Hein: Lentos-Casino wäre echte Attraktion – auch für den Tourismus

Bedingungsloses Festhalten an brotlosem Randgruppen-Angebot ist der falsche Weg

„Wenn die größte Stadt Oberösterreichs finanziell angeschlagen ist, dann ist das Festhalten am aktuellen, sehr kostenaufwendigen Kulturprogramm für Randgruppen, ein Schritt in die falsche Richtung.“ Die erste Empörung über seine Vision zum Lentos überrascht Hein nicht: „Ich halte an der Idee einer nachhaltigen und wirtschaftlichen Umnutzung des Lentos fest. Ein Casino-Standort würde sich an dieser attraktiven Stelle anbieten und wäre auch eine wahre Touristenattraktion direkt an der Donaulände. Dann müssten vielleicht auch in Zukunft die zahlreichen Schiffstouristen nicht länger mit Bussen an Ziele fernab von Linz gekarrt werden“, erläutert der freiheitliche Vizebürgermeister Markus Hein weiter.

Die gemeinsamen wirtschaftlichen Zahlen der Museumsbetriebe Lentos und Nordico stützen Heins Ansatz. Alleine 2019 konnten die Museen aus eigener Kraft lediglich 647.000 € erwirtschaften. Größte „Einnahmequellen“ von Lentos und Nordico sind die Stadt Linz mit 950.000 € und die Linz AG mit 3 Mio. €. Dem stehen Ausgaben in der Höhe von 4,6 Mio. € entgegen. Den Bärenanteil der Kosten für einen ausgeglichenen Haushalt trägt somit die öffentliche Hand. Diese Konstellation zeigt auf, wie filigran die Finanzierung der Linzer Museen ist. Heuer fällt Corona-bedingt die Großspende der Linz AG aber weg und nun muss die Stadt die fehlenden 3 Mio. zuschießen. „Was passiert, wenn die Spende der Linz AG dauerhaft entfällt, weil sich vielleicht der Energiesektor anders entwickelt? Wie soll sich die Stadt dann noch das Lentos leisten können?“, fragt sich Hein.

Hein ist sich sicher, dass es auf diese Art nicht weitergehen kann und erinnert: „Wir hatten schon beim Musiktheater und beim Kepler-Uni-Klinikum im Endeffekt recht behalten. Beide Verträge mussten – wenn leider viel zu spät – schlussendlich gekündigt werden. Früher oder später wird auch die SPÖ einsehen müssen, dass wir uns das Kulturangebot einer Millionenmetropole nicht leisten können, denn wir sind keine Millionenstadt. Das gesamte städtische Kulturangebot ist aber in Gefahr, wenn an unleistbaren Einrichtungen wie dem Lentos festgehalten wird.“

Hein: Weg für Linzer Hängebrücke ist frei – Kritik des Landes konnte ausgeräumt werden

Linzer Tourismus würde von längster Hängebrücke Europas stark profitieren

Am 2. Juli 2020 entscheidet der Gemeinderat über die Linzer Hängebrücke. Es sollen dadurch die rechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung dieses Projekts geschaffen werden. „Die geplante Linzer Hängebrücke soll die beiden Donauufer, ausgehend vom Linzer Zoo bis zur Franz-Josefs-Warte, verbinden. Mit über 500 Metern Länge soll es die längste Hängebrücke in Europa werden. Es entsteht dabei eine Landmarke, die insbesondere für den Linzer Tourismus attraktiv sein sollte“, erklärt der freiheitliche Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein.

„Die anfänglichen Bedenken der Aufsichtsbehörde beim Land Oberösterreich konnten durch den Projektbetreiber zwischenzeitlich zerstreut werden. Seitens des Landes wurden dabei insbesondere die Veränderung des Landschaftsbildes, der mögliche Verlust der Naturbelassenheit des Landschaftsraumes oder aber auch die Gefahr der Vermüllung der steilen und unzugänglichen Linzer- und Urfahrwände geprüft. „Selbstverständlich haben der Natur- und Landschaftsschutz in Linz hohe Priorität. Mögliche Problemstellungen können aber im Fall der Hängebrücke auch durch entsprechende Auflagen gelöst werden. Ich war mir sicher, dass wir die Kritiken des Landes in den Griff bekommen. Einer Verbindung der Naherholungsgebiete am Frein- und Pöstlingberg steht somit nichts mehr im Wege“, erklärt Hein weiter.

