Sicherheitsbeauftragten in der Linzer Stadtplanung einrichten

wi-de„Viele kennen die Situation selbst oder aus Erzählungen: Am Nachhauseweg oder beim abendlichen Spaziergang im Park fühlt man sich unwohl und meidet dunkle Ecken oder verwachsene Stellen. Dieses Empfinden wird durch regelmäßige Bürgerbeschwerden untermauert“, berichtet der Linzer FPÖ-Obmann StR Detlef Wimmer, der die sogenannten „Angst-Orte“ weitgehend aus dem Stadtgebiet verbannen möchte. „Durch stärkere Berücksichtigung sicherheitsrelevanter Aspekte in Planungs-, Bau- und Steuerungsprozessen in der Stadtentwicklung und -verwaltung können solche Problemfälle bereits im Vorfeld vermieden werden. Die Stadtentwicklung im Wiener Magistrat hat mit ihrem Leitfaden „Planen – aber sicher“ bereits Maßnahmen für die Gestaltung von öffentlichen Räumen ergriffen, um das Sicherheitsgefühl der Menschen zu steigern.“

„Mit dem Ansatz, in Planungen von Gebäuden, Plätzen, Tiefgaragen oder Spielplätzen kriminalpräventive Überlegungen einfließen zu lassen, erzielen viele europäische Städte seit Jahren Erfolge bei der Senkung der Kriminalitätsrate und Steigerung des Sicherheitsgefühls“, betont Wimmer. „Auch nachträglich ist es möglich, kriminalpräventive Maßnahmen zu ergreifen. Die Überlegungen dahinter und die eigentlichen Maßnahmen sind meist recht einfach. Werden sie richtig umgesetzt, sind sie wirksamer und kostengünstiger als repressives Vorgehen. Beispiele sind die Installation von Lichtanlagen, dynamische (situative) Beleuchtung, situationsgerechte Bepflanzung von Grünflächen, die offene Gestaltung von Plätzen und Straßen sowie vieles mehr!“

„Auch Sauberkeit erhöht den Grad an subjektiver Sicherheit. Verschmutzungen verunsichern Menschen und signalisieren Vernachlässigung. Nachweislich sinkt auch die Hemmschwelle für weitere Verschmutzung oder gar Beschädigungen“, so Wimmer, der die öffentlichen Zonen in den einzelnen Stadtteilen den Bedürfnissen der Bürger anpassen möchte. „Durch Festlegung eines Sicherheitsbeauftragten in der Linzer Stadtentwicklung könnte dieser Aufgabenbereich in allen stadtplanerischen Projekten ohne große Mehrkosten berücksichtigt werden. Der Wiener Leitfaden ist bestimmt ein Schritt in die richtige Richtung und die daraus gewonnen Erfahrungswerte sind auch auf Linz anwendbar.“

Link zum Leitfaden „Planen – aber sicher!“: http://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/studien/b008269.html