FP-Danner/Klitsch: Hochhaus darf gewachsenes Ortsbild der Neuen Heimat nicht zerstören

FPÖ fordert bei geplantem Hochhaus „Im Haidgattern“ mehr Rücksicht auf bestehende Siedlungsstruktur und Anrainer

Mit deutlicher Skepsis reagieren der freiheitliche Planungssprecher Gemeinderat Manuel Danner und die Ortsparteiobfrau der FPÖ Neue Heimat, Gemeinderätin Ute Klitsch, auf die Pläne für ein neues Hochhaus „Im Haidgattern“. Der geplante Turm würde aus Sicht der beiden Freiheitlichen einen massiven Eingriff in das bislang weitgehend homogene Ortsbild der Neuen Heimat darstellen. Auch Anrainer äußern bereits Bedenken hinsichtlich des Ortsbildes, zusätzlicher Verschattung und einer möglichen Verkehrszunahme.

„Die Neue Heimat ist über Jahrzehnte gewachsen und weist in weiten Teilen eine klare und einheitliche Siedlungsstruktur auf. Ein Hochhaus dieser Dimension würde hier wie ein Fremdkörper wirken. Stadtentwicklung darf nicht bedeuten, dass man ohne Rücksicht auf die gewachsene Umgebung überall Türme in bestehende Wohngebiete stellt. Architektur muss sich auch daran messen lassen, ob sie zu ihrem Umfeld passt“, betont Danner.

Dass neue Hochhäuser in Linz anhand eines Kriterienkatalogs geprüft werden, sei grundsätzlich sinnvoll. Das allein könne aber noch keine ausreichende Begründung für die Realisierung eines Projekts sein. „Eine Hochhaus-Checkliste darf nicht zum Freibrief für jedes Bauvorhaben werden. Selbst wenn ein Projekt die formalen Kriterien erfüllt, muss am Ende immer noch die entscheidende Frage gestellt werden: Passt dieses Gebäude tatsächlich an diesen Standort? Aus unserer Sicht muss der Schutz eines gewachsenen Ortsbildes dabei einen wesentlich höheren Stellenwert haben“, so der freiheitliche Planungssprecher.

Auch Klitsch verweist auf die Sorgen der Bevölkerung vor Ort: „Die Neue Heimat ist kein Experimentierfeld für immer höhere Gebäude. Die Menschen leben gerne hier, weil unser Stadtteil einen eigenen Charakter und eine über Jahrzehnte gewachsene Struktur besitzt. Genau diese Identität dürfen wir nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. Wenn die Anrainer vor Verschattung, zusätzlichem Verkehr und einer massiven Veränderung ihres unmittelbaren Wohnumfeldes warnen, dann müssen diese Bedenken ernst genommen werden.“

Danner und Klitsch fordern daher eine besonders kritische Prüfung des Projekts und eine stärkere Berücksichtigung des bestehenden Ortsbildes. „Verdichtung kann in einer wachsenden Stadt notwendig sein, aber sie braucht Augenmaß. Nicht alles, was planerisch oder rechtlich möglich ist, ist deshalb automatisch städtebaulich sinnvoll. Die Neue Heimat soll sich weiterentwickeln können, ohne dabei ihren gewachsenen Charakter zu verlieren“, halten Danner und Klitsch abschließend fest.