Raml: Arbeitsgespräch mit Einsatzorganisationen zur Verbesserung der Situation im Volksgarten und Schillerpark

Polizei und Ordnungsdienst bereits jetzt täglich präsent

Die oft angespannte Situation im Volksgarten und im Schillerpark sorgt bei vielen Linzern für großen Unmut. Vor allem die Anrainer beklagen sich über die meist ausländischen Herumlungernden, welche die Grünflächen zu allem anderen als einer Erholungsoase machen. „Herumtorkelnde Betrunkene, die Passanten anpöbeln und ihre Notdurft hinter Büschen verrichten oder Großfamilien, die ihre Wäsche auf Bäumen aufhängen oder großflächig zum Trocknen auflegen, konterkarieren das Ziel einer innerstädtischen Wohlfühloase. Deshalb werde ich am Montag mit der Polizei, dem Ordnungsdienst und dem Linzer Erhebungsdienst ein ausführliches Arbeitsgespräch führen“, informiert der freiheitliche Linzer Sicherheitsstadtrat Michael Raml. „Bereits jetzt ist der Ordnungsdienst täglich vor Ort und auch Polizei ist regelmäßig präsent. Bereits herumlungernde Gruppen stellen für viele Parkbesucher ein Ärgernis dar, sind aber mit den derzeitigen gesetzlichen Grundlagen nicht zu verbieten. Ich bin für weitere Vorschläge, die ein besseres Durchgreifen ermöglichen, offen und werde alles in meiner Macht Stehende unternehmen, um eine Verbesserung für unsere Parks zu erzielen!“

Hein: Grüne Oase im Schillerpark von immenser Bedeutung für die Innenstadt

Städtebauliche Kommission mit zukunftsweisenden Plänen für den Schillerpark

„In der vierten und letzten städtebaulichen Kommission für dieses Jahr wurden die von der Stadt Linz zu definierenden städtebaulichen Vorgaben für die Nachnutzung des Bereichs rund um das Schillerparkhotel erarbeitet“, berichtet Vizebürgermeister Markus Hein: „Dieser Bereich ist auf der einen Seite natürlich für den wirtschaftlichen Erfolg der südlichen Landstraße sehr interessant. Auf der anderen Seite ist aber der Schillerpark besonders für den Erhalt der innerstädtischen Lebensqualität nicht wegzudenken. Er übernimmt aufgrund seiner Lage im dicht bebauten innerstädtischen Gebiet sehr wichtige Funktionen. Neben der Erholungsfunktion leistet er einen wichtigen Beitrag zur Luftverbesserung und zum Lokalklima. Das gedeckte Baumkronendach produziert geringere Temperaturen im Sommer und sorgt für höhere Luftfeuchtigkeit.“

Die städtebauliche Kommission hat auch mit medial kolportierten Gerüchten aufgeräumt, die von Massentiefgaragen bis hin zu 130 Meter Hochhäusern gereicht haben. Die spannenden städtebaulichen Vorgaben erlauben für diesen Standort Projekte, die sich sehr gut in das bestehende Gefüge eingliedern können. Sie garantieren auch die Verhältnismäßigkeit des Standortes, der an der wichtigsten ÖV-Achse liegt und sowohl zu Fuß wie auch mit dem Fahrrad sehr gut erreichbar ist. Mehr motorisierten Individualverkehr würde die südliche Landstraße  – die um viel Geld in den vergangenen Jahren in eine Begegnungszone umgebaut wurde – nicht vertragen. Daher schließt die städtebauliche Kommission eine wesentliche Vergrößerung der bereits bestehenden Tiefgarage aus.

„Auch der Schillerpark ist tabu. Die städtebauliche Kommission empfiehlt sogar eine Vergrößerung des Grünraums. Als Kompensation für den Flächenverlust durch die Vergrößerung der Parkfläche und aufgrund der besonderen Lage des Baufeldes des Schillerparks und der für die Innenstadt ungewöhnlichen Größe des Bauplatzes, können zusätzlich Hochpunkte gesetzt werden“, erklärt Hein: „Diese Hochpunkte müssen sich aber in ihrer horizontalen und vertikalen Dimension an der Nachbarschaft orientieren und sollen diese nicht massiv überschreiten. Baukörper, mit Dimensionen wie im benachbarten Bahnhofsviertel, sind für diesen Standort allerdings nicht vorstellbar.“