Viele Fragen bei künftiger „Super-Kaserne Hörsching“ noch offen

1_detlef_wimmer„Die gänzliche Auflösung aller militärischer Liegenschaften in Linz scheint seit letzter Woche in Stein gemeißelt. Das Aus der Kaserne in Ebelsberg ist bereits seit längerem auf Schiene. Die überraschende Schließung der Linzer Garnisonsstraße ist jedoch ein herber Rückschlag“, unterstreicht Sicherheitsstadtrat Detlef Wimmer. „Nicht weniger als 1,6 Mio. Euro sind in den letzten zwei Jahren in die Kaserne investiert worden. Nun die Stellungsstraße und das Heerespersonalamt (HPA), das eigentlich in die Garnisonsstraße verlegt werden sollte, nach Hörsching zu stecken, klingt absurd. Auch wenn diese Variante in der Theorie möglich ist, stellt sich die praktische Umsetzung wohl komplexer dar.“

„Neben der schlechten öffentlichen Anbindung von der Kaserne in Hörsching, sind auch die infrastrukturellen Voraussetzungen für eine Verlegung der Stellungsstraße und des HPA derzeit nicht gegeben“, stellt Wimmer klar. „Die bestehenden Gebäude werden für die Einheiten des Panzerstabsbataillon4 benötigt, die ab Mitte 2015 von Ebelsberg und nun auch von Freistadt auf den Fliegerhorst Vogler verlegen werden. In diesem Fall sind wieder bauliche Maßnahmen im Millionenbereich zu tätigen. Geld, das das Bundesheer ohnehin nicht hat!“

Wimmer schlägt deshalb vor, die Stellungsstraße und das HPA in der Linzer Kaserne „Garnisonsstraße“ zusammenzuführen. „Die Gebäude hierfür sind teilsaniert und stehen zur Verfügung. Abgesehen davon kann trotzdem noch ein Bereich von ca. 6 Hektar, der nicht genutzt wird, an die Stadt verkauft werden. Das spült dann sogar noch Geld in die leeren Kassen des Bundesheeres“, merkt Wimmer an. „Die radikalen Sparvorschläge sparen nur kurzfristig Geld. Sie verursachen sogar noch zusätzliche Kosten, die mit dem Erhalt der Stellungsstraße und des HPA in Linz nicht entstehen würden!“