Entwaffnung der Wachsoldaten – gegen deren Wunsch – bringt Gefahren statt Nutzen

StR Detlef Wimmer„Der letzte Woche bekannt gewordene Plan, die Wachsoldaten in Oberösterreichs Kasernen auszumustern, sorgt nicht nur heeresintern für Diskussionen. Viele Menschen haben uns angesprochen, dass dies eine weitere Aushöhlung der Sicherheit in unserem Land darstellt“, berichtet der Linzer FPÖ-Obmann StR Detlef Wimmer. „Das Heer wird kaputt gespart. Begründet wird die Entwaffnung der Wachen – was dem Fass den Boden ausschlägt – zu Unrecht mit der Attraktivierung des Grundwehrdienstes.“

„Für Betroffene selbst ist der neue Plan alles andere als eine Attraktivierung. Ein Wachsoldat besitzt aufgrund seiner Tätigkeit und der hohen Verantwortung mehr Rechte als ein gewöhnlicher Grundwehrdiener. Das bringt auch Respekt mit sich, der nun wegfällt“, erklärt Wimmer. „Auch die Befugnisse der künftigen Torposten, sind nicht mehr als die jedes Zivilisten. Wie das funktionieren soll, steht noch in den Sternen.“

„Wie nun bekannt wurde, scheint diese Pseudo-Attraktivierung ein Alleingang auf Kosten der militärischen Sicherheit zu sein. Die für Sicherheit zuständigen Bereiche waren gar nicht eingebunden“, zeigt sich Wimmer entsetzt. „So eine einschneidende Maßnahmen ohne die Verantwortlichen in diesem Bereich zu planen und umzusetzen, ist völlig undenkbar. Darüber hinaus muss man sich vor Augen führen, dass der Fliegerhorst Vogler in Hörsching auch für die Luftraumüberwachung genutzt wird. Die bewaffneten Jets (Saab-105 oder Eurofighter) werden zwar vor Ort bewacht, aber beim Kasernenzugang steht lediglich ein Türschließer. Aus unserer Sicht ist der Plan zum Scheitern verurteilt“, so Wimmer.