Hein: Weg für Linzer Hängebrücke ist frei – Kritik des Landes konnte ausgeräumt werden

Linzer Tourismus würde von längster Hängebrücke Europas stark profitieren

Am 2. Juli 2020 entscheidet der Gemeinderat über die Linzer Hängebrücke. Es sollen dadurch die rechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung dieses Projekts geschaffen werden. „Die geplante Linzer Hängebrücke soll die beiden Donauufer, ausgehend vom Linzer Zoo bis zur Franz-Josefs-Warte, verbinden. Mit über 500 Metern Länge soll es die längste Hängebrücke in Europa werden. Es entsteht dabei eine Landmarke, die insbesondere für den Linzer Tourismus attraktiv sein sollte“, erklärt der freiheitliche Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein.

„Die anfänglichen Bedenken der Aufsichtsbehörde beim Land Oberösterreich konnten durch den Projektbetreiber zwischenzeitlich zerstreut werden. Seitens des Landes wurden dabei insbesondere die Veränderung des Landschaftsbildes, der mögliche Verlust der Naturbelassenheit des Landschaftsraumes oder aber auch die Gefahr der Vermüllung der steilen und unzugänglichen Linzer- und Urfahrwände geprüft. „Selbstverständlich haben der Natur- und Landschaftsschutz in Linz hohe Priorität. Mögliche Problemstellungen können aber im Fall der Hängebrücke auch durch entsprechende Auflagen gelöst werden. Ich war mir sicher, dass wir die Kritiken des Landes in den Griff bekommen. Einer Verbindung der Naherholungsgebiete am Frein- und Pöstlingberg steht somit nichts mehr im Wege“, erklärt Hein weiter.

„Heute wird die Hängebrücke im Infrastrukturausschuss vorberaten. Die freiheitliche Fraktion wird sich klar für eine Ermöglichung dieses Projekts aussprechen. Der Linzer Tourismus braucht dringend visionäre Projekte, die unsere Stadt nach vorne bringen. Ich bin davon überzeugt, dass die Hängebrücke ein Touristenmagnet sein wird. Vielleicht müssen Schiffstouristen dann nicht mehr in Massen an Ziele fernab von Linz gekarrt werden“, so Hein abschließend.

Engertsberger/Hein: Gestaffelte Schulzeiten als verkehrliches Erfolgsmodell

Neuhofen an der Krems zeigt Linz wie es gehen könnte – Chancen aus der Krise nutzen

Der gestaffelte Schulbeginn ist in Linz-Land bereits Realität. Konkret setzt die Gemeinde Neuhofen an der Krems auf ein sehr einfaches Modell der gestaffelten Schulzeiten und zwar vorrangig aus Gründen des hohen Verkehrsaufkommens zu Stoßzeiten. Auch Linz kann sich an Neuhofen an der Krems ein Beispiel nehmen. „Bereits seit Jahrzehnten hat unsere Gemeinde in enger Zusammenarbeit mit den LeiterInnen der Volksschule und den damaligen zwei Hauptschulen eine gemeinsame Vorgehensweise betreffend die Schulbeginnzeiten vereinbart. In der Zwischenzeit hat die Volksschule ca. 400 SchülerInnen und beginnt um 8.00 Uhr. Die direkt daneben befindliche ‚Neue Mittelschule‘ hat 300 SchülerInnen und beginnt bereits um 7.30 Uhr mit dem Unterricht“, erklärt der Bürgermeister von Neuhofen an der Krems Günter Engertsberger.

Wie bereits in der vergangenen Woche vorgeschlagen, würde dieses Modell auch für Linz einige Vorteile bringen. „Eine Staffelung der Beginnzeiten nach Schultypen würde zu einer spürbaren Verkehrsentlastung – vor allem während der Stoßzeit am Morgen – führen“, erklärt Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein und fordert: „Viele Neuerungen durch die Corona-Krise gehen auch mit einer Änderung im eigenen Verhalten einher. Diese Gelegenheit sollten wir nutzen, um veraltete Strukturen aufzubrechen und nach neuen Wegen zu suchen. Mit der Staffelung der Schulzeiten in Neuhofen haben wir ein Best-Practice-Beispiel, dass seit langem gut funktioniert. In Linz müssen wir nur den Mut haben, diesem Beispiel zu folgen.“

„Durch das Splitting der Beginnzeiten wurde in Neuhofen eine wesentliche Verbesserung herbeigeführt. Berücksichtigt man neben den Schülern auch den Lehrkörper sowie die übrigen Bediensteten, wäre eine einheitliche Beginnzeit verkehrstechnisch mit nur einer Zubringerstraße in Neuhofen heute nicht mehr machbar. In Linz mit 42 Volksschulen, 21 Mittelschulen, 4 Sonderschulen, 2 Polytechnische Schulen, 9 Berufsschulen und 16 AHS wäre das Potential ungleich höher“, so Engertsberger und Hein.

