Gesundheitsstadtrat Raml: Mehr Personal sowie bessere Entlohnung und Arbeitsbedingungen für Linzer Seniorenzentren gefordert

Hilferuf der Gewerkschaft muss ernst genommen werden

Die Anforderungen in Senioren- und Pflegeheimen steigen kontinuierlich. Dafür braucht es natürlich auch mehr Personal und eine faire Entlohnung. Die Situation in Linz ist bereits so angespannt, dass sich zahlreiche Mitarbeiter zu einem öffentlichen Protest versammelt haben. „In den Seniorenzentren der Stadt Linz (SZL) muss sofort eine Verbesserung her“, fordert der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml: „Vor allem der Personalmangel birgt besondere Gefahren. Die Opfer dieses Mangels sind nicht nur die Mitarbeiter, sondern vor allem die Pflegebedürftigen. Der hohe Standard der Pflege, den unsere Senioren verdient haben, kann ohne ausreichend Personal nicht erhalten bleiben“, informiert der Gesundheitsstadtrat über die mehr als angespannte Situation. „Die zuständige SP-Sozialreferentin Vbgm Karin Hörzing muss sofort handeln. Die Linzer Seniorenzentren brauchen Hilfe! Die Situation muss ernst genommen werden und Bewohner sowie Mitarbeiter dürfen nicht im Stich gelassen werden.“

„Wir Freiheitliche stehen auf der Seite der Pflegekräfte. Jene, die sich täglich um unsere Pflegebedürftigen kümmern, sollen auch gerecht dafür entlohnt werden. Deshalb unterstützen wir auch ihre Forderung nach einer fairen Bezahlung. Damit kann wiederum dem Personalmangel entgegengesteuert und neues Personal angezogen werden“, stellt Raml klar und ergänzt: „Unsere Pflegekräfte sollen auch weiterführend unterstützt werden. Es wäre dringend nötig, ihnen psychosoziale Unterstützung für ihre oft sehr fordernde Arbeit zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig müssen sie auch die Möglichkeit für Erholungs- und Aktivwochen bekommen, wie es sie etwa in der Voest seit Langem gibt. Natürlich ist es wichtig, neues Personal zu finden. Aber nur wenn das bereits bestehende Personal bestmöglich unterstützt wird, kann die Basis für eine Verbesserung geschaffen werden“, so der Gesundheitsstadtrat abschließend.

Klitsch: Linzer Freibad-Saisonkarten endlich wieder erhältlich!

FPÖ Gemeinderätin fordert Umbuchungsmöglichkeit der überteuerten Punktekarten

„Die angekündigte Maßnahme der Linzer Bäder ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die hohe Nachfrage seitens der badefreudigen Linzer nach der beliebten Saisonkarte ist zu groß, um darüber hinwegzugehen. Allerdings muss den Kunden nun die Möglichkeit eingeräumt werden, als Alternative zu den Saisonkarten gekaufte Punktekarten auf Saisonkarten umbuchen zu können. Die Badegäste dürfen nicht zu Opfern einer unglücklichen Kommunikations- und Produktstrategie werden“, führt die freiheitliche Gemeinderätin Ute Klitsch aus.

Aufgrund der Corona-bedingten Restriktionen in Badebetrieben hatten die Linzer Bäder verlautbaren lassen, heuer keine Saisonkarten ausgeben. Die Saisonkarten, welche sich nicht zuletzt bei Senioren größter Beliebtheit erfreuen, hätte zugunsten einer Punktekarte für die Dauer der Saison 2020, umgestellt werden sollen.

„Ich bitte die Linzer Bäder eindringlich, ideale Kundenkonditionen für einen regelmäßigen Zugang zu komplettieren. Ich erhalte vermehrt Nachrichten von Badegästen, die sich sehr freuen – aber trotzdem nicht 2 Karten pro Person benötigen. Das frisch investierte Geld in die Punktekarten wäre somit zum Fenster hinausgeschmissen“, so Klitsch abschließend.

FP-Klitsch: Linzer Bäder lassen Stammkunden im Regen stehen

Freiheitliche Gemeinderätin fordert auch für das Jahr 2020 Saisonkarten für Besucher

„Bei mehrmaligen Nachfragen beim Kundenservice der Linzer Bäder wurde versichert: Mit Beginn der Badesaison werden auch wieder Saisonkarten ausgegeben. Nun wird sang- und klanglos auf der Homepage der Linz AG verlautbart, dass aufgrund der aktuellen Situation keine Saisonkarten erhältlich seien. Auch wenn die heurige Badesaison verkürzt ist: Die Nachfrage an Saisonkarten ist es nicht!“, so die freiheitliche Gemeinderätin Ute Klitsch.

