Tschimbum-Trara-Markt“ und braucht keine lärmenden Riesenräder und auch keine anderen störenden Fahrgeschäfte. „Wenn diese Entwicklung nicht gestoppt wird, bleibt von Weihnachten nur noch ein beliebiges kommerzielles Fest ohne traditionelle Inhalte übrig. Das wollen wir Freiheitliche auf keinen Fall!“, so Hein abschließend.