Gesundheitsstadtrat Raml zu Chaos bei Impfstoff-Verteilung

Oberösterreich bei ausgelieferten Impfdosen Schlusslicht – Landeshauptmann und Gesundheitsreferentin müssen tätig werden

Oberösterreich kann bei der Verteilung von Corona-Impfstoffen nicht auf einen „Heimat-Bonus“ durch Gesundheitsminister Anschober zählen. Ganz im Gegenteil: „Oberösterreich ist bei der Verteilung der Impfstoffe klares Schlusslicht. Für gerade einmal etwa 0,7% der Oberösterreicher ist aktuell Impfstoff vorhanden. In Vorarlberg sind es zum Beispiel mehr als dreimal so viel. Wie so oft, lässt uns Minister Anschober im Stich“, zeigt der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml auf und informiert: „Bereits bei der ersten Verteilung der Impfstoffe Anfang Jänner hat sich dieser Negativtrend abgezeichnet. Von den damals 8360 österreichweit verfügbaren Dosen gingen gerade einmal 460, also nur rund 5% der Gesamtmenge, nach Oberösterreich. Wien und Niederösterreich bekamen jeweils fünfmal(!) so viel. Hier erwarte ich mir von Landeshauptmann Stelzer und Gesundheitsreferentin Haberlander, dass sie rasch tätig werden. Diese ungerechte Verteilung ist gerade in Zeiten der Knappheit besonders prekär. Ein nachvollziehbarer und fairer Verteilungsschlüssel ist unabdingbar.“

Chaos bei Anmeldung, kaum Impfstoff verfügbar. „Es ist ernüchternd, wenn man als vernünftiger Politiker zuerst den Freiheitsgedanken gegen eine Impfpflicht verteidigen muss und gleichzeitig für ausreichend Impfstoff für die Impfwilligen kämpfen muss“  

„Die Bundesregierung will den Eindruck vermitteln, dass die Corona-Impfung voll im Gange ist. Ihre chaotische Vorgehensweise verhindert jedoch eine sinnvolle Abwicklung der Impfung für die über 80-Jährigen. Vor allem die Senioren in Oberösterreich sind davon betroffen“, zeigt der Gesundheitsstadtrat das neuerliche Versagen der Bundesregierung auf. „Auch bei den über 80-Jährigen darf es keinen Zwang zur Impfung geben und die freiwillige Entscheidung muss immer gewahrt bleiben. Dennoch muss für jene, die sich für die Impfung entscheiden, ausreichend Impfstoff vorhanden sein. Mit dem aus Wien für Oberösterreich zur Verfügung gestellten Impfstoff ist es aber bei weitem nicht einmal möglich, die impfwilligen Senioren zu immunisieren. Nach dem völligen Chaos und stundenlangen Wartezeiten bei der Anmeldung wurden landesweit etwa 14.400 Impftermine vergeben. Weitere 21.000(!) Senioren stehen auf einer Warteliste. Wie lange, das ist unklar. Es sollen erst weitere Termine vergeben werden, wenn neue Impfdosen zur Verfügung stehen, erklärt dazu der oö. Impfkoordinator.“

„Die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher haben Fairness verdient und sollen die von ihnen gewünschte Impfung zur Verfügung gestellt bekommen. Ich werde mich gleichzeitig aber vom Gedanken der bürgerlichen Freiheit und meinem Glauben an mündige Bürger nicht abbringen lassen“, so der Linzer Gesundheitsstadtrat. „Ich bin in meiner Funktion politisch für das Gesundheitssystem der Landeshauptstadt Linz verantwortlich, als Politiker generell aber auch für die Gesundheit des gesellschaftlichen Gefüges und des sozialen Friedens. Ich weigere mich deshalb eine Debatte, wie jene über eine Impfpflicht, zu führen, solange überhaupt nicht feststeht, ob es genügend Impfdosen für die vulnerabelsten Gruppen gibt. Derzeit dienen Gedankenspiele zur Einführung einer Impfpflicht ausschließlich dazu, die Bevölkerung zu verängstigen und gegeneinander aufzubringen“, so Raml weiter.