Die Saisonkarten der Linzer Bäder boten bisher die Möglichkeit, Stammkunden gegenüber Tagesbesuchern spürbare Vorteile zu bieten. Dazu zählten beispielsweise drastisch verkürzte Wartezeiten. Gerade bei Senioren erfreute sich dieses Modell größter Beliebtheit. Aufgrund der sprunghaften Regelung der Bundesregierung bei den Freizeitbetrieben war die Sorge groß, dass es heuer zu keiner Ausgabe von Saisonkarten kommen und der gewohnte Badebesuch ins sprichwörtliche Wasser fallen könnte. Die stets gleiche Auskunft beim Kundenservice: An der Ausgabe der Saisonkarte wird sich trotz der besonderen Umstände nichts ändern.

„Gerade ältere Menschen, die den Bädern alljährlich die Treue gehalten haben, werden nun wie beliebige Tagesgäste behandelt. Scheinbar herrscht in den Bädern der Landeshauptstadt ein vergleichbares Chaos wie in den Bundesministerien. Auch wenn die Linz AG selber die Entscheidung nicht begründet: Kein Argument spricht für diese Regelung und schon gar nicht für die schlichtweg falschen Auskünfte gegenüber den Kunden. Ich fordere die Verantwortlichen auf, bei ihrem bisherigen Wort zu bleiben und Saisonkarten auszugeben!“, so Klitsch abschließend.

Walcher: Besuchsmöglichkeiten für Seniorenzentren schaffen

Soziale Isolation von betagten Menschen birgt auch viele Risiken

„Die Besuchssperre von Alten- und Pflegeheimen dient dem Schutz jener Menschen, die als Hochrisikogruppe für einen potenziell schwerwiegenden bis letalen Verlauf einer Covid-19-Infektion definiert sind. Allerdings bringen diese Schutzmaßnahmen nicht nur Vorteile, sondern auch den gravierenden Nachteil der völligen sozialen Isolation von Senioren, die häufig unter Vorerkrankungen leiden, womöglich dement sind, die Gründe für den ausbleibenden Besuch ihrer engsten Familienmitglieder daher nicht begreifen können und umso mehr darunter leiden. Diese Menschen sind auch häufig nicht fit genug für Videotelefonie über Smartphones oder Tablets“, stellt die freiheitliche Gemeinderätin Susanne Walcher fest.

Die Stadt Salzburg geht hier einen Weg, den man auch für Linz überprüfen sollte. Dort werden in Seniorenheimen nämlich eigene „Besucherräume“ geschaffen, die leicht zu desinfizieren sind, und wo eine Abschirmung mit Plexiglas möglich wäre. Auch die Möglichkeit, Besuche im Garten unter Einhaltung des Sicherheitsabstandes zuzulassen, werde gerade geprüft.

„Wir fordern daher die Sozialreferentin auf, ähnliche Maßnahmen auch für die Bewohner der Linzer Seniorenzentren einzuleiten. Sicherheit ist schon wichtig, aber nicht um den Preis der völligen sozialen Isolation und des Entzugs jeglicher Lebensqualität.“, so Walcher abschließend.

Kleinhanns: Senioren für Leistungsentfall mit „Gratismonat“ entschädigen

Öffi-Jahrestickets bleiben aktuell ungenutzt

„In der aktuellen Zeit richtet die Politik ein besonderes Augenmerk auf unsere Senioren. Sie sind eine Hochrisikogruppe und müssen deshalb mit Recht speziell geschützt werden. Der Großteil der Linzer Senioren hält sich strikt an die Ausgangsbeschränkungen. Sowohl zu ihrem eigenen als auch zum Schutz der anderen Bürger. Gleichzeitig besitzen zahlreiche Senioren auch Jahreskarten der Linz Linien“, erklärt der freiheitliche Fraktionsobmann im Linzer Gemeinderat Günther Kleinhanns. „Diese Jahreskarten sind aktuell ungenutzt. Da der monatliche Beitrag dafür trotzdem geleistet werden muss, sollte es nach der erfolgreichen Bewältigung der Corona-Krise ein Entgegenkommen seitens der Linz Linien geben. Ein „Gratismonat“, also ein Monat, wo Jahreskartenbesitzer keinen Beitrag zahlen müssen, wäre eine geeignete Maßnahme dafür“, meint Kleinhanns.

„Aktuell weiß niemand, wie lange die Krise andauert und wie lange die Senioren die Öffis nicht benutzen. Ein Entgegenkommen von lediglich einem „Gratismonat“ wäre daher ein faires Angebot“, empfindet der Freiheitliche.

