FP-Stadtrat Raml fordert kulturpolitischen Neustart

Linzer Freiheitliche wollen finanzielle, aber auch inhaltliche Gesamtevaluierung der Linzer Kulturpolitik

„Transparenz und gesellschaftlicher Nutzen der Kulturangebote sind umgehend in den Mittelpunkt der städtischen Kulturpolitik zu stellen“, fordert der Linzer FP-Stadtrat Dr. Michael Raml eine kulturpolitische Diskussion, die über die Ereignisse im Brucknerhaus hinausgeht: „Linz befindet sich in einer Kulturkrise, die wir als Chance für einen Neustart nutzen müssen. Ich fordere umgehend eine finanzielle, aber auch inhaltliche Gesamtevaluierung der Linzer Kulturpolitik ein.“ Die Diskussion um den Vorzeigekulturbetrieb Brucknerhaus ist Anlass für einen kulturpolitischen Schwerpunkt der Linzer FPÖ, der gesellschaftlichen Nutzen und identitätsstiftenden Bedeutung in den Fokus der städtischen Kulturlandschaft zurückbringen werde.

„Ich will, dass die Kultur und die Kunst bei den Bürgern ankommen. Bewusst und oft auch unbewusst kann und soll uns Kultur als Gesellschaft beflügeln und zusammenhalten. Kulturpolitik und öffentlich subventionierter Kulturbetrieb sind keine Alimentation für abgehobenen Eliten, sie sind wichtige staatspolitische Werkzeuge, die den Steuerzahlern sehr viel Geld kosten und deshalb transparent, sinnstiftend und ergebnisorientiert eingesetzt werden müssen“, betont Raml.

Raml unterstreicht weiter, dass eine umfassende Evaluierung nicht nur die finanziellen Aspekte, sondern auch die inhaltliche Ausrichtung der Kulturpolitik in Linz berücksichtigen müsse. Es gehe darum, sicherzustellen, dass die kulturellen Initiativen und Institutionen der Stadt ihren Beitrag zur Förderung des sozialen Zusammenhalts und zur Stärkung der städtischen Identität leisten. „Kulturpolitik muss die Bürger einbinden und ihre Bedürfnisse und Interessen widerspiegeln. Nur so kann sie ihren vollen gesellschaftlichen Nutzen entfalten. Die Linzer FPÖ wird in den kommenden Wochen Vorschläge erarbeiten, wie die Kulturpolitik der Stadt Linz in all seiner Breite sowohl transparent als auch ergebnisorientiert gestaltet wird“, so Raml abschließend.

Linzer Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml: Linzer dürfen nicht für die Überforderung in den Landeskrankenhäusern büßen!

Gesundheitsstadtrat wird im Herbst völlig neues Modell zur Entlastung der Notfallambulanzen präsentieren

Besorgt zeigt sich der Linzer Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml angesichts der Entwicklungen in den Landeskrankenhäusern Steyr und Freistadt, die Auswirkungen auf die Linzer Gesundheitsversorgung haben. Aus Steyr werden wegen Personalmangel derzeit pneumologische Patienten, die absehbar über Nacht bleiben müssen, direkt von der Notfallaufnahme ins KUK nach Linz verlegt. Auch in Freistadt gibt es so massive Engpässe auf der Onkologie und der Gynäkologie, dass es naheliegend ist, dass der Weg der Patienten direkt über die S10 ins KUK führen wird. „Die Linzer dürfen nicht für die Überforderung in den Landeskrankenhäusern büßen! Bereits jetzt sind im Universitätsklinikum über 10% der Betten aus Personalmangel gesperrt.“ so der Gesundheitsstadtrat. „Ich habe natürlich Verständnis dafür, dass Patienten in allen Regionen unseres Bundeslandes selbstverständlich betreut werden müssen. Die Verlegung von Patienten nach Linz kann aber – ausgenommen wie bisher schwere oder spezielle Fälle – keine Dauerlösung sein!“

Ein Hauptgrund für die überforderten Spitäler und insbesondere für die überfüllten Spitalsambulanzen liegt laut Raml in der Versorgungslücke im niedergelassenen Bereich: „Die Spitäler übernehmen immer mehr die Aufgaben des niedergelassenen Bereichs, weil Patienten in vielen Ordinationen schlichtweg nicht mehr aufgenommen werden. Das hat zur Folge, dass sie in Notfallambulanzen ausweichen, die dadurch heillos überfüllt sind. In Steyr hat das bereits zur Überlastungsanzeige geführt, in Freistadt ersetzt überhaupt die Spitalsambulanz den nicht mehr vorhandenen Frauenarzt mit Kassenvertrag. Viele Patienten klagen bereits, dass die Sozialversicherungen ihrer Aufgabe immer weniger nachkommen würden.“

„Ich bezweifle leider, dass die ÖGK trotz jahrelanger Warnungen und Beschwerden jetzt plötzlich umdenkt und die erforderlichen Kassenstellen schafft und besetzt. Wir müssen daher in der Gesundheitsversorgung neue Wege abseits der althergebrachten und eingefahrenen Strukturen einschlagen. Ich arbeite derzeit mit Experten aus dem Gesundheitswesen an einem völlig neuen Vorschlag, wie die Notfallambulanzen der Spitäler wirksam entlastet werden können. Ich werde im Herbst einen innovativen Plan präsentieren“, kündigt der Linzer Gesundheitsstadtrat Raml abschließend an.