FPÖ-Resolution fordert Bundesregierung auf, Finanzierung über 2028 hinaus sicherzustellen – Ärztemangel macht rasche Entscheidung notwendig
Der Linzer Gemeinderat hat in seiner gestrigen Sitzung eine Resolution der FPÖ zur langfristigen finanziellen Absicherung der Medizinischen Fakultät der Johannes Kepler Universität einstimmig angenommen. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, rechtzeitig eine ausreichende und rechtlich verbindliche Finanzierung über das Jahr 2028 hinaus sicherzustellen. Für den Linzer FPÖ-Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml ist der einstimmige Beschluss ein wichtiges Signal für den Gesundheitsstandort Linz: „Die Medizinische Fakultät ist eine Erfolgsgeschichte und ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesundheitsversorgung. Gerade angesichts des zunehmenden Ärztemangels müssen wir alles daransetzen, die Ausbildung zusätzlicher Mediziner langfristig abzusichern. Ich freue mich, dass sich der gesamte Linzer Gemeinderat unserer Forderung angeschlossen hat.“
Derzeit studieren rund 1.300 angehende Mediziner in Linz, jährlich schließen mehr als 300 Absolventen ihr Studium ab. Ein großer Teil davon beginnt anschließend seine ärztliche Ausbildung in Oberösterreich. Die bestehende Finanzierungsvereinbarung zwischen Bund und Land läuft allerdings mit Ende 2028 aus. Für die weitere Entwicklung der Fakultät werden ab 2029 zusätzliche 50 Millionen Euro benötigt. Zwar bekennt sich die Bundesregierung grundsätzlich zum Fortbestand der Medizinischen Fakultät, eine langfristige finanzielle Absicherung steht jedoch noch aus.
„Schon heute fehlen uns in Linz zahlreiche Kassenärzte. Die Menschen warten oft wochen- oder monatelang auf einen Facharzttermin. Umso wichtiger ist es, dass wir genügend Ärzte ausbilden und ihnen eine berufliche Zukunft in unserer Region ermöglichen. Die Medizinische Fakultät ist daher keine Frage des politischen Parteienstreits, sondern eine Investition in die Gesundheit der nächsten Generationen“, betont Raml.
Der Gesundheitsstadtrat sieht nun die Bundesregierung am Zug: „Ein Bekenntnis im Regierungsprogramm allein reicht nicht aus. Die Medizinische Fakultät braucht Planungssicherheit, damit Lehrstühle besetzt, Forschung betrieben und die jährlich 330 Studienplätze dauerhaft abgesichert werden können. Mit dem einstimmigen Beschluss haben alle Linzer Gemeinderatsparteien ein klares Zeichen nach Wien gesendet. Jetzt muss die Bundesregierung handeln und die Finanzierung rechtzeitig sicherstellen“, so Raml abschließend.