Krendl: Seniorenzentren für Linzer Studenten öffnen

Innovatives Konzept zur Betreuung von Senioren durch Studierende in Linz einführen

„Die Pflege älterer Mitbürger wird stets präsenter und wird uns in Zukunft vor große Herausforderungen stellen. Bis 2030 sollen es bereits 27 Prozent mehr Pflegebedürftige sein. Ein trauriger Aspekt dieser Zahlen ist, dass es dem Personal auf Grund fehlender Belegschaft meist nicht möglich ist, persönliche Zeit mit den Bewohnern von Seniorenzentren zu verbringen“, erläutert die freiheitliche Gemeinderätin Martina Krendl. „Deshalb ist es bereits jetzt an der Zeit auf neue und innovative Konzepte zu setzen!“

„Es soll Linzer Studierenden möglich gemacht werden, gegen einen Zeitaufwand von 5 Stunden pro Woche, die sie mit der Betreuung der Senioren verbringen, kostengünstig in den Seniorenzentren wohnen zu können. In Nachbarländern, aber auch in Gemeinden in Österreich, wie z.B. Wien und Wels, wird so etwas bereits seit längerer Zeit erfolgreich praktiziert“, zeigt sich Krendl zuversichtlich. „Beide Seiten profitieren davon! Die Pflegebedürftigen erfreuen sich an der Zeit mit den jungen Menschen, dürfen ihre Geschichten erzählen, ein Brettspiel spielen, etc. Im Gegenzug dürfen sich die jungen Studierenden, welche des Öfteren in der Studienzeit an finanziellen Nöten leiden, an einer kostengünstigen Wohngelegenheit erfreuen. Sie müssen keine Miete zahlen, lediglich die Betriebskosten sind für sie zu tragen“, erläutert Krendl.

„Wir, die Linzer Freiheitlichen sehen darin einen tollen Deal für Studierende, die sich gerne sozial engagieren wollen und die älteren Bewohner freuen sich bestimmt über die neue und junge Gesellschaft im Seniorenzentrum. Deshalb beantragen wir die Einführung dieses Modells in Linz in der kommenden Gemeinderatssitzung“, schließt Krendl.

Riha: Pflege zu Hause muss leistbarer werden

FPÖ-Resolution soll 24-Stunden-Betreuung zukunftsfit machen

„Viele Linzer wollen ihren Lebensabend in den eigenen vier Wänden verbringen und nicht in einem Altersheim. Durch die einstimmig vom Gemeinderat angenommene Resolution erhoffe ich mir, dass das Land Oberösterreich auf dieses Bedürfnis seiner älteren Bürgerinnen und Bürger eingeht, denn die Pflege zu Hause bringt hohe Kosten mit sich. Durch eine finanzielle Unterstützung des Landes könnte sich dieser Wunsch für viele Menschen erfüllen“, erklärt die freiheitliche Gemeinderätin Brigitta Riha. Die hohen Kosten für die 24-Stunden-Betreuung sind für Pflegebedürftige oftmals der ausschlaggebende Grund, dieses Pflegemodell nicht in Anspruch zu nehmen. Die von der Linzer FPÖ eingebrachte Resolution sieht daher vor, dass die Betreuung zu Hause nicht nur wie bisher mit Bundesmitteln, sondern auch vom Land finanziell unterstützt wird.

„Die Vorteile einer zusätzlichen Landesförderung sind ganz klar im Interesse aller Linzerinnen und Linzer. Denn damit würden die Altersheime und das Pflegesystem generell entlastet werden. Und es ist mir eine Herzensangelegenheit, dass Leute, welche ihr ganzes Leben hart gearbeitet haben, im Umkreis ihrer Familien gepflegt werden könnten“, betont Riha.

Im Burgenland ist eine Landesförderungen dieser Art bereits umgesetzt. Aufgrund der großen gesellschaftlichen Bedeutung des Themas ist eine ähnliche Lösung auch in Oberösterreich wünschenswert. „Immer mehr Menschen werden immer älter. Daher muss man das Thema der 24-Stunden-Betreuung von neuen Standpunkten aus betrachten um langfristig den sozialen Zusammenhalt erhalten zu können“, so Riha abschließend.

Riha: Pflegebedürftige mit Landesförderungen unterstützen

Resolution an das Land Oberösterreich soll die 24-Stunden Betreuung entlasten

„Im Lebensabend angelangte Mitbürger benötigen oftmals spezielle Betreuung. Diese Unterstützung bieten einerseits Altersheime, andererseits die 24-Stunden Betreuung. Im Gegensatz zu Altersheimen bietet Letzteres die Möglichkeiten der Pflege in den gewohnten vier Wänden. Aber: Das bringt im Regelfall einiges an finanzieller Belastung mit sich. Mittlerweile fördert der Bund dieses Pflegemodell, allerdings nicht das Land Oberösterreich. Daher habe ich diese Resolution eingereicht, damit man in der Landesregierung die Möglichkeit einer zusätzlichen Landesförderung prüft und hoffentlich auch umsetzt“, sagt die freiheitliche Gemeinderätin Riha.

Die Resolution orientiert sich an einem Gesetzestext aus dem Burgenland. Damit können die 24-Stunden-Betreuung mit Mitteln aus Bund und Land gestützt und Angehörige somit entscheidend entlastet werden.
Denn: „Studien belegen, dass die 24-Stunden-Betreuung gegenüber einer Pflege in einem Heim entscheidende Vorteile mit sich bringt. Die Pflegebedürftigen können im Kreise ihrer Familien bleiben und die Pflege in einem Altersheim ist langfristig bedeutend teurer, als die Pflege zu Hause. Und das kommt allen Bürgerinnen und Bürgern zugute!“, so Riha entschlossen.