Hein: Die ersten Stahlteile des Tragwerks der Neuen Donaubrücke für die Linzer Seite heute eingetroffen

Die wichtigste Brücke für den öffentlichen Verkehr wächst nun auch auf Linzer Seite Richtung Donau

Nicht nur am Urfahraner Vormontageplatz kann der Fortschritt des Stahlbaus der ‚Neuen Donaubrücke Linz` beobachtet werden. Heute trafen die ersten Tragwerkteile aus Stahl auf der Linzer Seite ein und werden bereits am Linzer Widerlager in Endlage montiert. „Ich bin erfreut, dass der Stahlbau trotz Corona in den drei Stahlwerken weiterging und sich dadurch der Zeitverlust einigermaßen in Grenzen hielt. Zwischen beiden Landtragwerken werden die beiden am Urfahraner Vormontageplatz zusammengebauten Tragwerke nach deren Fertigstellung mit einem Pontonschiff eingeschwommen.“

Die Straßen- und Radweganschlüsse auf der Linzer Seite sind so gut wie abgeschlossen. Die ‚Neue Donaubrücke Linz‘ ist die wichtigste Voraussetzung für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs im Linzer Verkehrsnetz. Über sie sollen auch die neuen Stadtbahnen und die Obus-Linie fahren. Für Radfahrer und Fußgänger wird es mit der ‚Neuen Donaubrücke Linz‘ und dem anschließenden Rad- und Fußwegenetz ebenfalls eine komfortable Donauquerung geben“, erklärt Vizebürgermeister Hein abschließend.

Hein: Radabstellanlagen – 280 neue Anlagen wurden in den letzten Jahren aufgestellt

Platz für insgesamt 1.120 Räder – Radfahren wird in der Stadt sichtbarer

Ein dichtes Netz an modernen Radabstellanlagen ist eine wichtige Voraussetzung, dass Radfahren in einer Stadt gerne angenommen wird. Linz setzt seit einigen Jahren auf moderne Radständer, die ein sicheres Anhängen der Räder garantieren und auch nicht deren Felgen zerquetschen, berichtet Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein: „Je näher eine Radabstellanlage beim gewünschten Zielort ist, desto lieber werden diese natürlich angenommen. In den letzten Jahren haben wir 280 neue Radabstellanlagen im Straßenraum der Stadt aufgestellt!“

Radfahren wird in der Stadt immer sichtbarer. Ein klares Bekenntnis zur sanften Mobilität ist eine Grundvoraussetzung, um die Verkehrsbelastung, die der motorisierte Individualverkehr verursacht, besser in den Griff zu bekommen. Da darf das Wegfallen von Parkplätzen kein Tabu sein. Der positive Nebeneffekt: die Linzerinnen und Linzer bekommen Lebensqualität zurück, so Hein: „Wir haben neben der täglichen Stausituation auch ein Platzproblem, das der ruhende Verkehr verursacht. Wo an vielen Stellen vorher nur ein motorisierter Verkehrsteilnehmer stehen konnte, können nun mindestens fünf Radfahrer diesen Platz nutzen!“

Diese neuen Radabstellanlagen bieten für insgesamt 1.120 Fahrradfahrer die Möglichkeit, ihr Fahrrad sicher abzustellen. Die Stadt hat in diese 280 neuen Standorte in den letzten vier Jahren über 100.000 Euro investiert. Auch für das kommende Jahr geht der Ausbau weiter, besonders erfreulich ist es, dass auch die Bike & Ride Anlage am Mühlkreisbahnhof gemeinsam mit dem Land Oberösterreich und der ÖBB endlich umgesetzt wird, sagt Hein: „Die Bike & Ride Anlage ist ein Projekt, das bis in das Jahr 2008 zurückgeht. Landesrat Günter Steinkellner und mir ist es gelungen, dieses auch zur Umsetzung zu bringen.“

Hein zur AEC-Rampe: Grüne beklagen eigene Versäumnisse

Der ehemalige grüne Verkehrsreferent hätte sich für eine Fahrradrampe einsetzen müssen

Mit einer Aussendung zum Radverkehr auf der Nibelungenbrücke lässt der Grüne Klubobmann im Linzer Gemeinderat Helge Langer erkennen, wo die Stärken und Schwächen seiner Partei liegen. Eine klare Stärke der Grünen ist es, unqualifiziert und verspätet in eine Diskussion einzusteigen, aber dabei trotzdem mediales Gehör zu finden. Die große Schwäche dieser Partei liegt in der notwendigen Selbstreflexion und im Erarbeiten tragfähiger Lösungsvorschläge. „Einen wesentlichen Teil der Radfahrproblematik auf der Nibelungenbrücke verdanken wir dem ehemaligen Grünen Verkehrsreferenten. Unter seiner Verantwortung wurde die umstrittene AEC-Rampe errichtet. Damals hätten die Grünen die Möglichkeit gehabt, sich an verantwortlicher Position für eine geeignete Fahrradrampe einzusetzen. Wenn also heute die grünen Gemeindepolitiker Kritik an der Situation üben, wäre zuerst etwas innerparteiliche Selbstreflexion angebracht“, erklärt der freiheitliche Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein.

„Mir ist bisher kein sinnvoller Lösungsvorschlag von Gemeinderat Langer bekannt. Plakative Forderungen der Vergangenheit, wie etwa, man solle ganze Fahrstreifen der Nibelungenbrücke zu Radwegen umfunktionieren, sind während drei laufender Brückenbaustellen wohl eher nur als Scherz zu verstehen. Klar ist, dass diese Freigabe erst nach Fertigstellung der Brücken in Frage kommt, wir aber bereits jetzt etwas für Radfahrer auf der Nibelungenbrücke tun sollten“, erklärt Hein weiter: „Die Idee den gesamten Radverkehr auf eine Seite der Donau zu verlegen, umfasst auch eine Anpassung der bestehenden Unterführung vor dem neuen Rathaus. Mittels dieser Anpassung müsste die Unterführung für Radfahrer entsprechend nutzbar gemacht werden, um eine gefahrlose unterirdische Straßenquerung zu ermöglichen. Diese Querungsmöglichkeit sollte unabhängig von etwaigen späteren Freigaben der Autofahrspuren jedenfalls erhalten bleiben, weil sie auch eine bessere Zufahrt zum Neuen Rathaus ermöglicht.“

Die Grünen versuchen erneut unterschiedliche Verkehrsteilnehmer gegeneinander auszuspielen. Tatsache ist, dass es den „Radfahrer“, den „Autofahrer“ oder den „Fußgänger“ nicht gibt. Viele Linzerinnen und Linzer sind mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln unterwegs und auf Kombination verschiedener Verkehrsmittel angewiesen. „Die angeblich langen Umwege werden von Gemeinderat Langer lediglich populistisch ausgeschlachtet. Der Umweg über die Unterführung vor dem Neuen Rathaus beträgt inklusive Stiegen bzw. Rampen keine 100 Schritte. Es scheint, dass die Linzer Grünen gar nicht an einer echten Lösung in diesem Bereich interessiert sind, da ihnen ansonsten ein weiteres Thema zur politischen Stimmungsmache abhandenkommen würde“, so Hein abschließend.