„Ich habe als Gesundheitsstadtrat gemeinsam mit dem Bürgermeister jedenfalls bereits für die notwendige Infrastruktur und das Personal vorgesorgt.“

Aus derzeitiger Sicht können etwa 2.000 Linzerinnen und Linzer über 80 Jahre bis Ende Jänner geimpft werden. „Die Abhängigkeit von der Lieferung der notwendigen Impfdosen sowie die schwierige Logistik stellt uns als Gesundheitsbehörde vor eine wesentlich schwierigere Aufgabe als bei sonstigen Impfaktionen wie beispielsweise der Grippe-Impfung. Aufgrund der begrenzten Impfdosen können leider nicht alle impfwilligen Linzerinnen und Linzer über 80 Jahren bis Ende Jänner geimpft werden. Landeshauptmann Stelzer und Gesundheitsreferentin Haberlander haben dringenden Aufholbedarf.“

Klitsch: Verdrehte Kostenrechnung bei den Linzer Museen?

„Würden auch private Unternehmen Steuergeld-Subventionen in Millionenhöhe bekommen, gäbe es keine Insolvenzen mehr.“

„Erst im Sommer 2020 bekamen die Linzer Museen eine städtische Subvention in Höhe von drei Millionen Euro – bezahlt vom Steuerzahler. In den Jahren zuvor – also vor der Corona-Krise – kamen die drei Millionen als ´Spende´ von Seiten der Linz AG. Dieses Mal musste die Stadt einspringen. Erst am Montag hat eine rot-schwarz-grüne Initiative weitere 330.000€ Steuergeld für die Museen auf den Weg gebracht. Und heute verkünden die Linzer Museen in den Medien: Sie kommen ´aus eigener Kraft´ durch die Corona-Krise. Diese Rechnung geht wahrlich nicht auf“, zeigt die freiheitliche Linzer Gemeinderätin Ute Klitsch auf. „Nur die städtischen Subventionen haben das Überleben gesichert. Die ´eigene Kraft´ hatte damit wenig zu tun. Ein sehr fragwürdiges und unfaires Verständnis, welches bei den Linzer Unternehmen vorherrscht. Würde es auch für private Unternehmen gelten, dass sie in schwierigen Zeiten Millionen an Steuergeld zugeschossen bekommen, gäbe es keine Insolvenzen mehr. Wenn der Steuerzahler einspringen muss, kommt man eben leichter aus einer Krise“, findet die freiheitliche Gemeinderätin klare Worte und ergänzt: „Im Jahresprogramm 2021 der Linzer Museen ist vorgesehen, dass sie sich Themen wie der ´Feministischen Avantgarde´ widmen und auf ´die Kraft sozialistischer Stadtarchitektur´ setzen. Würden sie nicht absolute Randthemen, sondern volksnahe Kunst anbieten, könnten auch mehr Besucher angelockt und tatsächlich mehr ´aus eigener Kraft´ heraus geschafft werden.“

Natürlich leiden Kunst und Kultur unter dem Lockdown. Genauso wie Unternehmen und Gastronomie-Betriebe. „Die wirksamste Hilfe für alle Betroffenen wäre, wenn sie endlich wieder ihre Tore öffnen und ihr Personal arbeiten lassen könnten. Die aktuelle Lage verursacht nicht nur Kosten in ungeahnter Höhe, sondern auch viel persönliches Leid. Menschen werden mittlerweile zu Verzweiflungstaten gezwungen, um irgendwie zu überleben“, sagt Gemeinderätin Klitsch und zeigt auf: „Es muss sich schnell etwas ändern! So kann es nicht weitergehen. Ansonsten werden die Linzer ein Ende des Lockdowns wohl kaum spüren können: Es werden nämlich bald keine Betriebe mehr da sein, die wieder aufmachen könnten.“

Hein: 330.000 Euro für Museen – aber für notleidende Linzer nichts übrig

Menschen sind in diesen schweren Zeiten auf Hilfe angewiesen – SPÖ, ÖVP und Grüne bringen stattdessen Finanzhilfe für Museen auf den Weg

