FPÖ enthält sich im Planungsausschuss – unnötige Zusatzwünsche und organisatorische Versäumnisse treiben Projektkosten nach oben
Die geplante Neugestaltung des Martin-Luther-Platzes wurde von der Linzer FPÖ von Beginn an grundsätzlich unterstützt. Gemeinderat Manuel Danner betont jedoch, dass die aktuellen Entwicklungen Anlass zur Sorge geben: „Wir haben dieses Projekt immer als sinnvolle Aufwertung dieses wichtigen Platzes gesehen. Wenn die Kosten nun aber bereits in dieser frühen Phase um rund 30 Prozent steigen, muss man sehr genau hinschauen.“
Für die Freiheitlichen seien vor allem zusätzliche Sonderwünsche der Stadträtin Schobesberger sowie organisatorische Versäumnisse – so wurde beispielsweise vergessen, die örtliche Bauaufsicht einzukalkulieren – problematisch, die das Projekt unnötig verteuern. „Elemente wie Schwammstadt-Konzepte oder ein Staketenzaun mögen politisch gut klingen, sind aber klassische Kostentreiber. Selbst die Evangelische Kirche als zweiter Projektträger beteiligt sich an diesen Zusatzmaßnahmen nicht, weil sie schlicht nicht notwendig sind“, erklärt Danner. Aufgrund dieser Entwicklung habe sich die FPÖ im zuständigen Ausschuss bei der Abstimmung enthalten.
Besonders kritisch sieht Danner, dass bereits bei einem vergleichsweise überschaubaren Projekt derartige Abweichungen von der ursprünglichen Kostenschätzung auftreten. „Wenn es schon bei Bauvorhaben dieser Größenordnung zu solchen Verfehlungen bei der Kalkulation kommt, muss man sich ernsthaft fragen, was bei Großprojekten wie der geplanten Neugestaltung des Linzer Hauptplatzes oder der Sanierung des Neuen Rathauses noch auf die Steuerzahler zukommen wird“, warnt der freiheitliche Gemeinderat abschließend.
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