Aktuelle Sicherheitslage unterstreicht die Notwendigkeit einer militärischen Liegenschaft in Linz

Wimmer„Der aktuelle Plan des Verteidigungsministeriums sieht die Verlegung der Linzer Stellungstraße nach Hörsching und die Schließung der Kaserne in der Garnisonsstraße vor. Das würde bedeuten, dass das Bundesheer dann keine eigene Liegenschaft mehr in Linz besitzt“, berichtet der Linzer Vizebürgermeister und Sicherheitsreferent Detlef Wimmer. „Die aktuelle Sicherheitslage vor allem am und rund um den Linzer Hauptbahnhof hat uns vor Augen geführt, wie schnell die Lage eskalieren kann. 40 randalierende Marokkaner haben die Sicherheitskräfte dazu veranlasst die Polizeipräsenz vor Ort zu verstärken. Es liegt in der Hand des Innenministeriums Soldatinnen und Soldaten des Bundesheeres zur Verstärkung in Form eines Assistenzeinsatzes gemäß §2 Wehrgesetz anzufordern.“

„Wenn der Standort in der Garnisonsstraße fällt, ist die nächstgelegene Kaserne in Hörsching disloziert. Für Einsätze in Linz müssten Soldaten von Hörsching anmarschieren. Abgesehen von der längeren Wegstrecke, die die Soldaten zurückzulegen haben, ist die Einsatzführung drauf auszurichten“, ortet Wimmer Nachteile und unterstreicht: „Linz braucht eine Bundesheerkaserne. Die Verantwortlichen müssen aufgrund der aktuellen Entwicklungen ihre Schließungspläne überdenken!“

„Auch im oö. Sicherheitsausschuss des Landtages wurde in einer Resolution an den Bund beschlossen, die geplanten Verkäufe und Standortzusammenlegungen von Kasernen und Ausbildungsstätten zu stoppen“, informiert Wimmer. „Die Aufgaben zur Bewältigung der Asylkrise werden künftig noch ausgedehnt und bei gleichzeitiger Beanspruchung im Katastrophenfall, brauchen wir ein handlungsfähiges Bundesheer. Und dazu sind mehrere verteilte Standorte mit unterschiedlichen Kompetenzen für eine gleichzeitige Ausübung von Heeresaufgaben besser geeignet. Deshalb muss auch die Stellungskommission in Linz bleiben!“, fordert Wimmer abschließend.