Raml: Neue Herausforderungen mit Sicherheitsschleuse im Rathaus bewältigen

Waffenkontrolle und gleichzeitiges Fiebermessen zur Sicherheit aller

Die Corona-Krise bringt auch für die Zukunft neue Herausforderungen. Mit innovativem Denken können wir auch diese meistern. Zur Sicherheit aller Mitarbeiter und Bürger, die dort verkehren, fordert der Linzer Sicherheits- und Gesundheitsstadtrat Michael Raml eine Sicherheitsschleuse mit integrierter Fiebermessung für das Neue Rathaus: „Gefährliche Gegenstände und Waffen aller Art können dort aufgespürt und abgenommen werden. Gleichzeitig stellen Sicherheitsschleusen mit integrierter, automatischer Fiebermessung sicher, dass niemand eine Behörde mit Waffen oder Fieber betritt. Beide Fälle – so unterschiedlich sie auch sind – stellen ein potentielles Sicherheitsrisiko für andere dar.“ Raml hat bereits konkrete Angebote von Sicherheitsfirmen eingeholt, die er an die zuständige SP-Liegenschaftsreferentin Regina Fechter weitergeben wird. Auch an anderen öffentlichen Einrichtungen, die viel Personenverkehr verzeichnen, sollen künftig solche Sicherheitsschleusen eingerichtet werden.

Bereits mehrmals hat der Sicherheitsstadtrat eine Schleuse gefordert, nachdem es schon öfter zu kritischen Situationen – etwa in der Sozialabteilung – gekommen ist. „Die Wirkung einer Sicherheitsschleuse hat sich schon in vielen Amtsgebäuden bewiesen. Im Innsbrucker Sozialamt etwa, wurden im ersten Monat nach Errichtung einer Schleuse alleine 130(!) waffenähnliche Gegenstände abgenommen. Durch eine innovative Schleuse mit Fiebermessung können wir auch auf die neue Situation gezielt eingehen. Wir müssen die Menschen vor möglichen Übergriffen und vor Krankheiten so gut es geht schützen“, so Raml abschließend.

Hein zu Linzer Weihnachtsmärkten: Ramschware statt Kunsthandwerk?

Lärmende Fahrgeschäfte und importierte Spielzeugwaffen sind kein Brauchtum

Die Linzer Weihnachtsmärkte geben weiterhin Grund zur Kritik: Nachdem die großflächige Versiegelung des Volksgartens durch eine Eishalle und Verkaufsstände sowie der Volksfestcharakter des dortigen Weihnachtsmarktes für Unmut sorgten, zeigten sich auch weitere Sonderlichkeiten. So mussten für die magischen Eisschnitzereien 144 Tonnen Eis aus Belgien importiert werden. „Ich stehe der Veranstaltung an diesem Standort insgesamt kritisch gegenüber. Aber dass dann auch noch das Eis aus anderen EU-Staaten importiert werden muss, statt regional zu kaufen, lässt mich den Kopf schütteln. Bei dieser CO2-Bilanz helfen auch Bernhard Baiers Bäume nicht viel auf dem Weg zur Klimastadt“, äußert sich FPÖ-Vizebürgermeister Markus Hein.

Unter den Marktstandlern finden sich zudem Anbieter, die statt weihnachtlicher Waren Gewaltspielzeug anbieten. „Für mich beißt es sich, wenn man ein handfestes Waffen- und Gewaltproblem unter Jugendlichen hat, deshalb sogar Waffenverbotszonen einrichten muss und dann ausgerechnet auf einem Weihnachtsmarkt die Jüngsten gleich mittels Spielzeugwaffen an den Umgang mit selbigen gewöhnt. Als Obmann des Familienbundes OÖ sollte Baier eigentlich wissen, was Familien in der Vorweihnachtszeit schätzen. Spielzeugwaffen und lärmende Fahrgeschäfte dürften nicht dazu gehören. Das ist kein gelebtes Brauchtum“, resümiert Vizebürgermeister Hein. Aber auch viele der anderen Stände erinnern eher an einen Winterjahrmarkt, als an einen Weihnachtsmarkt. „Aber Jahrmärkte haben wir bereits jährlich zwei in Urfahr“, unterstreicht Hein.

Auch die Buden am Linzer Hauptplatz wurden knapp ein Monat vor Weihnachten geöffnet. Auf der Internetseite von Linz Tourismus, auf die linzadvent.at weiterleitet, wird dem Gast versprochen, dass ihn Kunsthandwerk und kulinarische Gaumenfreunden erwarten. Tatsächlich stapelten sich schon in der Woche vor der Eröffnung am Rande der Stände Kartons von chinesischen oder tschechischen Lieferanten sowie anderen Großhändlern. „Ich kann aber beim besten Willen nur vereinzelt Kunsthandwerk erkennen, größtenteils wird Ramsch von internationalen Großhändlern angeboten. Echte, idealerweise von regionalen Anbietern kommende Handwerkskunst, wäre sicherlich vielen lieber als Krempel aus China“, macht Hein deutlich und ergänzt: „Mir scheint, dass Marktreferent Baier kein schlüssiges Konzept hat. Stattdessen wird die organisatorische Minderleistung durch fragwürdige Leuchtturmprojekte wie das Eisspektakel auf dem Volksgartenrasen übertüncht.“ Vizebürgermeister Hein fordert daher von Baier rasch das im Gemeinderat beschlossene neue Konzept für Weihnachtsmärkte vorzulegen. Regionalität und Besinnlichkeit muss im Mittelpunkt stehen und nicht ausgelassene Jahrmarktstimmung.