Hein: Modernisierung der Verkehrslichtsignalanlagen vor weiteren Digitalisierungskonzepten

Hein zeigt auf: „Bevor die Digitalisierungskonzepte der Verkehrslichtsignalanlagen umgesetzt werden können, müssen die bestehenden Anlagen entsprechend modernisiert werden. Danach können über verschiedenste Schnittstellen Verkehrsströme gemessen und entsprechend reagiert werden. Zudem ist die Modernisierung aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen dringend notwendig. Bevor man sich ein Butterbrot streichen kann, muss erst das Brot gebacken werden. Das gilt sinngemäß auch für die Modernisierung unserer Verkehrslichtsignalanlagen.“

Digitalisierung im Verkehr ist ein wichtiges Zukunftsthema, darf aber nicht indirekt dazu führen, dass die Ampelinfrastruktur vernachlässigt wird. „Bei der Forderung der Linzer SPÖ nach einem Digitalisierungskonzept für den Gesamtverkehr in Linz wird aber das Pferd von hinten aufgezäumt. Bevor wir digitalisieren können, sind die Grundvoraussetzungen entsprechend zu schaffen. Die Fachabteilung hat bereits ein entsprechendes Modernisierungskonzept ausgearbeitet. Die Gesamtkosten liegen zwischen fünf und sechs Millionen Euro. Wenn diese Hausaufgaben erledigt sind, können entsprechende Digitalisierungsschritte, deren Planungen durchaus parallel zur Modernisierung laufen sollen, in Umsetzung gebracht werden. Jede andere Vorgehensweise würde die Modernisierung verzögern. Es besteht dann die Gefahr, dass auch altersbedingt Wartungsverträge nicht mehr zu erfüllen sind!“, warnt Vizebürgermeister Markus Hein.

Die Stadt Linz ist gesetzlich verpflichtet, die Betriebssicherheit der Linzer Verkehrslichtsignalanlagen zu gewährleisten. Viele Anlagen haben bereits die vom Hersteller empfohlene Nutzungsdauer überschritten. Somit wird es immer schwieriger, entsprechende Ersatzteile zu bekommen. „Es besteht hier in den nächsten Jahren also akuter Handlungsbedarf. Die zuständigen Techniker haben deshalb bereits einen umfassenden Modernisierungsplan ausgearbeitet. Es wäre hier völlig unverantwortlich, die Instandsetzung so aufzublähen, bis sie undurchführbar wird. Genauso wurde etwa in der Vergangenheit auch das Projekt einer Fahrradbrücke nachhaltig verhindert. Im Gegensatz zur Fahrradbrücke haben wir aber bei den Verkehrslichtsignalanlagen einen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen,“ führt Hein weiter aus.

„Ich appelliere daher an alle politischen Kräfte, zuerst die Grundlagen für eine digitalisierte Verkehrssteuerung zu schaffen. Die derzeitige Hardware kann es größtenteils nicht! Moderne Hardware bietet genügend Schnittstellen, die flexibel sind und auf denen dann aufgesetzt werden kann,“ so Hein ergänzend.