Hein: Vbgm Baiers Eventweihnachtsmarkt hinterlässt Spur der Zerstörung in Linzer Parkanlage

Verheerende Schäden an Grünflächen im Volksgarten

„Verheerende Schäden an unseren Grünflächen im Linzer Volksgarten haben die Eisfiguren-Halle sowie diverse Fahrgeschäfte hinterlassen. Das gesamte Ausmaß der Zerstörung wird erst jetzt – nach der Entfernung der Aufbauten – sichtbar. Noch im Dezember 2019 verteidigte ÖVP-Vizebürgermeister Bernhard Baier seine Eventweihnachtsmärkte vehement, verschwieg aber die Konsequenzen dieser fragwürdigen Winterattraktion“, erklärt der freiheitliche Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein.

„Zu Recht haben sich alle Parteien bis auf die ÖVP für den stärkeren Schutz der innerstädtischen Grünanlagen ausgesprochen und dem Treiben im Volksgarten eine klare Absage erteilt. Schädliche Nutzungen, etwa durch länger andauernde Aufbauten, dürfen deshalb in Zukunft dort nicht mehr stattfinden. In Linz gäbe es genügend befestigte Flächen, auf denen ein weihnachtlicher ‚Mini-Urfix‘ veranstaltet werden könnte. Wobei allerdings bezweifelt werden darf, dass überhaupt jemand – außer der ÖVP – so etwas zur Weihnachtszeit in Linz wirklich braucht“, erklärt Hein weiter.

„Einen symbolischen Zweck erfüllt das Schlachtfeld im Volksgarten aber jedenfalls. Es führt allen Linzerinnen und Linzern deutlich vor Augen, was unsere Grünflächen dem Grünreferenten Baier wirklich Wert sind. Dieser schmückt sich zwar in der öffentlichen Debatte gerne mit plakativen Ankündigungen (z.B. 1000 Bäume), nimmt bei der Umsetzung seiner Pläne aber keine Rücksicht auf die innerstädtischen Grün- und Erholungsflächen“, so Hein abschließend.

Hein zu Linzer Weihnachtsmärkten: Ramschware statt Kunsthandwerk?

Lärmende Fahrgeschäfte und importierte Spielzeugwaffen sind kein Brauchtum

Die Linzer Weihnachtsmärkte geben weiterhin Grund zur Kritik: Nachdem die großflächige Versiegelung des Volksgartens durch eine Eishalle und Verkaufsstände sowie der Volksfestcharakter des dortigen Weihnachtsmarktes für Unmut sorgten, zeigten sich auch weitere Sonderlichkeiten. So mussten für die magischen Eisschnitzereien 144 Tonnen Eis aus Belgien importiert werden. „Ich stehe der Veranstaltung an diesem Standort insgesamt kritisch gegenüber. Aber dass dann auch noch das Eis aus anderen EU-Staaten importiert werden muss, statt regional zu kaufen, lässt mich den Kopf schütteln. Bei dieser CO2-Bilanz helfen auch Bernhard Baiers Bäume nicht viel auf dem Weg zur Klimastadt“, äußert sich FPÖ-Vizebürgermeister Markus Hein.

Unter den Marktstandlern finden sich zudem Anbieter, die statt weihnachtlicher Waren Gewaltspielzeug anbieten. „Für mich beißt es sich, wenn man ein handfestes Waffen- und Gewaltproblem unter Jugendlichen hat, deshalb sogar Waffenverbotszonen einrichten muss und dann ausgerechnet auf einem Weihnachtsmarkt die Jüngsten gleich mittels Spielzeugwaffen an den Umgang mit selbigen gewöhnt. Als Obmann des Familienbundes OÖ sollte Baier eigentlich wissen, was Familien in der Vorweihnachtszeit schätzen. Spielzeugwaffen und lärmende Fahrgeschäfte dürften nicht dazu gehören. Das ist kein gelebtes Brauchtum“, resümiert Vizebürgermeister Hein. Aber auch viele der anderen Stände erinnern eher an einen Winterjahrmarkt, als an einen Weihnachtsmarkt. „Aber Jahrmärkte haben wir bereits jährlich zwei in Urfahr“, unterstreicht Hein.