„Einfach unfassbar und unfair. Tausende Menschen in unserer Heimatstadt müssen wegen den Corona-Einschränkungen gravierende finanzielle Einschnitte hinnehmen. Viele haben ihren Arbeitsplatz verloren. Andere versuchen mit Kurzarbeit und viel weniger Einkommen ihren Alltag und ihr Familienleben zu stemmen. Was macht die Stadt Linz währenddessen? Sie bringt mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP und Grünen eine Subvention über 330.000€ an die Linzer Museen auf den Weg. So beschlossen – ohne FP-Zustimmung – in der gestrigen Sitzung des Linzer Finanzausschusses“, ist der freiheitliche Linzer Vizebürgermeister Markus Hein über diesen Schlag ins Gesicht aller Linzer empört. „Dieses Geld würden viele Linzerinnen und Linzer in diesen schweren Zeiten dringender benötigen. Viele wissen nicht, wie sie die Miete für ihre Wohnung oder das Essen für ihre Kinder bezahlen sollen – anstatt ihnen zu helfen, geben rot, schwarz und grün das Geld lieber dem ewigen Minusgeschäft, den Linzer Museen. Das ist einfach unglaublich und absolut unfair“, unterstreicht Hein und gibt zu bedenken: „Aufgrund der viel zu hohen Hürden wurden vom städtischen Corona-Hilfsfonds – der eine Million Euro umfasst – erst 3.000 Euro an notleidende Linzer ausbezahlt. Bei den Linzer Museen spielt Geld für SPÖ, ÖVP und Grüne keine Rolle. Dafür ist scheinbar genug da. Mit Fairness hat das nichts zu tun.“

Alleine 110.000 Euro sollen dem Budget zum weiteren Kunstankauf zugeschossen werden, welches sich damit verdoppeln würde. Der Antrag des Ausschusses wird in der kommenden Gemeinderatssitzung behandelt. „Die Linzer brauchen in diesen Krisenzeiten Unterstützung. Was sie nicht brauchen, sind sündteure neue Kunstwerke in den Museen. Ich stehe auf der Seite der Linzer, die sich so etwas nicht bieten lassen. Wir Freiheitliche lehnen diese rot-schwarz-grüne Initiative gegen die Menschen entschieden ab“, stellt Vizebürgermeister Hein klar und erinnert: „Die Linzer Museen sind jährlich auf einen Zuschuss von 3 Millionen(!) Euro angewiesen, um nicht tiefrote Zahlen schreiben zu müssen. Sie verschlingen einen massiven Anteil an Steuergeld, ohne selbst nennenswerte Einnahmen zu lukrieren – und das auch schon vor der Corona-Krise. Das kann sich die Stadt auf Dauer nicht leisten und sollte schon gar nicht mehr und mehr Geld hineinpumpen. Bereits letztes Jahr habe ich eine nachhaltige und wirtschaftliche Optimierung des Lentos vorgeschlagen: Ein Casino – nach dem Motto: Kunst und Spiele – an diesem attraktiven Standort bietet sich an und würde schwarze Zahlen garantieren. Das wäre eine echte Entlastung unserer finanziell angeschlagenen Heimatstadt“, schließt der Freiheitliche.

Hein: Endlich Kurswechsel bei Corona-Maßnahmen einleiten statt Trotzreaktion

Freiheitliche stehen auf der Seite der Bürger

„Es ist an der Zeit, eine Zwischenbilanz zu den bisherigen COVID19-Maßnahmen der Bundesregierung zu ziehen. Weder die bisherigen Lockdowns noch die Massentests waren in Österreich wirklich erfolgreich. Jetzt beide Maßnahmen als Alternative zueinander darzustellen, ist kein kreativer Ansatz. Gleiches gilt auch für eine Verknüpfung wirkungsloser Maßnahmen“, ärgert sich der Linzer Vizebürgermeister und führt dazu aus: „Ein einmaliges ‚Freitesten‘ wird mit Sicherheit keinen Lockdown verhindern. Das wissen wir bereits aus der Slowakei. Trotzdem wollte die türkis/grüne Bundesregierung nur Menschen aus dem Lockdown entlassen, wenn sie sich zuvor ‚freitesten‘. Verfassungsexperten sahen darin erhebliche rechtliche Probleme. Die Gründe, warum bereits viele Menschen deswegen schon in unserer Heimatstadt Linz auf die Straßen gehen, liegen somit offen. Sie wollen ihrem Unmut über die nicht nachvollziehbaren Maßnahmen der Bundesregierung Ausdruck verleihen.“

