Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml: Die geplanten Primärversorgungszentren für Kleinmünchen/Auwiesen und Pichling sollen mit je einer Kinderarzt-Vertragsstelle aufgewertet werden

Einstimmiger Appell im Gemeinderat für bessere ärztlichen Versorgung für Linzer Süden nach Trauner Vorbild 

„Der Ärztemangel ist längst in Linz angekommen und wird vor allem im Linzer Süden immer spürbarer. Besonders drastisch ist die kinderärztliche Versorgung: Für die Kinder von über 55.000 Bewohnern von Pichling, Ebelsberg, Auwiesen/Kleinmünchen und der Neuen Heimat gibt es aktuell nur einen einzigen Kinderarzt mit Kassenvertrag“, zeigt der Linzer FP-Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml auf. Er informiert, dass für die Stadtteile Kleinmünchen/Auwiesen und Pichling zwei neue Primärversorgungszentren geplant sind. In der Gemeinderatssitzung am Dienstag forderte der Gesundheitsreferent in einem gemeinsamen Antrag mit der SP-Fraktion die Aufwertung der beiden PVZ mit jeweils einer Vertragsstelle für einen Facharzt der Kinder- und Jugendheilkunde. „Vorbild ist unsere Nachbarstadt Traun, wo das neue PVZ ab Jänner 2023 mit mehreren Allgemeinmedizinern, zwei Kinderärzten und weiteren medizinischen Fachkräften starten soll.“

Neben Traun soll es auch in Linz künftig umfassende medizinische Anlaufstellen für Familien geben: „Der Gemeinderat ersuchte einstimmig die Österreichische Gesundheitskasse, die oberösterreichische Ärztekammer sowie die zuständige ÖVP-Landesrätin Christine Haberlander, die Bemühungen für die Primärversorgungszentren in Kleinmünchen/Auwiesen und Pichling zu intensivieren. Des Weiteren soll bei deren Errichtung je eine Vertragsstelle für einen Facharzt der Kinder- und Jugendheilkunde vorgesehen werden.“ erläutert Raml den konkreten Gemeinderatsbeschluss.

Primärversorgungszentren für Kleinmünchen/Auwiesen und Pichling mit je einer Kinderarzt-Vertragsstelle

FPÖ-Stadtrat Michael Raml und SPÖ-Fraktionsvorsitzender Stefan Giegler: Gemeinsamer Kampf gegen Ärztemangel im Linzer Süden

Der Ärztemangel ist längst in Linz angekommen und wird vor allem im Linzer Süden immer spürbarer. Ein besonderer Mangel herrscht bei Kinderärzten und Kinderärztinnen. Eine 2-Parteien-Resolution der Linzer SPÖ und FPÖ im kommenden Gemeinderat am 24. Mai 2022 fordert nun die zuständigen Akteurinnen und Akteure auf, rasch zu handeln: 

Demnach werden die Österreichische Gesundheitskasse, die oberösterreichische Ärztekammer sowie die zuständige ÖVP-Landesrätin Christine Haberlander ersucht, die Bemühungen für die Primärversorgungszentren in Kleinmünchen/Auwiesen und Pichling zu intensivieren. Des Weiteren soll bei deren Errichtung je eine Vertragsstelle für einen Facharzt der Kinder- und Jugendheilkunde vorgesehen werden. 

„Die Linzerinnen und Linzer brauchen Sicherheit in der ärztlichen Versorgung ihrer Kinder. Es kann nicht sein, dass sie in einem Ernstfall aufgrund des Mangels an Kinderärzten durch die Stadt irren müssen, um Hilfe zu erhalten“, betonen der Linzer Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml und SPÖ-Fraktionsvorsitzender Stefan Giegler unisono und erklären, warum es hier um mehr als um die klassische Parteipolitik geht: „Der Ärztemangel ist sehr ernst zu nehmen. Um diese Problematik in den Griff zu bekommen, müssen alle relevanten Akteure an einem Strang ziehen. Sonst droht sich die Lage noch zu verschlimmern.“

Raml: Hausärztemangel bekämpfen – Spitals-Ambulanzen endlich entlasten

Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml fordert von der ÖGK: „Linz braucht unbedingt mehr niedergelassene Haus- und Fachärzte. Nur so können die überforderten und überfüllten Spitalsambulanzen entlastet und die Gesundheitsversorgung der Linzer weiter gesichert werden. Es mangelt sowohl an der Besetzung offener Stellen, als auch an zusätzlichen Kassastellen und deren Attraktivierung, etwa durch leistungsgerechtere Honorarsysteme und organisatorische Unterstützung.“

Raml: Hausärztemangel bekämpfen – Spitals-Ambulanzen endlich entlasten

Ein aktueller Bericht des Landesrechnungshofs bestätigt nur das, was zahlreiche Linzerinnen und Linzer schon oft am eigenen Leibe erlebt haben: Die Spitalsambulanzen sind regelmäßig gefühlt hoffnungslos überlastet. Der Linzer Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml schlägt Alarm und fordert die ÖGK zum Handeln auf: „Linz braucht endlich mehr Haus- und Fachärzte. Es mangelt sowohl an der Besetzung offener Stellen, als auch an weiteren Kassenstellen und deren Attraktivierung, etwa durch leistungsgerechtere Honorarsysteme und organisatorische Unterstützung bei der Gründung und beim Betrieb einer Ordination.“

