Kooperation mit OÖGKK und Spitälern sichert Erhalt

1_detlef_wimmer„Eine Abschaffung unserer militärischen Infrastruktur auf Raten“, erkennt der Linzer Sicherheitsstadtrat Detlef Wimmer während der nicht einmal zwei Jahre seit der Bundesheer-Volksbefragung Anfang 2013. „Immer mehr Menschen sprechen aus, was auch Betroffene und noch Schweigsame denken: Das ist eine Abschaffung auf Raten, die über Umwege erst recht wieder zum Ende der Wehrpflicht führt. Militärisch gesehen muss das System also ’stumreif‘ geschossen werden, bis eine Mehrheit das Ganze endlich für obsolet und anachronistisch hält.“

Neben der Tatsache, dass solche Politik unehrlich, widersprüchlich und letztlich sehr kostspielig ist, handelt es sich um ein veritables Sicherheitsrisiko: „Der Abbau militärischer Strukturen geht viel rascher als der Aufbau. Wenn schrittweise nun immer mehr kleinere Einrichtungen abgeschafft oder zentralisiert werden, bleibt irgendwann nichts mehr übrig“, warnt Wimmer. „Die Grenze zwischen einer ‚gesunden Diät‘ und einer gefährlichen Magersucht ist hier schon überschritten.“

Aktuell will SPÖ-Verteidigungsminister Gerald Klug die Stellungsstraße in Oberösterreich schließen – angeblich aus Ärztemangel. „Angesichts der Kapazitäten in Linz – Stichwort Spitäler und OÖGKK – ein blanker Hohn. Auch die Kosten durch teuren Stellungstourismus will man offensichtlich ignorieren, solange nur am Papier ein Standort geschlossen werden kann“, befürchtet Wimmer, der als Aufsichtsrat des städtischen AKH das Gesundheitssystem seit 2009 näher kennt. „Zu guter Letzt haben wir mit den Stimmen der SPÖ einen Gemeinderatsbeschluss für den Erhalt der Stellung in Linz gefasst. Unterstützung ist da. Es liegt an der SPÖ, unsere Interessen gemeinsam mit uns Freiheitlichen nun in Wien durchzusetzen!“