Freiheitliche fordern erneut einen umfassenden Sanierungsplan für Schulen, Kindergärten und Seniorenheime
Die aktuellen sommerlichen Temperaturen zeigen einmal mehr, wo viele Linzer Schulgebäude ihre Grenzen erreichen. Überhitzte Klassenräume und mangelnde Beschattungsmöglichkeiten sind kein neues Problem, sondern das Ergebnis eines jahrelangen Investitionsstaus, kritisiert die Linzer FPÖ. Für den freiheitlichen Fraktionsobmann Wolfgang Grabmayr ist deshalb klar: „Die Stadt muss endlich den tatsächlichen Sanierungsbedarf ihrer Schulen offenlegen und einen verbindlichen Sanierungsplan vorlegen. Wenn selbst der oberste Pflichtschulgewerkschafter Paul Kimberger davon spricht, dass sich nun rächt, dass bei Schulbauten vielfach Architektenträume statt Praxistauglichkeit verwirklicht wurden, dann sollte das ein Weckruf für die Verantwortlichen sein. Schulen müssen in erster Linie funktionierende Lern- und Arbeitsorte für Kinder und Lehrkräfte sein. Ausreichender Hitzeschutz, Beschattung und eine zeitgemäße bauliche Ausstattung dürfen keine Nebensache sein.“
Der FPÖ-Fraktionsobmann fordert deshalb eine umfassende Bestandsaufnahme durch das Kontrollamt: „Mit der Zukunft unserer Kinder darf nicht spekuliert werden. Seit Jahren verweigert die SPÖ eine vollständige und transparente Darstellung des tatsächlichen Sanierungsbedarfs an unseren Schulgebäuden. Dabei wissen alle, dass es massive bauliche Mängel und einen teilweise erheblichen Investitionsstau an verschiedenen Schulen gibt. Deshalb wollen wir eine umfassende Prüfung und einen detaillierten Sanierungsbericht durch das Kontrollamt. Der Gemeinderat und die Öffentlichkeit haben ein Recht darauf zu erfahren, wie es wirklich um den Zustand unserer Schulen steht. Unsere Kinder verdienen die bestmöglichen Ausbildungsstätten und keine Politik des Wegschauens.“
Für Grabmayr reicht es jedoch nicht aus, nur über einzelne Schulen zu sprechen. „Das Kontrollamt hat bereits in der Vergangenheit auf erheblichen Sanierungsbedarf in den Linzer Seniorenheimen hingewiesen. Auch dort fordern wir seit langem die notwendigen Investitionen. Deshalb braucht Linz endlich einen umfassenden Sanierungsplan für alle städtischen Gebäude – für Schulen, Kindergärten, Seniorenheime und andere öffentliche Einrichtungen. Es ist nicht nachvollziehbar, dass einerseits Millionen für Luxusprojekte wie die geplanten Sitzstufen am Urfahrmarktgelände um rund drei Millionen Euro oder die Neugestaltung des Hauptplatzes um rund sechs Millionen Euro ausgegeben werden, während notwendige Sanierungen immer weiter aufgeschoben werden. Wer verantwortungsvoll mit Steuergeld umgeht, muss zuerst dafür sorgen, dass öffentliche Gebäude sicher, funktional und zukunftsfit sind. Das sind die Prioritäten, die die Menschen von der Stadtpolitik erwarten dürfen“, so Grabmayr abschließend.