Viele Linzer suchen verzweifelt nach Haus- und Fachärzten

Regelmäßig wenden sich verzweifelte Linzer an den Gesundheitsstadtrat, die vergeblich einen Arzt suchen und dann in der Spitalsambulanz landen. „Der voranschreitende Ärztemangel in unserer Stadt treibt die Menschen regelrecht in die Spitalsambulanzen. Das führt zu immer längeren Wartezeiten und zur Überlastung. Nur wenn das Angebot an niedergelassenen Medizinern wieder steigt und die Menschen in die nahegelegene Ordination gehen können, anstatt die Ambulanz aufsuchen zu müssen, wird sich die Situation verbessern“, stellt Raml klar. „Um die Landeshauptstadt für niedergelassene Mediziner zu attraktiveren und auch etwa die nach wie vor massiv stattfindende Abwanderung ins Ausland von Absolventen eines österreichischen Medizinstudiums zu verhindern, brauchen wir nachhaltige Maßnahmen und Lösungen“, so Raml, der beispielhaft anführt: „Die Österreichische Gesundheitskasse sollte etwa ein Unterstützungsservice für Ordinationsgründungen anbieten. Motivierte Mediziner sollen dadurch Hilfestellungen beim Aufbau einer eigenen Ordination und allen dazugehörigen Belangen wie etwa der Administration u.ä. erhalten. Dazu soll für Ärzte ein leistungsbezogeneres Honorarmodell angeboten werden, um weitere Anreize zu schaffen, den Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen.“

Primärversorgungseinheiten als Mittel gegen Ärztemangel

Raml setzt sich daher seit Langem für die Forcierung von Primärversorgungseinheiten ein. „Erst kürzlich konnte ein dahingehender großer Erfolg erzielt werden: Mit Beginn des Jahres 2022 wird in der ´Grüne Mitte´ ein neues Primärversorgungszentrum eröffnet und den Linzerinnen und Linzern zur Verfügung stehen. Das ist ein großer Schritt in die richtige Richtung“, so Raml abschließend.

FPÖ-Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml: Am 1. Jänner 2022 soll neues Linzer Primärversorgungszentrum „Grüne Mitte“ starten

Linzer Gesundheitsstadtrat begrüßt Beschluss der Landeszielsteuerungskommission hinsichtlich zweitem PVZ in der Landeshauptstadt

„Es freut mich besonders, dass nach dem heutigen Beschluss der Landeszielsteuerungskommission einem Start des Primärversorgungszentrums in der „Grünen Mitte“ nichts mehr im Wege steht. Ab 1. Jänner können die Bewohner von den Leistungen des PVZ profitieren. Die neue Einrichtung wird ein weiterer notwendiger Meilenstein zur Sicherung einer niederschwelligen medizinischen Versorgung im Zentralraum sein. Eine sinnvolle Maßnahme, angesichts einer verstärkten Verteilung der praktischen Ärzte und Fachärzte in der oberen Stadtmitte“, erklärt Raml.

Hein an Gesundheitsminister: Endlich handeln statt großer Worte und medienwirksamer Versprechen

FPÖ-Vizebürgermeister Markus Hein zu Primärversorgungszentren (PVZ): „Gesundheitsminister Mückstein kündigt medienwirksam eine Primärversorgungsoffensive an. Die dahingehenden Pläne der Regierung sind bis dato offenbar gescheitert. Dabei braucht es keine großen Worte, sondern konkrete Taten des Gesundheitsministers. Ein Linzer PVZ für Kinder und Jugendliche ist bereits in Planung – aufgrund der Untätigkeit des Gesundheitsministers sind diese Pläne aktuell gezwungenermaßen pausiert.“ 

„Anstatt nur medienwirksam von einer Primärversorgungsoffensive zu reden, muss Gesundheitsminister Mückstein einfach selbst zur Tat schreiten. Es ist nämlich seiner noch immer andauernden Untätigkeit geschuldet, dass die Pläne zur Errichtung eines Primärversorgungszentrums für Kinder und Jugendliche in Linz aktuell auf Eis liegen müssen. Noch dazu wurde er durch eine freiheitliche Resolution auch schon vom Linzer Gemeinderat aufgefordert, endlich tätig zu werden. Bis dato passierte jedoch nichts“, informiert der Linzer Vizebürgermeister Markus Hein und ergänzt: „Dass die Regierungspläne – bis Ende 2021 insgesamt 75 PVZ in Österreich zu errichten – gerade einmal zu einem Drittel erfüllt wurden, ist nicht überraschend. Wenn der zuständige Gesundheitsminister nämlich lediglich auf große Worte und PR-Termine im Vorfeld von Wahlterminen setzt, anstatt wirklich zu handeln, kann keine Besserung erzielt werden.“

PVZ-Pläne in Linz schon fortgeschritten – scheitern an Gesundheitsminister

Auch in Linz gibt es auf Initiative des freiheitlichen Gesundheitsstadtrates Michael Raml bereits Pläne, ein Primärversorgungszentrum für Kinder und Jugendliche zu errichten. „Gerade unsere Jugend braucht die bestmögliche gesundheitliche Versorgung in jeglicher Hinsicht. Nicht zuletzt, weil sie durch die Corona-Einschränkungen der türkis-grünen Bundesregierung sowohl psychisch als auch physisch besonders gelitten hat. Zur Errichtung eines PVZ für Kinder und Jugendliche steht Gesundheitsstadtrat Raml bereits in Kontakt mit der Ärztekammer, die diese Pläne unterstützt und befürwortet. Die aktuelle Fassung des Primärversorgungsgesetzes lässt jedoch die Errichtung eines PVZ nur für Kinder- und Jugendheilkunde nicht zu. Deshalb sind wir bereits an den zuständigen Gesundheitsminister Mückstein herangetreten, um hier die dringend nötige Änderung des Gesetzes zu erreichen“, zeigt Hein auf. „Aber noch immer ohne Erfolg. Der Gesundheitsminister ist noch immer untätig dahingehend. Wenn er nun medienwirksame Versprechen macht, hat unsere Jugend nichts davon. Er muss endlich handeln.“