Auch die Buden am Linzer Hauptplatz wurden knapp ein Monat vor Weihnachten geöffnet. Auf der Internetseite von Linz Tourismus, auf die linzadvent.at weiterleitet, wird dem Gast versprochen, dass ihn Kunsthandwerk und kulinarische Gaumenfreunden erwarten. Tatsächlich stapelten sich schon in der Woche vor der Eröffnung am Rande der Stände Kartons von chinesischen oder tschechischen Lieferanten sowie anderen Großhändlern. „Ich kann aber beim besten Willen nur vereinzelt Kunsthandwerk erkennen, größtenteils wird Ramsch von internationalen Großhändlern angeboten. Echte, idealerweise von regionalen Anbietern kommende Handwerkskunst, wäre sicherlich vielen lieber als Krempel aus China“, macht Hein deutlich und ergänzt: „Mir scheint, dass Marktreferent Baier kein schlüssiges Konzept hat. Stattdessen wird die organisatorische Minderleistung durch fragwürdige Leuchtturmprojekte wie das Eisspektakel auf dem Volksgartenrasen übertüncht.“ Vizebürgermeister Hein fordert daher von Baier rasch das im Gemeinderat beschlossene neue Konzept für Weihnachtsmärkte vorzulegen. Regionalität und Besinnlichkeit muss im Mittelpunkt stehen und nicht ausgelassene Jahrmarktstimmung.

Hein: E-Scooter auf Weihnachtsmärkten drosseln

Betreiber Tier ist ein Vorbild für den sicheren E-Scooterbetrieb

Um die Verkehrssicherheit an belebten Orten in der kalten Jahreszeit zu erhöhen, hat der E-Scooterbetreiber Tier neuerdings eine saisonale Anpassung seiner Verleihpraxis umgesetzt. „Im Bereich der Linzer Christkindl- und Weihnachtsmärkte besteht nunmehr ein allgemeines Parkverbot für alle E-Scooter von Tier. Weiters wurden die Geschwindigkeiten in diesen Bereichen auf 5 km/h gedrosselt“, erklärt der freiheitliche Infrastrukturreferent Markus Hein.

„Es ist erfreulich, dass die Zusammenarbeit mit dem ersten Linzer E-Scooterbetreiber Tier so gut funktioniert, dass nicht nur der Verhaltenskodex genau eingehalten wird, sondern der Betreiber auch von sich aus an die Stadt herantritt, um Sicherheitsverbesserungen vorzuschlagen“, führt Hein weiter aus und ergänzt in Richtung der übrigen Betreiber: „Wir ersuchen nunmehr, auch die übrigen Betreiber ähnliche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, um Unfällen in der Adventzeit vorzubeugen. Es ist klar, dass die E-Scooterflotte bei kalter Witterung – mangels Nachfrage – insgesamt reduziert wird. Im Gedränge eines Weihnachtsmarkts kann aber auch mit wenigen Scootern Schaden angerichtet werden, weshalb insbesondere die Verlangsamung auf Schrittgeschwindigkeit durchaus Sinn macht und auf alle Betreiber ausgeweitet werden sollte.“

Hein: Linzer Weihnachtsmärkte entgleiten komplett der vorweihnachtlichen Tradition

Volksgarten verkommt zum „Tschimbum-Trara-Markt“ – das hat mit Weihnachten nichts zu tun

„Der Weihnachtsmarkt im Linzer Volksgarten hätte enormes Potential, der schönste Weihnachtsmarkt unserer Stadt sein zu können. Gerade wegen der schönen Parkanlage mit zahlreichen Bäumen und Sträuchern ließe sich viel mehr daraus machen. Mit mehr traditionellem Handwerk, weihnachtlicher Kunst und Köstlichkeiten könnte auf diesem Markt tatsächlich weihnachtliche Stimmung herrschen. Leider ist aber das Gegenteil der Fall. Laute und störende Fahrgeschäfte, die immer mehr werden, lassen dies erst gar nicht zu“, beklagt Vizebürgermeister Markus Hein: „Gerade Familien mit kleineren Kindern schätzen bei Weihnachtsmärkten vor allem die Handwerksdörfer. Die Kleinen können selbst mitbasteln, sind beschäftigt und haben dabei auch eine große Freude.“

„In Linz gäbe es genügend befestigte Flächen, auf denen – wenn das wirklich wer braucht –  so ein ‚Mini-Urfix‘ veranstaltet werden könnte. Es hat aber den Anschein, dass sich die Verantwortlichen der Stadt unter Vizebürgermeister Bernhard Baier, immer mehr von den schönsten heimischen Traditionen verabschieden wollen“, anders ist diese Entwicklung für Hein nicht erklärbar: „Am Hauptplatz gibt es für Kinder überhaupt kein Angebot und am Pfarrplatz wird schon seit Jahren ein Wintermarkt und kein Weihnachtsmarkt veranstaltet. Der Kommerz steht auf Kosten von Weihnachten auch hier schon im Vordergrund!“

Der Weg unserer Weihnachtsmärkte muss wieder klar in Richtung heimische Tradition gehen. Ein Weihnachtsmarkt ist kein „Tschimbum-Trara-Markt“ und braucht keine lärmenden Riesenräder und auch keine anderen störenden Fahrgeschäfte. „Wenn diese Entwicklung nicht gestoppt wird, bleibt von Weihnachten nur noch ein beliebiges kommerzielles Fest ohne traditionelle Inhalte übrig. Das wollen wir Freiheitliche auf keinen Fall!“, so Hein abschließend.