Auch alle Oppositionsparteien sehen die Grundrechte der Österreicher in Gefahr. Sie kündigten daher geschlossen gegen das „Freitest-Gesetz“ Widerstand im Bundesrat an. „Als Trotzreaktion, weil er allem Anschein nach mit seinem Vorhaben gescheitert ist, will nun Bundeskanzler Kurz den Lockdown verlängern. Das ist nicht nachvollziehbar, das ist unfair und entbehrt jeglicher Sachlichkeit und Logik. Die Bundesregierung verfolgt anscheinend mit ihrer Politik das Ziel, die Bevölkerung in brave und böse Bürger zu spalten. Für den Bundeskanzler sind die Schuldigen auch rasch gefunden. Nämlich all jene, die nicht nach dem Motto leben wollen: Hände falten, Goschen halten.“
 
Dabei gäbe es durchaus Wege, die gelinder wären und die durch die Verfassung garantierten Freiheitsrechte nicht so stark einschränken. Beispielsweise punktuelle Maßnahmen, die Risikogruppen schützen und nicht das gesamte System laufend nieder- und hochfahren. Das vernichtet nur Arbeitsplätze und die Wirtschaft. Die exorbitante Rechnung für diesen erfolglosen türkis/grünen Kurs werden natürlich die Steuerzahler übernehmen müssen. „Ich fordere daher, nur das, was auch von vielen Experten empfohlen wird: Eine grundlegende Änderung der Corona-Strategie. Leider hat sich die türkis/grüne Bundesregierung gegen diese Veränderungswünsche bisher taubgestellt und bleibt stur auf dem erfolglosen Weg. Nur die Freiheitlichen nehmen die Ängste und Sorgen der Menschen wirklich ernst – wir stehen auf der Seite der Bürger.“

Hein zu Demo am Linzer Hauptplatz gegen die überzogenen Corona-Maßnahmen der Bundesregierung: Rascher Kurswechsel ist gefordert

Bundesregierung muss Sorgen und Ängste der Menschen ernst nehmen

Der Unmut in der Bevölkerung wird immer stärker und spürbarer. Die Menschen erheben sich gegen die immer abgehobenere Regierung und gehen auf die Straße. Sie lassen sich die durch die Verfassung garantierten Rechte von Kurz & Co nicht einfach nehmen. „Das haben sich die Türkisen und Grünen sicher leichter vorgestellt. Aber ohne Einbindung der Menschen funktioniert das nicht. Sie dann einfach als Verschwörungstheoretiker oder Aluhut-Träger abzutun ist ein gefährlicher und gesellschaftsspaltender Weg. Das ist unfair den Menschen gegenüber“, mahnt der freiheitliche Linzer Vizebürgermeister Markus Hein. „Die Bundesregierung muss endlich ihren Kurs ändern und die Sorgen und Ängste der Menschen ernst nehmen. Ansonsten ist davon auszugehen, dass diese Demonstrationen, nicht nur in unserer Heimatstadt, mehr werden. Im Kampf um durch die Verfassung garantierte Rechte steht die Linzer FPÖ jedenfalls auf der Seite der Bürger, die diese bedroht sehen. Es wird Zeit, dass die Regierung einen raschen demokratischen Kurswechsel einschlägt, auf die Menschen zugeht und Maßnahmen ergreift, die nachvollziehbar und verfassungskonform sind. Dann werden sich die Leute auch daran halten. Nur so kann die Politik das verspielte Vertrauen der Bevölkerung zurückgewinnen“, stellt Hein klar.

