Pühringer: Müllsäcke als fester Bestandteil im Stadtbild der ´Innovationsstadt´ Linz

„Gelber Sack“ als großer Rückschritt in Linzer Müllentsorgung

Bis Mitte 2020 soll die Linz AG den sogenannten „Gelben Sack“ als neues Entsorgungssystem für Leichtverpackungsmüll im ganzen Linzer Stadtgebiet einführen. Doch obwohl er erst in Teilen der Stadt Realität ist, zeigen sich bereits die negativen Auswirkungen. „Mit dem ´Gelben Sack´ macht die Stadt Linz einen großen Schritt rückwärts in Sachen Müllentsorgung. Das Stadtbild ist mittlerweile von Müllsäcken auf den Straßen geprägt. Das ist der selbst ernannten Innovationshauptstadt Linz nicht würdig!“, erklärt der freiheitliche Linzer Gemeinderat Manfred Pühringer. „Wir Freiheitlichen und zahlreiche Linzerinnen und Linzer erkannten schon im Herbst, dass das Experiment ´Gelber Sack´ klar gescheitert ist. Unser Bemühen, ein Umdenken im Gemeinderat zu bewirken, scheiterte leider an allen übrigen Fraktionen. Das unsere Befürchtungen nun eintrafen, zeigt das angehängte Bild beispielhaft. Die anderen Fraktionen haben mit diesem schändlichen Straßenbild, das nun mit Müllsäcken zugepflastert ist, scheinbar kein Problem. Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass das kein sehr erfolgreicher Beitrag zur ‚innovativsten Stadt‘ sein kann!“, unterstreicht Pühringer.

Die Linz AG will aufgrund des „Gelben Sacks“ die gelben Tonnen an Müllinseln entfernen. Unter anderem, um eine bessere Mülltrennqualität zu erreichen. „Sie erreicht damit aber den gegenteiligen Effekt. Wer nicht bereit ist wochenlang seinen Müll zu horten – der Sack wird nur alle vier Wochen abgeholt -, wird regelrecht dazu animiert, seinen Leichtverpackungsmüll in eine nicht dafür vorgesehene Tonne zu werfen.“ Mit der Umstellung will die Linz AG Wege (zu den Sammelstellen) für die Linzerinnen und Linzer einsparen. „Einerseits müssen unsere Bürger für andere Müllsorten sowieso zu den Müllinseln gehen. Andererseits werden nur 13 Gelbe Säcke pro Jahr zur Verfügung gestellt – wer mehr braucht, muss seinen Weg ins Altstoffsammelzentrum antreten, um weitere Säcke abzuholen. So wird kein Weg eingespart!“, sagt Pühringer.

Pühringer: „Gelber Sack“ ist für die Tonne

Neues Linz AG-Entsorgungssystem sorgt für großen Unmut

Im Frühling 2019 begann die Linz AG die Entsorgungsweise von Leichtverpackungsmüll umzustellen. Der sogenannte „Gelbe Sack“ löst die gelben Tonnen auf Müllinseln ab. Beginnend im Linzer Süden, will die Linz AG bis Mitte 2020 das gesamte Stadtgebiet umstellen. Doch schon jetzt gibt es große Aufregung bei den Betroffenen. „Der Gelbe Sack bringt keine Verbesserungen sondern Probleme! Die Müllabfuhr holt ihn nur alle vier Wochen ab. Selbst ein einfach abgespülter und weggeworfener Joghurtbecher zum Beispiel, der im gelben Sack entsorgt werden soll, beginnt nach so langer Zeit unausweichlich zu stinken. Die entstehenden Bakterien sind mitunter auch gesundheitsschädlich!“, erklärt der freiheitliche Gemeinderat Manfred Pühringer. Erst am Vorabend der Abholung darf der Gelbe Sack auf die Straße gestellt werden. Die Bürger müssen ihn also fast ein ganzes Monat in der Wohnung verstauen. „Ein 110 Liter fassender Sack braucht auch viel Platz in Wohnräumlichkeiten! Viele Bürger sind nicht bereit diesen Platz ihrem Leichtverpackungsmüll zu opfern, zumal es ja gar keine Möglichkeit gibt, ihn anderweitig zu entsorgen“

„Die Linzer Freiheitlichen bringen in der kommenden Gemeinderatssitzung eine Resolution an die Linz AG ein, das altbewährte System mit Müllinseln beizubehalten und den Gelben Sack wieder abzuschaffen!“, weiß Pühringer über die Vorteile des „alten“ Systems: „Anfang des Jahres gab es etwa 380 Müllinseln in Linz. Das flächendeckende Netzwerk stellt sicher, dass niemand weite Wege zur Müllentsorgung gehen und Unmengen an Müll zuhause lagern muss!“ Die Linz AG will aufgrund des Gelben Sacks die gelben Tonnen an Müllinseln entfernen. Unter anderem um eine bessere Mülltrennqualität zu erreichen. „Sie erreicht damit aber den gegenteiligen Effekt. Wer nicht bereit ist wochenlang seinen Müll zu horten, wird regelrecht dazu animiert seinen Leichtverpackungsmüll in eine nicht dafür vorgesehene Tonne zu werfen.“ Mit der Umstellung will die Linz AG Wege (zu den Sammelstellen) für die Linzerinnen und Linzer einsparen. „Einerseits müssen unsere Bürger für andere Müllsorten sowieso zu den Müllinseln gehen. Andererseits werden nur 13 Gelbe Säcke zur Verfügung gestellt – wer mehr braucht, muss seinen Weg ins Altstoffsammelzentrum antreten, um weitere Säcke abzuholen. So wird kein Weg eingespart!“, sagt Pühringer.

Die Stadt Wien lies kürzlich mit einer Neuerung in der Entsorgung von Leichtverpackungsmüll aufhorchen. „Sie wird künftig die gelbe Tonne (Leichtverpackungsmüll) mit der blauen Tonne (Metallverpackungen) zusammenlegen, um eine effizientere Müllentsorgung zu erreichen. Mit Magneten kann der Müll anschließend leicht getrennt werden. Diese Maßnahme reduziert Fahrtwege für die Müllentsorgung deutlich und auch die Zahl der Fehlwürfe soll dadurch weiter sinken. Diese Effekte wirken sich beide sehr positiv auf unsere Umwelt aus. Wir Freiheitliche beantragen auch, dass die Linz AG dieses Modell für Linz prüfen soll!“, informiert Pühringer abschließend.