Hein: Künstliche Stimmungsmache um den Laskahof-Park verunsichert nur Bewohner

Eine Anregung auf Änderung des Flächenwidmungsplans ist noch keine Umwidmung

Die Aufregungen betreffend eine Umwidmung im Bereich des Laskahofparks sind unbegründet. Es gibt zwar eine Anregung, den Flächenwidmungsplan zu ändern, um eine Blockrandbebauung im Bereich der Laskahof- und Salzburgerstraße zu ermöglichen – eine Anregung und ein laufendes Verfahren ist aber noch keine Umwidmung. Planungsreferent Vizebürgermeister Markus Hein erklärt den Sachverhalt: „Prinzipiell kann jeder Grundstückseigentümer eine Änderung des Flächenwidmungsplans anregen. In dem Fall geschah dies auch über das Liegenschaftsressort der Stadt Linz, die Eigentümerin dieses Grundstückes ist. Wenn keine rechtlichen Gründe dagegen sprechen, wird üblicherweise auch ein Änderungsverfahren eingeleitet. Betroffene werden im Verfahren informiert und Stellungnahmen werden eingeholt.“

Eine Wohnbauwidmung hätte es aber aus Sicht der Fachabteilung dort ohnehin nicht gegeben, da diese dem örtlichen Entwicklungskonzept und somit den langfristigen Planungszielen entgegensteht. Stadtplanerisch wäre es auch zu kurzsichtig, sich nur auf dieses Grundstück zu konzentrieren. Deswegen widmet sich diese Woche die städtebauliche Kommission diesem Gebiet. Die Empfehlungen der städtebaulichen Kommission laufen dann üblicherweise in die langfristigen Planungsziele der Stadt ein. „Dieses Gebiet bietet viel Potential, da einige Grundstücke vor ihrer Umnutzung stehen. Da will ich sicherstellen, dass wir hier ein stimmiges städtebauliches Gesamtkonzept schaffen. Daher habe ich für dieses Gebiet auch die städtebauliche Kommission einberufen. Das gegenwärtige Änderungsverfahren wird somit auch nicht mehr weiterverfolgt“, erklärt Hein.

Das Planungsgebiet, das gerade von der städtebaulichen Kommission untersucht wird, reicht von der Kreuzung Laskahofstraße und Salzburger Straße bis zur Trasse der Pyhrnbahn. „Dieses Gebiet wurde bisher nicht aktiv städtebaulich gestaltet. Die Entwicklung geschah eher zufällig. Trotzdem hat sich eine zentrumsähnliche Funktion für den gesamten Stadtteil Neue Heimat entwickelt. Wegen einiger potentieller Umnutzungsmöglichkeiten haben wir jetzt die Chance, Systematik in diesen Stadtteil einzubringen. Wir schaffen nun proaktiv Rahmenbedingungen, die die städtischen Interessen definieren. Innerhalb dieses Rahmens können sich Bauträger, Investoren und Architekten entsprechend entfalten. „Die Ergebnisse und Zusammensetzung der städtebaulichen Kommission sind vollkommen transparent und natürlich wieder auf der Website der Stadt Linz abrufbar. Bevor diese nicht vorliegen, wird es auch keine einzelnen Änderungen von Flächenwidmungs- oder Bebauungsplänen für diesen Bereich geben“, führt Hein abschließend aus.

Hein: Klares Nein zu Umwidmungswünschen von Bürgermeister Luger in Uninähe

Der Grüngürtel ist die wichtigste Klimaanlage der Stadt und muss geschützt werden.

Den Plänen von Bürgermeister Luger, der eine Diskussion um den Urfahraner Grüngürtel in Uninähe starten will, erteilt der zuständige Planungsreferent Vizebürgermeister Markus Hein von vornherein eine Absage: „Es geht nicht, wie Bürgermeister Luger behauptet, um Einzelprojekte, es geht um den Erhalt des Grüngürtels. Der Grüngürtel ist für die Stadt lebensnotwendig. Jede Verringerung führt unweigerlich zur weiteren Erwärmung in der Stadt. Wir haben genügend alternative Flächen, die verkehrstechnisch auch wesentlich besser erschlossen und somit attraktiver sind.“

Hein ist sich sicher, dass hinter der Absicht nur eines steht: billiges Bauland für Betriebe zu schaffen. Denn selbst wenn es ein Standort in der Nähe der Uni sein muss, gibt es auch hier mehrere Alternativen, die bereits in der Flächenwidmung als Siedlungserweiterungsgebiet ausgewiesen sind. Diese würden aber wesentlich teurer sein. „Ich verstehe auch nicht die Argumentation, dass ein IT-Unternehmen zur besseren Zusammenarbeit die Uninähe brauchen sollte. Ich habe selber viele Jahre in einem internationalen IT-Konzern gearbeitet. Die Entwicklerteams waren über mehrere Kontinente verteilt. Gerade ein IT-Unternehmen weiß, damit umzugehen. Da braucht nicht jeder auf dem Schoß des anderen sitzen.“

Hein erinnert: „Ich habe bereits zwei Angriffe auf den Urfahraner Grüngürtel erfolgreich abgewehrt. Den ersten Versuch startete die Universität selbst, den zweiten ein Linzer IT-Unternehmen. Beide Angriffe fanden auch von Teilen der Spitzenpolitik aus Stadt und Land Unterstützung. Doch mit meinem entschlossenen Handeln wurden die Projekte verhindert und der Grüngürtel geschützt. Ich bleibe dabei. Mit mir wird es keine Umwidmung des Grüngürtels geben! Das verspreche ich den Linzerinnen und Linzern“, so Hein kampffreudig zum Abschluss.