Stellungsstraße in Linz muss erhalten bleiben

StR Detlef Wimmer„Das Österreichische Bundesheer durchlebt zur Zeit wahrlich keine rosigen Zeiten. Ein Sparpaket folgt dem anderen und sogenannte Strukturanpassungen treiben die Organisation an den Rand seiner Einsatzfähigkeit“, bilanziert der Linzer Sicherheitsstadtrat Detlef Wimmer. „Die Ebelsberger Hiller-Kaserne wird noch dieses Jahr vom Bundesheer geräumt. Die Tilly-Kaserne in Freistadt soll 2016 folgen und der Linzer Stellungsstraße droht sogar das totale Aus, wenn man in Wien die finanziellen Mittel für die baulichen Adaptierungsarbeiten am neuen Standort in Hörsching einfach streicht. Rechnet man die Demontage der Militärmusik noch hinzu, offenbart sich, dass das Bundesheer in unserem Bundesland bei der letzten Reform letale Treffer abbekommen hat.“

„In Linz wird es – nach derzeitigem Planungsstand – ab 2017 gar keine militärische Liegenschaft mehr geben“, schüttelt Wimmer den Kopf. „Die Verlegung der Stellungsstraße nach Hörsching in den Fliegerhorst Vogler soll den Erhalt der Stellung in Oberösterreich retten. Diese Taktik erscheint in der Theorie möglich, die praktische Umsetzung könnte sich aber als Bumerang herausstellen und das endgültige Aus der Stellung in Oberösterreich bedeuten“, warnt der freiheitliche Bezirksobmann. „Viel wichtiger ist es den laufenden Betrieb der Stellungsstraße in Linz durch Lösung der Ärztefrage sicherzustellen. Eine personell voll besetzte und funktionierende Einrichtung, die für die Gesundheitsvorsorge der jungen Oberösterreicher wertvolle Arbeit leistet, darf nicht dem Sparstift zum Opfer fallen!“

„Von den sechs bestehenden Stellungsstraßen im Bundegebiet werden in naher Zukunft bis zu zwei eingespart“, berichtet Wimmer, der neben Klagenfurt und St. Pölten auch die Linzer Stellungsstraße gefährdet sieht. „Das Land Oberösterreich kann – sofern der Wille dazu da ist – die Ärzteproblematik in der Linzer Stellungsstraße einer dauerhaften und langfristigen Lösung zuführen und damit allen Schließungsgerüchten ein Ende setzen. Wir fordern, den Stellungsbetrieb in Linz aufrecht zu erhalten. Das ist die effizienteste Lösung und billiger als eine Verlegung nach Hörsching, die Geld kostet, das das Bundesheer ohnehin nicht hat.“