Rückgang durch strengere Regeln ist erfreulich – Freiheitliche erneuern Forderung nach Soko Sozialbetrug
Der aktuelle Sozialhilfebericht für das zweite Quartal 2026 zeigt einen deutlichen Rückgang bei den Fallzahlen. Während im zweiten Quartal 2025 noch 2.317 Fälle verzeichnet wurden, waren es heuer 1.194. Auch die städtischen Ausgaben gingen im Jahresvergleich von rund 2,4 auf 2,25 Millionen Euro zurück. „Diese Entwicklung ist grundsätzlich erfreulich und zeigt, dass strengere gesetzliche Regeln Wirkung entfalten können. Sozialhilfe muss jenen Menschen helfen, die tatsächlich darauf angewiesen sind. Gleichzeitig muss sie so ausgestaltet sein, dass sich Arbeit immer lohnt und Missbrauch konsequent verhindert wird“, erklärt FPÖ-Sozialsprecher Gemeinderat Peter Stumptner.
Besonders auffällig ist für die Linzer Freiheitlichen die Zusammensetzung der Sozialhilfebezieher: Den aktuellen Zahlen zufolge stehen 905 österreichischen Staatsbürgern insgesamt 1.059 Nicht-Österreicher gegenüber – darunter 133 EU-Bürger, 185 Drittstaatsangehörige und 741 Flüchtlinge. Damit besitzen rund 54 Prozent der erfassten Personen keine österreichische Staatsbürgerschaft. „Wenn mehr als jeder zweite Sozialhilfebezieher kein Österreicher ist, müssen wir darüber sprechen, welchen Anteil Zuwanderung an der Belastung unseres Sozialsystems hat. Unser Sozialstaat wurde über Generationen aufgebaut und darf nicht zum zusätzlichen Anreiz für Zuwanderung in unsere sozialen Sicherungssysteme werden“, so Stumptner. Leistung, Eigenverantwortung und die langfristige Finanzierbarkeit der sozialen Systeme müssten im Mittelpunkt stehen.
Neben strengeren Zugangsvoraussetzungen fordert Stumptner erneut konsequentere Kontrollen gegen Sozialleistungsmissbrauch: „Wir Freiheitliche fordern seit Langem eine Soko Sozialbetrug für Linz, die Verdachtsfälle systematisch prüft und Behördeninformationen bündelt. Jeder zu Unrecht ausbezahlte Euro fehlt jenen, die unsere Unterstützung wirklich brauchen. Der deutliche Rückgang der Sozialhilfe zeigt, dass klare Regeln wirken. Der nächste Schritt muss sein, auch beim Missbrauch konsequent hinzusehen und durchzugreifen.“