FP-Malešević: Zuzug nach Linz bringt vor allem Armutszuwanderung

Mehrheit der Zugewanderten sind niedrig qualifizierte Hilfskräfte und keine Fachkräfte

Überrascht reagieren die Linzer Freiheitlichen auf die medialen Meldungen des Linzer Bürgermeisters zum heutigen Integrationsworkshop: „Es wäre viel seriöser gewesen, die heutige Tagung abzuwarten und erst danach konkrete Schlussfolgerungen zu ziehen. So möchte der Bürgermeister den Experten angeblich nicht vorgreifen, gleichzeitig wird der aktuelle Zustand aber bereits im Vorfeld gelobt und die bestehenden Probleme werden kleingeredet“, kritisiert FPÖ-Integrationssprecher Gemeinderat Željko Malešević die Äußerungen von Bürgermeister Dietmar Prammer.

Während Prammer in weiterer Zuwanderung vor allem Chancen sieht, ortet Malešević die klassische SPÖ-Realitätsverweigerung: „Es stimmt, dass unsere Leitbetriebe vielfach Fachkräfte benötigen. Es stimmt aber auch, dass diese Unternehmen die benötigten Fachkräfte inzwischen häufig selbst ins Land holen. Die Stadt kann hier selbstverständlich unterstützend tätig werden, etwa durch den Ausbau des städtischen Deutschkursangebots. Tatsache ist jedoch, dass nur ein kleiner Teil der Zugewanderten als Fachkräfte bezeichnet werden kann. Selbst formal gut ausgebildete Menschen aus dem EU-Ausland können sich ihre Ausbildung nur in wenigen Fällen anrechnen lassen und stehen so dem österreichischen Arbeitsmarkt als Fachkraft nicht zur Verfügung”, zeigt Malešević auf.

Speziell die massenhafte Armutsmigration belaste die heimischen Steuerzahler enorm. Wie das „Statistische Jahrbuch Migration“ zeigt, kommt bereits mehr als die Hälfte der Sozialhilfeempfänger aus dem Ausland. Auch arbeiten im Ausland geborene Personen deutlich öfter im Niedriglohnsektor als Österreicher und sind etwa doppelt so oft von Arbeitslosigkeit betroffen, wie Österreicher – unabhängig vom Bildungsstand. „Viele Migranten waren bereits in ihren Herkunftsländern armutsgefährdet und bleiben es auch hier. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie derzeit verlieren niedrig qualifizierte Arbeitskräfte meist als Erste ihren Arbeitsplatz und landen oft jahrelang im Sozialsystem auf Kosten der Steuerzahler“, warnt Malešević.

Malešević betont, dass in Linz und Österreich bereits mehr als genug niedrig qualifizierte Zuwanderer leben und daher eine Trendwende notwendig sei. Die Freiheitlichen setzen dabei auf drei Leitgedanken:

  1. Die Zuwanderung nach Linz unattraktiver machen, um die Stadt finanziell und infrastrukturell zu entlasten.
  2. In Abstimmung mit den Betrieben gezielt hochqualifizierte Arbeitskräfte nach Linz holen.
  3. Den Druck auf die Bundesregierung erhöhen, um arbeits- und integrationsunwillige Zuwanderer in ihre Herkunftsländer zurückzuführen.