Hein: Weihnachtsmärkte – Bürgermeister Klaus Luger und Vizebürgermeister bleiben beim Nein

Marktreferent Vbgm Baier erklärt im Gemeinderat, dass Durchführung unverantwortlich sei

Nach der vorschnellen Absage der Linzer Weihnachtsmärkte durch Bürgermeister Luger und Marktreferenten Vizebürgermeister Baier, beantragten die Freiheitlichen im Gemeinderat, dass die Märkte in alternativer Weise stattfinden sollen. Doch der zuständige Vizebürgermeister Baier erklärte in der Gemeinderatssitzung, dass er eine Durchführung für gesundheitlich unverantwortlich halte. „Die Menschen werden im Advent nicht endlos zuhause verharren wollen“, ist sich Hein sicher: „Da halte ich es doch für sinnvoller und auch weniger gefährlich, wenn sie ihre Besorgungen für Weihnachten auf Märkten machen können, die unter freiem Himmel an der frischen Luft stattfinden, als in überfüllten Einkaufszentren. Bei anderen Märkten in der Stadt funktioniert das ohne Probleme. Kein einziger COVID-Fall lässt sich auf einen Marktbesuch zurückführen.“

Vizebürgermeister Hein sieht in der voreiligen Absage eine vertane Chance. Gerade diese herausfordernde Zeit hätte genutzt werden können, Weihnachtsmärkte auf die traditionellen Wurzeln zurückzuführen. Weg von „Tschimbum-Trara-Märkten“. Den Linzern wurde damit die Möglichkeit genommen, in der besinnlichen Zeit ruhig und stressfrei ihre vorweihnachtlichen oder weihnachtlichen Besorgungen zu machen. Statt handgefertigten Christbaumschmuck oder hausgemachte Weihnachtsbäckerein müssen sie nun auf die Massenprodukte der großen Einkaufshäuser ausweichen. Die großen Einkaufshäuser werden auch diejenigen sein, die sich nun auf das gesamte Weihnachtsgeschäft freuen dürfen. Der kleine heimische Marktbeschicker bleibt dieses Jahr auf seinen Waren sitzen und schaut durch die Finger.“

Klitsch zu Weihnachtsmärkten: Keine voreiligen Absagen, für Entscheidung ist noch genug Zeit

Linzer Freiheitliche nehmen Schnellschussaktion der Verantwortlichen nicht einfach so hin

Am vergangenen Wochenende war die Überraschung groß: Bürgermeister Luger und Marktreferent Baier sagten, trotz gänzlich anderslautender Ankündigungen in den Tagen zuvor, kurzerhand die Linzer Weihnachtsmärkte ab. „Diese Schnellschussaktion trifft besonders die fleißigen Standbetreiber, die auf das Weihnachtsgeschäft angewiesen sind. Aber nicht nur deshalb, weil sie auf ihre gesamten Einnahmen verzichten müssen“, so die freiheitliche Gemeinderätin Ute Klitsch, die erklärt: „Während Wirte aufgrund des Lockdowns bzw. der behördlichen Schließung ihrer Gastro-Stätten entschädigt werden, scheint es für unsere Standler ganz anders auszusehen. Da bei ihnen keine gesetzlich angeordnete Schließung, sondern lediglich eine vorschnelle Absage durch den Bürgermeister und den Marktreferenten der Fall ist, wird ihnen vermutlich keine Entschädigung durch den Staat zustehen. Sie bleiben aufgrund der Absage wohl auf dem finanziellen Schaden sitzen. Dadurch – und aufgrund der entgangenen Einnahmen – zahlen die Standler nun doppelt. Da werden wir aber ganz sicher nicht einfach zusehen. Wir stehen auf der Seite unserer fleißigen Standbetreiber, die Jahr für Jahr im Sinne unserer Traditionen arbeiten!“, stellt Gemeinderätin Klitsch klar und kündigt an, dass die freiheitliche Fraktion in der morgigen Gemeinderatssitzung einen Dringlichkeitsantrag zur Rettung unserer Weihnachtsmärkte einbringen wird.

Während zahlreiche andere Städte in Österreich, etwa Wien oder Graz, Alternativmodelle zur Durchführung ihrer Weihnachtsmärkte andenken, gibt es in Linz lediglich eine lapidare Absage. „Bürgermeister Luger und Marktreferent Baier fehlt klar der Mut. Sie nahmen den leichten Ausweg der Absage, ohne überhaupt Alternativen ernsthaft anzudenken. Mit dieser Schnellschussaktion treiben sie nicht nur die ohnehin durch die Corona-Krise schwer gebeutelten Standler weiter in den Ruin. Auch die Linzerinnen und Linzer müssen deshalb dieses Jahr auf ein großes Stück Tradition in unserer Heimatstadt verzichten“, so Klitsch, die abschließend anführt: „Warum nehmen sie sich kein Beispiel an anderen Städten und verschieben etwa den Beginn bzw. das Ende der Märkte nach hinten? Sie könnten zum Beispiel bis über die Weihnachtsfeiertage hinaus stattfinden. Eine einfache Absage nehmen wir nicht so ohne Weiteres hin und erwarten uns, dass unser Antrag im Gemeinderat Zustimmung findet und die Weihnachtsmärkte stattfinden.“