Hein zur Ablehnung der Wirtschaftskammer betreffend grünen und autofreien Hauptplatz

WKO OÖ weigert sich, einzementierte und rückständige Position aufzugeben

Mit der heutigen Aussendung beweist die Wirtschaftskammer Oberösterreich erneut, dass sie seit den 70er Jahren des letzten Jahrtausends nur wenig dazugelernt hat. Die Ablehnung eines grünen und autofreien Linzer Hauptplatzes ähnelt jener Argumentation, mit der sich die WKO OÖ auch gegen die Umwandlung der Landstraße in eine Fußgängerzone sträubte.

„Seit ich als Infrastrukturreferent in Linz tätig bin, kann ich mich an keine Innovation zum Wohle der sanften Mobilität oder des Klimaschutzes erinnern, die bei der WKO auf Zustimmung gestoßen wäre. Man kann der Wirtschaftskammer also nicht vorwerfen, einzementierte und rückständige Positionen leichtfertig zu Gunsten neuer Erkenntnisse aufzugeben. Etwas mehr Zukunftssinn wäre bei einer Interessensvertretung für die oberösterreichischen Wirtschaftstreibenden allerdings durchaus angebracht“, so Hein abschließend.

Hein: Arbeiterkammer und Wirtschaftskammer müssen für ihre Klientel einstehen

Hunderte Millionen an angehäuften Notfall-Rücklagen werden dringend gebraucht 

Sowohl die Arbeiterkammer OÖ als auch die Wirtschaftskammer OÖ haben in den vergangenen Jahren immense finanzielle Rücklagen angehäuft. Für Notlagen, wie es in der Vergangenheit bereits mehrfach hieß, als sie aufgefordert wurden, auf die Rücklagen zurückzugreifen. „Jetzt sind wir in einer großen Notlage angekommen. Die AK und die WKO müssen sofort helfen! Arbeiter und Unternehmer brauchen dieses Geld dringend“, sagt der freiheitliche Linzer Vizebürgermeister Markus Hein. „Durch die Corona-Krise kämpfen unzählige Unternehmer um ihre Existenz. Viele Arbeitnehmer sind von einer möglichen Arbeitslosigkeit bedroht. Dagegen muss nun angekämpft werden. Die Rücklagen von AK und WKO müssen dafür genutzt werden.“

Alleine die WKO Oberösterreich soll über Rücklagen von über 100 Mio. Euro verfügen. Auch das Budget der AK OÖ steigt von Jahr zu Jahr. „Jetzt muss Schluss sein, dass die Kammern ihre Millionen horten. Arbeitnehmer und Unternehmer brauchen sie in der aktuellen Corona-Krise mehr als je zuvor. AK und WKO müssen jetzt Taten setzen, um den Menschen in ihrer Not zu helfen!“, fordert Hein.