FPÖ-Gemeinderätin Martina Tichler: Langes Zittern um den Kinderbetreuungsplatz

Freiheitliche fordern vorteilhaftere Kommunikation mit Eltern

In Linz erfährt man erst drei Monate vor Antritt in die Krabbelstube oder in den Kindergarten, ob man überhaupt den gewünschten Betreuungsplatz bekommen hat. „In letzter Zeit haben sich viele junge Eltern an mich gewendet, da sie das lange Zittern verunsichert“, so die freiheitliche Gemeinderätin und zweifache Mutter, Martina Tichler. „Das stellt für viele Familien ein großes Problem dar, denn in der Regel ist das Eintrittsdatum in die Krabbelstube oder in den Kindergarten auch der erste Arbeitstag der Mütter. Während der Arbeitgeber wissen will, wie viele Stunden man wann arbeiten kann, ist der Platz für die Kinder in der Betreuung noch nicht mal fix.“
Leider erleben Linzer Familien immer wieder diese Situation, besonders in den stark wachsenden Stadtteilen. Die Wohnbauten werden des Öfteren vor Eröffnung der Kinderbetreuungsstätten bezogen und dadurch entsteht ein Engpass bei den naheliegenden Betreuungsplätzen. Die Eltern fühlen sich berechtigterweise verunsichert und müssen mitunter monatelang um den Platz für ihre Kinder bangen.

Anlässlich des kommenden Tags der Familie fordert Tichler: „Krabbelstuben und Kindergärten müssen zeitgleich mit den Wohnbauten eröffnet werden und nicht erst Monate später! Weiters fordern wir Freiheitliche auch, dass die Eltern künftig früher erfahren, ob der gewünschte Betreuungsplatz verfügbar ist! Der ständig wiederkehrende Engpass und das Verunsichern der Eltern muss ein Ende haben“.

Linzer Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml: Dringend mehr Nachwuchs bei Hebammen ermöglichen


Nachfrage nach Ausbildungsplätzen seit Jahren sehr hoch – stark beschränktes Angebot gefährdet Gesundheitsversorgung

Viele werdende Mütter in Linz und ganz Oberösterreich erlebten bereits, dass die Suche nach einer Hebamme teils sehr schwierig ist. Der stark fortschreitende Mangel an Geburtshelferinnen wirkt sich sowohl auf die sich aufopfernden Hebammen als auch auf die Betreuung von Schwangeren und Jungmüttern negativ aus. „Jährlich bewerben sich hunderte Frauen für einen Hebammen-Ausbildungsplatz an der oberösterreichischen Fachhochschule für Gesundheitsberufe. Es mangelt also nicht an potenziellen Nachwuchskräften. Die Problematik liegt offenbar an fehlenden Ausbildungsplätzen an der FH. Die kürzlich ergangene Jubelmeldung, dass im kommenden Wintersemester auf 35 Studienplätze für Erstsemestrige aufgestockt wird, ist leider nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wir brauchen dringend einen umfassenderen Ausbau der Hebammen-Ausbildungsplätze in Oberösterreich“, fordert der Linzer Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml.

Gesundheitsversorgung darf nicht gefährdet werden

Nicht nur der Mangel an Hebammen ist besorgniserregend, auch der Ärztemangel schreitet ungebrochen voran. „Die Linzer Gesundheitspolitik arbeitet bestmöglich gegen diese Entwicklung an. Erst Anfang des Jahres eröffnete ein neues Primärversorgungszentrum in unserer Stadt, das für viele Linzerinnen und Linzer ein gutes medizinisches Angebot bietet. Trotzdem ist die Ärztesituation prekär. Leider ist die Bundesregierung, insbesondere Gesundheitsminister Rauch bzw. seine beiden Vorgänger, nach wie vor säumig – trotz mehrerer Handlungsmöglichkeiten, welche ihnen bereits aus Linz vorgeschlagen wurden“, zeigt Raml auf und ergänzt abschließend: „Während wir zu Maßnahmen gegen den Ärztemangel weitgehend vom Bund abhängig sind, fällt die Bekämpfung des Mangels an Hebammen-Ausbildungsplätzen an der FH in die Kompetenz des Landes. Fest steht jedenfalls: Mehr Ausbildungsplätze für Ärzte und auch für Hebammen sind längst überfällig, um unser Gesundheitssystem aufrechterhalten zu können!“

Krendl: Frauen endlich wirklich gleichstellen

FPÖ-Gemeinderätin Martina Krendl: Wir brauchen soziale Sicherheit für unsere Frauen. Deshalb müssen Karenz und Kinderbetreuungszeiten in Österreich endlich voll angerechnet werden. Nur das sorgt für Fairness und nachhaltige Verbesserungen. Neu erdachte Modelle wie die „Familienarbeitszeit“ gehen am wahren Sinn der Sache leider weit vorbei.“

„Karenz und Kinderbetreuungszeiten müssen in Österreich endlich voll angerechnet werden. Nur so kann unseren Frauen und Familien wirklich geholfen und eine tatsächliche Gleichstellung erzielt werden. Damit würde auch die Pensionsschere zwischen Männern und Frauen, die hauptsächlich auf das Fehlen von Beitragsjahren aufgrund der Kindererziehung zurückgeht, geschlossen und soziale Sicherheit für Frauen geschaffen“, fordert die freiheitliche Linzer Gemeinderätin und zweifache Mutter Martina Krendl. Dem aktuellen Vorschlag von ÖGB und AK zur „Familienarbeitszeit“, bei welcher Mütter und Väter gemeinsam ihre Arbeitszeit verkürzen sollen, kann Krendl wenig abgewinnen: „Das Modell zur ´Familienarbeitszeit´ ist kontraproduktiv. Es wird den eigentlichen Sinn – nämlich höhere Pensionszahlungen für Frauen – nicht erfüllen können, sondern lediglich die Gesamtpension eines Paares senken. Da helfen auch monatliche Bonuszahlungen nicht. Einzig fair und hilfreich ist es, Karenz und Kinderbetreuungszeiten vollständig anzurechnen.“ 

Soziale Sicherheit für Frauen sicherstellen statt linker Randgruppen-Politik

Während die rot-grüne Politik behauptet, die Position der Frauen in unserer Gesellschaft stärken zu wollen, profitieren von ihrer fragwürdigen ´Frauen-Politik´ lediglich linke Randgruppen. „Vom ´Binnen-I´ oder ´Gender-Sternchen´ profitiert keine Frau in Österreich. Wir brauchen Verbesserungen, die die tatsächliche Lebenswelt unserer Frauen betrifft. Deshalb müssen Karenz- und Kinderbetreuungszeiten voll angerechnet werden und auch endlich gleicher Lohn für die gleiche Arbeit garantiert sein. Diese Maßnahmen sorgen für mehr soziale Sicherheit von Frauen und Müttern in Österreich. Davon können sie nachhaltig und merklich profitieren“, unterstreicht die Freiheitliche abschließend.