Grabmayr: Anfrage an Vbgm Baier, nun muss er bei Märkten Farbe bekennen

Wie viel Geld entging der Stadt Linz alleine durch den Mietentgang am Grünmarkt?

„Wir wollen Antworten auf die zahlreichen drängenden Fragen rund um die Linzer Märkte. Der VP-Marktreferent Vbgm Bernhard Baier ist sie den Linzerinnen und Linzern schuldig. Neben der fragwürdigen Absage des Urfahraner Herbstmarktes, trotz bestehendem, corona-gerechten Konzept, haben wir auch Fragen zum seit langen brach liegenden Urfahraner Grünmarkt“, sagt der freiheitliche Linzer Gemeinderat Wolfgang Grabmayr. Schon lange weist die Linzer FPÖ auf die dortigen Leerstände und Verbesserungsmöglichkeiten hin. Nun wurde medial verlautbart, dass der Grünmarkt mit Mitte März endlich einen nachhaltigen Neustart erfahren soll. „Diese Nachricht ist grundsätzlich positiv aufzunehmen. Es stellen sich jedoch trotzdem einige Fragen. Vor allem dahingehend, wie der Marktreferent Baier am Grünmarkt die letzten Jahre gewirtschaftet hat. Wo er doch schon jahrelang für die Bewirtschaftung zuständig ist, und nicht erst ab dem März 2021, der ganz zufällig zeitlich nicht weit von der kommenden Gemeinderatswahl entfernt ist.“

„Zuletzt im Jahr 2011 wurde der Grünmarkt renoviert und modernisiert. Diese Erneuerung scheint dem Markt wenig geholfen zu haben. Oftmals reicht es halt nicht, das Ambiente zu erneuern aber ein erfolgloses Konzept beizubehalten“, mahnt Grabmayr. Die Freiheitlichen wollen deshalb wissen, welche konkreten Maßnahmen Vbgm Baier in den letzten Jahren ergriffen hat, um den ausufernden Leerstand am Grünmarkt zu bekämpfen. Auch erfragt werden interessante Details über den Markt an sich, etwa wie viele Prozent der Marktfläche seit der Renovierung 2011 jeweils vergeben war oder wie hoch die Mieteinnahmen gegenüber den Kosten der Erhaltung des Grünmarktes waren.

Hein: Lässt VP-Baier die Linzer Märkte bewusst im Stich?

Linzer FPÖ fordert Aufklärung über Urfix und Zusage für Christkindlmärkte im Gemeinderat

„Der Urfahraner Herbstmarkt kann leider nicht stattfinden“ verlautbarte der Linzer VP-Marktreferent Bernhard Baier Anfang August zum Leidwesen zahlreicher Schausteller, Gastronomen und unzähliger Linzer. Obwohl Baier noch zuvor medienwirksam verlautbarte, ein Konzept für einen corona-gerechten Herbstmarkt zu finden. „Der Markt ´kann´ sehr wohl stattfinden. Dem Marktreferenten fehlt wohl nur der Wille ihn durchzuführen. Findige Schausteller haben der Stadt ein fix fertiges Konzept(!) für einen Markt vorgelegt, das den Covid-Bestimmungen lupenrein entspricht. Sie haben es sogar in Ansfelden schon durchgeführt. Das Konzept wurde aber einfach abgewürgt“, informiert der freiheitliche Linzer Vizebürgermeister Markus Hein. „Vbgm Baier erklärte in der von uns Freiheitlichen angestoßenen Diskussion über einen corona-gerechten ´Urfix-light´, dass Schausteller kein Interesse an so etwas haben würden. Für mich sieht das aber gänzlich anders aus. Was in Ansfelden möglich ist, muss in Linz auch möglich sein! Viele Ungereimtheiten ergeben sich in der Diskussion rund um die Urfix-Absage. Wir fordern deshalb, dass Baier die Karten auf den Tisch legt. Mit einer Anfrage im Gemeinderat wollen wir Antworten von ihm bekommen. Antworten darauf, ob das fix fertige Konzept überhaupt geprüft wurde. Oder, ob er tausende Linzer und den traditionellen Urfix einfach so links liegen gelassen hat“, so der Freiheitliche.

