Infrastruktur stärken, statt weiter Millionen für ideologische Prestigeprojekte auszugeben
Die von Liegenschaftsreferentin Vizebürgermeisterin Merima Zukan präsentierten Investitionen in die Linzer Volkshäuser werden von FPÖ-Fraktionsobmann Wolfgang Grabmayr grundsätzlich begrüßt. Die Volkshäuser seien mit über 200.000 Besuchen jährlich zentrale Treffpunkte in den Stadtteilen und damit ein wichtiger Bestandteil der städtischen Infrastruktur. „Es ist richtig, dass in moderne WLAN-Infrastruktur, zeitgemäße Veranstaltungstechnik und digitale Buchungssysteme investiert wird. Unsere Volkshäuser müssen technisch am Stand der Zeit sein“, betont Grabmayr.
Kritisch merkt der freiheitliche Fraktionsobmann jedoch an, dass viele dieser Maßnahmen bereits seit Jahren notwendig gewesen wären. „Dass erst jetzt in grundlegende Modernisierungen investiert wird, zeigt, wie lange hier auf Verschleiß gefahren wurde. Zudem darf sich die Stadt nicht nur auf Technik beschränken – auch bauliche Sanierungen und die laufende Instandhaltung brauchen ausreichend Mittel.“
Gerade in Zeiten angespannter Stadtfinanzen sei eine klare Prioritätensetzung notwendig. „Wenn es um Einrichtungen geht, die von Vereinen, Familien und Senioren tatsächlich genutzt werden, ist jeder Euro gut investiert. Gleichzeitig müssen wir uns aber ehrlich fragen, ob wir uns weiterhin hohe Millionenbeträge für ideologisch motivierte Kultur- oder Luxusprojekte leisten können, während bei der Basisinfrastruktur gespart wird“, so Grabmayr.
Die FPÖ fordert daher, Einsparungspotenziale bei nicht zwingend notwendigen Ausgaben zu nutzen und diese Mittel gezielt in die Sanierung und Weiterentwicklung städtischer Kerninfrastruktur wie Volkshäuser, Schulen und Seniorenangebote umzuschichten.