„Desaströses Zeugnis für den Umgang mit Steuergeld“ – FPÖ forderte im gestrigen Kontrollausschuss Einladung des ILG-Geschäftsführers
„Die Misswirtschaft in SPÖ-Verantwortung hat wieder einmal zu einem enormen Schaden für die Linzer geführt. Konkret geht es allein bei den festgestellten Überzahlungen um knapp eine Million Euro. Dabei wurden grundlegende Regeln der Rechnungsprüfung missachtet, wie der Rechnungshof im gestrigen Kontrollausschuss bestätigt hat“, sieht Gemeinderat Mag. Manuel Danner die Causa „Donauparkstadion“ nach dem gestrigen Sonderkontrollausschuss mit Vertretern des Rechnungshofes keinesfalls als erledigt an.
„Ganz im Gegenteil“, so der stellvertretende Vorsitzende des Kontrollausschusses: „Es führt kein Weg daran vorbei, dass uns im nächsten Schritt der ILG-Geschäftsführer Rede und Antwort steht. Das heißt aber nicht, dass sich die politisch Verantwortlichen hinter Gesellschaftskonstruktionen verstecken dürfen. Wenn städtische Unternehmen Millionenprojekte abwickeln, bleibt am Ende trotzdem der Bürgermeister gegenüber den Linzer Steuerzahlern verantwortlich.“
Besonders bedenklich sei auch die Informationspolitik gegenüber dem Gemeinderat. „Der Rechnungshof zeigt klar auf, dass wesentliche Kostenentwicklungen und Finanzierungsfragen nicht ausreichend transparent dargestellt wurden. Das wirft ernsthafte Fragen auf: War das nur die Spitze des Eisbergs? Gibt es ähnliche Fälle bei anderen Projekten?“, betont Danner.
Für die FPÖ ist daher klar: Der RH-Bericht darf nicht folgenlos bleiben. „Wir erwarten eine vollständige Aufarbeitung im Kontrollausschuss, die konsequente Prüfung von Rückforderungen und klare Verbesserungen für künftige Bauprojekte. Linz braucht endlich ein professionelles Projekt-, Kosten- und Kontrollmanagement statt des nächsten roten Finanzdebakels“, so Danner abschließend.
Der nächste Termin des Kontrollausschusses zum RH-Bericht Donauparkstadion wird im Rahmen der nächsten regulären Sitzung am 29. Juni 2026 stattfinden.