Damit die Linzer Christkindl- und Adventmärkte nicht das selbe Schicksal wie den Urfix ereilt, werden die Linzer Freiheitlichen auch dazu im Gemeinderat tätig. „Die Linzer dürfen nicht auf ihre Christkindlmärkte verzichten müssen. Vbgm Baier muss jedenfalls sicherstellen, dass diese in weitgehend gewohnter Form ablaufen. Nachdem er den Bürgern nun schon den Urfahraner Markt genommen hat, muss er ihnen zumindest die Christkindlmärkte lassen“, fordert Hein. „Deshalb wird der freiheitliche Gemeinderat Wolfgang Grabmayr einen Antrag einbringen, der Vbgm Baier auffordert, ein Konzept für die Durchführung der Märkte zu erarbeiten.“

Hein will Urfix-light – Mit mehr Ehrgeiz und Kreativität wäre es rechtlich auch möglich

Vbgm Hein fordert das Ausschöpfen aller rechtlichen Möglichkeiten

Wegen der Corona-Krise oder vielleicht wegen der Ideenlosigkeit des zuständigen Linzer VP-Marktreferenten Vbgm Bernhard Baier wurde der traditionelle Herbst-Urfix schon vor Wochen einfach abgesagt. Schausteller, Gastronomen und alle potenziellen Besucher somit im Stich gelassen. „Kreative Lösungen anstatt Ideenlosigkeit sind gefordert. Eine an die neuen Gegebenheiten angepasste Version des Marktes muss auch unter den derzeitigen Bedingungen möglich sein!“, fordert der freiheitliche Vizebürgermeister Markus Hein. „Schausteller könnten beispielsweise einen eigenen abgegrenzten Veranstaltungsbereich mit einer Besucherobergrenze bekommen. Daneben aufgestellte Imbiss-, Streetfood- und Verkaufsstände wären – wie auch der Christkindlmarkt – ein zulässiger Markt und keine Covid-begrenzte Veranstaltung. Auf Großzelte wird man aber wohl verzichten müssen. In dieser Light-Variante könnte der Herbstmarkt ohne Weiteres stattfinden.  Vbgm Baier muss einfach nur neue Ansätze andenken, anstatt zum Leidwesen aller die für ihn einfachste Lösung, nämlich eine Absage, zu wählen. Damit stößt er den krisengebeutelten Marktfahrern und Schaustellern nur vor den Kopf“, bringt der freiheitliche Linzer Vizebürgermeister ein neues Konzept ins Spiel.

Der Vizebürgermeister gibt zu bedenken, dass auch der Wiener Prater, die Salzburger Festspiele und sogar Großdemonstrationen erlaubt sind. „Es wird wohl auch möglich sein, einen kleinen Herbstmarkt für die Linzerinnen und Linzer zu realisieren. Andere Städte leben bereits wirksame Konzepte – in Linz bringt Marktreferent Baier schlichtweg nichts hervor – klar, eine einfache Absage macht weniger Arbeit. Dass viele wegen seinem Unwillen und seiner Ideenlosigkeit wieder durch die Finger schauen müssen, ist nicht fair. Die Corona-Krise stellt unsere Heimatstadt vor neue Herausforderungen. Nur wenn wir diesen mit der nötigen Kreativität und Ehrgeiz begegnen, können wir sie auch lösen“, bekräftigt Hein abschließend.

Hein zu Baier: Marktreferent muss endlich Entscheidung zu Urfix treffen

Ich würde den Markt, so schwer es auch ist, absagen

Trotz der aktuellen Krise lässt Vbgm Bernhard Baier die Öffentlichkeit weiterhin im Unklaren über die Absage des Urfahraner Marktes. Wie man der aktuellen Berichterstattung dazu entnehmen kann, will Baier die dringend notwendige Entscheidung (noch) nicht treffen. „Es ist unverantwortlich, wenn hier die Aussteller und Gewerbetreibenden weiterhin im Unklaren gelassen werden. Sogar die UEFA EURO 2020 – ein weitaus aufwändigeres Event als unser Urfix – musste aufgrund der Krise um 12 Monate verschoben werden. Anders als bei Vbgm Baier wurde die UEFA-Führung damit ihrer Verantwortung gerecht“, erklärt der freiheitliche Infrastrukturreferent Markus Hein.

Der Corona-Infektionsherd in Ischgl hat anschaulich gezeigt, welches verheerende Ausmaß Infektionsketten annehmen können. „Wir dürfen nicht das Risiko eingehen, dass unser Urfix der Auslöser für eine neue Coronawelle wird. Bei mehreren hunderttausend Besuchern auf engstem Raum ist das Infektionsrisiko unglaublich hoch“, führt Hein weiter aus und ergänzt abschließend: „Den Urfahraner Markt nicht abzusagen wäre ein gesundheitliches Risiko für alle Besucherinnen und Besucher. Ich würde den Markt absagen und für klare Verhältnisse sorgen! Die ohnehin schon stark unter der Krise leidenden Aussteller und Gewerbetreibenden brauchen Planungssicherheit. Ich appelliere deshalb dringend an Vbgm Baier, klare Fronten zu schaffen! Es führt kein Weg an der Absage vorbei!“