Urfahraner Markt: Grabmayr fordert Aufklärung über die Vergabepraxis von Standortplätzen

Vergabe bei zukünftigen Jahrmärkten soll nach verständlichen und klaren Regeln erfolgen 

Am 27. April geht der Urfahraner Jahrmarkt in seine nächste Auflage. Jedoch im Hintergrund, völlig unbemerkt, dürfte es laut der Linzer Stadtzeitung „Linza“ brodeln. Der 80 Meter hohe „SKYFALL“ darf nicht mehr dabei sein, weil er für seine Konkurrenten zu attraktiv wäre – dieser würde ihnen das Geschäft abziehen und somit den Gewinn mindern. „Dies hat der Betreiber des SKYFALL-Turms gegenüber dem  „Linza“ und der Tageszeitung „Heute“ jedenfalls bestätigt“, berichtet der freiheitliche Gemeinderat Wolfgang Grabmayr: „Der Erklärungsversuch von ÖVP-Vizebürgermeister Bernhard Baier klingt nicht sehr überzeugend, denn er behauptet, dass der Standplatz, an dem der SKYFALL-Turm stand, ausschließlich für neue Attraktionen gedacht sei!“

Gemeinderat Grabmayr, selbst ein begeisterter Urfix-Besucher, fragt sich: „Welche neuen Attraktionen gab es an diesem Standort in den letzten Jahren wirklich?“ Bis auf den bei den Besuchern sehr beliebte  SKYFALL-Turm, fällt ihm keine weitere ein! Grabmayr beanstandet, dass in diesem  Zusammenhang aber nicht das erste Mal Kritik geäußert wurde: „Es entsteht sogar der Eindruck, dass die Vergabe von Standortplätzen eine intransparente Black-Box ist. Ich gehe sogar einen Schritt weiter, man könnte sogar den Eindruck gewinnen, dass hier schwarze Klientelpolitik – zu Lasten der Attraktivität des Jahrmarktes – betrieben wird!“

Dass einem Fahrgeschäft der Standplatz am Urfix verwehrt wird, weil dieses zu attraktiv sei, ist ein unglaublicher Skandal. Der Marktreferent Bernhard Baier muss das den zahlreichen enttäuschten Marktbesuchern erst einmal erklären. Die Freiheitlichen fordern daher von Vizebürgermeister Baier eine glaubwürdige Erklärung zu dem Vorfall. Notfalls wollen sie auch das Kontrollamt einschalten, dieses soll Baiers Vergabepraktiken genauer unter die Lupe nehmen. Aber dabei bleibt es nicht, verspricht Grabmayr: „Wir werden auch im Gemeinderat dieses Thema diskutieren und eine transparente Vergabe mittels Antrag einfordern! Das sind wir den treuen Jahrmarkt Besuchern und Besucherinnen einfach schuldig!“