Postpartner am Gründberg geschlossen – FPÖ will Standort erhalten
Bis kurz vor Weihnachten gingen täglich duzende Menschen mit Paketen und Briefen ein und aus. Jetzt verweist ein gelbes Plakat auf die Postfiliale im Lentia. Die Schließung des Postpartners in Urfahr-Gründberg ist für Stadtrat Dr. Michael Raml und den geschäftsführenden Obmann der FPÖ-Ortsgruppe St. Magdalena/Auhof, Mag. Gerald Mayr, ein weiteres alarmierendes Zeichen für den schleichenden Abbau der Nahversorgung in Urfahr. Aufgrund von vielen enttäuschten Reaktionen von Anrainern fordern die beiden FPÖ-Politiker Raml und Mayr in einem persönlichen Schreiben an den Vorstand der Österreichische Post AG den Erhalt eines Post-Nahversorgers im Stadtteil.
„Was hier passiert, ist ein weiterer Kahlschlag der Nahversorgung und Lebensqualität in Urfahr. Immer mehr wohnortnahe Serviceleistungen verschwinden“, erklärt Stadtrat Raml. Der Brief an den Post-Vorstand sei ein bewusstes Signal, dass man diese Entwicklung nicht kommentarlos hinnehme: „Eine flächendeckende Postversorgung gehört zur Grundversorgung und darf nicht einfach gestrichen werden.“
Wie rasant die Nahversorgung in Urfahr abnimmt, zeigt nicht zuletzt auch die Aufgabe des Unimarkt-Standort am Auberg. Hier wird bald der letzte Lebensmittelnahversorger mitten in einem großen Wohngebiet geschlossen. „Kein Postpartner mehr, kein Lebensmittelgeschäft mehr – für tausende Bewohner bedeutet das, tägliche Erledigungen nur noch mit langen Wegen bis ins Lentia. Das ist vor allem für ältere Menschen und Familien ohne Auto schlicht nicht zumutbar“, unterstreicht Ortsparteiobmann Gerald Mayr.
Mit dem offenen Brief an die Post AG fordern Raml und Mayr daher konkret, im Bereich Urfahr-Gründberg weiterhin einen Post-Nahversorger sicherzustellen – sei es durch einen neuen Postpartner oder ein alternatives Modell. „Ein Stadtteil mit tausenden Einwohnern darf nicht einfach abgehängt werden“, so Mayr. Auch den Bürgermeister Dietmar Prammer nehmen sie in die Pflicht: „Wenn ein lebenswertes Linz dem Bürgermeister wirklich ein Anliegen ist, dann soll er sich aktiv dafür einsetzen, dass die Grundversorgung erhalten bleibt, statt Millionen für angebliche Stadtverschönerungsprojekte auszugeben.“
Abschließend erneuern die Freiheitlichen ihre grundsätzliche Forderung nach einem Umdenken in der Stadtpolitik: „Eine lebenswerte Stadt besteht nicht aus überteuerten Luxusprojekten, sondern aus funktionierenden Grätzeln mit kurzen Wegen. Nahversorgung ist Daseinsvorsorge – und keine Option, die man beliebig streichen kann“, halten Raml und Mayr fest.