„Heute wird die Hängebrücke im Infrastrukturausschuss vorberaten. Die freiheitliche Fraktion wird sich klar für eine Ermöglichung dieses Projekts aussprechen. Der Linzer Tourismus braucht dringend visionäre Projekte, die unsere Stadt nach vorne bringen. Ich bin davon überzeugt, dass die Hängebrücke ein Touristenmagnet sein wird. Vielleicht müssen Schiffstouristen dann nicht mehr in Massen an Ziele fernab von Linz gekarrt werden“, so Hein abschließend.

Hein: Neuer Zwist droht bei Verlegung der Schiffsanlegestelle Römerbergtunnel nach Urfahr

Nutzungskonflikte mit Freizeitsportlern, Radfahrern und Spaziergängern vorprogrammiert

Die Schifffahrt auf der Donau kommt in Linz nicht zur Ruhe. Nachdem bekannt wurde, dass die Absicht besteht, die Schiffsanlegestelle beim Römerbergtunnel nach Urfahr zu verlegen, sind neue Konflikte vorprogrammiert. „Schiffe ab einer gewissen Breite ragen, wenn sie sich an der Römerberg-Lende festmachen, in die Fahrrinne der Donau. Daher wurde die Idee geboren, diese Anlegestelle auf die andere Seite der Donau zu verlegen“, berichtet Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein: „Die Idee schien anfänglich auch gar nicht schlecht. Doch der gewünschte Umsetzungswunsch würde nur das leidige Problem mit den Bussen auf die andere Seite verschieben! Was ist während des Urfahraner Marktes? Eine Lösung sieht für mich anders aus!“

Hein spricht sich daher gegen diese Verlegung aus, denn die Absicht, über das Jahrmarktgelände und den Treppelweg, der im Eigentum der ViaDonau steht, Busse bis direkt vor die Anlegestelle vorfahren zu lassen, sei nur eine Problemverlagerung. „Wenn wir Busse wirklich bis zur Anlegestelle vorfahren lassen würden, liegen Nutzungskonflikte, wie wir sie aus dem Donaupark kennen, auf der Hand! Die Leidtragenden wären wieder nur die Linzer und Linzerinnen.“ Hein hat bereits rechtliche Prüfungen in Auftrag gegeben, ob die Stadt eine Zufahrt von Bussen verhindern kann, denn der Treppelweg, der nicht im Eigentum der Stadt steht, ist nur über Grundstücke der Stadt Linz erreichbar. „Wenn es uns nicht gelingt ein Zufahrtverbot für Busse zu erwirken, müssen wir alles unternehmen, um die Verlegung der Schiffsanlegestelle zu verhindern, sonst ist das nächste Bus-Chaos in Linz vorprogrammiert!“, kündigt Hein abschließend an.

Hein: Wie gut ist das Geschäft der Flusskreuzfahrt wirklich für Linz?

Mit der Müllentsorgung werden nicht einmal 10.000 Euro erwirtschaftet

„Müllberge, Buskolonnen, die Touristen an Ziele fernab von Linz bringen, laufende Dieselaggregate, die für die Stromerzeugung rund 2 Mio. Liter Diesel verbrennen, das sind die mittlerweile offensichtlichen Probleme im Donaupark, die durch die Donaukreuzschifffahrt verursacht werden“, so der freiheitliche Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein: „Ein stark beeinträchtigtes Naherholungsgebiet bleibt zurück, ein hoher Preis, den die Linzerinnen und Linzer für einen überschaubaren wirtschaftlichen Erfolg in Kauf nehmen sollen!“

Tourismusdirektor Steiner will die Probleme aber nicht sehen. Er konstruiert Erfolgsgeschichten und bekommt von City-Guides (eine der wenige Branchen, die am Schiffstourismus in Linz verdienen) und der WKOÖ sogar Schützenhilfe. Es wird ihm bescheinigt, dass Linz auf jeden Fall davon profitiert. Es bleibt doch jeder fünfte Tourist in Linz und lässt rund 35 Euro in der Stadt, so der Jubel. Der Jubel verblasst aber, wenn die Rechnung zu Ende geführt wird, denn lediglich 2,1 Mio. Euro macht sie aus. Legt man diesen Umsatz auf alle 300.000 angelandeten Schiffstouristen um, so bleiben gar nur 7 Euro pro Tourist im Jahr über. Direktor Steiner findet auch, dass zudem die Linz AG mit der Müllentsorgung gut im Geschäft ist. „Wie schaut es aber wirklich damit aus?“, fragt sich Hein.