Hein: Schwarz-Grüner Verbotsmarathon wird immer skurriler

Silvesterausgangs- und Feuerwerkverbot nicht mehr nachvollziehbar

Fast das ganze Jahr 2020 war Covid19 das bestimmende Thema. Österreich scheint in einem Wechselspiel aus Lockdown, Verboten und Überwachung gefangen. „Obwohl die Wirkung der bisherigen Covid19-Maßnahmen nur bescheiden gewesen ist, fallen jetzt auch unsere Silvesterfeiern dem mittlerweile dritten Lockdown zum Opfer. Statt endlich die konkreten Risikogruppen zu schützen, verfolgt die Regierung nach wie vor die Strategie von Massentests und generellen Ausgangsbeschränkungen“, erklärt der freiheitliche Vizebürgermeister Markus Hein und fragt sich: „Wie lange setzt die Regierung ihren Verbotsmarathon noch fort?“

Im Advent und in der Weihnachtszeit aber auch zum Jahreswechsel schöpft man üblicherweise im Kreis von Familie und Freunden die Kraft für einen erfolgreichen Start ins neue Jahr. „Das Jahr 2020 war mit seinen menschlichen, politischen und wirtschaftlichen Tiefpunkten für viele eine besondere Herausforderung. Jetzt auch noch den Jahresabschluss alleine verbringen zu müssen, ist eine Zumutung. Ich möchte die negativen Folgen einer Covid19-Ansteckung mit schwerem Verlauf nicht kleinreden. Trotz alldem ist es aber völlig unverhältnismäßig und auch unfair, wie hier mit uns allen umgegangen wird. Es ist zudem illusorisch zu glauben, dass sich gerade jüngere Menschen noch länger einsperren lassen.“

„Besonders skurril ist die aus Landesregierungskreisen kolportierte Forderung nach einem Feuerwerksverbot in Oberösterreich. Es ist schon sehr weit hergeholt, einen Zusammenhang zwischen einer angeblichen Gefährdung durch Silvesterfeuerwerke, der Belegung in Spitälern und Covid19 herzustellen. Man kann gut und gerne über den Sinn und Unsinn von Feuerwerken diskutieren, aber doch bitte nicht ernsthaft im Zusammenhang mit der Covid19-Prävention“, so Hein abschließend.

Hein: Schon wieder Großes versprochen – nichts gehalten

Kein Weihnachts-Präsent des Bundeskanzlers unter den Christbäumen unserer Senioren

Wieder einmal geht ein vollmundiges Versprechen von Bundeskanzler Kurz nach hinten los. „Anfang Dezember hat der Bundeskanzler gratis FFP2-Masken für alle Personen über 65 Jahren versprochen. Noch vor Weihnachten sollen diese zur Verfügung stehen. Bis dato warten die Senioren in unserer Heimatstadt aber immer noch auf die Masken. Sieht so aus, als dürften sie nicht mit einem Weihnachts-Präsent des Bundeskanzlers unter dem Christbaum rechnen. Obwohl sie diese Risikogruppe gerade in den Weihnachtsfeiertagen brauchen würde. Wieder hat Bundeskanzler Kurz Großes versprochen, aber nichts gehalten. Wo bleiben die versprochenen Masken, Herr Kurz?“, schüttelt der freiheitliche Linzer Vizebürgermeister Markus Hein über die kontinuierliche Unglaubwürdigkeit den Kopf. „Risikogruppen, wie etwa unsere Senioren, müssen gezielt geschützt werden. Leider schafft die Regierung es aber nicht einmal, nach vielen Wochen ihre Versprechen einzulösen. Sie setzt lieber darauf, das gesamte Land und die Wirtschaft mit immer neuen Lockdowns an die Wand zu fahren. Diese Vorgehensweise ist unfair allen hart arbeitenden Menschen gegenüber. Die türkis-grüne Bundesregierung setzt hier mutwillig unsere Zukunft aufs Spiel.“

Anstatt sich um die Risikogruppen zu kümmern, zwingt Kurz die Menschen zu sinnlosen Massentests: „Wir stehen auf der Seite derjenigen, die eine wirksame Politik und keine sündteuren und sinnlosen Zwangs-Testungen wollen. Die Erfahrungen aus anderen Länder haben bereits gezeigt, dass Massentests wirkungslos sind. Bis vor kurzem hat der Bundeskanzler auch die Freiwilligkeit der Teilnahme an den Tests betont – dieses Versprechen ist inzwischen längst vergessen. Mittlerweile ist die Spaltung des Landes zwischen den „Guten“ Getesteten und den „Bösen“ Ungetesteten schon ausgerufen“, mahnt Hein abschließend.