Stumptner: Bereits bekannte Technologien im Verkehr nutzen!

Bundesregierung soll synthetische Kraftstoffe fördern

„Es liegt auf der Hand, dass es im Bereich des Verkehrs genug Platz für umweltfreundliche Entwicklungen gibt. Dabei sollte man aber das Rad nicht immer neu erfinden, sondern auch auf bereits entwickelte Innovation setzen. Denn trotz aller Ambitionen, Ankündigungen und Bekenntnissen werden synthetische, beziehungsweise sich aufgrund des Herstellungsverfahrens erneuernde Kraftstoffe, kaum als Beiträge zur Bewältigung der klimatischen Herausforderungen wahrgenommen“, erklärt der freiheitliche Gemeinderat Peter Stumptner den Hintergrund seines Anliegens.

Die Linzer FPÖ hatte in der vergangenen Gemeinderatssitzung eine Resolution an die Bundesregierung eingebracht. Ziel der Resolution ist es, synthetische Kraftstoffe bundesweit zu fördern. Synthetische Kraftstoffe, in Fachkreisen auch als eFuels bekannt, werden auf Basis von regenerativ erzeugtem Strom, welcher zur Bindung von CO₂ eingesetzt wird, gewonnen. Die Kraftstoffe können dann in weiterer Folge in handelsüblichen Verbrennungsmotoren verwendet werden. Laut Informationen eines Erzeugers könnte der konsequente Einsatz dieser Stoffe 2.8 Gigatonnen CO₂ bis 2050 einsparen. Weiteres Einsparungspotential beim Schadstoffausstoß würde auch der Einsatz von aus Abfall gewonnenem Biodiesel, wie beispielsweise „Care Diesel“, bringen. Doch dieser wartet aufgrund des Hypes rund um die E-Mobilität vergebens auf eine Zulassung. Zudem müsste die kostenaufwendige Errichtung von Ladestation für Elektroautos nicht mit der bisherigen Intensität vorangetrieben werden.

„Ich bin mir sicher: Eine bundesweit angelegte Förderung dieser Kraftstoffe könnte einen innovativen Ansatz zur Senkung der österreichweiten CO₂-Emissionen im Straßenverkehr, abseits von Elektroautos, liefern. Ich bin deshalb schon sehr gespannt, ob Grün und Schwarz im Bund tatsächlich ein Interesse an Umweltschutz und Nachhaltigkeit zeigen“, so Stumptner abschließend.

Grabmayr: Salziger Impuls für schwarzen Vizebürgermeister

Freiheitliche Initiative könnte den Linzer Winterdienst umkrempeln

„Ein innovatives Verfahren zur Enteisung von Straßen könnte in Linz sein Debüt feiern. Ein Verfahren bei dem Gurkerlwasser aufbereitet und auf Straßen versprüht wird, könnte für Linz einen enormen Mehrwert bieten. Der oberösterreichische Verkehrslandesrat hat sein Interesse an dieser Methode bereits verlautbart. Ich fordere den zuständigen VP-Vizebürgermeister Bernhard Baier deshalb auf, sich als Pragmatiker in seinem Aufgabengebiet zu beweisen“, so der freiheitliche FP-Gemeinderat Wolfgang Grabmayr.

Grabmayrs Ansatz wurde in Bayern entwickelt. „Ausgangsmaterial“ ist Salzwasser, in welchem Essiggurkerl eingelagert wurden. Wird das Gemüse dann weiterverarbeitet, bleiben großen Mengen der Salzlösung zurück. Diese wurden bisher entsorgt. Nachdem der Salzgehalt angehoben wird, kann das Wasser als Enteisungsmittel eine Weiternutzung erfahren. Zukünftig soll dieses Verfahren auf Bayerns Straßen angewandt werden.

„Die Argumente für eine Umsetzung des Verfahrens in Linz sind vielseitig. Unmengen an Wasser könnten anstatt durch die Kläranlage, über die Straßen von Linz fließen. Das würde wahrscheinlich der Stadt hohe Kosten für den Winterdienst ersparen und könnte zudem als Impuls für Nachhaltigkeit auch auf andere österreichische Städte ausstrahlen. Ich bin mir sicher: In Zusammenarbeit mit dem Innovationsbüro des Magistrats könnte hier Großes gelingen“, führt Grabmayr seine Initiative weiter aus. Grabmayr drängt daher auf eine rasche Prüfung und Umsetzung seiner Idee im Stadtgebiet.

„Für einen Vizebürgermeister sind Tatendrang, Interesse an Innovation und Engagement unerlässlich. Wenn diese Eigenschaften hinsichtlich Baiers ‚Management‘ der Linzer Wirtschaft nur schwach ausgeprägt zu sein scheinen, könnte er sie im Bereich des Winterdienstes unter Beweis stellen. Ihm würde sich hier auch ein hervorragender Anknüpfungspunkt für seine medial ausführlich zur Schau gestellten Ambitionen um Nachhaltigkeit bieten“, so ein optimistischer Grabmayr abschließend.

