Grabmayr: Seit Jahren die Frage: Quo Vadis Grünmarkt?

Die Geduld hat ein Ende, die FPÖ will den Grünmarkt aus Marktordnung entlassen

Schon zwei ÖVP-Wirtschaftsreferenten haben sich die Wiederbelebung des Urfahraner Grünmarktes auf die Fahnen schreiben wollen und haben sich sichtlich daran die Zähne ausgebissen. Die Eine versuchte mit einer millionenteuren Sanierung die Anlage zu aktivieren, der Erfolg blieb aber aus. Der Andere hat seine Verantwortung an eine externe Food Bloggerin zur Erstellung eines Nutzungskonzeptes abgegeben. Dieses Konzept, bis Herbst 2019 versprochen, lässt immer noch auf sich warten, ebenso wie nennenswerte sichtbare Ergebnisse. Man ist versucht zu sagen: Die zuständigen ÖVP-Referenten kommen und gehen, die Probleme des Grünmarktes aber bleiben bestehen“, führt der FPÖ-Gemeinderat Wolfgang Grabmayr den Hintergrund seiner jüngsten Antragsidee aus.

Der Urfahraner Grünmarkt führt seit Jahren ein tristes Dasein. Abgeklebte Geschäftsflächen und parkenden Autos symbolisieren die Ratlosigkeit. Gemeinderat Grabmayr ist überzeugt, dass der Grünmarkt ohne das enge Korsett der Marktordnung besser zu vermarkten wäre und in Urfahr ein richtiges Juwel darstellen könnte. Und obwohl die Zuständigen Maßnahmen angekündigt haben, wird die Anlage nach wie vor nicht genutzt. Grabmayrs Ansatz sieht daher eine Entlassung des Grünmarktes aus der Linzer Marktordnung vor, die er in der kommenden Gemeinderatsitzung beantragen wird.

„Vielseitigere Nutzungen, wie beispielsweise Gastronomie oder Nahversorger, wären somit möglich. Dadurch könnte dem Gelände mit frischem Wind neues Leben eingehaucht werden! Ich appelliere an die ÖVP über ihren eigenen Schatten zu springen und mitzuhelfen, den Grünmarkt wieder erblühen zu lassen“, so Grabmayr weiter.

Grabmayr: Baier beweist erneut, was er (nicht) kann

Posse um Kleider-Bauer Filiale am Taubenmarkt ist Sinnbild verfahrener VP-Wirtschaftspolitik

„‘Er habe eh zwischen den Streitparteien vermitteln wollen‘. Diese Aussage Baiers hat nicht nur einen kindlichen Beigeschmack, sie ist für den Linzer Wirtschaftsreferenten auch durchaus unwürdig. Immerhin gibt es diese Stadtfunktion nicht für das mediale Ausrichten guter Absichten, sondern für die aktive Gestaltung des Linzer Wirtschaftraumes. Den Schaden trägt jedenfalls die Linzer Wirtschaft und damit auch die Linzerinnen und Linzer“, so der freiheitliche Gemeinderat Wolfgang Grabmayr.

Der Grund für Grabmayrs Entrüstung: Ein Vergleich zwischen der Modekette Kleider-Bauer und dem Vermieter der Immobilie am Taubenmarkt ist nicht erfolgt. Als Konsequenz droht nun ein jahrelanger Rechtsstreit. Die medial ausgerichtete Position des Linzer Wirtschaftsreferent VP-Vizebürgermeister Bernhard Baier, er habe versucht in der Sache zu vermitteln, hinterlässt bei Grabmayr einen bitteren Beigeschmack.

„Die Sache beweist sicherlich die unzulänglichen Fähigkeiten Baiers als Mediator. Vielleicht sollte er sich daher auf Wirtschaftsreformen konzentrieren. Es gibt zahllose Beispiele für die verfahrene VP-Wirtschaftspolitik in der Stadt Linz. Statt zahnloser und absehbar erfolgloser Vermittlungsversuche sollte Baier daher endlich Sinnstiftendes liefern. Die Linzer Wirtschaft braucht umsetzbare und nachhaltige Wirtschaftskonzepte und sicherlich keine plakative und überzogene VP-Selbstbeweihräucherung. Die verfahrene Situation der kleineren Linzer Wochen- und Grünmärkte scheint den umtriebigen VP-Vizebürgermeister mangels Erfolges nun ja gar nicht mehr zu interessieren“, so Grabmayr weiter.