Kosten-Nutzen-Bilanz katastrophal: Gesundheitsstadtrat Raml spricht sich gegen 2. Welle der Massentests aus

Nutzung bestehender Testmöglichkeiten – etwa bei Ärzten und Apotheken – sowie Kostenübernahme durch Krankenkassen statt teurer Parallelstruktur durch dauerhafte Teststationen

„Die Kosten-Nutzen-Bilanz ist angesichts der niedrigen Teilnehmerzahlen und dem hohen Finanz- und Personaleinsatz schlichtweg katastrophal. Statt einer vom Land Oberösterreich angekündigten fortgesetzten teuren Parallelstruktur in den kommenden Tagen und einer zweiten großen Testwelle im Jänner sollen die bestehenden Testmöglichkeiten – etwa bei Ärzten und Apotheken – von Testwilligen genutzt und die Kosten von den Krankenkassen übernommen werden“, fordert der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml. „Bis Montagvormittag wurden in ganz Linz nur rund 100 positive Fälle bei etwa 32.000 Getesteten, also rund 15 Prozent der Linzer, gefunden. Diesem überschaubaren Ergebnis stehen der Einsatz von etwa 600 verpflichteten Magistratsbediensteten, zahlreichen freiwilligen Helfern von Rotem Kreuz, Samariterbund und Feuerwehren sowie sechsstelligen Kosten zur Anmietung der Teststationen gegenüber. Dieser unvergleichbare Kraftakt steht in keiner Relation zum ohnehin fragwürdigen Nutzen einer Momentaufnahme. Ich halte es für absolut unverhältnismäßig und überdies unmöglich, künftig alleine in Linz monatlich Hundertschaften an Helfern am Wochenende zu rekrutieren, um einen Bruchteil der Linzer auf eine Corona-Infektion zu testen.“

Raml kritisiert auch den Versuch, den Misserfolg der Massentests zu kaschieren, indem eigens dauerhafte Teststraßen errichtet werden sollen: „Nach den sündteuren Massentests wird dadurch nur eine teure Parallelstruktur aufgebaut. Bereits jetzt ist ein Schnelltest beim Hausarzt oder in einigen Apotheken problemlos möglich. Wer sich testen lassen möchte, soll diese längst bestehende Möglichkeit nutzen. Anstatt eigene, kostenintensive Teststationen zu errichten sollen die Kosten von den Krankenkassen übernommen werden. Das wäre zielgerichteter und würde nicht kostbare Ressourcen binden“, schlägt Raml vor.

„Das Beispiel Slowakei zeigt, dass Massentests trotz fünfzigprozentiger Teilnahme nicht vor weiteren Freiheitseinschränkungen schützen. Sie hatten offenbar keinen Einfluss auf die mittlerweile wieder sehr hohen Infektions-Zahlen in unserem Nachbarland“, hält der Gesundheitsstadtrat fest und erteilt daher dem angekündigten Lockversuch des Gesundheitsministers eine Absage: „Die Idee, die Österreicher mit Gutscheinen zu den ´freiwilligen´ Tests locken zu wollen, ist nur ein weiterer Kostentreiber in einer nicht vorhandenen Strategie.“

Raml zu 2. Runde bei Massentests: „Wer in einem Loch sitzt, sollte aufhören zu graben“

Geringe Beteiligung der Bevölkerung ist eine Abstimmung mit den Füßen – Zweite Testwelle entspricht nicht den Empfehlungen von Experten

