FPÖ-Fraktionsobmann Wolfgang Grabmayr: Linzer City Management hat sich als Null-Nummer erwiesen

FPÖ schlägt mangels konkreter Ergebnisse Auflösung vor

„Unter beachtlichem medialen Getöse, wurde vor gut einem Jahr die Gründung der Linzer City Management GmbH verkündet. Erklärtes Ziel damals: Bestehende Stärken der Linzer Innenstadt zu bündeln und weiterzuentwickeln. Ein Blick durch die Innenstadt, aber auch auf diverse Immobilienplattformen zeigt, dass die Linzer City Management GmbH bis dato keine Ergebnisse vorweisen kann. Angesichts dieser mehr als dürftigen Leistungsbilanz muss das Linzer City Management kritisch hinterfragt werden. Das Sprichwort ‚Zu viele Köche verderben den Brei‘ dürfte sich in diesem jedenfalls Fall bestätigen“, stellt Grabmayr fest.

Bei der Gründung kündigte der damals zuständige ÖVP-Wirtschaftsreferenten Bernhard Baier an, dass das City Management maßgeblich an der Konzeption von Standortstrategien zur Ankurbelung der lokalen Wirtschaft beteiligt sein würde. Nicht zuletzt als Antwort auf die wirtschaftlichen Folgen des Corona-Managements hätte die Gründung der City Management Linz GmbH damit einen Impuls für Linz ermöglichen sollen. Der Stadt wäre in weiterer Folge die Aufgabe zugekommen, die Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Handeln im Rahmen der Möglichkeiten zu gestalten, Prozesse zu moderieren und wo möglich, selbst in zentrale Zukunftsprojekte zu investieren.

„De-facto hat das Linzer City Management auf keinem der gesteckten Teilbereiche Fortschritte erzielt. Der Wirtschaftsreferent hat keine Ergebnisse vorgestellt, bis dato liegt noch nicht einmal eine vage Andeutung hinsichtlich der vollmundig angekündigten und bitter nötigen Standortstrategie vor. Die Stadt kann ohne weiteres auf derart zahnlose Instrumente verzichten. Eine Auflösung der Linzer City Management GmbH ist daher naheliegend,“ so Grabmayr abschließend.

FPÖ-Gemeinderätin Ute Klitsch: Linzer Tourismus- und Kulturpolitik muss neu gedacht werden

Stadt und Kulturstadträtin müssen sich auf bestehende Stärken konzentrieren

„Der Linzer Tourismus hat nichts davon, wenn die Texte des Tourismusverbandes in weiblicher Form gesetzt werden. Das sind keine Impulse, mit denen die Stadt ihre von den Corona-Maßnahmen getroffenen Gästezahlen aufwerten könnte. Der Tourismusverband täte gut daran, die grundsätzliche Tourismus- und Kulturpolitik unserer Stadt zu überdenken. Hier sehe ich auch die Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer in der Pflicht, zielführende Ansätze zu mitzugestalten. Es ist sehr zu hoffen, dass das gebetsmühlenartige Verweisen auf eine in Linz gedrehte Krimi-Serie, auch tatsächlich neue Touristen anlockt“, kommentiert die freiheitliche Gemeinderätin Ute Klitsch die heutige Pressekonferenz des Linzer Tourismusverbandes.

Klitsch vermisst, dass offensichtliche Stärken der Stadt Linz zu wenig in die Perspektiven des Linzer Tourismus eingebaut werden. „Schlagworte wie ‚Individualisierung‘ ‚oder eine App, mit denen digitale Linzer Torten gesammelt werden können, mögen ja in der Theorie gut gemeint sein. Sie berücksichtigen aber nicht die zahlreichen, bereits bestehenden Linzer Attraktionen, mit denen sich tatsächlich zahlungsstarke Touristen anlocken ließen.“

Klitsch regt an, die bereits bestehenden Linzer Attraktionen sichtbarer in die Linzer Tourismus- und Kulturkonzepte einzubauen. Klitsch knüpft daran die freiheitliche Forderung nach effizienteren Konzepten mancher Linzer Museen. „Gerade das Lentos, mit seinem stark nach Randgruppen ausgerichteten Programm, muss hier endlich wirtschaftlichere Konzepte auf den Tisch legen“, so Klitsch abschließend. 