Diskussionen in diesem Zusammenhang gab es zuletzt auch rund um die vermeintlichen Maßnahmen Baiers im Falle des PRO-Kauflandes in Linz-Urfahr. Bildwirksam posierte Baier dabei mit einer Kartontafel mit der Aufschrift: „Das Pro bleibt“. „Welche Schritte zur Sicherung des Einkaufszentrums hat Baier hier gesetzt? Mir drängt sich da die Frage auf: Wo bleibt der Grünmarkt?“, so Grabmayr weiter. „Bleibt nur zu hoffen, dass Baier auf dem Gebiet der Facebook-Posts trittsicherer ist, denn als Mediator oder als Wirtschaftsreferent“.

Hein: Urfahraner Grünmarkt – Neues Konzept lässt weiter auf sich warten

Flexiblere Nutzung nur ohne starre Marktordnung möglich

Wenn es um den Urfahraner Grünmarkt geht, heißt das Motto leider auch weiterhin „Im Westen nichts Neues“. Obwohl Vizebürgermeister Bernhard Baier heuer im Sommer für diesen Herbst ein neues Konzept versprochen hat, lässt er damit leider immer noch auf sich warten. „Der kalendarische Herbst ist zwar noch nicht zu Ende, aber ich wäre schon davon ausgegangen, dass damit nicht die Adventzeit gemeint war!“, so Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein.

Die schwarzen Wirtschaftsreferenten haben über Jahre tatenlos dem Untergang des Grünmarkts zugesehen. Ohne Konzept wurden Investitionen von 3,7 Mio. Euro in den Markt getätigt. Alle Rettungsversuche waren vergeblich. „Die modernste und beste Anlage nützt eben nichts, wenn das Gesamtkonzept nicht stimmt. Dem ÖVP-Wirtschaftsreferenten Bernhard Baier müsste dies schon lange bekannt sein, dass Marktbeschicker den Grünmarkt meiden, weil dieser für sie keine erfolgreiche Geschäftigkeit zulassen würde. Nur den Kopf in den Sand zu stecken, wird das Problem nicht beseitigen!“

Vizebürgermeister Hein ist davon überzeugt, dass sich nach so vielen verlorenen Jahren und halbherzigen Versuchen, die alle gescheitert sind, Vizebürgermeister Baier sich neuer Ideen nicht weiterhin verschließen darf. Er muss erkennen, dass der Zug abgefahren ist. Am Grünmarkt wird ein Markbetrieb im klassischen Sinn nicht mehr funktionieren. Es ist daher notwendig, sich neuen Vorschlägen zu öffnen: „Die Marktordnung ist für viele Nutzungen viel zu unflexibel. Ich würde, wenn ich der zuständige Referent wäre, den Urfahraner Grünmarkt aus dieser herausnehmen. Vielseitigere Nutzungen, wie beispielsweise Gastronomie oder Nahversorger, wären somit möglich. Dadurch könnte dem Gelände mit frischem Wind neues Leben eingehaucht werden!“

Grabmayr: Die Marktpolitik der Stadt Linz – gibt es so etwas überhaupt?

Vizebürgermeister Baier sollte endlich für neue Akzente sorgen

Seit Jahr und Tag fordert die Linzer FPÖ eine Förderung der kleinen Linzer Märkte. Neben dem noch durch Maßnahmen seiner Vorgängerin florierenden Südbahnhofmarkt, geben die weiteren städtischen Märkte, die dem Ressort von VP-Vizebürgermeister Baier unterstehen, ein eher trauriges Bild ab. Der bekannteste Schwachpunkt der Linzer Marktszene ist der Grünmarkt in Urfahr. „Nicht nur wir Freiheitliche, sondern auch die Linzer Medien, haben schon des Öfteren darauf hingewiesen, dass es so nicht weitergehen kann“, sagt der freiheitliche Gemeinderat Wolfgang Grabmayr. „Wohl um die Öffentlichkeit ruhig zu stellen, hat Vbgm Baier wieder einmal ein neues Konzept angekündigt. Er verspricht Weltstadtniveau für einen Markt, der durch jahrelanges Desinteresse de facto nicht mehr existent ist.“