Pühringer: Müllsäcke als fester Bestandteil im Stadtbild der ´Innovationsstadt´ Linz

„Gelber Sack“ als großer Rückschritt in Linzer Müllentsorgung

Bis Mitte 2020 soll die Linz AG den sogenannten „Gelben Sack“ als neues Entsorgungssystem für Leichtverpackungsmüll im ganzen Linzer Stadtgebiet einführen. Doch obwohl er erst in Teilen der Stadt Realität ist, zeigen sich bereits die negativen Auswirkungen. „Mit dem ´Gelben Sack´ macht die Stadt Linz einen großen Schritt rückwärts in Sachen Müllentsorgung. Das Stadtbild ist mittlerweile von Müllsäcken auf den Straßen geprägt. Das ist der selbst ernannten Innovationshauptstadt Linz nicht würdig!“, erklärt der freiheitliche Linzer Gemeinderat Manfred Pühringer. „Wir Freiheitlichen und zahlreiche Linzerinnen und Linzer erkannten schon im Herbst, dass das Experiment ´Gelber Sack´ klar gescheitert ist. Unser Bemühen, ein Umdenken im Gemeinderat zu bewirken, scheiterte leider an allen übrigen Fraktionen. Das unsere Befürchtungen nun eintrafen, zeigt das angehängte Bild beispielhaft. Die anderen Fraktionen haben mit diesem schändlichen Straßenbild, das nun mit Müllsäcken zugepflastert ist, scheinbar kein Problem. Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass das kein sehr erfolgreicher Beitrag zur ‚innovativsten Stadt‘ sein kann!“, unterstreicht Pühringer.

Die Linz AG will aufgrund des „Gelben Sacks“ die gelben Tonnen an Müllinseln entfernen. Unter anderem, um eine bessere Mülltrennqualität zu erreichen. „Sie erreicht damit aber den gegenteiligen Effekt. Wer nicht bereit ist wochenlang seinen Müll zu horten – der Sack wird nur alle vier Wochen abgeholt -, wird regelrecht dazu animiert, seinen Leichtverpackungsmüll in eine nicht dafür vorgesehene Tonne zu werfen.“ Mit der Umstellung will die Linz AG Wege (zu den Sammelstellen) für die Linzerinnen und Linzer einsparen. „Einerseits müssen unsere Bürger für andere Müllsorten sowieso zu den Müllinseln gehen. Andererseits werden nur 13 Gelbe Säcke pro Jahr zur Verfügung gestellt – wer mehr braucht, muss seinen Weg ins Altstoffsammelzentrum antreten, um weitere Säcke abzuholen. So wird kein Weg eingespart!“, sagt Pühringer.

Sommer, Sonne, Schlittschuhlaufen am Urfahraner Jahrmarktgelände!

Freizeitspaß durch innovative „Like-ICE“-Fläche direkt an der Donau

Mit einem innovativen Vorschlag für die Nutzung des Urfahraner Jahrmarktgeländes lässt Vizebürgermeister Markus Hein aufhorchen: „Ganzjährig könnte in Linz zukünftig eine Eislauffläche direkt an der Donau zur Verfügung stehen. Ob in der Freizeit oder auch im Schulbetrieb lassen sich die selbstschmierenden Kunststoffplatten der Firma Like-Ice ohne hohen Energieaufwand zu jeder Jahreszeit nutzen.“

Im Selbsttest hat sich der freiheitliche Infrastrukturreferent auf die innovative „Eis“-Fläche gewagt und ist seither hellauf begeistert: „Die Like-ICE wird bereits erfolgreich in der Zusammenarbeit mit Profis genutzt. Es weißt eine Gleitfähigkeit auf, die zu 80 % der von echtem Eis entspricht. Gerade für Anfänger ist das Kunsteis optimal geeignet, um spielerisch das Eislaufen zu erlernen.“

Neben dem Freizeitspaß spricht aber auch die hohe Energieeffizienz für Like-ICE. Ohne großen Energieaufwand für die Kühlung oder die Bearbeitung mit teuren Maschinen kann das synthetische Eis sehr einfach auf und wieder abgebaut werden. „Mit leistbaren Anschaffungs- und sehr geringen Betriebskosten wäre die künstliche Eisfläche nicht nur klima- sondern auch budgetverträglich. Neben Schulsport, Eishockey und Freizeiteislaufen sind die Flächen auch für das Eisstockschießen bestens geeignet. Linz könnte hier seinem Ruf als Innovationsstadt gerecht werden und den Linzern eine attraktive Freizeitfläche an der Donau zurückgeben.“

Ein Video zur Testfahrt von Vbgm Hein finden Sie hier: https://youtu.be/ll5aw0VlYX4
Nähere Informationen zum Anbieter sind hier zu finden: https://www.like-ice.com/