FPÖ-Fraktionsobmann Wolfgang Grabmayr: Linzer Handel braucht Innovation, um trotz Dauerkrise zu überleben

Think global, buy local darf in der Coronakrise kein bloßer Slogan bleiben

Der freiheitliche Fraktionsobmann regt an, nach dem Vorbild größen-, wie flächenmäßig vergleichbarer deutscher Städte, einen städtischen Online-Handel für Linz zu schaffen. Dieser Schulterschluss der Geschäfte könnte, nicht nur in Krisenzeiten, den Internetriesen Paroli bieten. „Die Stadt Linz sollte eine zentrale Website einrichten, auf der die Waren und Dienstleistungen der Linzer Geschäfte, präsentiert werden. Aufgabe von Stadtmarketing, Innovationsbüro etc. ist es, diese Onlineplattform ins Bewusstsein der Linzer zu bringen. Der Kunde, dessen Lokalpatriotismus angesprochen werden soll, kann in weiterer Folge bestellen und klimafreundlich selbst abholen oder doch zustellen lassen. Diese Linzer Innovation dürfen, zumindest in der Ausrollphase, ausschließlich in der Stadt Linz ansässige Firmen nutzen. Nach einer erfolgreichen Implementierung am Markt, ist es denkbar, dass die Kosten zumindest teilweise von den teilnehmenden Firmen getragen werden. Ein Teil kann natürlich auch aus Umschichtungen bisheriger Förderungsaktivitäten herangezogen werden.“


Städtischer Online-Handel als mögliche Alternative

Voraussetzung für das Gelingen sieht Grabmayr in einem professionellen Vorgehen und einem gemeinsamen Handeln aller Stakeholder: „Die wirtschaftliche Lage vieler Linzer Unternehmen ist zu ernst, um dieses Projekt nur für großspurige Ankündigungen zu missbrauchen. Das Scheitern des berüchtigten ‚Kaufhaus Österreich‘ sollte Mahnung genug sein. Natürlich lebt der Linzer Handel in sehr großem Masse von der direkten Kundenbeziehung. Hier bietet sich die Möglichkeit, das oft angesprochene Bekenntnis der Linzer SPÖ zur Innovation unter Bürgermeister Luger, der jetzt ja auch die Wirtschaftsagenden der Stadt leitet, für viele Linzer seh- und messbar umzusetzen,“ so der Freiheitliche abschließend.