GR Klitsch: Neuer Linzer Ausschuss für Kultur, Tourismus und Märkte soll sich um Kernaufgaben kümmern, anstatt Brotneid zu schüren

Heute tritt erstmals der neue Ausschuss für Kultur, Tourismus und Märkte zusammen. Ein Ausschuss, der wahrlich mehr als genug zu tun hätte, zumal Tourismusbetriebe, Kulturstätten und Marktbeschicker durch die Corona-Regelungen und Lockdowns am meisten betroffen sind und immer noch ums wirtschaftliche Überleben kämpfen. 

Die Tagesordnung für kommenden Montag ist jedenfalls für FPÖ-Kultur-und Tourismussprecherin Ute Klitsch mehr als fragwürdig. Ein einziger konkreter Antrag ist dabei zu finden, in dem sich das Theater Tribüne Linz am Südbahnhofmarkt die Jahresförderung abholt: „Zum einen ist hier schon sehr befremdlich, warum die Tribüne Linz finanziell um ein Vielfaches besser ausgestattet wird, als andere private Theater in Linz. Das schürt unnötig Brotneid unter den privaten Linzer Theaterbühnen. Fairness gegenüber allen wäre hier das Gebot der Stunde“, fordert Klitsch und führt fort: „Es ist schon sehr befremdlich, warum kein einziger konkreter Antrag zur desaströsen Situation im Städtetourismus zu finden ist. Kulturbetriebe, Hotellerie und Marktbeschicker brauchen dringend klare Regeln für den Winter und vor allem Kunden und Umsatz. Anstatt auf eigenartige Tourismusvideos zu setzen, die Linz als hässliche Stadt präsentieren oder alternative Bühnen zu subventionieren, die den meisten Linzern gar nicht einmal bekannt sind, muss sich der Ausschuss dringend und intensiv um die eigenen Kernaufgaben kümmern. Dazu gehört nun einmal ein positives Marketing, klare Regelungen und Umsatz für die betroffenen Branchen. Wir werden auf jeden Fall eine schärfere Gangart im Ausschuss vorlegen“, so Klitsch abschließend. 

Hein: Keine Wiederholung der Bus-Invasion im Donaupark

Linzer FPÖ-Vizebürgermeister Markus Hein: „Trotz Sperre kommt es im Donaupark wieder vermehrt zu Problemen mit Bussen für Schiffstouristen. Der Schiffstourismus hält sich offenbar nicht an 2019 getroffene Vereinbarungen und Maßnahmen. Das akzeptieren wir aber nicht tatenlos. Gemeinsam mit den Einsatzorganisationen verhandeln wir bereits über nachhaltige Lösungen für den Donaupark.“ 

Nachdem sich der Schiffstourismus in Linz langsam von der Corona-Pandemie zu erholen scheint, tauchen altbekannte Probleme im Donaupark auf. „Trotz der bereits von mir im Jahr 2019 initiierten Sperre des Weges zwischen Lentos und Brucknerhaus verkehren dort wieder Busse. Die damaligen Gespräche und Abmachungen hat der Schiffstourismus scheinbar wieder vergessen. Nachdem er sich nicht daran hält, werden wir tiefgreifendere Maßnahmen überlegen, um für Ruhe im Donaupark zu sorgen. Ich sehe nicht tatenlos zu, wie eine sich eine neue Bus-Invasion nach 2019 im Donaupark anbahnt“, informiert der freiheitliche Linzer Vizebürgermeister Markus Hein und erklärt: „Als Stadt stehen wir zu dieser Causa bereits in Kontakt mit den Einsatzorganisationen. Gemeinsam gilt es, die bestmöglichen Lösungen zu finden, um das Bus-Problem nachhaltig zu lösen.“

Schiffstourismus mit überschaubarem Nutzen für Linz

Hein erinnert auch daran, dass die per Schiff nach Linz kommenden (Tages-)Touristen für Linz lediglich überschaubaren Nutzen bringen: „Meist verbringen die Schiffstouristen ihren Aufenthalt gar nicht in Linz. Sie werden mit den Bussen zu anderen Ausflugszielen in der Nähe gekarrt. Der wirtschaftliche Nutzen für unsere Heimatstadt ist dementsprechend überschaubar. Für uns bleiben lediglich die Bus-Probleme und von den Schiffen abgeladene Müllberge“, so Hein.