Hein: Erster Schritt zum autofreien Hauptplatz ist bereits umgesetzt

Die Rathausgasse ist ab sofort eine Fußgängerzone – Aufatmen für lokale Wirtschaft

„Die enge Linzer Rathausgasse ist seit gestern 9:30 Uhr eine Fußgängerzone. Das ist auch der erste Schritt zum autofreien Linzer Hauptplatz“, erklärt der für den Verkehr zuständige Vizebürgermeister Markus Hein: „Jeder kannte die Situation. Stoßstange an Stoßstange reihten sich die Autos in der Rathausgasse. Für Anrainer, Fußgänger und Radfahrer war diese Situation nahezu unerträglich. Mit der neuen Fußgängerzone legt die Stadt Linz auch ein klares Bekenntnis zur Förderung der sanften Mobilität ab.“

Der nächste Schritt ist das Durchfahrtsverbot in der Klosterstraße. Dieses soll, wenn es nach Vizebürgermeister Hein geht, am 15. Juli umgesetzt werden. Das Durchfahrtsverbot wird so verordnet, dass es mit der lokalen Wirtschaft verträglich sein wird. Somit profitiert nicht nur der Hauptplatz direkt davon, sondern auch die Klosterstraße selbst. Hein verspricht: „Wir werden uns die Auswirkungen genau ansehen. Ich habe stets gesagt, wenn die Sperre nicht klappt, d. h. wenn es zu erheblichen Stauungen kommt, wird der Test in der Klosterstraße auch wieder abgebrochen. Ich bin aber zuversichtlich, dass der Testbetrieb diesen Sommer, in dem viele Menschen noch auf Kurzarbeit sind, funktionieren wird.“

„Es ist uns bewusst, dass es sicher einige Tage dauert, bis sich alle motorisierten Verkehrsteilnehmer an die neuen Gegebenheiten angepasst haben werden. Viele fahren natürlich aus alter Gewohnheit noch durch die Rathausgasse. Wir sind auch mit dem Linzer Stadtpolizeikommando in Kontakt, um sicherzustellen, dass die Fußgängerzone auch eingehalten wird. In dieser Woche sollten aber die Verkehrsteilnehmer darauf aufmerksam gemacht und nicht gleich abgestraft werden“, erklärt Hein abschließend.

Hein konkretisiert Pläne zum grünen und autofreien Hauptplatz

Die Metamorphose von einer Hitzeinsel zum grünen Freizeitraum in drei Schritten

In drei Schritten könnte die Metamorphose des Linzer Hauptplatzes von einer Hitzeinsel zu einem grünen und autofreien Freizeitraum vollzogen werden. Bereits vor Ferienbeginn soll der erste Schritt durch Planungsreferent Vizebürgermeister Markus Hein umgesetzt werden: „Im ersten Schritt wird die Rathausgasse zur Fußgängerzone. Damit ist sichergestellt, dass der Durchzugsverkehr im nördlichen Teil unterbunden wird. Die entsprechende Verordnung ist bereits in Auftrag gegeben!“

Hein kann sich auch vorstellen, dass diesen Sommer bereits der zweite Schritt in Angriff genommen wird. Das würde die Klosterstraße betreffen, die ebenfalls für den Durchzugsverkehr zu sperren wäre: „Wir müssen natürlich vorab die Verkehrssituation genau beobachten, wie sich diese in der COVID-19-Krise entwickelt. Niemandem wäre geholfen, wenn wir zwar einen autofreien Hauptplatz hätten, aber der Verkehr rundherum zum Erliegen kommt. Ich bin aber sehr optimistisch, dass es funktionieren kann. Probieren sollten wir es zumindest!“

Im dritten Schritt wären die lang ersehnten Begrünungsmaßnahmen, die den Hauptplatz attraktiver erscheinen lassen sollen, umzusetzen. Dafür liegt bereits eine Potentialanalyse vor, die Hein durch die Stadtplanung erstellen hat lassen. Diese soll für eine Detailplanung als Grundlage dienen. „Am Hauptplatz gibt es ein paar Einschränkungen, die zu berücksichtigen sind. Es ist nämlich nicht überall möglich, Bäume zu pflanzen. Im westlichen Teil ragt die Tiefgarage in den Hauptplatz und im östlichen Teil befindet sich eine Bunkeranlage darunter. Es sollen auch nach der Umgestaltung Großveranstaltungen möglich sein.“, erklärt Hein abschließend.

Hein: Rathausgasse könnte bereits über Sommermonate Fußgängerzone werden

Fußgängerzone in Pfarrgasse war erster Mosaikstein für mehr städtische Lebensqualität

Mit einem neuen Vorhaben lässt der Linzer Vizebürgermeister Markus Hein jetzt aufhorchen. Er könne sich gut vorstellen, dass die Rathausgasse in Linz über die Sommermonate zu einer Fußgängerzone wird. Die Verkehrszahlen in den Sommermonaten würden dies sicher zulassen, ist Hein überzeugt: „Wegen des geringeren Verkehrs im Sommer wäre dies mit der späteren Situation, wenn alle Donaubrücken fertig sind, vergleichbar. Wir können die Zeit nun dazu nutzen, dies auch im Echtbetrieb zu testen und den Verkehr auf die Hauptverkehrsachsen zu bündeln. Dazu muss natürlich auch die Einbahnregelung in der Neutorgasse umgedreht werden!“, kündigt Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein an.

„Linz errichtet in den nächsten Jahren vier neue Donaubrücken. Jede dieser Brücken wird ihren Beitrag dazu leisten, die Straßen im Bereich um den Hauptplatz und der Donauländen zu entlasten“, erklärt Hein: „Spätestens nach Freigabe der vierten Donaubrücke (A26) werden wir ohnehin verkehrsberuhigende Maßnahmen im Bereich des Linzer Hauptplatzes setzen, um den Durchzugsverkehr aus der inneren Stadt – die größtenteils nur schmale Gassen aufzuweisen hat – zu verbannen. Die Rathausgasse könnte, nach Umsetzung der Fußgängerzone Pfarrgasse, der erste spürbare Schritt Richtung autofreier Innenstadt und Hauptplatz sein!“

Dass eine autofreie Innenstadt die Lebensqualität erhöht, hat auch die noch sehr junge Fußgängerzone in der Pfarrgasse in ihrem ersten Jahr gezeigt. Statt Autos, die Stoßstange an Stoßstange parkten und das Leben der Anrainer erschwerten, dominierten in diesem Sommer schattige Schanigärten der ortansässigen Gastronomie, die auch zu einem längeren Verweilen einluden. „Ich bin davon überzeugt, dass die Linzer Altstadt und die Innenstadt rund um das Alte Rathaus mehr Potential hätten, wenn nicht der Durchzugsverkehr und parkende Autos überwiegen würden. Graz zeigt es vor, wie es funktionieren könnte!“, so Hein abschließend.