Der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml kommentiert die laut Medienberichten für Januar avisierte zweite Runde der Massentests wie folgt: „Der wichtigste Beraterstab im Gesundheitsministerium hat sich bereits Mitte November zu einem großen Teil gegen die Massentests ausgesprochen. Nicht nur negative Tests, sondern insbesondere auch falsch negative Ergebnisse wiegen die Menschen in einer trügerischen Sicherheit. Möglicherweise müssen dann Risikogruppen diese aus der Not geborene PR-Maßnahme des Bundeskanzlers über Weihnachten mit ihrem Leben bezahlen. Die Weigerung, auf diesem offenkundig falschen Weg umzukehren und die Bevölkerung stattdessen mit einer zweiten Runde der Massentests noch tiefer ins Labyrinth zu führen, ist nicht mehr nur politisches, sondern auch charakterliches Versagen.“

Raml stützt sich bei seiner Kritik auch auf eine repräsentative Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes market, in der nur elf Prozent der Befragten angaben, dass das Krisenmanagement in Österreich besser laufe als in anderen EU-Ländern. „Die Zustimmung zum türkis-grünen Coronamanagement ist gekippt. Dieser extrem niedrige Wert zeigt, dass immer mehr Menschen die Plan- und Strategielosigkeit der Bundesregierung erkennen und nicht länger bereit sind, dies hinzunehmen. Das spiegelt sich auch in der geringen Beteiligung bei den Massentests überall in Österreich wider, die für die Bundesregierung zu einer Abstimmung mit den Füßen gerät. Insbesondere die zweite Runde der Massentests wird wohl noch einen weiteren Einbruch der Teilnehmerzahlen bewirken und letztlich zu einem türkis-grünen Waterloo werden“, ist sich Raml sicher. 

Grabmayr: Linz muss Tests für Schlüssel- und Fachkräfte erleichtern

Gurgeltests sind sinnvolle Alternativen zu schmerzhaften Nasenabstrichen

„Derzeit sind Schlüssel- und Fachkräfte der Stadt Linz in besonders sensiblen Bereichen dazu angehalten, wöchentlich Tests an sich durchführen zu lassen. Dazu zählen insbesondere Mitarbeiter in Krankenhäusern; Altersheimen und Kindergärten. Die Krux an diesen Tests: Es handelt sich dabei in erster Linie um teilweise schmerzhafte Abläufe die durch Einführung in die Nase erfolgen.  Damit werden Menschen die ohnehin schon tagtäglich gewaltiges leisten, zusätzlichen Belastung ausgesetzt. Diese Belastung wäre jedenfalls vermeidbar, würde man bei dieser Testung auf weitaus angenehmere Gurgeltests zurückgreifen. Ich fordere daher ein Umdenken der Teststrategie: Weg vom Nasenabstrich, hin zum Gurgeltests. Der Kostenfaktor und der logistische Aspekt würden dies jedenfalls begünstigen“, erklärt der freiheitliche Gemeinderat Wolfgang Grabmayr.

Medialen Berichten zufolge werden in Linz nun nach und nach Gurgeltests in Apotheken verfügbar. Mit ca. 140 € pro Gurgeltest sind diese nur um etwa 30 € teurer als Abstrichtests. Aufgrund seiner beruflichen Vorerfahrung ist Grabmayr überzeugt, dass die Stadt aufgrund der hohen Nachfrage, spürbar Preisreduktionen aushandeln könnte. Die Zahl der Mitarbeiter in den städtischen Betreuungseinrichtungen und die damit verbundene Testfrequenz spricht jedenfalls für diesen Ansatz.

„Die derzeitige Sachlage lässt den Schluss zu, dass sich das betroffene Personal noch sehr lange regelmäßigen Tests ausgesetzt sein wird. Wie mir Mitarbeiter bestätigen haben, sind aber nicht die Testung an sich, sondern die Art und Weise wie diese durchgeführt werden problematisch. Die zuständigen Stellen der Stadt sind hier im Sinne der Fairness gegenüber den Schlüsselkräften aufgefordert, die Testsituation zu verbessern“, so Grabmayr abschließend.