„Wir wünschen der mit der Konzepterarbeitung beauftragten Unternehmerin und ´Food-Bloggerin´ Anita Moser viel Erfolg bei der Umsetzung ihrer Pläne. Doch haben wir berechtigte Zweifel, ob sie schaffen kann, was ein Referatsleiter mit einer großen Mannschaft bisher nicht bewerkstelligen konnte. Für das neue Marktprojekt wird wohl oder übel auch Geld in die Hand genommen werden müssen. Geld das bisher angeblich nicht verfügbar war“, führt Grabmayr weiter aus.

„Wir Freiheitliche wollten das auch in der Vergangenheit nicht so recht glauben. Immerhin konnte das Baier-Ressort Studien von zweifelhaftem Wert wie die Agenda 2027 finanzieren. Wir denken, dass der lokalen Linzer Wirtschaft, speziell in den äußeren Stadtbezirken, mehr geholfen wäre, wenn man einen Teil des Geldes, das bisher für fruchtlose Theoriearbeit verschwendet wurde, stattdessen direkt in die Belebung der kleinen Wochenmärkte investieren würde“, so Grabmayr.

„In anderen Städten funktionieren diese Grätzelmärkte durchaus auch gut, wieso nicht in Linz?“, fragt sich der Freiheitliche. „Wenn dem Marktreferat nichts einfällt, könnte es ja vielleicht die Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat, das unter gleicher politischer Flagge, aber durchaus innovativ, segelt, intensivieren. Wir Linzer Freiheitliche werden jedenfalls Herrn Vbgm Baier weiterhin zum Thema kleine Wochenmärkte kritisch auf die Finger schauen“, verspricht GR Grabmayr abschließend.

Hein: Allerhöchste Zeit für Rettung des Urfahraner Grünmarktes

Der Grünmarkt könnte ein pulsierendes grünes Zentrum im Herzen von Urfahr sein

Der Urfahraner Grünmarkt hat seit Jahren ein massives Problem. Versuchte noch die ehemalige Stadträtin Wegscheider mit Investitionen von 3,7 Mio. Euro den Markt vergebens zu retten, lies ihr Nachfolger Vizebürgermeister Bernhard Baier bis dato auch keine Akzente am Grünmarkt erkennen: „Ein Rundgang durch den Markt zeigt die triste Situation. Fast alle Geschäftsflächen sind leer. Abgeklebte Auslagen und vom Winde verwehtes Laub! Vizebürgermeister Baier hatte bisher keinen Plan, was mit dem Gelände geschehen soll!“, erklärt der Linzer Vizebürgermeister Markus Hein.

„Eine freiheitliche Initiative im September 2017 im Gemeinderat hatte zum Ziel, den Grünmarkt für Marktbeschicker und Besucher zu attraktivieren. Unser Antrag wurde auch einstimmig angenommen. Mittlerweile – fast 2 Jahre danach – lässt Vizebürgermeister Baier nun aufhorchen, dass es bis Herbst endlich ein neues Konzept geben soll. Nach so langer Untätigkeit ist das auch allerhöchste Zeit!“, so Hein.

Vizebürgermeister Bernhard Baier muss nun ein schlüssiges Konzept für den Markt vorlegen, wodurch der Urfahraner Grünmarkt, der im Zentrum Urfahrs liegt und auch bestens an den öffentlichen Verkehr angeschlossen ist, wieder verstärkt von Kunden und Marktfahrern angenommen wird. Zudem hat ein Ortsaugenschein ergeben, dass genügend Parkplätze in der Kurzparkzone frei wären. Die 4.700 m² große Anlage hat es verdient, wieder ein pulsierendes Herz des Stadtteils Urfahr zu werden! „Wir werden bei dem Thema am Ball bleiben und uns nicht noch länger vertrösten lassen!“, so Hein abschließend.