FP-Haginger: Neues Modell für schnellere Sperrmüll-Abholung

Kostenlose Abholung binnen zwei Wochen oder Express-Service zu einem angemessenen Preis innerhalb von 48 Stunden – Vorbilder in Wien und Oldenburg

Illegal abgelagerter Sperrmüll sorgt derzeit in mehreren Linzer Stadtteilen für Ärger und zahlreiche Beschwerden aus der Bevölkerung. Die Linzer Gemeinderätin Patricia Haginger spricht sich daher für ein neues und flexibleres Modell bei der Sperrmüllabholung aus. Gleichzeitig müsse konsequent gegen jene vorgegangen werden, die ihren Sperrmüll einfach im öffentlichen Raum abstellen: „Der Linzer Ordnungsdienst hat bereits mehrere Personen wegen illegaler Sperrmüllablagerungen angezeigt. Wer seinen Müll einfach auf Straßen oder öffentlichen Flächen entsorgt, muss mit Konsequenzen rechnen. Gleichzeitig müssen wir es den Bürgern aber so einfach wie möglich machen, ihren Sperrmüll ordnungsgemäß und zeitnah entsorgen zu lassen“, erklärt Haginger.

Konkret schlägt Haginger ein Zwei-Stufen-Modell vor. Die kostenlose Sperrmüllabholung soll weiterhin erhalten bleiben, künftig aber innerhalb von zwei Wochen nach der Anmeldung verlässlich durchgeführt werden. Zusätzlich soll eine kostenpflichtige Expressabholung zu einem angemessenen Preis angeboten werden, bei der der Sperrmüll innerhalb von 48 Stunden nach der Anmeldung abgeholt wird: „Vier Wochen im Voraus zu wissen, wann die alte Couch oder der alte Schrank tatsächlich entsorgt werden kann, ist im Alltag oft unrealistisch. Wer zwei Wochen im Voraus plant, soll weiterhin nichts bezahlen. Wer kurzfristig eine Abholung benötigt, soll gegen einen Kostenbeitrag eine schnelle Alternative bekommen.“

Dass sich die Sperrmüllabholung auch flexibler gestalten lässt, zeigen laut Patricia Haginger andere Großstädte. In Wien bietet die MA 48 eine kostenpflichtige Sperrmüllabholung an, bei der die Gebühren nach der abgeholten Menge berechnet werden. In der deutschen Stadt Oldenburg gibt es neben der regulären Sperrmüllabholung auch einen Express-Service um 50 Euro. „Wir müssen das Rad nicht neu erfinden. Andere Städte zeigen bereits unterschiedliche Möglichkeiten, wie eine bedarfsgerechte Sperrmüllabholung organisiert werden kann. Für Linz wollen wir das kostenlose Grundangebot erhalten und um eine schnelle, kostenpflichtige Expressleistung ergänzen. Die Gebühr soll angemessen sein und sich am tatsächlichen Aufwand orientieren“, so die freiheitliche Gemeinderätin.

FP-Haginger: Linz wieder in Ordnung bringen – Sauberkeitsoffensive für alle Stadtteile

Freiheitliche fordern in Gemeinderatssitzung mehr Reinigungsintervalle und ausreichend Personal statt Einsparungen bei grundlegenden Leistungen

Mit einem Gemeinderatsantrag fordert die FPÖ eine umfassende Sauberkeitsoffensive für das gesamte Linzer Stadtgebiet. Hintergrund sind die im Sommer bekannt gewordenen Einsparungen bei der Stadtreinigung. Unter anderem wurden Reinigungsintervalle auf der Landstraße reduziert, Mistkübel seltener entleert und Wochenendüberstunden gestrichen. Für FPÖ-Gemeinderätin Patricia Haginger wird damit an der falschen Stelle gespart: „Natürlich muss die Stadt angesichts ihrer angespannten Finanzlage sparen. Aber gerade dann müssen wir klare Prioritäten setzen. Saubere Straßen, gepflegte Plätze und regelmäßig entleerte Mistkübel sind keine verzichtbare Zusatzleistung, sondern gehören zu den grundlegenden Aufgaben einer funktionierenden Stadt. Es kann nicht sein, dass wir Millionen für fragwürdige Projekte ausgeben und gleichzeitig bei der Sauberkeit vor der Haustüre der Linzer den Rotstift ansetzen“, kritisiert Haginger. Der FPÖ-Antrag fordert konkret höhere Reinigungsintervalle, eine intensivere Pflege öffentlicher Flächen und häufigere Mistkübelentleerungen im gesamten Stadtgebiet.

Für die freiheitliche Sicherheitssprecherin geht es dabei nicht nur um das Erscheinungsbild der Stadt. Sauberkeit, Ordnung und das subjektive Sicherheitsgefühl hängen eng zusammen. Sichtbare Verschmutzung und Verwahrlosung verstärken das Unsicherheitsgefühl im öffentlichen Raum. Gerade rund um den Volksgarten und die südliche Landstraße, wo seit Monaten über Maßnahmen zur Verbesserung von Sicherheit und Aufenthaltsqualität diskutiert wird, seien geringere Reinigungsintervalle daher kontraproduktiv.

„Die Beschwerden über mangelnde Sauberkeit beschränken sich aber längst nicht auf die Innenstadt. Vielmehr erreichen uns laufend Beschwerden über Müll und Verwahrlosung aus nahezu allen Linzer Vierteln. Wir wollen daher eine Sauberkeitsoffensive für alle Stadtteile. Die zuständige Personalreferentin Merima Zukan und Stadtreinigungsreferentin Eva Schobesberger sollen dafür die notwendigen personellen Ressourcen sicherstellen. Wer Linz wieder in Ordnung bringen will, muss bei den Dingen anfangen, die die Menschen jeden Tag unmittelbar vor ihrer Haustüre sehen“, so Haginger abschließend.