„Eine Anfrage bei der Linz AG für das Jahr 2018 schaffte Klarheit, konnte aber das laut Direktor Steiner ‚gute Geschäft‘ nicht bestätigen“, erklärt Hein: „Mit der Entsorgung von 331 Tonnen Abfall (eine Tonne bringt einen Ertrag von 30 Euro) wurden weniger als 10.000 Euro erwirtschaftet.“ Erfolge sehen für Hein anders aus, der sich durch solche Jubelmeldungen nicht ablenken lässt und seine Forderung, dass der Schiffstourismus für Linz neu zu überdenken ist, wiederholt: „Solange aber die Verantwortlichen die Probleme klein reden und Erfolge konstruieren, wird sich für Linz – zumindest mit diesen Leuten – die Schifffahrt nicht allzu rasch zum Positiven verändern. Daher ist es notwendig, dass die Diskussion nun im Gemeinderat geführt wird!“

Hein: Absage an Lang-Mayerhofer – Es wird kein Busbahnhof vor dem Brucknerhaus errichtet

Schifffahrtsgäste sind als Besucher im Brucknerhaus herzlich willkommen

Eine klare Absage erteilt Vizebürgermeister Markus Hein dem neuen Vorschlag der für Tourismus zuständigen Stadträtin Doris Lang-Mayerhofer. Diese schlug vor, damit sich die unerträgliche Situation mit den Bussen im Donaupark entspanne, den Vorplatz des Brucknerhauses für einen Busbahnhof zu verwenden. „Das werden wir sicher nicht machen! Das Brucknerhaus ist eine bedeutende kulturelle Einrichtung der Stadt Linz, in der Schiffstouristen als Besucher natürlich herzlich willkommen sind, aber kein Bus-Wartehäusl!“, erklärt Hein und führt weiter aus: „Das Verkehrsproblem soll nicht von A nach B verlagert werden. Das geht am eigentlichen Problem völlig vorbei!“

„Wenn der Tourismusverband etwas kreativer wäre und Linz nicht unter seinem Wert verkaufen würde, gäbe es überhaupt keinen Busstau an den Anlegestellen“, sagt Hein zum wiederholten Mal: „Linz bietet genug interessante Möglichkeiten, es ist nicht notwendig, dass dermaßen viele Ausflüge von Linz aus starten! Es wird langsam Zeit, dass dies endlich auch die zuständigen Personen erkennen!“

Hein: Linz nicht länger Müllentsorgungs- und Umstiegsknoten für Schiffstourismus

Redereien und Tourismusverband müssen Linz als inhaltlichen Programmpunkt aufnehmen

Die Linzer Schiffsanlegestellen sind ausgelastet, der Donautourismus boomt. Die Vielzahl an Touristen, die dadurch in Linz anlandet, sollte ein Grund zur Freude sein. Doch leider nur auf den ersten Blick. „Die Stadt Linz profitiert nur in äußerst überschaubarem Ausmaß von der boomenden Schiffstouristik! Ausländische Busunternehmen, vorwiegend aus Deutschland, holen die Touristen direkt von der Anlegestelle ab und bringen sie zu Ausflugszielen jenseits von Linz wie etwa ins Salzkammergut oder nach Böhmen“, berichtet Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein: „Auch die Gastronomie hat nicht wirklich etwas davon, denn Kost und Logis sind auch bei Donaukreuzfahrten ‚all inclusive‘. Zudem wird die Versorgung meist aus Deutschland organisiert.“

Für Linz bleiben nur Tonnen an zurückgelassenem Müll und die Abgase von Schiffen sowie (meist ausländischen) Bussen. Hein will vor allem den Tourismusverband aber auch die Redereien in die Pflicht nehmen, Linz mehr zu würdigen: „Linz verfügt über ein umfangreiches Kultur und Freizeitangebot, über eine ausgezeichnete Gastronomie und die Landstraße zählt zu den beliebtesten Einkaufsstraßen in Österreich. Es ist nicht notwendig, dass potentielle Linz Touristen in Scharen von Linz weggekarrt werden! Es kann auch nicht sein, dass Linz größtenteils nur für ‚niedrige Dienste‘ herhalten muss, aber am eigentlichen Erfolg der Schifffahrtstouristik kaum partizipiert!“

Umso unverständlicher ist es für Hein, dass der Tourismusverband und auch die WKO einen Ausbau des Donauparks wünschen. „Sogar eine eigene Abfahrt von der Neuen Donaubrücke für Busse ist angedacht. Aber zu welchem Zweck? Damit potentielle Gäste noch einfacher und schneller aus Linz in andere Städte abtransportiert werden können? Der Weg muss in eine ganz andere Richtung gehen. Die negativen Auswirkungen für die Stadt müssen beseitigt und die Stadt in den Programmen besser gewürdigt werden“, fordert Hein, der sich auch in letzter Konsequenz eine drastische Zufahrtseinschränkung zur Lände vorstellen kann.

Hier ein Link zum Video der aktuellen Situation: https://www.facebook.com/linza.magazin/videos/2142872092681141/